Proteste

Demonstrationen gegen Münchner Sicherheitskonferenz blieben friedlich

7. Februar 2010, 16:40
  • Artikelbild
    foto: epa/angelika warmuth

    Mit Pappnasen "gegen die Versammlung von Kriegstreibern". Demonstranten am Samstag in Münchener Innenstadt.

  • Artikelbild
    foto: epa/angelika warmuth

    Den laut Polizeiangaben rund 2.000 Demonstranten standen am Samstag insgesamt 3.700 Einsatzkräfte der Polizei gegenüber.

Fünf Festnahmen - 3.700 Polizeibeamte während Tagung im Einsatz

München -  Mehr als 2.000 Menschen haben am Samstag in München friedlich gegen die 46. Internationale Sicherheitskonferenz in München demonstriert. Es kam lediglich zu fünf Festnahmen, wie das Polizeipräsidium München am Sonntag mitteilte. "Dass die Zahl der Demonstranten erneut zurückgegangen ist und auch der schwarze Block weniger gewalttätig aufgetreten ist, zeigt mir deutlich: Die konsequente bayerische Linie zahlt sich aus", teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntag mit. Die Veranstalter sprachen allerdings von doppelt so vielen Teilnehmern wie die Polizei.

Während der Konferenz waren 3.700 Polizeibeamte aus mehreren deutschen Bundesländern in München im Einsatz. Fünf Demonstranten wurden unter anderem wegen Beamtenbeleidigung und des Mitführens verbotener Gegenstände festgenommen. Einer davon hatte ein sogenanntes Bengalisches Feuer entzündet. Eine Versammlung auf dem Odeonsplatz in der Münchner Innenstadt wurde aus zunächst unbekannten Gründen abgesagt.

Auf Fahnen, Plakaten und Flyern der Demonstranten waren Forderungen wie "Gegen die Versammlung von Kriegstreibern", "Bildung statt ABC-Waffen" oder ein schlichtes "Pace" zu lesen. Im Mittelpunkt der Aktionen stand der Protest gegen Rüstung und für Menschenrechte. Entsprechend lautete das Motto des Protestzugs "Gegen die NATO-Kriegspolitik - Bundeswehr raus aus Afghanistan - gegen Rassismus und Nazismus".

Rund 90 Organisationen, darunter "Die Linke" und Gewerkschaften, hatten sich zu einem Aktionsbündnis für die Protestveranstaltung zusammengeschlossen. Bereits am Freitagabend hatte das Bündnis zu Protesten in der Münchner Innenstadt aufgerufen. Dem Aufruf waren laut Polizei nur 150 Demonstranten gefolgt. Von Freitag bis Sonntag nahmen insgesamt mehr als 300 Spitzenpolitiker, ranghohe Militärs, Wissenschaftler und Manager an der Sicherheitskonferenz teil. (APA)

DieBo
00
Die Grünen und Attac haben die Friedensbewegung aufgesogen, okkupiert und mit schönen Worten ins Abseits geschoben.

Mit jedem Tag wird diese Welt schlechter.

nAK
02
Proteste bleiben friedlich, im Gegensatz zu den eingeladenen Potentaten,

die offen weitere verbrecherische Angriffskriege planen (z.B. Liebermann).

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.