Opposition für Streichung des Habsburger-Verbots

9. Februar 2010, 13:37

FP, Grüne und BZÖ begrüßen den Vorstoß der Regierung, das Kandidatur-Verbot aufzuheben

Wien - Recht lange wird Bundeskanzler Werner Faymann nicht diskutieren müssen, um die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für die Streichung des Habsburger-Verbots bei Bundespräsidentenwahlen zusammenzubekommen. Denn die Opposition tritt - wie schon im Dezember - geschlossen dafür ein, diese Bestimmung aus der Verfassung und dem Bundespräsidentenwahlgesetz zu eliminieren. Vor der Wahl am 25. April dürfte sich dies allerdings nicht mehr ausgehen, merkte das BZÖ an.

Alexander Van der Bellen, der außenpolitische Sprecher der Grünen, zeigte sich am Dienstag erfreut, "dass SPÖ und ÖVP die Ansicht der Grünen teilen, dass das Kandidatur-Verbot der Habsburger - und anderer regierender Häuser - für die Bundespräsidentenwahl nicht mehr zu rechtfertigen ist".

Die FPÖ ist nach wie vor dafür, das Verbot für Mitglieder regierender und ehemals regierender Häuser zu streichen, so ein Sprecher von Parteichef Heinz-Christian Strache. Auch das BZÖ steht einer Streichung des Habsburger-Vorbehalts offen gegenüber. Vor der heurigen Bundespräsidentenwahl - für die Kandidaturen spätestens am 26. März anzumelden sind - dürfte sich eine Gesetzesänderung aber nicht mehr ausgehen, sagte ein Sprecher von BZÖ-Chef Josef Bucher.

"Nicht mehr zeitgemäß"

SPÖ und ÖVP hatten sich für einen Fall des in Österreich geltenden "Habsburgerverbots" ausgesprochen. "Dieser Ausschluss vom Wahlrecht ist nicht mehr zeitgemäß", sagte ÖVP-Verfassungssprecher Wilhelm Molterer in der "Presse". Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter stimmte dem zu. Wieder aktuell geworden ist die Diskussion durch die angestrebte Kandidatur des grünen Gemeinderats in der Kärntner Bezirksstadt Wolfsberg, Ulrich Habsburg-Lothringen, zum Bundespräsidenten. (APA)

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ideenloser provokateur
00
hättens doch alle schneller reagiert

jetzt haben wir echt keine alternative zum Linken Fischer.
Dumm gelaufen

kleiner_großstädter
00
21.2.2010, 22:39
Unter einem Kaiser Otto als Nachfolger von Kaiser Karl von Österreich,

und bei einer Rechtslage wie zur Monarchie, hätte weder der Vater des heutigen Dr. Ulrich Habsburg-Lothringen sich (im Österreich) "Graf von Habsburg" nennen dürfern noch Sohn Ulrich den Familiennamen Habsburg-Lothringen bekommen.

Der eheliche Sohn Franz des Erzherzog Johanns (Sohn von Kaiser Leopold II. und Bruder von Kaiser Franz II. von Österreich) mit Anna, geb. Plochl, Freiin von Brandhorfen und späterer Gräfin von Meran, Graf Franz von Meran und dessen Nachkommen dürfen sich auch nicht Habsburg-Lothringen nennen.

ideenloser provokateur
00
danke

interessant

kleiner_großstädter
00
21.2.2010, 18:09
Da praktisch nur Kaiser Karl und Gattin Zita

die Habsburgergesetze nicht anerkannten und 1919 keine Loyalitätserklärung zur Republik abgegeben haben, sollte man außer deren Nachkommen alle anderen Habsburger, die österreichische Staatsbürger sind vom passivem Wahlrecht zum Bundespräsidenten nicht ausschließen. Das betrifft insbesondere alle Habsburger der Linie Österreich-Toskana.
Selbst Kaiser Franz Josefs Tochter Marie Valerie wurde Republikanerin und Kaiserenkelin Elisabeth Marie (Tochter Kronprinz Rudolfs) außerdem Mitglied der Sozialdemokraten (auch setzte sie die Gemeinde Wien zum Erben ein!).

Norbert Fortelny
00
10.2.2010, 19:26
Tu felix Austria

sonst hast keine Sorgen...

Bei mir hats gebrannt
10
10.2.2010, 12:42

Viel Rauch um nichts, wenn ich mir den betreffenden Alibi-Grünen Jägerfreund und D*mmschwätzer anschaue.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
10
Eines ist wirklich auffallend:

in ö. sind alle voraussetzungen da für eine konstitutionelle habsburger-monarchie, sogar eine hofburg u. die vatikanbank ist allzeit präsent - fehlt nur noch ein kath. kaiser statt eines bundespräsidenten!
Ist retro wirklich wieder schick?

derPolizist
00
10.2.2010, 19:17

jaja, klar, alle Voraussetzungen vorhanden... nur eben nicht die entsprechende Verfassung..

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
10.2.2010, 23:33

nana, dass die BV nach lust u. laune umgestaltet werden kann (u. auch wird) ist nun wirklich nix neues ned.

derPolizist
00
11.2.2010, 06:08

In diesem Fall wohl nicht so leicht, weil 2/3-Mehrheit UND positive Volksabstimmung nötig wäre...

