SPÖ-Niederlage im ORF-Publikumsrat

Vergeigte Pimperlwahl

08. Februar 2010 18:23

An der Parteizentrale kommt man bei der Fehlersuche nicht vorbei

Das neue Wahljahr begann für die SPÖ so, wie das alte geendet hatte: mit einer Niederlage. Diese fiel umso peinlicher aus, als die Kanzlerpartei dank ihres immer noch enormen Apparats als Favoritin in die Fax-Wahl zum ORF-Publikumsrat gegangen war. Ein pseudodemokratisches Prozedere, durchgeführt mit vorsintflutlichen Instrumenten - damit müsste die SPÖ dank einschlägiger Erfahrung von ihren eigenen Parteitagen doch jede Menge Übung haben, könnte man meinen. Die roten Strategen belehrten die optimistischen Genossen eines Besseren. 

Allzu viel ist diesmal nicht passiert. Die Konsequenzen dieser Farce von einer Wahl sind begrenzt. Einen Gutteil der §Publikumsvertreter" wählt der Kanzler ohnehin freihändig aus, schrumpfen wird die Dominanz der SPÖ im ORF auch nach dem Fehlschlag nicht. Trotzdem sollte das Ergebnis der roten Chefetage Sorgen bereiten. Dass ihre Kampagnenmanager selbst eine Pimperlwahl vergeigen, lässt für wichtigere Urnengänge nichts Gutes erahnen. 

Auch wenn sich die Protagonisten nun abputzen: An der Parteizentrale kommt man bei der Fehlersuche nicht vorbei. Wer sonst soll für die Orchestrierung einer Wahlbewegung zuständig sein, wenn nicht die Geschäftsführer Laura Rudas und Günther Kräuter? Das kann freilich nicht klappen, solange es das zerkrachte Duo nicht einmal schafft, die Zusammenarbeit auf viel überschaubarerer Ebene zu koordinieren: zwischen ihnen beiden selbst. (Gerald John, DER STANDARD; Printausgabe, 9.2.2010)

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Hr. Wolf
09.02.2010 16:39
Wozu Publikumsvertreter?

Was wird durch Publikumsvertreter egal ob es welche gibt oder nicht gibt am ORF (Österreichischer Regierungsfunk) anders?

Rent a Democracy
09.02.2010 18:34
Umgekehrt wäre es richtig:

Parteienvertreter raus und alle Macht den Publikumsvertretern, die dann auch in einem angemessenen, geheimen Wahlprozedere zu eruieren sind.

flasitsch, 1.
09.02.2010 15:51
Pink John weiß es besser,


aber Hass ist eben ein starker Motivator ...

[dieser Beitrag wurde streng auf Einhaltung aller Forenregeln geprüft und darf ohne Bedenken veröffentlicht werden]

MAXIMA
09.02.2010 15:46
Eine Wahl und keiner geht hin.....

Häupls 7.000.000,- Euro teurer Kindergartenfragebogen, inkl. Grammatikfehler, wird das gleiche Schicksal ereilen, denn für dumm verkaufen lassen sich die Wiener vielleicht auch nicht.

vallis rosarum
 
09.02.2010 15:34
Wer nimmt denn solche Faxen auch Ernst?

Diese peinliche Zumutung einer Wahlfarce ist ja eine Verhöhnung des Kunden.
Ich zahl gerne meine 5 Euro im Monat für Ö1 (kurioserweise bekommt der ORF selbst von dieser Gebühr keinen Cent),
den restlichen ORF könnens an einen Pimperlverein verkaufen.

werwolfi
09.02.2010 18:19

"Faxen"

ja, man musste tatsächlich faxen... ;o)

aeff
09.02.2010 15:27

Das ist kein überraschendes Ergebnis. Welcher Private hat heut zu Tage noch ein FAX. Die meisten Fax Geräte haben Firmen, und dort in Reichweite von Bürangestellten, Meilen weit weg von Arbeitern (dem roten Klientel).
Ergo da liegt ordentlich was in der Zugänglichkeit.

Das hätten die verantwortlichen Parteistrategen aber schon bedenken müssen.

Jason2
09.02.2010 16:24
800.000 menschen haben fax...

