Smarte Zähler

10. Februar 2010, 18:00
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    foto: siemens

    Mit intelligenten Zählern können Privathaushalte ihren Stromverbrauch um fünf bis 20 Prozent senken.

Intelligente Stromzähler helfen, den Stromverbrauch zu senken, die Auslastung der Netze besser zu planen und alternative Energiequellen zu nutzen

Ab 2010 müssen alle Neubauten in der EU mit Smart Metern ausgerüstet werden. Mit diesen intelligenten Stromzählern können Kunden anhand zeitnah ausgestellter und detaillierter Rechnungen ihren Verbrauch aktiv steuern. Experten schätzen, dass auf diese Weise ein Privathaushalt seinen Stromverbrauch um fünf bis zwanzig Prozent senken kann.

Energieversorger können die Auslastung des Netzes über zeitlich flexible Stromtarife regeln und erhalten Daten über den aktuellen Netzzustand. So können sie die Netzauslastung besser planen, da die Daten die Vorhersage von Lastspitzen erleichtern. Außerdem sparen die Betreiber etwa die Hälfte ihrer Ablesekosten, was bei einer Million Stromkunden über 1,5 Millionen Euro ausmacht. 

Gesamte Lieferkette abgedeckt

Der Energieversorger Energie AG in Oberösterreich setzt 100.000 AMIS (Automated Metering and Information System)-Zähler von Siemens ein. Sie senden zeitlich aufgelöste Verbrauchsdaten an den Versorger und umgekehrt Informationen - zum Beispiel den aktuellen Strompreis - an die Nutzer. Im Gegensatz zu anderen intelligenten Zählern wird die gesamte Lieferkette vom Erzeuger bis zum Verbraucher abgedeckt.

AMIS verfügt über ein Kommunikationssystem, das die Daten direkt im Stromnetz überträgt. Zusätzlich überwachen Datenkonzentratoren in den Transformatorstationen die Belastung des Netzes. Bidirektional arbeitende Lastschaltgeräte können die Netzauslastung eigenständig regulieren. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, flexibel auf dezentrale und schwankende Energiequellen, etwa Windkraft, zu reagieren.

 

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a b1
00
11.2.2010, 15:44
Idee

Meine Idee ist schon seit langem, dass zB Ökostrom im Internet die derzeitige Produktions- und Verbrauchsmenge angibt (zB mit 3 Tarifen, rot, gelb, grün) und bei Überschüssen kann man günstig das Elektroauto aufladen, ansonsten halt teurer.

kevin brown
01
11.2.2010, 04:46

hier wird ja mal wieder vorgehalten, dass es dem verbraucher nutzt, wenn der anbieter daten sammelt. im endeffekt geht es aber wohl eher dahin, dass die strompreise ueber tag genauer abgerechnet werden koennen und dadurch spitzenstrompreise den verbrauchen teuer verkauft werden.
wenn so ein zaehler wirklich dem heim-nutzer was bringen soll, warum hat er dann kein netzwerk oder USB anschluss mit dem man den verbrauch selbst auslesen kann?

schlitzohr2
00
12.2.2010, 16:40
Berechtigte Frage???????????????????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

badat
02
10.2.2010, 21:03

In einer perfekten Welt: Super Erfindung

In der realen Welt der Datenkraken: Das Ende der Privatsphäre. Mit so einem Kasten liegt der gesamte Tagesablauf eines Haushaltes offen. Und selbst wenn die EVUs den Datenschutz nicht antasten, reicht schon eine computeraffine Einbrecherbande, die dann online feststellen kann, wer geade auf Urlaub ist, etc.

Normalmensch
00
10.2.2010, 20:20

nett, aber die kelag hat nein gesagt als ich die zähler wollte, weil sie meinen die dinger sind technisch nicht ausgereift.

Zaubersalz
00
11.2.2010, 12:26
Es hindert Sie aber keiner daran...

...dem Kelag-Zähler IHREN Zähler "hintnachzuschalten"... dann zählen's halt doppelt... Und es ist auch besser, daß Sie Ihr eigenes Gerät verwenden, weil die AMIS-Geräte dem Kunden ja nicht die Möglichkeit geben, den Stromverbrauch selbst zu monitoren :-) Da geht's nur darum, zu emitteln, WANN genau welche Kunden Strom brauchen... und dann passen's die Preise "serviceorientiert" an :-)

Normalmensch
00
11.2.2010, 13:48

genau, ich wollte selber "monitoren" übers netzwerk.
richtig, hinter dem kelag antik-zähler kann man ja machen was man will :-)

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