"Alle Men­schen sind käuflich"

Renate Graber, 5. Februar 2010, 18:59
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    foto: standard/hendrich

    Modern, links und Beatles-Fan war er nie, der Chef der Immofinanz-Gruppe, Eduard Zehetner. Seinen Kick holt er sich beim Sanieren von Unternehmen - und beim Bremsen von
    600-PS-Boliden.

Eduard Zehetner sieht Manager stets mit einem Fuß im Kriminal stehen. Was bei Immofinanz Born allen Übels war, und wo er die Verzögerung liebt

Standard: Das erste, was man hier sieht, ist der Reißwolf. So schlimm?

Zehetner: Der ist nie in Betrieb. Dinge, die man vernichten muss, werden außer Haus professionell vernichtet. Ich werfe meine Sachen in eine Bananenschachtel unterm Schreibtisch, nur meinen Gehaltszettel, den zerreiß‘ ich.

Standard: Was steht drauf?

Zehetner: Sage ich nicht.

Standard: Nicht sehr mutig. Sie sagen doch: "Ich fürchte mich prinzipiell nicht." Wie kann man sich prinzipiell nicht fürchten?

Zehetner: In meinem Arbeitsumfeld fürchte ich mich nicht.

Standard: Manager fürchten sich sowieso nicht?

Zehetner: Ganz im Gegenteil, viele fürchten sich unheimlich. Vor allem: vor schlechtem Wetter, dem nächsten Tag und ganz prinzipiell vor Entscheidungen.

Standard: Vor Krankheit, Sterben und Tod fürchten Sie sich schon?

Zehetner: Nein, das definiere ich weg. Ich fürcht‘ mich dann davor, wenn es so weit ist. Nicht jetzt.

Standard: Ich will mit Ihnen am liebsten über Gott, Gauner und die Welt reden...

Zehetner: Ich rede am liebsten über mein berufliches Umfeld.

Standard: Sie haben ja kaum Hobbies; nur Tennis ist bekannt.

Zehetner: Doch, ich gehe einmal im Monat mit meinen jungen Mitarbeitern Fußball spielen. Das konnte ich früher sogar ganz gut.

Standard: Ein Mannschaftssport, obwohl Sie im Ruf stehen, absoluter Einzelkämpfer zu sein?

Zehetner: Ich arbeite gern im Team, wenn es gut ist. Und ich habe viele Jahre in der Fußball-Landesliga gespielt, und damit so viel verdient, dass ich als Student auf Urlaub fahren konnte.

Standard: Sie sind aus St. Pölten...

Zehetner: Ja, mein Vater war Fleichhauermeister und genauer gesagt komme ich aus Pottenbrunn. Das war ein Mal "Schönster Ort Europas"...

Standard: Pelargonien im Blumenkisterl vor den Fenstern und so?

Zehetner: Genau, und Wasserschloss im Ort. Meine Mutter war übrigens damals Kassierin vom Verschönerungsverein.

Standard: Sie haben sich bei der RHI-Sanierung und jetzt bei Immofinanz den Ruf eines sturen Hundes erworben, sorry für den Ausdruck. Schon in Ihrem ersten Job am Institut für Höhere Studien 1974 sorgten Sie für Zoff. Sie wollten Ihre Abteilung auf Profit orientieren und gerieten sich mit Eva Kreisky in die Haare...

Zehetner: Wer hat Ihnen das erzählt? Das weiß ja kaum noch wer. Eva Kreisky, Marina Fischer-Kowalski waren die Proponenten der ultralinken Seite am IHS. Ich war auf der anderen, absolute Minderheit. Ich gehörte zur ersten Generation der Abteilung Betriebswirtschaft und Operations Research, wir haben ein Beratungsunternehmen gegründet und wollten darüber IHS-Aufträge abwickeln, daran hätte das IHS verdient. Das war ein Sakrileg. Ich habe dann ein Softwarehaus mitbegründet und ging zu Steyr.

Standard: Sie waren der Kapitalist unter lauten Linken?
Zehetner: Im Vergleich zu ihnen war ich ultra-rechts-konservativ-kapitalistisch.

Standard: Ihr Herz hat nie nie links geschlagen?

