München

Lieberman droht Teheran mit Angriff

6. Februar 2010, 19:48
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    foto: reuters/kuzmanovic

    Zähne zeigen füpr den Dialog: Joe Lieberman mit James Jones in München

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    Irans Außenminister Mottaki sprach am Freitagabend auf dem Podium der Münchner Sicherheitskonferenz.

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    foto: ap/christof stache

    Der deutsche Verteidigungsminister Guttenberg (li.) mit dem US-Sondergesandten für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke.

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    UNO-Generalsekretär Ban sprach in einer Videobotschaft zu den Teilnehmer der Konferenz und rief dabei erneut zu Hilfen für das erdbebenzerstörte Haiti auf.

US-Senator: "Mottaki hat gelogen" - Alternative: "Harte Wirtschaftssanktionen"

München - Der einflussreiche US-Senator Joe Lieberman hat dem Iran im Streit um dessen Atomprogramm einen Militärschlag angedroht. "Wir müssen uns entscheiden: Entweder für harte Wirtschaftssanktionen, damit die Diplomatie funktioniert, oder wir stehen vor militärischem Eingreifen", sagte Lieberman am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Lieberman, ein Unabhängiger, der den Demokraten nahesteht, ist Vorsitzender des Senatsausschusses für Heimatschutz.    

Der US-Spitzenpolitiker verwies darauf, dass die militärische Führung der USA entsprechende Pläne bereits für den Fall bestätigt habe, dass es nicht zu einer politischen Lösung komme. "Niemand will, dass das passiert. Aber wenn wir nicht gemeinsam und stark handeln und wenn wir nicht mehr tun, als nur zu reden, dann wird genau das passieren."

Lieberman sagte, Gespräche mit dem Iran führten zu nichts: "Der Dialog mit dem Iran dauert seit sechs Jahren ohne irgendein Ergebnis an. Dieser Dialog kann nur fortgesetzt werden, wenn man die Zähne zeigt."    

Scharf kritisierte er den Auftritt des iranischen Außenministers Manuchehr Mottaki bei der Sicherheitskonferenz. "Seine Äußerungen hier waren lachhaft und sie waren zweifellos intellektuell unredlich", sagte Lieberman. "Ich weiß nicht, wie man mit einer Regierung verhandeln soll, die einen Minister hierher schickt, der uns alle einfach anlügt." Mottakis Ausführungen zu Menschenrechtsverletzungen im Iran nannte der US-Senator empörend und bestürzend.

"Pflichten nachkommen"

"Teheran muss seinen Pflichten nachkommen oder sich auf weitere Sanktionen einstellen", drohte der Nationale Sicherheitsberater der US-Regierung, James Jones, am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Tür für eine diplomatische Lösung des Konflikts stehe trotz des rätselhaften Verhaltens der iranischen Führung weiter offen. Der Iran müsse jedoch mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten.

Der Iran hatte zuletzt die Bereitschaft signalisiert, schwach angereichertes Uran zur Weiterverarbeitung ins Ausland zu schicken. Damit war er von der bisherigen Bedingung abgerückt, das Material nur im eigenen Land gegen Kernbrennstoff direkt auszutauschen. Die Ausfuhr von Uran zur Weiterverarbeitung in Russland und Frankreich war ein wesentlicher Bestandteil des jüngsten Kompromissvorschlags der internationalen Atomenergiebehörde IAEA.

Westerwelle: "Unsere Hand bleibt ausgestreckt, aber bisher greift sie ins Leere"

Dem deutsche Außenminister Guido Westerwelle reichen die jüngsten Zugeständnisse des Iran im Atomstreit mit der internationalen Gemeinschaft nicht aus. "Eine Einigung mit der Wiener Atomenergiebehörde über den Teheraner Forschungsreaktor wäre ein vertrauensbildender Schritt, es wäre aber kein Ersatz für Verhandlungen, um den zivilen Charakter des iranischen Atomprogramms sicherzustellen", sagte Westerwelle am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Der Iran müsse seinen Worten Taten folgen lassen. "Unsere Hand bleibt ausgestreckt, aber bisher greift sie ins Leere", sagte er.

Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg drängt den UNO-Sicherheitsrat im Atomstreit zu weiteren Schritten. Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki habe eine Chance vertan und spiele mit seinen jüngsten Aussagen wieder einmal nur auf Zeit, kritisierte Guttenberg am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Es ist jetzt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Zuge, seiner internationalen Verantwortung gerecht zu werden, dem Einhalt zu gebieten und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen."

Guttenberg sagte, Mottaki habe "mit rhetorischen Finessen wenig gesagt". Er nannte den Auftritt des iranischen Außenministers bei der Sicherheitskonferenz "sehr enttäuschend". Mottaki hatte am Freitag in München zwar die Bereitschaft seines Landes zur Beilegung des Atomstreits beteuert, gleichzeitig aber Bedingungen für den Uran-Tausch gestellt.

