Tea-Party-Mitbegründer Joshua Hammer trägt als Gag eine sowjetische Soldatenmütze.
Weniger Staat und weniger Steuern fordert eine neue konservative Bewegung in den USA – Palin als Stargast
Als Erstes, schlägt George Gianopoulos vor, wolle man schweigen. Ronald Reagan wäre heute 99 Jahre alt geworden, der letzte Konservative, der letzte Große im Weißen Haus, wie der grauhaarige Pfarrer ihn nennt. Köpfe senken sich, Hände werden gefaltet. Der Gründungskongress der Tea-Party-Nation, Mittel-Tennessee, Abschnitt Süd, ehrt sein großes Idol.
Sie haben die Baracke einer Stromkooperative im Städtchen Decherd gemietet und schnell ein paar Tische zusammengestellt. Die meisten der 31 Versammelten sind kleine Geschäftsleute, viele im Rentenalter. Gianopoulos hat die Prinzipien, die sie leiten sollen, schon auf ein A4-Blatt getippt und vielfach kopiert. Erstens: "Begrenzte Macht für die Bundesregierung" . Zweitens, drittens und viertens möge Amerika den edlen Absichten seiner Gründerväter folgen, keine Konjunkturpakete mehr auflegen, weder Banken retten noch kränkelnde Autobauer übernehmen. "Hört auf, Amerika in einen europäischen sozialistischen Staat zu verwandeln."
"Das mit dem Sozialismus, mit dem Sozialisten Barack Obama, das müssen wir besser erklären" , meldet sich Jerry Williams zu Wort, ein Rentner, der früher bei der Polizei war. Er verlangt eine klare Sprache. "Jemand kommt zu dir und sagt, hey, gib Jerry deinen iPod, gib Jerry dein Auto, dein Geld fürs Benzin. Jerry braucht es nötiger als du." Das sei ja Diebstahl, meint Williams. Ja, und ein wichtiges Prinzip gehöre noch auf die Liste. "Nehmt die Regierung dem großen Geld weg und gebt sie dem kleinen Mann." Er sehe da keinen Unterschied zwischen Demokraten und Republikanern, beide Parteien seien gekauft von der Wall Street. Gegen beide müsse man sich auflehnen, so wie die Rebellen, die 1773 mit der "Boston Tea Party" das Signal zur Revolution gaben.
Was damals die Kolonialmacht Großbritannien war - für Individualisten wie Jerry Williams und Joshua Hammer ist es heute das politische Establishment in Washington. Hochmütig seien sie, all die Absolventen aus Harvard und Yale, poltert Hammer.
Der Mann im Holzfällerhemd betreibt einen Schuhladen, er spürt die Krise. Aber so sei das nun mal: Zwei, drei schwere Jahre, danach gehe es wieder bergauf, wer nicht konkurrenzfähig sei, gehe unter. Obama, sagt der Blondschopf, wolle alle und jeden retten und gebe dafür immer neue Milliarden aus. Die roten Zahlen mit den vielen Nullen machen ihm Angst. "Bald sitzen wir auf einem Schuldenberg wie ein Drittweltland. Wir, die USA!" Zurück zu den Wurzeln, weniger Staat, weniger Steuern - so geht der Tenor der Tea-Party-Runde.
Neu ist, dass sie sich fest organisiert. Es ist der Höhepunkt, vielleicht auch der Schlusspunkt einer konservativen Rebellion, die teils enormen Zulauf hatte. "Die Kundgebungen waren fürs letzte Jahr gut" , sagt Judson Phillips. "In diesem Jahr wollen wir gewinnen." Bei der Wahl im Herbst wolle man den Demokraten die Mehrheit im Parlament nehmen. Sarah Palin, das Glamourgirl der Rechten, kassiert 100.000 Dollar für einen kurzen Auftritt.
In Decherd hält schließlich eine füllige Rentnerin so etwas wie die Gründungsrede. "Barack Obama ist ein Hochverräter" , schimpft Ann Calabria. Dann empfiehlt sie der Tea Party, sich den Republikanern anzuschließen, im Bund mit den Etablierten die Macht anzustreben. "Ach nein" , ruft Jerry Williams dazwischen, "bleiben wir lieber Rebellen." (Frank Herrmann aus Nashville, DER STANDARD, Printausgabe 8.2.2010)
Auch ohne die 90.000 Soldaten, die nun abgebaut werden sollen, verfügt das US-Militär noch immer über eine imposante Truppenstärke von 1,5 Millionen Mann - von Christoph Prantner
Stillstand, Arbeitslosigkeit, leerstehende Häuser - Die Autohauptstadt der Welt erlebte in den letzten Jahren einen schweren Niedergang und kämpft dagegen an
In einem Wald in New Jersey haben sich die Verlierer der US-Wirtschaftskrise eingenistet - Manche nennen die unwirkliche Siedlung "Tent Community", andere "Obamaville"
Schon interessant, dass es sich eine neu gegründete Partei,
angeblich von kleinen Geschäftsleuten getragen, leisten kann, einer Sarah Palin für einen Redeauftritt USD 100 000,- Honorar zu zahlen.
Woher dieses Geld wohl kommt?
Doch wohl nicht vom verabscheuungswürdigen "Establishment"?!
Obama Jugend (=HJ in den USA, unfassbar aber Wahr!)
BITTE LESEN!!!
Ich habe vor kurzen erfahren das es eine "Obama Jugend" gibt das hat mich
zuerst nicht wirklich vom Hocker gehaun aber doch interesse geweckt
aus diesem Grund habe ich mich mal so durchgeklickt und bin auf zahlreiche Videos und Kommentaren zu dieser Gruppierung
gekommen.
