Publikumsrat

SPÖ arbeitet Niederlage auf - Einer muss schuld sein

8. Februar 2010, 18:04
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    fotos: apa, der standard/urban

    Schuld ist immer der andere: Günther Kräuter und Laura Rudas hantieren in der SPÖ-Zentrale mit Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten.

Die SPÖ hat die Wahl zum ORF-Publikumsrat vergeigt und sucht die Gründe - Die könnten bei Laura Rudas liegen, bei Günther Kräuter oder auch bei Josef Ostermayer - Oder ganz woanders - Je nach Sichtweise

Keiner will es gewesen sein. Und jeder deutet auf den anderen. Fest steht nur, dass die SPÖ die Wahl zum ORF-Publikumsrat komplett in den Sand gesetzt hat. Von sechs Mandaten gingen gleich fünf an die ÖVP. Für die SPÖ, die bisher kraft ihrer Mobilisierung die sechs Publikumsräte traditionell für sich entscheiden konnte, bedeutet das eine heftige Niederlage. Jetzt wird Ursachenforschung betrieben - und ein Schuldiger gesucht.

Diese peinliche Niederlage lässt auch den schon lange schwelenden Konflikt zwischen den beiden SPÖ-Bundesgeschäftsführern Laura Rudas und Günther Kräuter wieder aufbrechen. Im Büro von Kanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann ist man der Ansicht, für die ORF-Publikumsratswahl wäre die Bundesgeschäftsführung der Partei zuständig gewesen. Im Umfeld von Laura Rudas wird aber darauf hingewiesen, dass sie selbst mit dem ORF-Publikumsrat „gar nichts" zu tun hat. Sie sei nicht zuständig, war weder mit der Mobilisierung noch mit der Kandidatenerstellung befasst, da sei die Aufgabenaufteilung ganz klar: Zuständig sei Günther Kräuter.

Dieser sieht das freilich anders und nimmt deshalb auch nicht die Verantwortung auf sich. Am Montag sagte er zum Standard, dass man die ORF-Wahl mit einem zentral gesteuerten SPÖ-Wahlkampf "nicht vergleichen" könne. Die verschiedenen Organisationen, die ihre Kandidaten delegieren, seien für die Mobilisierung der Publikumsrats-Wähler hauptverantwortlich: "Das verlief teilweise enttäuschend." 

Schwarze lachende Dritte


Auch einen anderen Grund für die Niederlage nimmt Kräuter nicht auf seine Kappe: In fast allen Wahlkategorien waren gleich mehrere rote Kapazunder angetreten. Die SP-Kandidaten machten sich gegenseitig Stimmen abspenstig - lachende Dritte waren die schwarzen Konkurrenten. Kräuter dazu: "Meine strategische Entscheidung war das nicht."
Im Kanzlerbüro ist man angesichts dieses "Kommunikationsproblems" in der Parteizentrale ratlos - und verärgert. Um von einem Kommunikationsproblem zu sprechen, müsste es immerhin eine Kommunikation geben. Zum Teil reden die beiden SPÖ-Geschäftsführer aber nicht einmal mehr miteinander.

Andere in der Partei schieben die Schuld im konkreten Fall auf die Chefetage: Medienstaatssekretär Josef Ostermayer soll entschieden haben, jeweils mehrere SP-Kandidaten aufzustellen. 

Das rote Stimmen-Splitting reiht auch Seniorenbund-Obmann Andreas Khol (ÖVP) unter die drei Gründe für den schwarzen Erfolg: keine Doppelkandidaten (mit einer Ausnahme), Werbung per Internet und „Namen und Ansehen" von Gerhard Tötschinger, dem Stimmenstärksten.

Tötschinger selbst bezeichnete das aktuelle ORF-Programm am Montag als „Mumpitz" und möchte dieses seniorenfreundlicher gestalten. Khol strebt für die nächste Wahl eine Änderung an: Er möchte im ORF-Gesetz die Briefwahl für Publikumsräte einführen. Die Faxwahl lehnt er ab, da kaum noch jemand privat ein Faxgerät besitze. (jo, spn, völ, DER STANDARD; Printausgabe, 9.2.2010)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 71
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hallowasgehtdaab
32
bitte klagen.

nachdem ich mir die ganzen anonymen posting-müll hier durchgelesen habe kann ich nur sagen: frau rudas bitte klagen Sie. bei aller berechtigten kritik: es ist eine echte frechheit, dass diese frauenfeindlichen vernaderungs-postings überhaupt veröffentlicht werden. lässt einen tiefen blick in die untiefen der user hier zu. zum k.....

clown bobo
01
10.2.2010, 16:51
die klagt nicht

die zetert.

gk76
22
ganz klar, das Rudasmäderl ist Schuld

haut sie endlich raus!

ernst thaelmann1
22
wie gesagt..

unsere superpraktikantin war mal wieder am werk oder auch nicht und hat lieber eine bobo party organisiert..

Heitere Hyperinflation, gepflegter Staatsbankrott
 
02
Es fällt schon auf: Die SPÖ braucht ständig einen Schuldigen

Wenn wieder einmal eine Wahl pflichtgemäß verloren geht, wird reflexartig der Spitzenkandidat aus dem Amt gebissen. Als ob Sieg oder Niederlage nur an einer einzigen Person hingen!

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass diese Vorgangsweise zur Selbstablenkung des SPÖlers von den wahren Ursachen der Niederlagen dient.

