Palästinenser wollen Verfahren wegen Gaza-Krieg

6. Februar 2010, 10:04

Botschafter hofft auf Beauftragung des Internationalen Strafgerichtshofs

New York - Im Streit um Kriegsverbrechen im Gazakrieg Anfang 2009 hoffen die Palästinenser nach Angaben ihres UNO-Botschafters Riyad Mansur, dass der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag mit den Ermittlungen beauftragt wird. Mansur sagte am Freitagabend in New York, dass Vertreter seiner Regierung schon mehrfach mit dem Gericht zusammengekommen seien. Allerdings müsse die Aufforderung an den Strafgerichtshof vom Weltsicherheitsrat kommen und der sei seiner "Verantwortung bisher nicht nachgekommen", sagte Mansur vor Journalisten.

Der Palästinenser wollte noch am späten Freitag mit den Botschaftern etlicher blockfreier und arabischer Staaten bei UNO- Generalsekretär Ban Ki-moon gegen dessen Schweigen zu Israels Untersuchungsbericht zum Vorwurf von Kriegsverbrechen im Gazastreifen protestieren. Die israelischen Ermittlungen seien von Militärs durchgeführt worden und deshalb nicht unabhängig. Damit erfülle der Bericht nicht die Bedingungen der UNO-Vollversammlung, die ihn per Resolution angefordert hätten, sagte Mansur.

Die Tatsache, dass Ban den Verstoß der Israelis nicht zur Sprache gebracht und die Bestandsaufnahme ihrer Ermittlungen zum Gazakrieg kommentarlos an die UNO-Vollversammlung weitergereicht hatte, wurde von verschiedenen Seiten kritisiert. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach von einer "verpassten Gelegenheit". Dagegen hielt Bans Sprecher, Martin Nesirky, dass der UNO-Chef nicht beauftragt war, die Informationen von Israel und den Palästinensern zu analysieren.

Das Palästinensische Menschenrechtszentrum (PCHR) äußerte sich im Namen der Opfer der israelischen Angriffe entsetzt und schockiert über den Mangel an Verantwortung bei dem UNO-Generalsekretär. Von israelischer Seite wurde er gelobt: Ban habe das israelische Dokument wahrheitsgetreu wiedergegeben, hieß es in einer Erklärung von Außenamtssprecher Yigal Palmor.

Der vom Menschenrechtsrat in Auftrag gegebene sogenannte Goldstone-Bericht zum Gaza-Krieg kam zu dem Fazit, dass sich Israelis und Palästinenser zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben. Der im September 2009 vorgelegte Report forderte den Weltsicherheitsrat auf, Israel innerhalb von drei Monaten zu einer unabhängigen Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen zu bringen. Bei der israelischen Offensive waren dem Bericht zufolge 1.400 Palästinenser und 13 Israelis ums Leben gekommen. (APA)

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Fritz Wunderlich
20

was ist bekannt über fmg im gaza-streifen?

D.Shiray
33
Facility Management und Gebäude im Gaza

"Mindestens 5.000 Häuser sind zerstört und über 20.000 beschädigt, urbane Zentren sind in einen Trümmerhaufen verwandelt."

http://www.wsws.org/de/2009/j... -j21.shtml

Das ist los hehe.

Fritz Wunderlich
11

da steht nichts über die frauenverstümmelung

D.Shiray
33
Beduinen im Negev

Wenn sie es schon ansprechen. Diese Minderheit hat wohl eher ein Problem in Israel selbst. Stehen offensichtlich den Siedlern im Weg.
Dürfen nicht so leben, wie sie es seit Jahrtausenden gemacht haben. Schöne neue Welt...

http://www.beduinen-online.de/

Fritz Wunderlich
11

die beduinenfrauen sind dankbar, dass sie in israel leben, gell

Reddogg
 
32

Sich selbst zitieren ist auch schon eine Kunst, oder?
Und dann im ersten Post auch noch die falsche Abkürzung verweden. Naja im Hass und Wahn kann man schon mal etwas übersehen, vergessen, oder dummes tun...Nur bei Ihnen ist das mehrmals täglich, darüber sollten Sie sich Gedanken machen.
Zum Thema ja das ist zu kritisieren, aber wenn Sie keine weiteren Informationen haben sollten Sie den Vorwurf erstmal beruhen lassen. Was Sie schon wieder probieren wollen ist ein Generalverdacht...

Fritz Wunderlich
31

dein freegm musst du dir schon selbst holen, hehe
nur kein neid
aber das du zum schweigekartell der moslembrüder gehörst, wundert nicht
http://derstandard.at/3366855/B... g-verboten

troob
20
Abkürzung ???

troob
20
Und dafür 2 rote Stricherln? I am very much amused...

Der Tiergarten ist offenbar wirklich recht groß, in dem hier manche poster sich mit Fingerübungen an der Tastatur die Zeit vertreiben...

Fritz Wunderlich
01
10.2.2010, 14:44

stehen unter schock, falls fgm in gaza publik wird

Klopstock
1019
Lustig

Mit der Wahl der Hamas in die Regierung hat die Bevölkerung des Gaza-Streifens den ersten Schritt zum Gaza-Krieg beschritten.