...wie eine, in diesem zusammenhang, aktuelle recherche ergab. ansonsten: laura rudas ist überfordert.

anders and
 
09.02.2010 17:48

60% der Faxe sind wohl in schwarzen Parteilokalen abgeschickt worden.

dryeti
09.02.2010 15:11
wie wärs mit einer direktwahl

des Intendanten, wobei die Kandidaten im Vorhinein ihrer Absichten kundtun müssen.
Das würd den Proporz aufweichen und vermutlich das Programm verbessern.

Diese bestehende Wahl ist ohnehin eine Farce,
da koennte man gleich die Hausmeister am Küniglberg wählen.

Der Leser für die Zeitung
09.02.2010 17:36

also wenn schon, dann gleich eine castingshow.

dritter mann
 
09.02.2010 15:05
Medienpolitisches Versagen...

hat leider Tradition bei der SPÖ, seit bald 50 Jahren. Und daran wird weiter festgehalten. Da ist die "Pimperlwahl" noch eines der kleineren Desaster. Und auch wenn Frau Rudas die leibgewordene Peinlichkeit ist, sollte man nicht alles an ihr bzw. Kräuter festmachen. Das Sagen hat jemand anderer, nämlich derjenige, der immer dann "unerreichbar" ist, wenn er wieder etwas total vergeigt hat, und der offensichtlich nicht imstande oder willens ist, Fehler einzuräumen und die Konsequenzen daraus zu ziehen.

Peter Lustig2
09.02.2010 14:52

Wie Schwarz/Blau die neuen Modalitäten der Publikumsratswahl eingeführt haben, habe ich mich noch gefragt, was sie ausgerechnet mit einer Faxwahl (ein Gerät des 19. Jahrhunderts) bezwecken.

Jetzt weiß ichs: In jedem ÖVP-Seniorenheim und in jeder ÖVP-Sektion steht ein Faxgerät, von dem alle ÖVPler ihr Formular abgeschickt haben. Nachdem es sonst keine Partei gibt, die noch so rückständig ist so viele Faxgeräte zu haben, musste die ÖVP einfach gewinnen. Mit anderen Worten - die Rückständigsten haben gesiegt.

Joseph III. - Von eigenen Gnaden etc. etc.
 
09.02.2010 13:44
Darf Onkel Hans eigentlich auch ...

... mitfaxen? ;-)

1116er
09.02.2010 12:32
wenn man den geeigneten papa hat,

dann landet man einfach in einer geschützten werkstatt.

wo sonst soll denn fr. rudas 'unterkommen', wenn nicht in der behindertenzentrale?
fliegt sie dort raus, bleibt doch nur noch das ams....

wakeup
09.02.2010 13:28
Geeigneter Papa oder nicht...

aber gefallen tut sie ihnen schon, gell?

werwolfi
09.02.2010 18:24

is aber wurscht, dann soll sie sich eben bei einem modemagazin verdingen oder whatever - bei dem job könnt sie von mir aus schiach sein wia da zins, wenn sie die sache im griff hätte (mit betonung auf "hätte"!!)

r r
09.02.2010 14:30
Mir gefallt sie nicht!

Wasmichstört
09.02.2010 12:16
Mein Lieber...

...die haben andere Sorgen, dieses d(yn)amische Duo-Infernale: Die Habsburger dürfen sich wählen lassen - das ist den beiden momentan wohl wichtiger... Gratulation der Partei zu solchen Personalentscheidungen!

Jo H
09.02.2010 11:33
http://www.servustv.com/

hier gibts sogar 3D sendungen.

Mika Eskimo
 
09.02.2010 11:12

Günther Kräuter sagt mir jetzt nichts, aber so wie die Laura Rudas rüberkommt, kann das ja nur ein Flop werden.

Der Fayman leidet unter dem Gusenbauerischen Angst Syndrom, nur ja nie Leute in die Nähe lassen die einem jemals gefährlich werden könnten.Da bleiben halt nur mehr Caps und Rudasinnen übrig.

werwolfi
09.02.2010 18:25

"Günther Kräuter sagt mir jetzt nichts"

das sagt dafür einiges über die kommunikation der SP nach außen :o)

tramezzino
09.02.2010 13:10

genau, wenn die rudas irgendwas macht, dann gibts nur eins: probleme, probleme, probleme...

meineMeinung
09.02.2010 10:56

Darf jetzt Raiffeisen den Einser kaufen?

Oschus Mox
09.02.2010 11:53
je rascher desto besser!

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