Rechtsextremer Vlaams Belang-Chef am Hofburg-Ball

S. Jungnikl, S.Pumberger, 09. Februar 2010 19:21
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    Foto: apa/neubauer

    Der Burschenschafterball dient in erster Linie der Vernetzung der europäischen Rechten.

Rechtes Koordinierungstreffen am Rande des WKR-Balls

Der alljährliche Korporationsball Ende Jänner diente dieses Jahr wie jedes Jahr nicht in erster Linie dem Tanz und gesellschaftlichem Vergnügen von Burschenschaftern. Der Sinn liegt vielmehr im Vernetzen der Aktivitäten rechter bis rechtsextremer Politiker und Parteien in Europa.

"Es geht darum, Kontakte zu knüpfen und die Strukturen zu festigen", so Karl Öllinger von den Grünen zu derStandard.at. So nutzte die deutsche Rechtspartei "proNRW" - die vom nordrheinwestfälischen Verfassungsschutz wegen "extremistischer Tendenzen" beobachtet wird - das Wochenende in eigener Sache.

"Recht oder Rache im Nürnberger Prozeß"

Man treffe sich mit anderen Rechtspolitikern zur "Koordinierung", wie es auf der parteieigenen Homepage heißt. Neben dem Vorsitzenden von "proNRW", Markus Beisicht war bei diesem Treffen unter anderem Filip DeWinter vom Vlaams Belang, der extrem rechten Regionalpartei Belgiens anwesend. Martin Graf will diesen aber nur "kurz gegrüßt haben", wie er dem STANDARD versicherte.

Außerdem anwesend waren der katalanische Nationalist Josep Anglada i Rius und der schwedische Unternehmer Patrik Brinkmann. Der Millionär pflegt seit geraumer Zeit gute Kontakte zur NPD und der DVU, über seine Familienstiftung finanziert er Projekte wie "Recht oder Rache im Nürnberger Prozeß". Außerdem soll er diverse rechte Parteien finanziell unterstützen.

Im Wiener Hotel Hilton wurden unter Beisein diverser FPÖ-Politiker unter anderem Aktionen in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Monaten besprochen. "Die FPÖ ist in dieser Gruppe ob ihrer Wahlerfolge in Österreich hoch angesehen", so Öllinger. Obwohl die "proNRW" momentan nur wenig Relevanz hat, könnte sich das wieder ändern, wenn die öffentliche Stimmung umschlägt.

"Partnerorganisation"

Bei dem Treffen wurde "ausdrücklich die logistische und sonstige Unterstützung von FPÖ und Vlaams Belang" für die "proNRW" festgelegt. So werde die FPÖ sowohl am Parteitag in Leverkusen am 19. Februar, als auch bei der Anti-Minarett-Konferenz Ende März im Ruhrgebiet mit zahlreichen Spitzenfunktionären, Parlamentariern sowie Aktivisten vertreten sein. Als Zeichen des guten Willens traf unter anderem FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky auf die Runde, wie ein Foto mit Brinkmann und Anglada i Rius belegt.

Die Hauptthemen von "proNRW" sind Islamkritik und Ablehnung der Islamisierung. Der grüne Justizsprecher Albert Steinhauser moniert, dass die FPÖ in der Hofburg "offensichtlich international geächteten Politikern sowie rabiaten Moschee-Bekämpfern den roten Teppich ausgerollt hat" - und möchte dazu von Bundespräsident Heinz Fischer und Reinhold Mitterlehner (VP), der als Wirtschaftsminister für die Burghauptmannschaft zuständig ist, eine klare Stellungsnahme. (nik, seb, derStandard.at, 9.2.2010)

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wildkater
15.02.2010 13:43

Warum wird über das Treffen dieser "Wiaschdl" überhaupt in der Presse berichtet?
Leider lässt sich halt das Thema Rechtsextremismus in Österreich nicht mehr umgehen, mit eineinhalb bis drei (je nach derzeitiger Namensgebung FPKBZÖ in jeglicher Kombination) solcher Parteien im Parlament...

1116er
11.02.2010 11:08
@ obiges foto:

"g'scherte im pelz" nannte qualtinger mal die lappen.

wie nennt man das kostüm dieser g'scherten?

pater hirni
13.02.2010 19:07
klopapier.

melora
11.02.2010 10:10
Was ich absolut nicht verstehen kann

Warum stellt Österreich diesen Naz is die Hofburg zur Verfügung? Das ist ein Skandal!

max-1
10.02.2010 21:22
DARUM...

... gehört der WKR-ball verboten!!!

firedragon 7
10.02.2010 18:35
Ursache

Die rechtsextremen Parteien sind nur Symptome! Es ist besser den Nährboden mit einer gscheiten Asyl- und Einwanderpolitik UND die Ängste der Bevölkerung endlich zu hören. Sonst wirds nichts. Außerdem brauchen wir neue Alternativen im Parlament (siehe HPM und FPÖ bei der EU-Wahl).

1116er
11.02.2010 10:45
freuen sie sich doch!

solange die narren nicht aussterben, wird es auch hpm's und fpö geben.
also vermutlich eh forever!

skip it
11.02.2010 09:34
versteh' ich da was falsch?...

