Helga Rabl-Stadler

"Jeder muss gehen, der die Festspiele schädigt"

7. Februar 2010, 19:43
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    foto: wildbild

    Der ehemalige Geschäftsführer der Salzburger Osterfestspiele Michael Dewitte - hier mit Gattin Yvette - soll laut Anzeige große Summen in die Karibik verschoben haben.

Die Präsidentin der sommerlichen Festspiele ist um Abgrenzung zu den Osterfestspielen bemüht

Die Steuerberaterin Brigitte K. wurde beurlaubt.

Salzburg - Das Direktorium der Salzburger Sommerfestspiele hat die Steuerberaterin Brigitte K. am vergangenen Freitag beurlaubt. Sie war auf Werksvertragsbasis für die Vorhabenskalkulation zuständig - und arbeitete ohne Genehmigung der Geschäftsführung auch für die Osterfestspiele.

Brigitte K. wird der Mittäterschaft bei den Malversationen von Michael Dewitte, dem fristlos entlassenen Geschäftsführer der Osterfestspiele, beschuldigt. Gerüchteweise soll sie von den Transaktionen gewusst haben, die Dewitte und Klaus Kretschmer, der gefeuerte Technikchef der Sommerfestspiele, vornahmen.

Helga Rabl-Stadler, die Präsidentin der Festspiele, will Brigitte K. zwar nicht vorverurteilen und findet es "skandalös", dass die Staatsanwaltschaft deren Name bekanntgab. "Unsere Vertrauensbasis ist aber zerstört." Eine Kündigung dürfte die Folge sein.

Unklar ist noch, wie es mit der langjährigen Protokollchefin Susanne H. weitergeht, die 50.000 Euro an Provisionen und Honoraren von den Osterfestspielen kassiert haben soll. "Ich habe Susanne H. mit den Vorwürfen konfrontiert. Sie gab schriftlich zu Protokoll, dass diese nicht haltbar seien. Sie ist eine enge Vertraute von Mäzen Donald Kahn. Ich habe ihr bereits 2005 untersagt, für die Osterfestspiele Events zu organisieren. Sie sagt, sie habe sich daran gehalten. Sollte sich herausstellen, dass sie Sponsoringgelder genommen hat, würde sie gehen müssen - wie jeder, der die Festspiele oder deren Ruf schädigt."

Den Zuruf von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, dass die Verflechtungen mit den Osterfestspielen zu klären seien, hätte es nicht gebraucht: "Ich mache seit Bekanntwerden der Bereicherung Tempo. Denn es gilt, Schaden von den Festspielen abzuwenden. Daher habe ich auch sofort eine Sonderprüfung beauftragt. Ich hoffe, dass unser Kontrollsystem funktioniert. Sollte sich herausstellen, dass es Mängel gibt, werden wir diese natürlich sofort beheben."

Zum Gerücht, dass die Aktivitäten von Kretschmer sehr wohl bekannt gewesen seien, sagt Rabl-Stadler: "Ich erbat Beweise. Es konnten keine erbracht werden. Eben weil er seine Honorarnoten von seiner Privatadresse aus an die Osterfestspiele stellte." (Thomas Trenkler / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.2.2010)

 

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Michael Haberler
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vielleicht kann man das den Damen erklären

eine Angestellte kann man "beurlauben"

einer Werkvertragsnehmerin kann man "kündigen", eine Werkvertragnehmerin benötigt allerdings keine "Genehmigung der Geschäftsführung", um für andere Kunden tätig zu werden - ausser das stand im Vertrag, aber davon sagte die Frau Rabl-Stadler wohlweislich nichts.

Eine Buchhalterin ist übrigens zum Verbuchen da und nicht für die inhaltliche Kontrolle.

Schade, das solcher Spin interpretationslos abgedruckt wird.

vallis rosarum
 
00
10.2.2010, 18:47
Die öffentlichen Subventionen werden jetzt wohl zurückgeschraubt werden,

zumal sich die Festspiele einige Millionen von den Tätern zurückholen werden.

Stef H
00
Es muss eine generelle Prüfung her!!!

Zitat:

"Rabl-Stadler: Die Wirtschaftsprüfungskanzlei, die wir beauftragt haben, hat klar den Auftrag, jene heiklen Felder zu prüfen, wo wir uns vorstellen können, dass Kriminelles passiert ist: im Bestellwesen der technischen Direktion, beim Japan-Gastspiel 2008 und bei allen anderen Dingen, wo es Schnittstellen mit den Osterfestspielen gibt. Das ist keine generelle Prüfung, sondern eine Prüfung der wunden Punkte. Der Bericht wird am 22. 2. vorliegen, am 23. gibt es eine Sondersitzung des Kuratoriums."

Nochmals, es wird nur an bestimmten Stellen geprüft - da hat irgendwer gehörige Angst auch aufgedeckt zu werden!

el Hefe
 
01
Rabl-Stadler will nicht vorverurteilen

nennt Hrn Dewitte im Radio (O1 Morgenjournal) allerdings einen Verbrecher.
Eigenartige Ansichten sind das....

locken
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Dewitte abgehauen unsere Justitz schläft,Österreich lacht !

locken
01
Warum geht dann nicht Rabl Stadler sie schädigt auch das Ansehen !

Menschen gegen Menschen
11

Als hätte Thomas Bernhard es geschrieben.

Salzburg. Eine Groteske aus provinziellem Größenwahn und Beziehungspflege mit allen Mitteln.

