Klärschlamm sauber entsorgt

14. Februar 2010, 18:00
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    foto: siemens

    Das innovative Schleuderradverfahren ist eine Kombination aus Flug- und Rostverbrennung und liefert optimale Verbrennungsergebnisse.

Das innovative Schleuderradverfahren ermöglicht eine effiziente, umweltschonende thermische Verwertung von Klärschlamm ohne Zufuhr zusätzlicher Energie

Bakterien, Schwermetalle und Medikamentenrückstände im Schlamm von Kläranlagen machen seine Nutzung als Düngemittel in der Landwirtschaft zu einem Risiko. Deshalb hat die EU die Ausbringung von Klärschlamm auf die Felder untersagt. Eine sinnvolle Alternative ist die thermische Verwertung. Immerhin hat der getrocknete Klärschlamm einen ausgezeichneten Brennwert. Dem steht allerdings ein hoher Wassergehalt gegenüber, der einen aufwendigen Trocknungsprozess erfordert. 

Wird der Klärschlamm nach der Trocknung mit dem innovativen Schleuderradverfahren von Siemens verbrannt, lässt sich Energie zurückgewinnen, die für den Trocknungsprozess eingesetzt werden kann. Diese Kombination aus Flug- und Rostverbrennung ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung des Brennmaterials am Rost und liefert optimale Verbrennungsergebnisse bei niedrigsten Emissionen. Mit der gewonnenen Wärme wird im Abhitzekessel Thermalöl erhitzt, das zum Beheizen der Trocknerwellen und der Trögewandungen dient. 

CO2 neutrale Klärschlammentsorgung

Die Anlage ermöglicht erstmals eine effiziente thermische Verwertung von Klärschlamm ohne Zufuhr zusätzlicher Energie. Das Verfahren arbeitet im Vergleich zu biologischen Abbauprozessen CO2 neutral und setzt kein Methan frei. Die Asche kann problemlos deponiert werden oder - nach entsprechender Aufbereitung - aufgrund des hohen Phosphorgehaltes als Dünger genutzt werden. Die biogenen Schadstoffe werden durch die Verbrennung neutralisiert und gelangen nicht mehr in die Nahrungskette.

 

 

 

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Besserwisser89
00
25.3.2010, 23:51

Methan ist ein 15mal(bin mir über Faktor nicht 100%sicher) so schlimmes Treibhausgas wie CO2.
Deshalb betont der Autor das. Es geht sich ja gerade um den den Klimaschutz.
Mit freundlichem Gruß

Zophopas
00
16.2.2010, 12:18
Auch wenn man nicht weiß, wo die Schwermetalle hinverschwinden,

so arbeitet das System doch immerhin ohne zusätzliche Energiezufuhr und ist somit Energieeffizient. Vermutlich haben sie da im Artikel aber auch einen Schritt ausgelassen, der die Schwermetallentlastung beschreibt. Biogenen Schadstoff wird das Schwermetall ja wohl keinen darstellen.

Charles Glass
00
14.2.2010, 18:31
Und was passiert mit den Schwermetallen?

tschux
01
15.2.2010, 10:47
Du Spielverderber

Du hast das problemlos deponiert werden nicht verstanden ;-). Flüchtige Schwermetalle wird man nach der Verbrennung eh nicht mehr in der Asche finden ;-)

M L3
00
Es steht ja auch was von Aufbereitung zur Verwendung als Dünger

Ich hoffe mal, das ist dann nicht extrem energieaufwendig. Oder ist die Asche durch den Prozess arm an Schwermetallen, aber die Filterstäube Sondermüll.
Warum wäre aber die Produktion von Methan schlecht? Das lässt sich doch gut verheizen.

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