...hpm und fpoe sind fuer sie alternativen?

firedragon 7
19.02.2010 19:41

Nein, sondern ich meine damit das HPM die Prozente der FPÖ bei der EU-Wahl stark reduziert hat und damit sogar dritte Kraft wurde. Das heißt wenn die Wähler eine gute Alternative haben, wird die FPÖ dadurch sehr geschwächt.

neuer weg
10.02.2010 21:45
wo soll den die Reise hingehen ?

Fakt ist, es werden heuer, bzw. nächstes Jahr rund 8000 Zuwanderer vorgesehen, das sind um ein paar hundert weniger, als unter schwarz/blau - ein promille pro jahr ist jetzt nicht DIE große Zuwanderung...

Fakt ist, dass unsere ironlady Fekter Töne anschlägt, dass es so manch einem Fpöler ganz warm ums Herz ist.
Fakt ist, dass sich die Övp weigert, Graf abzuwählen, in Kärnten mit dem FPK koaliert.

Was wollens denn noch von den Großparteien ?
sollens das gesamte Parteiprogramm der Fpö übernehmen ?
und dann soll schluß sein ?

der Rechtsdrall endet keineswegs, wenn die Mitte nach rechts rückt, wie man in Ungarn ganz gut beobachten kann seit ein paar Jahren.

freilife
10.02.2010 22:15
wäre Schüssel noch am Ruder

wäre ich nicht verwundert, gäbe es bald eine Fusion von ÖVP und FPÖ samt FPK - bei dem Gedanken kommt mir echt das Schaudern - damit ginge sich wohl eine Mehrheit im NR aus und man hat nicht mehr die Diskussionen um Koalitionsverträge und so mühsamen Kleinkram - Strache und Fekter könnten sich dann voll entfalten, brrrr.

neuer weg
11.02.2010 12:49
jain

ich kenn zuviele Övpler...
auch wenn die Abgrenzung nach rechts manchmal zu wünschen übrig lässt.
Viele der Övp-Wähler würden eine Fpö nicht wählen.

die Övp ist keine Fpö, auch wenn Schüssel die Övp doch ein gutes Stück weiter nach rechts rücken ließ.

Es gibt auch unterschiedliches Wählerklientel, Vereinigung geht ned.
Koalition aber leider für viele schon... :-(

ThePeanut
10.02.2010 16:58
Was vor den Anti-WKR-Ball-Aktivitäteten...

...groß angeprangert wurde, checkt die Öffentlichkeit erst jetzt

Dagegen haben wir demonstriert und uns dafür zusammenschlagen, anzeigen, einkesseln, festnehmen und von der Öffentlichkeit beleidigen/beschimpfen lassen

greetz

Adam Markus
10.02.2010 14:48

Ich wünsche denen was sie mir wünschen. Würde ich das aber ausschreiben würde mein Post nie erscheinen.

Herr und Frau Österreicher
 
10.02.2010 15:23

so isses!!!

Hubert Ungeist
10.02.2010 13:08
Sind die Grünen in Europa nicht vernetzt

und treffen sich ab und zu?

Die Schwarzen und Roten sind es auch.

Wo ist jetzt die Überraschung?

Das die FP rechts ist, leugnet sie ja nicht.

skip it
13.02.2010 16:29
die fp ist nicht rechts...

...sie ist rechsextrem.

Hubert Ungeist
13.02.2010 16:44
Okay dann ist sie halt aus Ihrer Sicht rechtsextrem..

aber auch das ist in Ö nicht verboten - genauso wenig wie links oder linksextrem.

Verboten ist WIederbetätigung - z.b. Holocaustleugnung.

Nicht Verboten ist hingegen Gulagleugnung, Killing Fields Leugnung

h 90
17.02.2010 20:12

Indianer Ausrottungs Leugnung wuerde noch dazu passen.
Wobei bei Kambotscha und Vietnam die Leute viel mehr nach vorne schauen als die alten Sachen weiterzubeachten. Was Vor und Nachteile hat.

Pro Freistaat Kärnten!
 
15.02.2010 16:56
na ja, da stellt sich die frage,

wieviele österreicher in einem gulag als aufseher gearbeitet haben und wieviele am erhalt des stalinistischen systems beteiligt waren, nicht?

Hubert Ungeist
15.02.2010 18:47
Habe ich irgendwo etwa behauptet das dem so wäre?

Ich habe einfach nur Fakten aufgezählt.

Aus historischen Gründen ist diese Fixierung auf die eine extreme Seite erklärbar - aber nicht vernünftig.

Pro Freistaat Kärnten!
 
16.02.2010 16:44
nun,

nachdem in österreich niemand gulags leugnet, besteht dahingehend kein bedarf, geschichtsfälscher die ein bissl retro sind strafrechtlich zu verfolgen.



wildkater
15.02.2010 13:41
Nicht-Verbot ist ein schlechtes Argument

naja, die NPD ist in Deutschland z. B. auch nicht verboten - da werden sie aber (im Gegensatz zu den Brüdern im Geiste, der FPÖ in Österreich) weder geduldet, noch in Talkshows eingeladen, geschweige denn von irgendjemandem außer ein paar ostdeutschen frustrierten Glatzen gewählt.

grassl
10.02.2010 22:11
lächerlich! wie, wenn es um das gehen würde

Hubert Ungeist
11.02.2010 04:59
Worum gehts dann?

Achs so die FP der Inbegriff des Bösen, der GottSeiBeiUns.

Schon klar

Ich werd mich aber Trotzdem nicht zu Tode fürchten

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