Die Hamas definiert in ihrer Charta das Töten von Juden zum Ziel (Artikel 7).

Dass man sich auf palästinensicher Seite nun vor dem ICC darüber beschweren will, dass sich Israel diesen Zielen der Hamas-Charta widersetzt, ist - mit Verlaub - lustig.

Reddogg
 
33

Hat dann eigentlich auch die Einberufung der Regierung unter Likud und Co. oder selbst früher ebenfalls "den ersten Schritt" dahin bewegt den Krieg der isl. Länder auf sich zu ziehen, da in den Grundsatzprogramm fast aller isr. Parteien, die arab. isr. Parteien ausgenommen, ein "Siedlungsrecht" in Judäa und Samaria verankert, bei manchen weniger (Kadima) bei manchen mehr (Likud, Israel Beitenu). Wollen Sie diese Aussage wirklich aufrecht erhalten oder wollen Sie diese Aussage ausnahmlos nur für die Palästinenser als berechtigt ersehen? Opportunismus ich hör Dich trapsen...

d_parker
818
Ahm, da frage ich mich aber ob Hr. Mansur sich mal mit dem Rom-Statut auseinandergesetzt hat, besonders mit den Regelungen über die Zuständigkeit des IStGH in Art. 12 ff.

Naja, dass sie's versuchen kann man nicht verübeln, der völkerrechtl. PR-Stunt der Pal. vor dem IGH ist ja recht gelungen gewesen (Israel-basher aller Provenienzen faseln immer noch vom IGH-"Urteil" betreffend den Trennzaun). Aber mit dem IStGH wird das wohl nicht klappen...

http://www.icc-cpi.int/NR/rdonly... nglish.pdf

http://www.icc-cpi.int/Menus/ASP... s+parties/

NONE
3415

Alles andere als ein Verfahren wäre extrem ungerecht.

Nicht jeder Palästinenser ist Mitglied oder Sympathisant der Hamas, aber Phosphorbomben auf Menschen treffen diese Unterscheidung nicht.

Israel gehört wegen Kriegsverbrechen verurteilt.

troob
717
Ihre Argumentation wäre glaubwürdiger, wenn sie beide Seiten beträfe...

@None

Nicht jeder Israeli ist ein Soldat - die Hamas macht da genau gar keinen Unterschied - die schießt ihre Kassams regelmäßig auf zivile Ziele.

Dennoch kritisieren sie einseitig und ausschließlich Israel.

Obwohl selbst HRW und AI der Hamas Kriegsverbrechen vorwerfen.

Nota bene: Es liegt in der Natur von Kriegen, daß auch Leute zum Handkuß kommen, die mit dem herrschenden Regime genau gar nichts am Hut haben. Das betrifft deutsche Widerstandskämpfer ebenso wie irakische oder afghanische Zivilisten.

Das ist unfair? Ja gewiss, das ist unfair.

Haben sie sich übrigens einmal die Wahlergebnisse für die Hamas angesehen?

Solche Ergebnisse gab es früher nur im Ostblock...

Ob es da auch so unfair ist, bin ich mir gar nicht so sicher...

Denn da haben wirklich ausnahmslos alle Wähler wissen können, was sie wählen, wen sie wählen, und was dann passieren wird.

Jetzt die Haltung einzunehmen, die könnten eigentlich gar nichts dafür, wirkt etwas unglaubwürdig.

Re Phosphorbomben: Lösen sie sich von diesem Propagandaschlagwort, über dem Gazastreifen wurden keine Phosphorbomben (=Brandbomben) abgeworfen.

Es gibt keinen einzigen Beleg, daß israelische Flugzeuge oder Hubschrauber Phosphorbomben abgeworfen hätten.

Verschossen wurden Artillerie-Rauchgranaten aus Granatwerfern und Geschützen, die mit Phosphor getränkte Filzstücken auswerfen und Rauchwände erzeugen, in deren Deckung Soldaten geschützt vorgehen können - und das ist legal.

Fritz Wunderlich
1321

welche kriegsverbrechen?
witzig, wie as als diktatoren auftreten, ankläger und richter zugleich

Georg Schütt
1119
Und witzig auch, dass alle jene, die Israel verteidigen, der NS-Nähe geziehen werden,

dass aber über die fortdauernde Verwendung von NS-Vokabular zum Zwecke der Dämonisierung des Landes kein Wort verloren wird.

Wieder einmal zeigt sich: In einigen Politikfeldern gibt es eine erschreckende Übereinkunft zwischen den Radikalen von rechts und von links.

d_parker
1115

"Alles andere als ein Verfahren wäre extrem ungerecht.

Nicht jeder Bewohner südisrael. Städte ist Mitglied der IDF oder Sympathisant der aktuellen israel. Regierung, aber Qassams und Mörsergeschosse aus dem Gazastreifen treffen diese Unterscheidung nicht.

Die Hamas gehört wegen Kriegsverbrechen verurteilt."

