Werbe-Optimismus-Index zeigt Aufwärtstrend

9. Februar 2010, 12:13

Hälfte der Befragten ist "sehr bzw. eher optimistisch"

"Der Optimismus in Österreichs werbetreibender Wirtschaft erlebt einen deutlichen Aufwärtsschub. Das derzeitige Stimmungsbild der österreichischen Werbewirtschaft wird von fast der Hälfte der Befragten (48,7 Prozent) als 'sehr bzw. eher optimistisch' eingeschätzt", so Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich, zum aktuellen Werbe-Optimismus-Index. Aus dem Vergleich mit dem vergangenen Jahr lässt sich sehr ein Hoffnungsschimmer herauslesen: Im Oktober 2009 waren nur 35,7 Prozent dieser Ansicht und im Juni 2009 sogar nur 27,2 Prozent.

"45,4 Prozent der befragten Experten aus dem Bereich Werbung geben in der aktuellen Erhebung an, dass ihrer Einschätzung nach die Werbeaktivitäten in Österreich im Vergleich zum gleichen Quartal des letzten Jahres abgenommen haben", so Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl. "Dieser Wert lag im Oktober allerdings noch bei 67 Prozent, damit ist er im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung um mehr als 20 Prozentpunkte gesunken. Dass die Werbeaktivitäten in Österreich zugenommen haben, glaubten zum damaligen Zeitpunkt nur 6 Prozent, in der aktuellen Welle sind es 15,8 Prozent. Das sind somit auch deutlich positivere Werte", zog Schwabl den Vergleich.

Einfluss der Bankenkrise

"Interessanterweise verringert sich der Einfluss der Bankenkrise auf die Stimmung in der heimischen Werbewirtschaft", stellte Drössler fest. Im Dezember 2008 lag der Wert noch bei rund 42,9 Prozent, aktuell sind es "nur" noch 18,4 Prozent. Im Vergleich dazu, kommt der österreichischen Wirtschaftsentwicklung ein deutlich größerer Einfluss mit 52,6 Prozent zu. "Die heimische Wirtschaftsentwicklung ist damit weiterhin mit großem Abstand wichtigster Impulsgeber", konstatierte Drössler.

Hoffnung gibt es auch beim Ausblick in die Zukunft: 33 Prozent glauben an eine Zunahme der Werbeaktivitäten innerhalb des nächsten Jahres.Bei der Verteilung des Marketingbudgets ist es nach wie vor so, dass die Mehrheit des Budgets der werbetreibenden Unternehmen in die Klassik fließt. Ein Trend setzt sich erwartungsgemäß weiter fort: Online Werbung und Direct und Dialog Marketing haben das größte Wachstumspotenzial, so die Studie. (red)

 

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