Rauchgefahr aus dritter Hand

08. Februar 2010 21:00

Nikotin erzeugt krebserregende Stoffe auf Oberflächen

Berkeley/Wien - Kaum ein Tag, an dem keine neue Studie über die Gefahren des Nikotins veröffentlicht wird. Ist längst gesichert, dass regelmäßiges Rauchen unter anderem die Krebsgefahr erhöht und zu Herz- und Lungenerkrankungen führen kann, so gibt es doch immer wieder Neues zu entdecken. Etwa, dass regelmäßiges Rauchen das Alzheimer-Risiko deutlich erhöht, wie vor wenigen Tagen kalifornische Mediziner nach einer Auswertung von 43 Studien im Journal of Alzheimer's Disease berichteten.

Doch nicht nur aktives und passives Rauchen schaden der Gesundheit. Auch Rauch aus dritter Hand kann gefährlich werden, wie nun ein US-Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftern des Berkeley Lab in Kalifornien herausgefunden haben: Nikotin, das in Innenräumen von allen möglichen Einrichtungsgegenständen aufgenommen wird, kann sich dort in Reaktion mit einem verbreiteten Umweltgift zu einem stark krebserregenden Stoff umwandeln.

Nikotin könne auf Wänden, Böden, Vorhängen oder Möbeln wochen- und monatelang gespeichert bleiben, sagt der Chemiker Hugo Destaillats vom Berkeley Lab. "Unsere Studie zeigt, dass diese Nikotinreste mit gewöhnlicher Salpetriger Säure reagieren und sich in Tabak-spezifische Nitrosamine (TSNAs) umwandeln", so Destaillats. "TSNAs wiederum gehören zu den wirkungsvollsten Karzinogenen in unverbranntem Tabak und Tabakrauch."

Verzehnfachte Konzentration

Die Forscher hatten für ihre Studie, die in der US-Wissenschaftszeitschrift PNAS erschien, zunächst Zellulose eine Zeitlang mit Tabak "geräuchert". Danach wurde das Material drei Stunden lang einer realistischen Konzentration Salpetriger Säure ausgesetzt (60 Teile pro Milliarde Volumsteile), wie sie zum Beispiel in der Umgebung der meisten Verbrennungsmotoren üblich ist. Bei nachfolgenden Untersuchungen zeigte sich, das der Anteil der TSNAs nach Interaktion mit der Salpetrigen Säure zehnmal so hoch war als ohne.

Für Mohamad Sleiman, Erstautor der Studie, ist offensichtlich, dass Rauch aus dritter Hand ein eindeutiges und überraschend hohes Gesundheitsrisiko darstellt. Da der Kontakt mit diesen TSNAs vor allem durch die Haut, das Inhalieren von Staub und die Aufnahme durch den Mund erfolgt, ist auch klar, wer dem Risiko am stärksten ausgesetzt ist: Babys und Kleinkinder. (Klaus Taschwer/DER STANDARD, Printausgabe, 09.02.2010)

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Pracesi
 
18.02.2010 00:58

Was soll man von Wissenschaftlern halten die verbrennenden Tabak (unzählige Stoffe enthalten) nicht von der Substanz Nikotin unterscheiden können?!

thare
12.02.2010 12:17
Tja,

Apple hat das schon lange gewusst. Deswegen haben Raucher auf ihre Notebooks keine Garantieansprüche ;)

http://derstandard.at/125674543... rantie-weg

baroli
12.02.2010 17:25

Das war ein lächerlicher Einzelfall.
Bitte auch die Kommentare dazu lesen.

t-bonesteak
10.02.2010 11:04
studie belegt:

lungenkrebsrisiko durch anblick einer nicht brennnenden zigarette signifikant erhöht. bereits beim anblick einer zigarette kann es zu einer aufnahme karzinogener substanzen kommen.

ChesneyB
12.02.2010 10:15

Ich finde dieses Posting eigentlich nicht lustig sondern nur grenzenlos dumm.

ChesneyB
12.02.2010 13:35

Tja, daß hier genug Raucher rote Stricherl verteilen, war mir schon vorher klar.

Nick Tameer
11.02.2010 12:20

Man sollte sich einen länglichen, glimmenden Z-Gegenstand noch einmal vorstellen (absolut negative thinking, total schädlich und kanzerogen, mit zunehmender Tendenz zum Karzerogenen).

