Spenden für Gedenktafel selbst verbraucht

6. Februar 2010, 09:02

Polizei: 24-Jährige einschlägig vorbestraft - Verbüßt bereits mehrmonatige Haftstrafe

Krems - Einer 24-jährigen Rumänin wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Die Frau soll nach dem Tod des 14-jährigen Florian P., der im Merkur-Markt in Krems vor sechs Monaten durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe starb, Spenden gesammelt - und nach Angaben der Polizei - binnen weniger Wochen zum Großteil selbst verbraucht haben. Die einschlägig vorbestrafte Frau verbüßt derzeit wegen gleichartiger Delikte eine mehrmonatige Haftstrafe in der Justizanstalt Krems. Nun soll sie neuerlich angezeigt werden.

Die von der 24-Jährigen initiierte Sammlung vor dem Merkur-Markt und bei einem von ihr angemeldeten "Trauermarsch" durch Krems war unter dem Motto "Spende für Flo's Gedenktafel" gestanden. Außerdem sollten die Hinterbliebenenbei der Bezahlung der Begräbniskosten unterstützt werden. Von 9. bis 14. August kamen an die 863,25 Euro zusammen.

Kein eigenes Konto

Den Betrag habe die 24-Jährige in zwei Etappen nicht "wie üblich", so die Polizei, auf ein eigens eingerichtetes Spenden-, sondern auf ihr persönliches Gehaltskonto überwiesen, das zu diesem Zeitpunkt einen Saldo von 6,66 Euro aufgewiesen habe. In der Folge habe die Verdächtige das Geld bis Ende August durch zahlreiche Behebungen und Bezahlungen mit der Bankomatkarte fast zur Gänze selbst verbraucht. Auf dem Konto seien 4,66 Euro verblieben.

Von dem von ihr gesammelten Geld will die Frau 70 Euro für den Ankauf von Rosen und die Rahmung eines Bildes von Florian P. verwendet haben. Der Spendengeldfluss sei durch eine gerichtliche Anordnung bei einem Kremser Geldinstitut nachgewiesen worden, so die Ermittler. (APA)

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mitrovic dejan
122
Spendengeldfluss nachgewiesen, so die ermittler

Ah.da will uns nur jemand mit fisen Menschlichen Diskriminierung von Beteiligten aus den Untersten schublade,vorbereiten auf milde gerichts urteile für Polizisten die ein 14 jähriges leben ausgelöscht haben.Gut Ding braucht Weile gell.

Red Cloud
05
wie kann man nur so blöd sein,

unter solchen umständen zu "spenden"?

solandre
 
01
17.2.2010, 06:53

ich weiss es mag zynisch kolingen, aber das gleiche denke ich mir bei zahlreichen spendenaufrufen von mir unbekannten organisationen für haiti auch.

wenn, dann nur bei bekannten organisationen spenden.

W.Hammerl
25

Das Geld wurde jedenfalls vernünftiger ausgegeben.

byron sully
227

würde sie mensdorff-pouilly oder grasser heißen und würden hinter dem betrag noch ein paar nullen stehen, gäbe es wohl kein verfahren...

tempa
11

"Von 9. bis 14. August kamen an die 863,25 Euro zusammen."
Tja, jeder nach seinen Möglichkeiten. In meinen Bekanntenkreis gibts Familien, für die 863 Euro(innerhalb weniger Tage gesammelt) durchaus keine Kleinigkeit sind. Oder für die die Veruntreuung einer von ihnen gegeben Spende schmerzhaft ist, weil sie jeden Euro zweimal umdrehen müssen.
Ob im grossen Masstab, Alltagskriminalität oder Verkehrsdelikt, jeder der Probleme mit der Justiz hat findet es ungerecht, das es ihn trifft, während "andere" es sich "richten können". Zitat eines Nachbarn, der sich über eine Verkehrskontrolle beschwerte, in die er alkoholisiert geriet. Wenige Woche später verursachte er wieder betrunken einen schweren Unfall, bei dem andere zu Schaden kamen.

tiqui taca
00
16.2.2010, 13:49
Der Spendengeldfluss sei durch eine gerichtliche Anordnung bei einem Kremser Geldinstitut nachgewiesen worden, so die Ermittler.

ich glaube byron meinte damit, dass bei manchen vips die ermittler heute noch auf eine gerichtliche anordnung zur einsicht der konten warten würden....