Zehetner: Nein. Aber ich war als Junger auch nie so rechts, dass ich jetzt weit links stehen müsste. Ich war nie modern, war kein Beatles-Fan, fand den Ostblock nicht toll und wollte nie Moskauer Boden küssen. Ich war Nonkonformist.

Standard: Das haben Sie sich erhalten, als Sanierer?

Zehetner: Sanierer, was ist das? Ich versuche, ungesunde Komponenten aus Unternehmen zu scheiden, Strategien zu finden und umzusetzen und fürchte mich eben nicht. Wovor sollte ich mich fürchten?

Standard: Vorm Scheitern?

Zehetner: Das ist ja der Kick daran. Manche gehen auf den Mount Everest, ich probiere, Unternehmen zu sanieren. Anderen ist das wegen der Konflikte zu mühsam. Ich bin konfliktbereit. Dafür würde ich nie auf einen 8000er gehen.

Standard: Dafür rasen Sie gern auf Rennstrecken herum.

Zehetner: Ja. Und noch zum Scheitern: Heute steht jeder, der ein Unternehmen führt, mit einem Fuß im Gefängnis. Man kann all die Normen, die man erfüllen muss, gar nicht kennen.

Standard: Das Aktiengesetz aber wenigstens?

Zehetner: Natürlich, aber wenn Sie mich fragen, an wie vielen Gesetzen ich heute schon vorbeigeschrammt bin, könnte ich‘s nicht sagen. Es beginnt in Europa das, was in den USA gang und gäbe ist: Externe Juristen übernehmen die Kontrolle in Unternehmen, reißen die Macht an sich. Weil wir überreguliert sind, aberwitzig viele Gesetze haben. Wann immer eine Gaunerei passiert, kommt ein neues Gesetz, und das einzige, was geschieht: Die Risikoprämie wird höher. Die, die bewusst Gaunereien machen, machen größere Gaunereien. Und zum sturen Hund: Ich bin nicht stur, sondern zielorientiert. Beim Ziel bin ich kompromisslos, am Weg dahin flexibel.

Standard: Apropos: Sie verließen die RHI 2007, als Investor Martin Schlaff einstieg und verhindern wollte, dass Sie Dividende zahlen. War das der Grund für Ihren Abgang oder Schlaff?

Zehetner: Hängt zusammen. Diesen Teil des Aktiengesetzes habe ich gelesen: Ich kann mir doch nichts von einem Minderheitsaktionär vorschreiben lassen. Einerlei: Die wollten mich nicht.

Standard: Warum nicht?

Zehetner: Weil ich unabhängig bin. Aber ich wollte für ihn eh nicht arbeiten, mir gefällt sein Track Record nicht: IM Landgraf.

Standard: Der Vorwurf Deutschlands, Osthändler Schlaff sei Interner Mitarbeiter (IM) der Stasi gewesen, wurde nie erhärtet.

Zehetner: Behaupte ich auch nicht. Aber ich kann mir aussuchen, mit wem ich arbeite. Es muss sich krümmen, was ein Häkchen sein will. Ich will kein Häkchen sein.

Standard: Jetzt müssen Sie sich doch auch krümmen. Sie wollten für die Immofinanz von den Ex-Eigentümern der Constantia Privatbank 512 Mio. Euro, geben sich aber mit zwei Drittel zufrieden. Gegen Ihre Gewohnheit: Jemand sagt, für Sie sei "ein Vergleich dann erreicht, wenn der andere aufgibt".

Zehetner: Stimmt nicht. Aber natürlich fällt es mir schwer, der Gegenseite die Chance auf einen signifikanten Abschlag zu geben, wenn ich weiß, dass ich im Recht bin. Aber so funktioniert ein Vergleich.

Standard: Noch eine Frage an den Kapitalisten: Sind die Causen Bawag, Immofinanz, Meinl, Hypo Alpe Adria, AvW Ausdruck von Gier oder von Gaunerei?