Lapislazuli
00
10.2.2010, 15:53
Nicht aufgefallen ist mir,

dass uns Kaiserwahlen ins Haus stehen.

Prof. Wolf
01
Gut

Das Verbot ist echt nicht zeitgemäß. Wer mit irgendwelchen historischen Verbrechen der Habsburger kommt: Sippenhaftung hat in einen Rechtsstaat nichts verloren. Ein Habsburger hätte als Präsident nicht mehr Möglichkeiten, die nicht auch ein Heinz Fischer oder ein HC Strache (dieses Zenario täte mir mehr Angst machen) hätte.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
11
man bedenke:

die habsburger haben einen sehr anderen hintergrund als heinzi o. andere...
und adelspfründe haben in einem demokratischen rechtsstaat wirklich nix verloren.

derPolizist
00
10.2.2010, 15:19

und welche Adelspfründe nennt Ulrich Habsburg sein Eigen?

kleiner_großstädter
00
22.2.2010, 13:10
Der Name ist eigenlich eine Usurpation.

Schon der Vater Ulrichs usurpierte den Namen Habsburgs zu unrecht.

..|..
00
Kann man sich eigentlich

seinen Nachnamen auf Habsburg-Lothringen ändern lassen?

derPolizist
01

Siehe hier:

http://www.help.gv.at/Content.N... 20300.html

Besonders:
"Eine Änderung des Namens in einen Doppelnamen ist – außer aufgrund einer Eheschließung – in Österreich nicht möglich. Es existieren dennoch Familien, in denen sowohl die Ehepartnerin/der Ehepartner als auch deren Kinder denselben Doppelnamen tragen. Diese Namen sind allerdings nicht durch eine Eheschließung, sondern historisch bzw. durch seinerzeitige Adoptionen entstanden und wurden über Generationen weiter übertragen."

Philipp Gudenus
 
01
Doppelnamen gelten alles andere als elegant

Gegenständlicher Doppelname wurde letztlich von der Republik aufgezwungen. Ohne dass man einzen gefragt wurde, ob man es etwa einfacher wolle.

Offensichtlich war es zweitrangig.

derPolizist
00
11.2.2010, 14:27

Naja, das Haus hieß schon davor Habsburg-Lothringen... lag also relativ nah, diesen Namen zu wählen...

grazing snake
33
Sieht niemand die Falle?

Ein gewählter Habsburgerpräsident ist nur wenig davon entfernt quasi auf den anderen ("ererbten") Sessel rüberzurutschen und die Monarchie wiedereinführen zu lassen.

Noch dazu mit der Machtfülle eines österreichischen Präsidenten:
Oberkommandierender des Bundesheeres und zugleich mit dem Recht zur Auflösung des Parlaments.
Extrem formuliert: Er löst das Parlament rechtens auf, stützt sich rechtens auf das Heer - und dann braucht´s nur noch eine einzige Rechtsbeugung.

Dollfuß hat ähnliche Lücken genützt um die Demokratie abzuschaffen, ohne das die einzelnen Schritte ein Putsch, oder irgend etwas Lautes, waren.

Und der gute van der Bellen segnet das Ganze ab.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
obwohl

ein euer majestäten kommt mir bestimmt lieber über die lippen als ein herr f-ler....

Chien de Pique
12

Aha. Nur steht diese Möglichkeit halt leider jedem einzelnen Präsidenten offen. Jeder einzelne, noch so rotblütige Präsident, den die Lust ankömmt, könnte sich so zum Kaiser aufschwingen (wenn dieser Pinky & der Brain-Plan nicht sowieso vollkommen aberwitzig und unrealistisch wäre).
Ein Ulrich Habsburg-Lothringen stünde in der Monarchie zudem auch nicht viel näher am Thron als der HeiFi.

Wir dürfen also gar niemanden mehr zum Präsidenten/in wählen - und Bundeskanzler ist auch heikel, denn der kann direkt Verfassungs- und Wahlrechtsänderungen zu seinen Gunsten initiieren.

Nachweislich aufgeklärtester Bürger der EU
 
00
Na dann: Jaromir Edler von Eynhuf for President!!!!!!!!!!!!!!

anton burger
21
guter zug

jetzt die Habsburger gesetze aufheben und in absehbarer zeit auch die nazi-gesetze. Dann kann einer aus der sippe der groessten massenmoerder in Europa BP in Oe werden und ein anhaenger des groessten verbrechers des 20. Jhdts BK sein. Oe ist auf dem weg in die zukunft.
Gott beschuetze, Gott erhalte unser Deutschland ueber alles...

Lapislazuli
00
10.2.2010, 15:57
Als Kind eines prominenten Nazis kann

man in Österreich zB ohne weiteres orange Ministerin und Kärntner Landeshauptmann werden... Ich weiss nicht, welche "Nazigesetze" sie im Sinn haben, ein Wahlwerbungsverbot auf Grund bloßer Verwandtschaft (!) gibts und gabs für diese Leute nie.

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