Polizei: 24-Jährige einschlägig vorbestraft - Verbüßt bereits mehrmonatige Haftstrafe
Krems - Einer 24-jährigen Rumänin
wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Die Frau soll nach dem Tod des 14-jährigen Florian P., der im
Merkur-Markt in Krems vor sechs Monaten durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe starb, Spenden gesammelt - und nach
Angaben der Polizei - binnen weniger Wochen zum Großteil
selbst verbraucht haben. Die einschlägig vorbestrafte Frau verbüßt
derzeit wegen gleichartiger Delikte eine mehrmonatige
Haftstrafe in der Justizanstalt Krems. Nun soll sie neuerlich
angezeigt werden.
Die von der 24-Jährigen initiierte Sammlung vor dem Merkur-Markt
und bei einem von ihr angemeldeten "Trauermarsch" durch Krems war
unter dem Motto "Spende für Flo's Gedenktafel" gestanden. Außerdem
sollten die Hinterbliebenenbei der Bezahlung der Begräbniskosten
unterstützt werden. Von 9. bis 14. August kamen an die 863,25 Euro
zusammen.
Kein eigenes Konto
Den Betrag habe die 24-Jährige in zwei Etappen nicht "wie üblich",
so die Polizei, auf ein eigens eingerichtetes Spenden-, sondern auf
ihr persönliches Gehaltskonto überwiesen, das zu diesem Zeitpunkt
einen Saldo von 6,66 Euro aufgewiesen habe. In der Folge habe die
Verdächtige das Geld bis Ende August durch zahlreiche Behebungen und
Bezahlungen mit der Bankomatkarte fast zur Gänze selbst verbraucht.
Auf dem Konto seien 4,66 Euro verblieben.
Von dem von ihr gesammelten Geld will die Frau 70 Euro für den
Ankauf von Rosen und die Rahmung eines Bildes von Florian P.
verwendet haben. Der Spendengeldfluss sei durch eine gerichtliche
Anordnung bei
einem Kremser Geldinstitut nachgewiesen worden, so die
Ermittler. (APA)