Soweit Ihre platte Argumentation. Wohlgemerkt kamen 2008 1730 Raketen und 1528 Mörsergeschosse aus dem Gazastreifen auf israel. Territorium, DANACH begann die IDF-Operation, auf die Hamas & Co scheinbar schon sehnsüchtig gewartet hatten.

http://www.terrorism-info.org.il/malam_mul... c_e007.pdf

Reddogg
 
42

Ich gebe Ihnen in soweit Recht bis zu dem Punkt, wieviele Geschosse, damit meine ich Artillerie, Schusswaffen, Raketen (Luft-Boden, Boden-Boden) etc. kamen auf dem Gaza-Streifen nieder. Den mil. Gruppen kann man eines nicht vorwerfen dass sie aufgrund ihrer "Prahlerei" die Angriffe transparent machen in dem fast jeder Angriff bekannt wird. Aber gibt es von isr. Seite auch die Dokumentation über ihre Angriffe, Sie können mir ja mal eine zu kommen lassen...Und aufgrund dieser Einseitigkeit wie Sie wieder hier versuchen die Schuld ausnahmslos auf der Seite de Palästinenser zu suchen, kann ich Ihnen eben nicht komplett zustimmen.
Deswegen Israel und die mil. pal. Gruppen gehören wegen fortlaufenden Kriegsverbrechen verurteilt...

troob
33
Ist es tatsächlich ihr Ernst, daß sie hier eine Aufzählung der Einsätze der IDF fordern?

@Reddogg

Hätten sie vielleicht auch gerne die ausführenden IAF-Geschwader, Aufklärungskompanien und GPS-Koordinaten dazu?

Also manchmal denke ich mir, hier herrscht wirklich der nackte grinsende Wahnsinn.

Reddogg
 
23
10.2.2010, 06:57

Warum denn nicht? Dann könnte man nämlich mit Agenturmeldungen vergleichen, wer da was genau macht? Und man könnte sich nicht mehr so einfach nur noch in die Verteidigungsposition bringen, obwohl man zuerst den Schuss vielleicht abgab, zuerst Feindesland betrat, zuerst mal wieder Militante umbringen wollte und dabei in hoher Prozentzahl Zivilisten tötete worauf es "Racheakte" gab. Es ist regelrecht spannend wie Sie hier wieder aufzeigen, dass es ein "Verteidigungsrecht" ausnahmslos für die isr. Seite gibt. Dass Sie entweder nicht den Horizont dafür haben oder bewusst diese Ideologie hier vertreten ist Aussage genug und zeigt Ihr eigentliches Denken über diesen Konflikt auf.

Dubi Schlau
515

Gehört es nicht. Alles andere wäre extrem ungerecht!

Djuli Murti
 
2816
Gaza Verfahren

Dann könnten die Menschen von Gaza auch endlich ein Verfahren wegen der illegalen Belagerung, wegen der Verletzung ihrer Grenzen, wegen permanenter israelischer Militärpräsenz, wegen des Beschusses der Fischer in seinen Gewässern etc. etc. etc. anstrengen.
Insofern sie tatsächlich ein faires Verfahren erhielten, was eine echte Revolution wäre, wären irgendwelche Kassams vermutlich endlich überflüssig und die Bewohner im Süden Israels hätten endlich Ruhe und die Menschen in Gaza ebenfalls.
Natürlich müssten als erste Maßnahme die Grenzen für den Warenverkehr geöffnet werden.
Eine militärische Präsenz der Nato könnte ja für Sicherheit sorgen - das ist das letzte was die Israelis wollen.

troob
614
Juristisches Wissen ungenügend, aber polemisches Schlagworterbrechen befriedigend...

@Djuli

Es gibt keine Belagerung, schon gar keine illegale, was immer das heißen soll.

Es gibt keine anerkannte Grenze, nur Waffenstillstandslinien, und die werden von der Hamas regelmäßig verletzt.

Es gibt keine israelische Militärpräsenz im Gazastreifen, alle isr. Truppen stehen auf der israelischen Seite der Waffenstillstandslinie.

Israel ist im Kriegszustand mit allen Nachbarn mit Ausnahme von Ägypten und Jordanien - das gilt auch und besonders für den Gazastreifen. Wenn man Krieg spielt, kann man halt schwer argumentieren,. daß man in den Kampfpausen geschwind fischen fahren möchte, besonders, wenn man dabei ein paar Treibminen ins Meer kippt und Heroin und Waffen an Bord nimmt...

Re NATO-Präsenz: Sie irren! Es war nämlich sehr erstaunlich, daß Nethanyahu - der immer ein massiver Gegner einer Stationierung von internationalen Truppen war! - vor einigen Wochen selbst und unaufgefordert so ein Szenario ins Spiel brachte!

Wie sehr, glauben sie, freuen sich die NATO-Staaten über so einen Auftrag? Richtig...

btw.: Dazu muß man auch die Geschichte solcher Missionen kennen, die allesamt und ausnahmslos zum Nachteil Israels agiert haben. Die Mitglieder solcher Einheiten haben Sprengstoff, Handgranaten und Waffen für die Araber geschmuggelt, ihnen Fahrzeuge mit UN-Markierung für Waffentransporte und Beobachtungsfahrten zur Verfügung gestellt, sie mit nachrichtendienstlichem Material versorgt...

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