Zehetner: Das sind Auswüchse des Kapitalismus, des Gewinnstrebens und der menschlichen Natur. Wir wollen immer besser werden, mehr Wachstum, mehr Gewinn, mehr Umsatz, mehr Gehalt. Dafür, dass dabei Dritte nicht zu Schaden kommen, gibt es Gesetze. Die kapitalistische Welt hat sich eben gegen das sozialistische Modell des Staatskapitalismus durchgesetzt, weil sich der Mensch eben mit andern messen will, besser sein will als der andere. Das führt zu Auswüchsen. Es kommen eben nicht alle als Mahatma Gandhi oder Buddha auf die Welt, völlig bedürfnislos und ausgeglichen.

Standard: Und spült die Krise jetzt alle Leichen an Land, eben auch in Österreich?

Zehetner: Nein, auch in Österreich wurde der Markt größer, ist mehr Geld unterwegs als früher. Der Anteil von Idioten ist konstant: je größer die Organisation, desto mehr Idioten.

Standard: Immofinanzchef Petrikovics war keiner. Er war zu 15 Prozent am Bank-Gewinn beteiligt...

Zehetner: ... und gierig, und das Incentive-Modell war der Born allen Übels. Was will man von uns Managern? Entscheidungen, die das Ergebnis maximieren. Umgelegt aufs Petrikovics-Entlohnungsmodell: Er muste möglichst schnell ein möglichst großes Rad drehen. Da geht man hohe Risken ein, irgendwann radiert man über die gesetzlichen Grenzen hinweg. Merkt man das rechtzeitig, kann man zurückrudern. Er hat aber die Kurve nicht mehr gekratzt.

Standard: Sind Sie je in so einer Situation gewesen?

Zehetner: Sicher. Aber ich habe rechtzeitig zurückgefunden.

Standard: Sie haben gesagt, bei Karl Petrikovics sei die Gier dazu gekommen. Die drei damaligen Constantia-Privatbank-Chefs haben von 2004 bis 2008 rund 65 Mio. Euro verdient. Ist das alles noch irgendwie nachvollziehbar?

Zehetner: Nein, einer von ihnen hat in einem Jahr mehr verdient, als ich in meinem ganzen Leben; und das ist auch nicht wenig. Aber es geht nicht um den Vergleich mit mir; das alles entstand einfach daraus, dass ihr Bonus nach oben hin unbegrenzt war. Da haben sämtliche Regulative gefehlt. Die drei Herren waren aber auch Getriebene, denen man noch dazu zu viel Macht in die Hand gegeben hat. Petrikovics hat die Bank ja nach dem Führerprinzip geleitet, absolut geherrscht. Seine zwei Vorstandskollegen konnten ihn nicht überstimmen, waren Staffage und Marionetten.

Standard: Und Aufsichtsrat, Eigentümerin, Mitarbeiter: Alle haben weggeschaut?

Zehetner: Die Eigentümerin Christine de Castelbajac ist doch reich geworden.

Standard: War sie als Tochter von Constantia-Konzerngründer Herbert Turnauer doch schon immer.

Zehetner: Sie ist noch reicher geworden. Dabei war sie selbst eigentlich immer risikoscheu. Aber wenigstens steht sie jetzt, im Rahmen des Vergleichs mit der Immofinanz, zu ihrer Eigentümerverantwortung.

Standard: Sind eigentlich alle Menschen käuflich?

Zehetner: Ja, alle Mneschen sind käuflich. Man weiß nur nicht von jedem den richtigen Preis. Mir sagte einmal wer, ich sei unbestechlich. Aber nicht, weil ich so ehrlich bin, sondern weil ich so teuer bin.

Standard: Hat das Schlaff gesagt?

Zehetner: (lacht) Bei mir ginge es wahrscheinlich nicht um Geld. Nicht nur Geld ist ein Preis.

Standard: Ihr Preis wäre Macht?

Zehetner: Macht ist schon ein Thema, Macht ist etwas Schönes. Ein kleines Unternehmen zu führen ist wie in einer Band spielen, ein großes Orchester hat ganz andere Qualität. Aber ich weiß, dass Macht über Nacht weg sein kann.

Standard: Ein Stehsatz. Wir leben doch alle von unsren Visitenkarten.

Zehetner: Sicher, aber drohen Sie einmal einem Manager, ihm seine wegzunehmen, ihm die Macht zu nehmen: Da werden viele gefügig. Es geht ja auch um gesellschaftlichen Status, um unsere Werte.