AV1
00

Ich habe keine Probleme mit der Justiz, finde es aber auch ungerecht das es sich andere wie die zuvor genannten richten können!

pascale
00
Vor dem Gesetz sind ALLE gleich,

Auserwählte sind halt manchmal GLEICHER....

Herzerzog Johann
01
Hängts halt einen Zettel hin ...

... statt der nebbichen Tafel.

Anna Purna
 
122
863,25 Euro binnen Wochen verbraucht

und bereits seit mehreren Monaten im Gefängnis. Und da sage noch wer, in Österreich kämen die Verbrecher nicht hinter Gitter. Und in die Schlagzeilen. Diesmal sogar ohne Unschuldsvermutung.

RebelAngel
 
01
den Artikel

ham's aber schon gelesen oder...?

einschlägig vorbestraft etc...

Seria
05

wie sieht es mit Investmentbankern aus, die ihrer naiven Kundschaft das letzte Ersparte aus der Tasche gezogen haben- tausende €s, sitzen die auch alle? Aber natürlich entsprechend länger...

Ratten Heinzi
10

Sie haben nicht wirklich eine Ahnung was Investmentbanker tun und vor allem wer ihre Kundschaft ist, oder?

yotix
 
00

Die Oberschicht begeht tendenziell eher komplexe Delikte, die mit Betrug und Computern zu tun haben, das ölige Auftreten vieler Wohlhabender ist dabei förderlich, vgl. diverse blauschwarze Exminister: Krida, Unterschlagung, all das. In Prozessen hilft das elegante Auftreten dem Täter.

Die Unterschicht begeht mangels Zugang zu fremden Konten und Buchhaltungen tendenziell eher "Her mit der Kohle"-Delikte, Bankraub, Überfälle. Typische Unterschichtler werden härter bestraft als Wohlhabende mit gutem Anwalt, auch das ist IMO bekannt, selbst das Aussehen eines Verdächtigen beeinflusst die Strafhärte.

W.Hammerl
11

Juhuu! Da freuen sich die Verbrecher. Mit Ihrem schwachsinnigen Köhlerargument werden sich jetzt unsere Gefängnisse leeren, da jeder Gauner auf Freispruch plädieren kann, weil ja die bösen Banken ...

Denken muss weh tun!
316
Gääääääähhhhhhhhn!

Ja. Wir wissen es. Jeder inkl. mir will die Banker im Häfn sehen.
UND?
Deshalb dürfen andere betrügen, stehlen, einbrechen oder was noch alles, zu dem hier wie das Amen im Gebet die Banker herangezogen werden?
Kömma das dann lassen?

friedrich wilhelm voigt
12

wenn bei einem haus gleich das dach einstürzt, bastelt man da erst noch an den quietschenden fensterläden herum?

genau das macht aber der staat, wenn er mit erster priorität die hühnerdiebe verfolgt anstatt der millionenschieber.

Wappen hea
45
...für den als mutmaßlichen Einbrecher...

ok, was genau macht man sonst des Nächtens in einem Supermarkt, wenn man kein Angestellter (oder -innen) bzw Lieferant (und -innen) ist? Wo ist da die Mutmaßung - außer in der Vermutung es wär irgendwie unklar wos der gmocht hom kennt?

Blanc de Blancs
15
Ist doch nur eine mileubedingte Umverteilung...

Harri Hirsch
12
Kontostand von 6,66 Euro

Die Krone-Leser schreien schon: De Rumänan san des Teufels!

Karl Buschina
10
Mathematik "nicht genügen".,.

€ 6,66 Anfangssaldo
plus € 863,25 Spenden = € 869,91
minus € 4,66 Rest -> € 865,25 verbraucht
also MEHR als die Spenden
und nicht "fast zur Gänze".

Georg Hinterleitner
 
00

Na weit ist es bei Ihnen mit dem Rechnen auch nicht her, denn:

Saldo heißt MINUS € 6,66, damit bleibt (bei nachherigem Guthaben von PLUS € 4,66) ein Restl von € 11,32 aus dem Spendenerlös.

Jesus "George W. Bush" Christus
14

Nicht, wenn sie 70 Euro für Rosen und die Rahmung eines Bildes des Toten ausgegeben hat.

Red Cloud
00
na klar,

das hat sie unter garantie.

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