Im ersten Quartal verdreifachte sich das operative Minus des Reisekonzers nahezu, für das Gesamtjahr bleibt man aber zuversichtlich
Hannover - Europas größter Reisekonzern TUI Travel hat
angesichts der in der Wirtschaftskrise gesunkenen Nachfrage seinen
saisontypischen Verlust vergrößert. In dem Ende Dezember beendeten ersten
Quartal 2009/10 ist ein bereinigter operativer Verlust von 107 (Vorjahr: 35)
Mio. Pfund (122,1 Mio. Euro) aufgelaufen, wie die mehrheitlich zur deutschen TUI
AG gehörende Firma am Dienstag mitteilte. Der Umsatz sank auf 2,53 (2,75) Mrd.
Pfund.
In der laufenden Wintersaison gingen die Buchungen TUI Travel zufolge im
wichtigsten Markt Deutschland um elf Prozent zurück, während sie in Frankreich
um 13 Prozent und in Großbritannien um zwei Prozent sanken. Die Preise gaben in
Deutschland um zwei Prozent und in Frankreich um sieben Prozent nach. Hingegen
stiegen sie in Großbritannien, wo sich die Zahl der Tourismusanbieter zuletzt
deutlich verkleinert hatte, um zehn Prozent.
Die Nachfrage nach Pauschalreisen sei in den vergangenen drei bis vier
Monaten in allen Märkten gestiegen, so TUI Travel. Die Buchungen für die
Sommersaison liefen gut an. Allerdings wolle das Unternehmen auch weiterhin mit
einem flexiblen Angebot auf einen möglichen Rückgang der Nachfrage reagieren.
TUI und Rivale Thomas Cook hatten ihr Angebot an Pauschalreisen in den
vergangenen zwei Jahren um ein Viertel reduziert, um nicht in Preiskämpfe
eintreten und auf Rendite verzichten zu müssen. (APA/Reuters)