Mitch21
10.02.2010 19:16

selbst sich eine zigarette vorzustellen oder das wort zu schreiben ist belastend

baroli
10.02.2010 20:07

...und erst das lesen...

float
09.02.2010 17:51
Hier fehlt aber ein wichtiger Vergleich

Die im Paper angestellten Messungen zum experimentellen Beleg Ihrer Behauptung:
Raucherkabine Handschuhfach = wenig Karzinogene
Raucherkabine Wand = mittel Karzinoge
Nikotinversetzte Zellulose + HONO = viel Karzinogene
Angerauchte Zellulose = keine Karzinogene
Angerauchte Zellulose + HONO = mittel Karzinogene
Auch wenn die Forscher die Reaktion gut und glaubhaft beschreiben so fehlt doch:
Zellulose + HONO= ?,
ansonsten koennte immer noch HONO alleine fuer die Bildung der Karzinogene zustaendig sein. Alleine der dritte Vergleich ist ein leichter Hinweis, dass mehr Nikotin zu mehr Karzinogenen fuehrt dieses Sample wurde aber auch gleich in mehreren Weisen speziell behandelt.

Walther von der Vogelweide, der 1.
09.02.2010 13:29
I like Stricherl ...

Nachdem das Raucher/Nichtraucher-Forum immer mehr zum stricherlmäßigem Kindergarten verkommt ...
RAUCHEN IST GESUNDHEITSSCHÄDLICH. DER RAUCHER FÜGT AUCH GESUNDHEITLICHEN SCHADEN SEINER NICHTRAUCHENDEN UMWELT ZU.
B e w e r t u n g
grünes Stricherl: Ich bin völlig und ganz Ihrer
Meinung.
rotes Stricherl: Ja genau, damit bin ich
einverstanden.

aRoma
09.02.2010 14:36
ihr Post

ist endlich mal eine brauchbare Studie zum Thema!

Peter Widzky
09.02.2010 13:56
zum thema passender nick ^^

Ir sult sprechen willekomen:
der iu mære bringet, daz bin ich.
allez, daz ir habt vernomen,
daz ist gar ein wint: ir frâget mich.

nochmal in der neueren version von deutsch:

Ihr sollt ‚Willkommen‘ sprechen:
Der, der euch Neuigkeiten bringt, das bin ich.
Alles was Ihr bisher vernommen habt,
ist nichts dagegen. Fragt mich nur!

Nick Tameer
11.02.2010 12:42

Mittelalterliche Diskurstheorie.

Ein Beitrag, von der Art, wie sie liebe (und bereits auswendig gelernt sowie archiviert).

Peter Widzky
09.02.2010 12:54
nicht zu vergessen natürlich auch die unmittelbare gefahr von 4th-hand-smoke

wenn man mit leuten redet, die mit leuten in kontakt gekommen sind, die mit third-hand-smoke in berührung gekommen sind, dann kann das natürlich schon lebensgefährlich sein...

Mein Hund, die arme Sau, heißt Hojac.
09.02.2010 21:57
Aus leidvoller Erfahrung weiß ich:

Wenn man zulang die Zigarettenwerbung im Hustler anstarrt, wird man impotent.

Peter Widzky
09.02.2010 22:03
kommt drauf an wie die reale alternative aussieht ^^

aRoma
09.02.2010 14:37
Rauchen ist ansteckend!

Colette
09.02.2010 12:43
Salpetrige Säure, wie sie zum Beispiel in der Umgebung der meisten Verbrennungsmotoren üblich ist

Aber gegen Verbrennungsmotoren kann man halt nix machen.

cerberos69
 
09.02.2010 17:49

Die bzw. deren Abgase sind ja auch kein Tabakrauch, also nicht gesundheitsschädlich.

Nick Tameer
11.02.2010 12:49

Zumindest stehen sie weniger im Verdacht, möglicherweise irgendwie mit (gesellschaftlich schädlichem oder jedenfalls nicht nachweislich nützlichem) Genuss in Verbindung zu stehen und sind deshalb gleich weniger verdächtig.

Truthlobby
09.02.2010 11:17
mein körper

ist mit einem überaus effektivem Organ ausgestattet, welches mich vor solchen Gefahren schützt!
Wenn irgendwas extrem grausam nach Rauch stinkt weckt das in mir einen überaus vorteilhaften Fluchtinstinkt!

Pete Bronski
09.02.2010 13:31
aha?

was machen Sie dann auf der Straße?

Fredl Wurbala
09.02.2010 17:08

einen neuen Weltrekord im Sprint natürlich.

bei evtl. querenden Kinderwägen hoffentlich Hürdenlauf.

Deanna
09.02.2010 09:49
89.000 Österreicher für Nichtraucherschutz!

http://www.facebook.com/group.php... 7474724730

Raucher + Nichtraucher haben sich zusammengefunden, um endlich ein funktionierendes Gesetz zu erhalten, das die Gesundheit Unbeteiligter vor den Auswirkungen des Rauchs schützt.

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