Schade, denn die Künstler haben das nicht verdient.

Ein Stein2
01

Und MANCHE gehen wenn sie wollen!

"Michael Dewitte ist belgischer Honorarkonsul und damit Diplomat"

rw0009
00

Ein Konsul ist kein Diplomat, die konsularische Immunität bezieht sich nur auf Amtshandlungen.

Pete AMBER
31
Und der nächste rote Skandal...

Hallo, Frau Burgstaller, aufwachen!

Marie Luxemburg
00

rabl-stadler ist von der övp

Menschen gegen Menschen
20

Burgstaller. Immer in der eleganten Robe auf den besten (Gratis-) Plätzen in den Festspielhäusern und im Mozarteum.

Und dann faselt sie bei jeder Gelegenheit von der Dankbarkeit gegenüber den Steuerzahlern, die das alles möglich machen.

Sie gibt sich so ahnungslos, dass man ihr fast glauben muss, wenn sie behauptet, es wäre ihr und ihresgleichen nie eine Malversation aufgefallen. Fast.

A. E. Neumann
00

"Gratis" sind die Plätze nicht, auf denen unsere Politiker sitzen. Sie sind sehr, sehr teuer durch Subventionen der öffentlichen Hand erkauft. Das sollte man anmerken. Immerhin weiß sie, wem sie den Sitzplatz dort zu verdanken hat.

°|°
00
es ist alles so kompliziert

... "Ich erbat Beweise. Es konnten keine erbracht werden. Eben weil er seine Honorarnoten von seiner Privatadresse aus an die Osterfestspiele stellte." ..

vielleicht etwa hinterlistigerweise unter dem Namen seines Meerschweinchens ??

um 9.43 hat Poster BBSS laut nachgedacht.
klingt interessant.

Roberto Regina
00
Eine kuenstlerische Krise

Unter Gerard Mortier, waere sowas nie passiert. In anderen Worten: mit der Bestellung mittelmaessiger Intendanten (Ruzicka, Flimm), die nie motiviert scheinen und die zu oft abwesend sind, wurde ein Klima generiert, in dem alle nur ihr eigenes Interesse verfolgen.
Wer hier nur von Finanzskandal redet, hat wenig verstanden: die Krise ist hier hauptsaechlich kuenstlerischer Art.

Menschen gegen Menschen
02

Ruzickas Mozartreigen war gut, bei Flimm ist alles Mittelmaß. Bis auf die Spesen.

nocomment1
01

ach so ist das. wenn ich rechnungen von meiner privatadresse aus stelle, dann gibts keine beweise. hätt ich das nur früher gewusst!

Anfrager
07

.....warum ist sie dann noch da?

bananistani
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wozu gibt es Kontrollgremien? Wo waren die in all den Jahren?

chetan anurag
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beim Jedermann

johannes mayer1
11
Was ist das für Hoppala, wenn in der Öffentichkeit der Name Brigitte Kalteis steht?

Die Öffentlichkeit und vor allem wir Steuerzahler haben ein Recht darauf zu wissen, wer darin involviert ist, ob Schuld oder nicht Schuld ist völlig egal!!! Die Staatsanwalt ist voll im Recht, wenn sie die vollen Namen der involvierten Personen publiziert.

A. E. Neumann
01
Schuld oder Unschuld völlig egal?

Aha. Ohne Verfahren und Schuldspruch eines Richters den vollen Namen nennen? Ja, so weit hat uns die "verkronisierung" Österreichs gebracht. Wer braucht heute noch richterliche Verfahren. Der Pöbel wirds schon richten. Also: Einstweilige (mediale) Hinrichtung bis der Fall geklärt ist.

BBSS
03
Laut nachgedacht

Dürfen Sponsorgelder beim Sponsor als Aufwand steuerwirksam geltend gemacht werden ?
Wenn ja, dann wäre es ja verlockend Geld als Sponsor an die Festspiele zu überweisen, diese transferieren diese dann unter dem Deckmantel irgend eines Vertrages in die Karibik und dort nimmt sie der Entscheider des Sponsors privat in Empfang. Somit wäre Geld aus dem Unternehmen des Sponsors an eine Person gewandert, ohne dass Sozialversicherung (ca 43%) und Steuer (bis 50%) abgefürt worden wären. In Summe würden also ca 70% Abgaben vermieden, sodass alle Involvierten genug mitschneiden könnten.

ARO5
03
Helga Rabl-Stadler: "Jeder muss gehen, der die Festspiele schädigt"

Schaut also nach Völkerwanderung aus.

stimme zu
05
Man sollte vielleicht anmerken daß Herr Dewitte samt Frau ...

... derzeit auf Familienurlaub in Belgien weilt. Sein Haus in Salzburg steht schon seit Jahresbeginn zum verkauf.

Natürlich werde er jederzeit zurückkommen um den Sachverhalt zu klären -lässt er ausrichten. Er gnießt als Honorarkonsul von Belgien in Salzburg übrigends diplomatische Immunität!
Ob er seine Frau auch mitnimmt zur Klärung (die KEINE diplomatische Immunität hat) lässt er offen!

Die Staatsanwalt Salzburg sagt übrigends, dass im Fall von Dewitte KEINE Fluchtgefahr besteht (logisch er ist ja schon weg - und kann wegen seine diplomatischen Immunität auch nicht zurückgehalten werden!).

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