Bombenbauteile, Zünder und spanische Landkarten sichergestellt
Lissabon- Das portugiesische Innenministerium hat am
Samstag Einzelheiten zu einem Einsatz gegen die baskische
Untergrundorganisation ETA mitgeteilt. Demnach wurden bei der
Hausdurchsuchung in Casal da Averela im Zentrum des Landes am Vortag
rund 1500 Kilogramm Sprengstoff beschlagnahmt. "Die portugiesischen
Sicherheitskräfte haben fast 1500 Kilo Sprengstoff in dem Haus
beschlagnahmt, das von der Terrorgruppe ETA in Portugal genutzt
wurde", heißt es in der Erklärung des Innenministeriums in Lissabon.
Die Sicherheitsbehörden in Spanien und Frankreich hegten in den
vergangenen Monaten verstärkt den Verdacht, die ETA könne
Operationsbasen in Portugal einrichten.
In den ersten Veröffentlichungen der portugiesischen
Sicherheitskräfte über den Einsatz in dem Haus in Casal da Averala
bei Obidos war von 500 Kilogramm Sprengstoff die Rede gewesen. Auch
wurde der Zusammenhang mit der baskischen Untergrundorganisation ETA
zunächst nur vermutet. Die Polizei fand neben dem Sprengstoff auch
Bauteile zum Herstellen von Bomben, Zünder und spanische Landkarten.
Die von der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation
eingestufte ETA kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die
Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens sowie im Süden
Frankreichs. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. (APA)