Mottaki: Einigung im Atomstreit in Reichweite

Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki will im Laufe des Tages am Rande der Sicherheitskonferenz mit IAEA-Chef Yukiya Amano zusammenkommen, um über den Austauschvorschlag zu beraten. Mottaki sieht eine Einigung im Atomstreit in Reichweite. "Wir nähern uns einem Abkommen", sagte er in der Nacht zum Samstag in München. Der Boden sei bereitet für den Austausch von schwächer angereichertem Uran gegen höher angereicherten Atombrennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran in nicht allzu ferner Zukunft. Mottaki knüpfte den Handel allerdings erneut an Bedingungen: Zeitplan, Ort und Menge für den Uran-Austausch müssten vom Iran bestimmt werden, betonte er. (Reuters)

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CinnamonGirl
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niemand wird den iran überfallen, die aggressive rhetorik von beiden seiten ist doch ein alter hut.

allerdings sind iraner trotzdem die verlierer--wirtschaft im keller, die höchste heroinabhängigkeitsrate der welt, international isoliert, intellektuelle elite längst in den westen ausgewandert.
iraner tun mir leid, sie sind geiseln eines korrupten und grausamen regimes geworden. errinert mich an das post-revolutionäre russland/sowjetunion.

DieBo
12
Die sogenannten Terrorstaaten sind übrigens allesamt zufälligerweise auch die, die Israels Existenzrecht nicht anerkennen.

FrostY Iceberg
11

Ich glaub den Juden gegenüber haben wir schon eine Verwantwortung und wer will jetzt wem vernichten?

nAK
33
Das Bild, des lächelnden Liebermann und seine Pläne

da denkt man zwangsläufig an Hanna Arendt und die "Banalität des Bösen".

trestigres
 
10
Der lächelnde Mann auf dem Bild heisst Joe Lieberman mit einem n. (nicht zu Verwechseln mit dem Liebermann)

Hannah Arendt hat tatsächlich politische Systeme totaler Herrschaft, in denen die Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre abgeschafft wird, mit dem Begriff Totalitarismus bezeichnet.

Die gleiche Hannah Arendt hat es nun aber wirklich nicht verdient; bei Lieberman als Zitatengeberin für nAK herhalten zu müssen, und vom gleichen nAK zu einem theokratischen Regime, seinem Holocaust leugnenden Präsidenten, völlig ausgeblendet zu bleiben.


KristallpalastMittelEbeneBewohner1
00
anschauen...

http://www.tagesschau.de/inland/in... ki100.html

das klingt nicht nach lügen...

FrostY Iceberg
22

Saudi Arabien halte ich für gefährlicher.

DieBo
21
59% der Europäer halten Israel für den gefährlichsten Staat der Welt: http://www.heise.de/tp/r4/art... 004/1.html

Andreas Globus
02
und 95% der Europäer

@DieBo
hassen die Araber.

heise.de ... auch eine Quelle

Hansi Huber
01
Obamas Change

Tja, Kriege vom Zaun brechen konnte sein Vorgänger auch. Immerhin wurde Obama Friedensnobelpreisträger, aber was hat er geändet?
Netteres Gesicht, gleiche menschen verachtende Politik.
Yes, we can.

Chinpokomon
00
ach die amis

schaffen es ohne probleme 2 kriege zu führen und dann schaffen sie nicht mal eine gesundheitsreform. ich versteh die politiker dort nicht.

Universeller Kommunikator
00
Das ist eine Frage des Wollens ...


Die Abgeordeten wollten diese 2 Kriege (zumindestens den einen im Irak) weil sie ein - im wahrsten Sinne des Wortes - ein Bombengeschäft für den Rüstungssektor und das dahinterstehende Kapital sind - und vielleicht aus anderen nicht so offensichtlichen Gründen.

Eine leistbare staatliche Krankenversicherung will keiner der Abgeordneten, weil dann das völlig überteuerte private und ineffiziente Gesundheitswesen und die privaten Krankenversicherungen auf dem Prüfstand stünden, und das kein Bombengeschäft auf dem Rücken der Kranken mehr wäre.

Enrico Furioso
00
wäre ziemlich dumm

von den USA sich zu bestehenden Kriegen noch einen weiteren Kriegsschauplatz zu schaffen. Das Land ächzt jetzt schon wirtschaftlich, politisch und menschlich unter der Kriegslast.

Ja, im Pentagon und im State Department gibt's wieder Auguren, die voraussagen, es würde sich die iranische Bevölkerung auf Seiten der westlichen Truppen schlagen. So wie sie das beim Irak und Afghanistan schon voraussagten. Was dann daraus wurde, ist bekannt.

Auf die Europäer, speziell die Deutschen, die sich jetzt so tapfer zu Wort melden, können die USA, wenn es ernst wird, mit Sicherheit nicht zählen. Das sind Maulhelden, mehr nicht. Man wird ein paar Hundert oder Tausend Mann beisteuern, und das war's dann auch schon mit dem europäischen Engagement.

Der feine Herr
12

Die komplette Konferenz reduziert auf eine reißerische Schlagzeile zur Befriedigung der primitiven Massen.

