Videocast von Robert Misik - Folge 115

Die guten und die schlechten Gefühle in der Politik

7. Februar 2010, 19:16

Schürt politische Emotion nur die "niedrigen Instinkte"?

Politik hat immer auch mit Gefühlen über Politik zu tun: Die Bürger haben das Gefühl, dass es nicht gerecht zugeht; sie haben das Gefühl, dass ihre Stimme ohnehin nicht zählt; legendär ist schon das sprichwörtliche "subjektive Unsicherheitsgefühl". Immer geht es hier um Gefühle mindestens so sehr wie um Fakten. Die Gefühle sind zwar nicht ganz unabhängig von der Realität, aber doch nur lose mit der Wirklichkeit verbunden. Politik wird dann nicht so sehr die Wirklichkeit zu ändern versuchen, sondern die Gefühle über diese Wirklichkeit. Aber ist Gefühls-Politik nur schlecht, und ist die Antwort: Verstand rein, Gefühle raus? Das wäre viel zu voreilig gedacht!

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prince vince
00

Herr Misik, laden Sie doch mal Gäste in Ihre Sendung ein. "Auf einen Aperol Spritz mit Helene Hegemann", oder so ähnlich. Würde vor vielen Macbooks sicher für intellektuelle Verzückung sorgen.

Zornige Ex-Linke
10

das eklektizistische Duett, knietief im Zitronengras

Ava Tar
00

positive Gefühle auf einer Abwärtsspirale geht halt schwer

Jake Gittes
01

Das eigene Unvermögen, konstruktiv, spannungslösend auf das Verhalten anderer hin antworten zu können, ist der innerste Kern des Ressentiments.

A. Mitscherlich

Kürzlich las ich diese Zeilen und sie passen ganz gut hier her wie ich meine. Der österreichische Bürger (=Untertan) fühlt sich ohnmächtig auf die politischen Vorgänge (konstruktiv und spannungslösend) Einfluss zu nehmen. Das bewirkt einen unseligen Gefühlsstau der dann für Rattenfänger wie Strache usw. leicht in politische Münze umgemünzt werden kann. Das Resultat ist allerdings diese Vorherrschaft des negativen "Gefühls" im öffentlichen Raum in Österreich.

xray
 
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NeoLib- Gefasel vom Misik? Holla!

Also die Bankenrettung war für uns alle gut? In erster Linie war sie für die Banken gut und daß der Herr Rothensteiner uns im Standard jetzt anfeixen darf, daß der Steuerzahler gar nix gerettet hat - da bleibt mir die Spucke weg.
Da waren aber die Woche noch zwei andere Artikel im Standard, daß sich jetzt die Banken die Kredite aus den heimischen mittelständischen Unternehmen - woher auch sonst - ohne jegliche Rücksicht zurückholen, um die Eigenkapialquote gesunden zu lassen. Kranke Schweine zu mästen macht nur fette kranke Schweine.
Gefühl? Ich frage mich langsam, warum man die Bande lobbyistenhöriger inkompetenter Laberbacken nicht europaweit aus dem Amt kippt.
Aber da gibt's noch ein paar grippekranker Misiks, die daran noch Gutes finden

Knox -
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kamma dem herrn bitte...

...an kampl und an heizstrahler gebm?

Norbert Müller
 
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ah geh,

der tut sich ja absichtlich bevor er sich vor die kammera setzt sich mit den nassen handtuch den kopf schruppen - ist ja sein markenzeichen!!

er wirkt ja gleich viel mehr als Intellektueller wenn er so aussieht als wäre ausgeschlafen und soeben am späten nachmittag aufgestanden.

santa fe
 
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robert misik wird langsam zum wischi waschi jongleur.
die personality show ist nach wir vor überdurchschnittlich. realpolitische aspirationen?

Gegen Gewalt durch Gegengewalt
01

die Aufgabe von Politikern ist es böse zu sein, welcher guter Mensch will diesen Job?

wenn es keine Probleme mehr gibt, da brauchen wir keinen Politiker. Welcher Politiker will das?

ein Machtsystem kann nur auf Angst aufgebaut sein, durch div. Abhängigkeiten und Bedrohungen, und diese Angst muss entsprechend aufrecht erhalten werden, will man das Machtsystem erhalten ...

Rauch-Kalumet
00

ich glaub ich hab das Gefühl verstanden ......

Ich k*tz mich gleich an.

Apropo, morgen Abend gibt es beim Heurigen eine Wahlveranstaltung mit Carmina Burana und Wein bis zum umfallen.
Bis man sich nimma gspürt.

Gegen Gewalt durch Gegengewalt
03

die Serienkiller von früher, oder die Witwenmörder in der Nachkriegszeit finden heute eine sinngebende Beschäftigung in der Verwaltung ... das macht nicht zuletzt das subjektive Sicherheitsgefühl besser, weil diese Menschen nicht mehr durch primitive Gewalt morden, sondern nur mehr strukturell ...

Pete AMBER
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Es ist Stimmenmaximierung durch Umverteilung!

