Promi-Fotograf

"König der Paparazzi": Felice Quinto ist tot

9. Februar 2010, 11:22

Gebürtiger Italiener wurde 80 Jahre alt - Gilt als Vorbild für Fellinis Filmfigur Paparazzo

Rockville - Der König der Paparazzi ist tot: Der berühmte Pressefotograf Felice Quinto erlag bereits Mitte Jänner einer Lungenentzündung, wie seine Frau Geraldine am Montag mitteilte. Er wurde 80 Jahre alt. Quinto gilt als Vorbild für den Fotografen Paparazzo in dem Film "La Dolce Vita", dessen Name zum Inbegriff für die aggressive Jagd nach Promi-Fotos wurde. Quinto legte sich oft in Büschen auf die Lauer oder verkleidete sich, um seine Opfer zu täuschen.

Der gebürtige Italiener arbeitete in den 50er Jahren in Rom und lernte dort den Regisseur Federico Fellini kennen. Fellini bot Quinto die Rolle des Paparazzo in "La Dolce Vita" an, der Fotograf lehnte dies nach Angaben seiner Frau aber ab, weil er mit seinen Bildern mehr Geld verdiente. Er taucht in dem Film nur kurz als Statist auf. Allerdings gelang es Quinto im wahren Leben, ein kompromittierendes Foto von der "Dolce-Vita"-Hauptdarstellerin Anita Ekberg zu schießen - die in dem Film übrigens einen von einem Paparazzo verfolgten Star spielt.

Nach seiner Hochzeit mit der amerikanischen Lehrerin Geraldine del Giorno zog Quinto 1963 in die USA. Dort arbeitete er für die Nachrichtenagentur AP, unter anderem fotografierte er die Beerdigung von US-Präsident John F. Kennedy. Seine wichtigste Domäne blieb aber die Jagd nach Promi-Fotos. Zeitweise arbeitete Quinto auch als persönlicher Fotograf der Schauspielerin Elizabeth Taylor. 1993 ging er in den Ruhestand. (APA/apn)

da dude
02

gibts pics davon?

Dogshit Miller
62
sehr gut

wieder einer weniger...

Caput Femoris
00
Was mich wirklich beeindruckt

ist eher, dass man es in diesem Berufsstand so lange schafft mit sich zu leben.

alla riscossa
00
der hat doch diesen berufsstand erst erfunden!

MiNeum71
 
10
:)))


Das Gewissen ist nicht allen Menschen gemein ;)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.