Gratulation an den Standard, das Krone-Niveau naht in Riesenschritten.

Wer dagegen nach echten Qualitätszeitungen sucht wird innerhalb der Landesgrenzen leider nur zu selten fündig.

Oschus Mox
00
ich dachte Obama ist Präsident und oberster Befehlshaber

über die US-Armee. Also ist er doch nur eine Galionsfigur.

j j
00
sehr intelligent...

vor allem das : beweisen sie, dass sie das nicht tun...

Sahin A.
511
Eigentlich ist der Westen die "Bedrohung"....

CinnamonGirl
41

sahin, sie haben bereits durch ihre auswanderung aus der türkei bewiesen daß es ihnen/ihren eltern im ach so bedrohlichen westen besser geht als in der wunderbaren türkei.

Sahin A.
22
Ich weiß zwar nicht was für Probleme Sie haben, aber ausgewandert bin ich bestimmt nicht.

Ich hab auch nie behauptet, dass die Türkei so wunderbar toll sein soll.

Höchstinteressant wie Sie sich irgendwelche Fantasiekommentare zusammenreimen um nur mir die nicht-vorhandene Argumente unterzubreiten.

Sind Sie immer so? oder können Sie wirklich nicht RICHTIG LESEN?

Zur Info: Mit Bedrohung meine ich die unerklärlichen Kriege des Westens gegen muslimische Länder, siehe Afghanistan oder Irak. Sie können es sich aussuchen...



CinnamonGirl
31

sahin
die porbleme haben sie mit ihrer ständigen romantisierung der türkei und anderer islamischen länder--die geschichte hat gezeigt, daß muslime einander und den westen viel öfter angegriffen haben als umgekehrt.
lesen sie zum aufwärmen die geschichte ihrer ottomanischen heimat oder die des khalifats.

Sahin A.
00
Ständigen Romantisierung? Wo denn?

Hören Sie auf irgendwelche Fantasieposting zu erfinden. Da wird ja einem speiübel wie Sie versuchen hier Ihr Vorurteil rechtzufertigen.

looool
Was hat denn Ihre Geschichte noch gezeigt? Sind auch die muslimischen Ländern für die 2 Weltkriege verantwortlich?
Haben muslimische Länder Südamerika und Afrika ausgebeutet??

Vorallem momentan sind nun mal westliche Staaten in muslimische Länder(Afghanistan, Irak) einmarschiert oder ist das auch nur eine Fantasie-geschichte?

Apropo, Geschichte des osmanische Reiches, diese Barbaren haben jahrhundertejahrelang Griechenland, den Balkan, Rumänien, Bulgarien unterdrückt und zwangislamisiert und jetzt sind das alles muslimische Musterstaaten..;-)

CinnamonGirl
10

sahin
tun sie schon wieder romantisieren?

welche länder sind die armenhäuser europas?
albanien ( 400 jahre türkisch-osmanische herrschaft), rumänien, bulgarien, länder des ehemaligen jugoslawien--all die länder sind aufgrund der langen osmanischen okkupation rückständig und arm geblieben und waren später leichte beute für die kommunisten.

griechenland hat es zum glück geschafft und die türken bereits in 1829 rausgeschmissen, andere balkanländer hatten nicht so viel glück.

Sahin A.
00
Komisch, in den dt. Lehrbücher wird der Kommunismus in diesen Ländern als tragende Rolle bei der fehlenden Entwicklung gelehrt.

lol

Das Sie Griechenland erwähnen ist ja echt sehr interessant.

Zur Info: Griechenland steht heute kurz vor der Staatspleite. Die können ihre Rechnungen nicht begleichen.

Im Gegensatz zu den christlichen Eroberern waren die muslimischen eher sehr zurückhaltend, siehe Südamerika, Afrika und das SIND KONTINENTEN!!!

Aber diese Geschichte haben Sie wohl überlesen. Kein Wunder, LESEN können Sie ja nicht....

Was haben Sie eigentlich für Probleme?

CinnamonGirl
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@sahin

sie leiden wohl an amnesie..

Ihre worte : "Eigentlich ist der Westen die "Bedrohung".... nah, errinern sie sich jetzt?

was eroberungen und islamisierung betrifft so haben muslime eine lange geschichte, der mittlere osten ( mit einer winzig kleinen ausnahme, der die muslime ständig mit vernichtung drohen), nordafrika ( berber), ägypten was ein chrstiliches land als arabische muslime einmarschierten..und wie geht es wohl den kopten heute in ägypten? die haben nicht einmal ihre eigene partei im parlament

wer hat alleine im 20sten jahrhundert ca. 4 millionen der ethnischen civilisten getötet--griechen, armenier, assyrer, kurden
ja, das waren ihre glorreichen ottomanen die in beiden weltkriegen zum glück an der verliererseite geblieben sin

Sahin A.
00
OK, ich versuch es mal anders

Sind westliche Staaten im 21.Jahrhundert in den Irak und Afghanistan einmarschiert.

Ja ODER Nein?

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