Man nimmt einigen relativ viel, gibt vielen relativ wenig – gewinnt dadurch Wahlen – und damit die Macht, das Umverteilungsspiel fortsetzen zu können. Nicht durch gute Politik, sondern durch Stimmenmaximierung per Gießkanne und Wahlzuckerl. Und man schafft zugleich Abhängigkeiten des entmündigten Bürgers. Die Bürger sind dabei ohnehin nur Schachfiguren: Als Wähler - aber auch als jene, denen genommen oder gegeben wird. Nur die Stimmenmaximierung zählt wirklich. Man sucht Sündenböcke, macht Vorwürfe, leitet daraus Ansprüche ab. Jene, denen genommen wird, werden auch noch verteufelt. Damit jene, die ihnen etwas nehmen, sich selbst als Schutzpatrone gerieren, als Moralapostel à la Misik fühlen können...

FalscherProphet
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blahblahblah.

Ich nenne einmal ein Beispiel für eine Sündenbock-Suche und deren Etablierung:

FPÖ macht Stimmung gegen Fremde.
Quasi eine "negatives Bauchgefühl-Politik".

Einverstanden, Herr Amber, oder Sichrovsky, oder wie Ihr alle so heißt?

Pete AMBER
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Völlig richtig Misik, denn irgendwer muss doch schuld sein?! Wir wollen irgendeinen Schuldigen!

Und auch wenn jemand unschuldig ist, er gehört gefälligst hinter Gitter. Das schulden sie uns. Wir haben ein Anrecht darauf, dass irgend so ein Schnösel eingesperrt wird. Das gesunde Volksempfinden braucht irgendwen hinter Gitten (Manager, Reiche, Schnösel, Adelige, ganz wurscht).

mirror
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Also wenn diese "Gitten" recht sexy sind, findet sich gewiss recht rasch jemand, der hinter ihnen sein möchte... ^^
...oder war das doch eher nur ein künstlich-aufrege-geifer-Vertippsler?..

Ö-Vobie
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So lange keiner der vielen Verdächtigten strafrechtliche Konsequenzen erfährt,

solang sich Reiche und Politiker von Schuld freikaufen lassen können, gilt von Seiten der Zeitungsleser und Steuerzahler eben die pauschale Unschuldsvermutung für alle Manager, Reichen, Schnösel, Adeligen, ganz wurscht.
Sie würden doch nichts lieber als gerecht unterscheiden. Doch wie könnten sie Gute von Bösen differenzieren, wenn es die Gerichte und Prüfer offensichtlich nicht tun oder können und die vielen Skandale nur im Raum stehen bleiben?
Geschieht dies nun aus Personalnot, aus Partei-Loyalität, aus Informationsmangel bei endlos laufenden Verfahren, durch Vergesslichkeiten, Weisungen? Auch wurscht. Auch darüber können die geschädigten Zahler, Kleinanleger, Opfer, Leser, nun frei und willkürlich entscheiden. Die entmündigten Bürger.

Blaubeer
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Bravo Misik, das Volk will simple Antworten!

Die Dinge sind viel zu kompliziert, daher verlangt das Volk nach eindeutigen Sündenböcken (Schnösel, Manager, Reiche, Adelige,.) und klaren Schuldzuweisungen.

Wesentliches (Un)Wesen
04

Das Problem ist, dass unsere Politik seit geraumer Zeit die A********qualitäten des Volkes geradezu hegt und pflegt.

Damit ist das Stimmengenerieren einfacher (weniger Arbeit) - langfristig zahlt man halt einen teuren Preis.

Räuber Hotzenplotz wäre heute Bankster
04
>>ist das Stimmengenerieren einfacher (weniger Arbeit) - langfristig zahlt man halt einen teuren Preis <<

Ja, das ist genauso, wie wenn man einen Obstbaum umsägt, um so schnell und bewuem wie möglich das Obst in den Korb zu bringen.

Bis der Baum wieder austreibt und brauchbare Früchte bringt (sofern er nicht ganz eingegangen ist), wird's dann halt ein bisserl länger dauern.

lessismore
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Fagödsgohd!

Dr. Kompotto
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Das Problem ist, dass


sich Politiker ja nicht aussuchen können, welche Gefühle sie ansprechen, da sie natürlich einem enormen Wettbewerb ausgesetzt sind. Das geht natürlich Hand in Hand mit den Medien.

Sagt einer: "Wir brauchen mehr Solidaridät", dann ist das keine Schlagzeile wert. Wird auch kaum einer lesen. Lässt ein Vorarlberger Clown einen antismetischen Rülpser los, dann berichten natürlich alle Medien darüber (weil wenn sies nicht tun, geraten sie in Wettbewerbsnachteil). Er wird bundesweit bekannt - und gewinnt die Wahl.

Das sind SYSTEMISCHE PROZESSE, die Einzelpersonen nicht aushebeln können. Leider beschränken sich Medien darauf, bloß zu sagen: "Politiker XY ist blöd." Weil wenn sies nicht tun, dann - erraten - geraten sie in Wettbewerbsnachteil.

iohui
02
die gefühle über politik sind längst einer schrecklichen gewissheit gewichen.

mit propaganda lässt sich die realität nämlich nicht mehr schönmalen.
da hilft nur eines:
gier und unrecht raus, verstand und soziale verantwortung rein.

1,8 promille
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sag einmal robert! jetzt ist 10 jahre blauschwarz zu feiern und alle versuchen auf die nostalgieeisenbahn aufzuspringen, und was machst du? irgendsoeine politische betrachtung über...

mösenstöfchen
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langweilig!

Ich bin nicht klug
 
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Txottel !

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