Funk You!

KopfHörer, 09. Februar 2010 13:36
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    Foto: light in the attic

    Betty Davis in Action!

Die unglaubliche Betty Davis spricht!

Es gibt im Funk nicht viel Schärferes. Betty Davis zählt mit drei in den 1970ern veröffentlichten Alben - "Betty Davis", "They Say I'm Different" und "Nasty Gal" - zu den unglaublichsten Vertreterinnen eines hauptsächlich von Männern dominierten Fachs. Zu ihrem Nachnamen kam sie durch eine kurze Ehe mit Miles Davis, auch kein ganz Unbekannter.

Ich habe die Platten von Davis in den frühen 1990ern gekauft, als ein britisches Label diese wiederveröffentlicht hatte. Ihr harter, sexy Funk hat mir anfangs gar nicht so sehr gefallen. Aber es war einer dieser Käufe, bei denen man instinktiv weiß, auch wenn ich das jetzt noch nicht richtig kapiere, das kommt schon noch. Und so war's.

Damals glaubten die meisten, Davis wäre längst gestorben. Geschichten über das Junkie-Dasein dieses singenden Models und dem scheinbar logischen Ende kursierten selbst unter den so genannten Auskennern. Das Internetz und die globalisierte Informationswelt brachten schließlich zutage - alles falsch. Davis lebt, nur eben zurückgezogen.

Trotzdem dieser Good News gab es darüber hinaus kaum Infos über sie. Lediglich rund um das Erscheinen von zwei Wiederveröffentlichungen vor ca. zwei Jahren auf Light In The Attic gab es ein paar Interviews. Nun ist eine ziemliche Interview-Latte im US-amerikanischen No-Depression-Magazin - klicke-di-klack - erschienen, das die Unglaubliche etwas näher beleuchtet. (Karl Fluch, DerStandard.at 9. 2. 2010)

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Kommentar posten
10 Postings
yum yum eat em up
10.02.2010 20:06

Seit Jahren such ich konsequent im Netz nach Footage von ihr. Nix.

Es muss was geben, und das wird sicher wahnsinnig geil sein!



(beim Wittgenstein dasselbe Spiel)

daftfunk
10.02.2010 10:33
the lady of funk

yeah betty davis rules

hab eine kratzige rauchige wiener stimme entdeckt ...
nicht zu vergleichen mit betty aber auch sehr interessant......mal reinhören
www.bellawagner.com

Ex-Spectator
10.02.2010 00:31

o rly? Anti Love Song ist vor einiger Zeit in der Peterson WWS gelaufen, guter song - aber: das Album oder besser ne Fußballhalbzeit lang penetrantest intonierte Aufgegeiltheit durchzuhören pack ich nicht.

Wer's nötig hat… zugreifen.

wvrn wvrn
09.02.2010 22:18
mehr fährt..

..nix: wenn james brown der schaps ist, ist sie der vorlauf. konzentriert und präzise hingefetzt, ohne schnickschnack. mit ihren 3 platten hat sie den rest der funkwelt hinter sich gelassen.

ein gspusi mit jimi hendrix, heisst es, ist der grund für die gescheiterte zusammenarbeit zwischen miles davis und hendrix.
...extra, extra...

susi strolcher
09.02.2010 17:37
sehr gut gealtert, diese musik

vieles vom damals geliebten klingt heute ja urpeinlich. aber das passt bestens.

der feuerrote frederik
09.02.2010 16:03
mich erinnert...

... Sandy Dillon immer ein wenig an Betty Davis. Nicht wegen der Mucke, sondern rein stimmlich. Recht verwirrend, aber letztendlich gut so!

Telejazza
09.02.2010 15:11


Jop, Betty Davis rules!!

Herr Fluch, sollten Sie auch auf Instrumental-Funk stehen, möchte ich ihnen einen Sampler von Big Cheese Records ans Herz legen. Nennt sich "The Meltdown! Stinking Jazz Funk", ganz großes Kino!

you dont see me
09.02.2010 15:00

wenn man auf funk steht, ist es eigentlich unmöglich betty davis nicht zu mögen. ich bin ende der 80er drauf gestossen ("anti love song ") und sie ist sofort "eingfoarn".
sie gehört zu der kategorie wie´s george clinton schon richtig einordnete:
p-funk, the uncut funk, the bomb

die Resi-Tant Evil
09.02.2010 14:36

"... einer dieser Käufe, bei denen man instinktiv weiß, auch wenn ich das jetzt noch nicht richtig kapiere, das kommt schon noch. ..."

Darf ich raten?: Da waren Sie noch sehr sehr ... SEHR sehr jung und dachten, manchmal ist Musik Kunst und man versteht sie nicht.

Ad Stichwort "richtig kapieren" finde ich, es gilt, bei Musik zu kapieren, entweder hört man was oder man hört nichts (... aus der Musik heraus).

Faszinierend finde ich allemal Musik, bei der man spontan "was" hört und viel später draufkommt, da war aber eigentlich "nichts". Ad hoc Beispiel, das 1. Bangles Album.
Hingegen die Selbstgeißelung mit Musik, bei der man spontan "nichts" gehört hat - ob man nach dem 300. mal nicht etwa doch "was" hört - scheint mir verzichtbar.

grifter
09.02.2010 14:11

Jaaa, Betty Davis!
Muss sofort "Dedicated to the press" hervorkramen und wieder einmal anhören (No offense meant, dear Standard - ist nur die Nummer, die mir von ihr am besten gefällt :-)

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