Als ich mir das erste Video ansah blieb mir die Spucke weg, ein haufen jugendlicher die *Uniformiert* im Chor Parollen schreien
und das ganze am Ende mit einem kräftigen "Yes we can!" und dem "Obama Zeichen"(das formen der Hände über dem Kopf zu einem "O")
von dem ich nicht einmal wusste das es existiert, hab von dem ganzen hab ich eig. ehrlich noch nie etwas gehört oder gesehen nicht in der Zeitung, Fernsehn, Radio und etc. von den Medien ansche
Also, daß viele U.S.-AmerikanerInnen derartig einfältig sind, das hätte ich mir nicht gedacht! Was sollen überhaupt diese "Schubladen" wie "Sozialismus", "Kapitalismus", "Konservatismus" etc.? Was soll das, bitte, aussagen? Es gibt im Leben "best practise", die ganz leicht daran abzulesen ist, ob und welche Probleme es gibt und wie man die meistert! DARAN erkennt man eine vernünftige Staatsorganisation!
Auch hierzulande wäre ein Abschied vom Schubladendenken in diesen einfältigen politischen Kategorien, die mit der Realität schon lange nichts mehr zu tun haben, dringend angesagt! Dann könnten -wirkliche- Reformen endlich umgesetzt werden! "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen."
Gääähhhhhnnn, diese ganze Scheindemokratie in den USA,
wo Menschen ohnehin nur in entsprechende Positionen kommen wenn es von der herrschenden Klasse gewünscht ist, und es egal ist, wer dann gewählt wird, weil die Lobbyisten dann mit ihren Zahlungen ohnehin jedwege Rechtsschaffenheit aus dem Weg räumen.
Mitunter deswegen ist es auch nahezu bis vollkommen egal ob Reps oder Demokraten das Ruder in der Hand haben: bestimmen im Hintergrund werden und haben bisweilen andere mit Kapital.
Dieses hin und her schimpfen ist doch ohnehin nur Show um die Illusion Demokratie in den USA aufrecht zu erhalten. Was los wäre, wenn die Menschen die Demokratie in den USA mehrheitlich hinterfragen würden, mag man sich gar nicht ausmahlen;(
Wo Palin den Mut hernimmt um mit so wenig IQ vor so vielen Leuten ...
auf welchem absolut idiotischem Niveau die Propaganda der Republikaner via Foxnews etc. ablaeuft. Unglaublich wie unwissend, ungebildet und schlicht dumm Menschen sein muessen, um diesen Schwachsinn zu glauben.
Beaengstigend, dass FPOEBZOE auf genau die gleiche Masche, gewuerzt mit um einiges mehr an Auslaenderhetze und Verunglimpfung setzen und die Medien als "Berichterstatter" jede noch so falsche, bescheuerte oder verlhetzende Meldung aus dieser Ecke zur besten Sendezeit ins Wohnzimmer liefern.
das die Wahlkämpfe Obamas und McCains finanzierte, auch wenn Obama viele Kleinspenden zusätzlich verbuchen konnte. So wird Demokratie den US-Wählern verkauft und dem Ausland als vorbildlich dargestellt und die Propaganda wirkt. "Nur nicht Politik wie in Europa" fordern an Politik interessierte US-Bürger. Das zeugt doch nur von totaler Selbstsicherheit bei größt möglicher Ahnungslosigkeit und ist m. E. durchaus medialer Dauerberieselung geschuldet.
Spenden deutscher Konzerne an die Parteien werden übrigens nur anders verteilt. Einzig die Linke erhält keine Spenden, was nicht nur generell auf die Art, Politik zu machen, schließen lässt, sondern im Detail auch darauf, warum die Linke von politischen Entscheidungen ferngehalten werden muss.
was ist faehig? er ist ein handlanger der Wall-street und handelt nur in deren Interesse, also ist er ein faehiger mann, aber nur fuer die WallStreet-Bonzen! sonst fuer niemanden! Obama ist ein Juenger vom alten Kriegstreiber Zbigi B und seine alten Mitstreiter Kissinger, Rockefeller,volckner,...
so gesehen der faehigste Mann den die Wall Street fuer ihr Geld haben kann.
Amerika, das Land der Freiheit- das war einmal! Wir können zusehen, wie sich eine faschistische Militärdiktatur etabliert. Die "Terroranschläge" des vergangenen Jahrzehnts dienten als Vorwand, um die Grundrechte ausser Kraft zu setzen oder zu unterwandern und die Amerikaner zu bespitzeln. Jetzt bläst man zum Angriff auf das Recht, selbstbestimmt leben zu dürfen.
Natürlich verstehen das nur wenige Europäer, aber Fakt ist doch: Unser obrigkeitsstaatliches System funktionierte noch nie- es war ständige Verschuldung notwendig. Diese wird uns demnächst in den Rücken fallen.
Sagen Sie mir bitte einen Staat mit einem "nicht obrigkeitsstaatlichen System" ?
Der Grundfehler liegt im Gegenteil in der Tatsache begründet, dass Staaten sich bei privaten Personen oder Banken verzinstes Geld leihen anstatt sich über Steuern zu finanzieren. Der Grund dafür ist einfach ein historischer: Da Leute mit viel Geld viel mehr Steuern zahlen müssten, um den Staatshaushalt zu finanzieren, war es denen lieber, das gleiche Geld für Zinsen an den Staat zu verleihen. Außerdem hatten sie seit jeher viel Einfluss auf die Politik - auch Kaiser hatten Schulden :-) - und konnten deshalb ihre ganz persönlichen Interessen im Gegensatz zur arbeitenden Bevölkerung wahren und diese mittels ihrer Medien noch dazu manipulieren.
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