Krieg in Gaza

Israelische Gerichtspräsidentin für Untersuchungskommission

08. Februar 2010 21:47

"Israel hat nichts zu fürchten und ist stark genug"

Jerusalem - Die Präsidentin des israelischen Obersten Gerichtshofs hat sich für die Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung möglicher Menschenrechtsverletzungen während der Gaza-Offensive ausgesprochen. Dorit Beinish sagte am Montag in Jerusalem, Israel habe "nichts zu fürchten" und sei "stark genug", eine solche Überprüfung ohne Angst zuzulassen. Sie glaube, dass deutlich werde, dass Vieles übertrieben worden sei, aber um sicher zu sein zu können, müsse es überprüft werden, sagte Beinish.

Beinish bezog sich in ihrer Rede auf den Goldstone-Bericht. Der Bericht einer UN-Kommission unter Leitung des südafrikanischen Ex-Verfassungsrichters Richard Goldstone wirft der israelischen Armee und bewaffneten Palästinensergruppen Kriegsverbrechen und mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Gaza-Offensive vor. Israel hat bisherdie von den Vereinten Nationen geforderten Untersuchungen nicht eingeleitet.

Während der dreiwöchigen Offensive vor gut einem Jahr waren mehr als 1400 Palästinenser getötet worden, unter ihnen viele Frauen und Kinder. Auf israelischer Seite kamen 13 Menschen ums Leben. (APA/AFP)

Makronaut
10.02.2010 13:19
the fair and balanced goldstone report:

http://www.haaretz.com/hasen/spa... 48851.html

Georg Schütt
10.02.2010 20:18
Israel sollte eine Kommission einrichten.

Und dann solche Leute wie Desmond Travers einladen und in aller Öffentlichkeit (Life-TV) befragen; meinetwegen mit Direkt-Schaltung zur UNO.

Auch die Hamas-Zeugen sollten dann darüber berichten, was sie gesehen haben wollen.

Fritz Wunderlich
11.02.2010 11:36

und die christine chinkin gleich dazu
jetzt ist klar, warum sie den bericht balanced nennen

man ernenne zwei antisemiten und damit der bericht nicht als solcher wahrgenommen wird, schiebt man eine juden als vorsitzenden vor - balanced

Georg Schütt
11.02.2010 11:58
Tja, eine öffentliche Befragung im Fernsehen wollen viele gar nicht.

Warum nicht? Was fürchten die Rotstrichler, die ich nicht gerade bei den Israel-Freunden verorte?

Dass dann offen herauskommt, dass der "Bericht" auf Lug und Trug, auf Manipulation und selektiver Wahrnehmung beruht?

Fritz Wunderlich
11.02.2010 13:59

goldstone und seine reputation, allerdings mit vorbehalt, ich habe das noch nicht überprüft, und die website ist jetzt definitiv einseitig zu nennen

http://joschuacohen.wordpress.com/2010/01/0... k-secrets/

das könnte ihn als etwas anpassungsfähig charakterisieren, aber ohne nähere umstände zu kennen, kann es auch simple diffamierung sein
wenn es hingegen wahr ist, grosso modo, ist seine moralische reputation dahin

Georg Schütt
11.02.2010 17:21
Nun, die Angaben sind so präzise, dass sich eine Recherche immerhin lohnen würde ...

Danke für den Link.

Die entsprechenden Stellen in Jerusalem werden das hoffentlich zur Kenntnis nehmen.

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