Zappelzapp
00
12.2.2010, 11:19
Lenken Sie nicht davon ab, dass der Schüssel

und seine neoliberale Politik schuld ist. Und der Grasser natürlich.

flasitsch, 1.
104
Interessant wie das Grüne Parteibüro arbeitet


In puncto Menschenhatz hat sich der grüne, bashende Mob wohl etwas vom H.C. abgeschaut.

[dieser Beitrag entspricht allen Forenregeln und darf ruhig veröffentlicht werden]

Umgefallener Reissack aus China
15

Die Grünen? Sie haben wohl auch das SPÖ-Syndrom. "Die anderen sind böse" "Die anderen sind so gemein" "Wir machen doch eh alles richtig". Aber bitte.. wohin krankhafte Realitätsverweigerung führt, wird diese Partei noch schmerzlich erfahren müssen.

klipp und klar
21
ich hoffe, dass die rudas noch lange bleibt,

denn solange gewinnen die anderen, vor allem die övp, die wahlen. und das freut mich. danke laura....

Dr. Goran
00

Egal, wie bunt etwas ist, das man in ein Fax hinein schiebt, es kommt anderswo schwarz raus...

clown bobo
00
10.2.2010, 16:53

das ist bei ihnen ähnlich.

Sir Zamp
00

wie kann man eigentlich nur zum Teil nicht miteinander sprechen...

worry1
25
Die SPÖler sind einfach für alles zu dämlich

Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose sind der reichen ÖVP-Klientel voll ausgeliefert und haben keine Vertreter mehr im Parlament.

r r
11
Die unbeholfene Rudas und der grinsende Osterhase

haben die Wahl verbockt. Dem Programm kanns aber nur gut tun.

Rune Rebellion
217
das Fräulein Rudas

Tja, man hat halt in der SPÖ allen Ernstes geglaubt, man muss nur ein junges, einigermaßen fesches Pupperl, das einen Account auf Facebook hat und gut auswendig Gelerntes runterbeten kann, in eine hohe Position hieven und die Jungen, welche scharenweise den Lehren des schönen Ha-Tse huldigen, würden sich wieder der SPÖ zuwenden, weil die Laura ja sooo cool ist.

Da war es egal, dass dieses kleine, unbedarfte Parteigünstlings-Mauserl, weder die Erfahrung noch die Fähigkeiten, noch auch nur den Ansatz von Authentizität besitzt um auch nur einen einzigen Jungwähler von blau zu rot zurück zu holen.

Alleine, dass die SPÖ geglaubt hat, diese Rechnung würde aufgehen spricht Bände über deren Zustand.

Wasmichstört
11
Haargenau...

...so scheint es zu sein - eigentlich ein Wahnsinn, dass die Basis noch läuft und den Kopf hinhält... ein nächstes Gusi-Drama ist wohl schon weit im 1. Akt!

Saskia Fabian
 
11
dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ja sehe ich genauso

nick melin
 
22
das passiert wenn sesselpickende bonzen

und militante feministinnen eine partei übernehmen
und hat sich jemand die kandidaten angeschaut
warum sollte sich jemand zeit nehemn um diesen leuten einen hochbezahlten job zu verschaffen
was tut die spö für das gemeine volk
kriminalität und arbeitslosigkeit scheinen ihnen
ja wurscht zu sein
aja die habsburger sollten wieder bundespräsident werden dürfen
nur weiter so

Eva Ulrich
00
12.2.2010, 07:28

Zu Kriminalität scheint der SPÖ ja wurscht zu sein:
Warum soll die SPÖ für einen Fehler, den Schwarz/Blau mit dem Abbau der Polizisten begangen haben, gradestehen?

8donet
12
wieso verschwinden hier alle beiträge,

in denen nicht hirnlos gebasht wird?

Wasmichstört
21
Das d(yn)amische Duo hat wieder zugeschlagen!

...Wie lange noch dürfen sie die Partei weiter zu Tode "sekrieren"? - Gibts keine Jobs mehr bei Magna? Krise?

Heimwerkerkönig
 
26
Frau Laura Rudas...

... = jugendliche Quoten-Tussi.
Und eine rhetorische Null.

Die Strachelbeere lacht sich derweil darüber krumm, dass medial gebetsmühlenartig verkündet wird, er käme bei der Jugend in erster Linie wegen seinem "coolen" Auftreten an.
Die Möglichkeit, dass viele junge Menschen einfach mittlerweile in Schulen massenhaft einschlägige Erfahrungen mit orientalischen Mihigru-Jugendlichen sammeln durften und deswegen die Blauen wählen, ist dermaßen politisch unkorrekt, dass man das nie und nimmer in Erwägung zieht.

Tja, dank dieser Realitätsverweigerung und daraus resultierenden Gegenwaffen wie Laura Rudas, kann selbst ein mittelmäßig begabter Politiker wie Strache, in ungeahnte Höhen kraxeln.


Geraldines_Tante
39
Auslaufmodell

Die SPÖ wird so lange mit ihrer Personalpolitik "Qualifikation: Frau", "Superqualifikation: Tochter (oder: Nichte, Schwester, Gattin, ...)" weitermachen, bis es sie nicht mehr gibt.
Zumindest nicht über 20% Stimmenanteil.

Wasmichstört
23
Böse, böse...

...aber ich erlebe das gerade in meiner Heimatstadt... hier genügt: MotorradfahrerIn, weiblich, PolizistIn oder JustizwachebeamtIn - und du bist so gut wie roter Gemeinderat... ahja: auf ja keinen Fall höhere Bildung als AHS 5. Klasse... diese Partei geht ganz schön schnell vor die Hunde

Fonoti
24
Faymann sollte mal die Postings hier lesen

dann wüsste er was zu tun wäre

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