Mittlerweile mehr Code-Commits durch Chrome- als durch Safari-EntwicklerInnen
Auf Basis der KDE-Rendering-Engine KHTML hatte Apple vor einigen Jahren mit der Entwicklung von Webkit begonnen, um eine moderne Grundlage für den eigenen Browser Safari zu schaffen. Seit diesen Tagen blieb der Mac-Hersteller das deutlich dominierende Unternehmen im Webkit-Umfeld, auch wenn die Rendering Engine Open Source ist, so wurde der Großteil der Entwicklung doch von Apple vorangetrieben.
Wachstum
Ein Umstand, der sich mit dem Auftauchen von Google Chrome im Browser-Markt nachhaltig ändern sollte, setzt doch auch dieser auf Webkit. Seitdem sind die Beiträge von Google zur Code-Basis der Rendering Engine kontinuierlich gewachsen, dies in einem Ausmaß, dass Google bei der Anzahl der Code-Commits mittlerweile Apple überholt hat.
Überholt
Dies zeigt sich anhand eine Grafik, die man bei Chromium Notes anhand des Webkit-Code-Repositorys erstellt hat. Dabei ist vor allem im abgelaufenen Jahr ein geradezu rasanter Anstieg der Google-Aktivitäten rund um die Rendering-Engine zu erkennen. Dies hat zur Folge, dass der Chrome-Hersteller bereits seit November mehr tägliche Code-Beiträge liefert als Apple, ein Abstand, der sich in den letzten Wochen noch weiter vergrößert hat.
Einschränkungen
Freilich ist man bei den Chromium Notes bemüht, darauf hinzuweisen, dass die Anzahl der Commits noch nichts über die Qualität der Code-Beiträge aussagt. Während Google teilweise noch mit der Portierung von Webkit auf unterschiedliche Plattformen beschäftigt ist, drehen sich die Beiträge von Apple viel stärker um das Hinzufügen von neuen Funktionen für die Rendering Engine.
Vorteile
Doch auch wenn die konkreten Zahlen mit entsprechender Vorsicht zu genießen, so ist der Trend zu einer Intensivierung der Google-Aktivitäten doch unübersehbar. Die Browser-NutzerInnen können sich ohnehin uneingeschränkt darüber freuen, profitieren doch sowohl Safari als auch Chrome vom gemeinsamen Engagement von Google und Apple rund um Webkit. (apo, derStandard.at, 07.02.10)