Standard: Stichwort Werte. Sie selbst nennen sich wertkonservativ. Was sind denn die Werte, um die es Ihnen geht?

Zehetner: Sie skelettieren mich. Ich bin sogar ein Wertidealist, geprägt von meiner Erziehung: fleißig sein, tüchtig sein und ehrlich, etwas schaffen, nicht stehlen. Klassisch kleinbürgerlich und christlich geprägt eben.

Standard: Und wie halten Sie's mit Geld? Sie haben ja viel.

Zehetner: Geld ist kein Wert. Geld ist ein Maßstab, ein Maßstab des Erfolgs.

Standard: Auch wenn man die Gehälter der drei genannten Banker betrachtet?

Zehenter: Um bei meinem Bild vom Achttausender zu bleiben: Die drei haben ihren Aufstieg auch als Erfolg verkauft. Dabei haben sich von andren rauftragen lassen.

Standard: Und was ist Ihr Luxus? Autos?

Zehetner: Ich lebe wie ich will, wohne, wo ich immer wohnen wollte, und, ja, ich fahre ein gutes Auto.

Standard: Ihr Audi hat 420 PS?

Zehetner: Nein, nur 333. Aber die auf der Rennstrecke haben 500, 600 PS. Wissen Sie, was das Tolle daran ist? Nicht die Beschleunigung. Die Bremsen.

Standard: Sagen Sie nicht, Ihnen ginge es ums Bremsen.

Zehetner: Doch. Um die Bremsen. Wenn Sie draufsteigen, glauben Sie, das Gehirn zischt Ihnen durch die Augäpfel. Die Verzögerung ist das Fantastische am Rennfahren.

Standard: Worum geht's im Leben?

Zehetner: Um's Bremsenkönnen. Und mir gehts auch darum, Erfolg zu haben. Und wenn die 80.000 Immofinanz-Anleger am Ende einen ordentlichen Preis für ihre Aktie bekommen, dann hat sich mein Einsatz ausgezahlt. (Renate Graber, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 6./7.2.2010)

Zur Person: Eduard Zehetner (58) gilt als beinharter Sanierer. Der Weg zu diesem Ruf führte den Betriebswirt aus St. Pölten über IHS, eigene Softwaregesellschaft, Steyr, zur Dana-Türenindustrie. 1997 wechselte er in die Telekom-Branche, wurde Chef von Connect Austria und Internet-Tochter der TA. 2001 ging er als Finanzchef zum pleitenahen Feuerfestkonzern RHI, nach dessen Sanierung er bis 2007 (Einstieg von Martin Schlaff) blieb. Seit Ende 2008 arbeitet der Mann einer Apothekerin und Vater einer Tochter an der Immofinanz-Sanierung.

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Hr. Wolf
02
23.2.2010, 09:45
Der gute Mann ....

mag zwar ein guter Manager sein. Er bleibt jedoch eine selbstherrlicher Ar... !

also dann ...
06
10.2.2010, 21:38
naja - wieder ein selbst-dar-steller ...

die RHI hat ha ein hr. draxler...saniert, nicht er.
die kostenreduktionen + übergangsfinanzierung war nicht entscheidend - sondern der operative turnaround !

und bei der immofínanz...
braucht er nur den dreck ... aufräumen und schon steht er da wie eine lichtgestalt.

operatives management ist nicht seins,
da hat er noch nichts gezeigt.

4311503
04
10.2.2010, 23:28

Bei der Immofinanz hat er mal vorsorglich um ein paar Mrd abgewertet. Da sind die Gewinne der nächsten Jahre schon mal produziert worden. Nicht umsonst hat der Herr Zehetner meine Fragen wieso die Renditen auf denen die Bewertungen basieren nicht mehr veröffentlicht werden (wie es in der bösen intrasparenten Vergangenheit in letzter Zeit der Fall war) und ob die Verkäufe über Buchwert nur deshalb über Buchwert waren, weil wir diesen vorher nach unten revidiert haben, nicht beantwortet. Das spricht in meinen Augen eine deutliche Sprache.

also dann ...
03
12.2.2010, 14:22
ja - den mist dem vorgänger anlasten, abwerten b is zum abwincken ... kann jeder d o d l - stimmt.

und wenn die basis niedriger als niedrig ist...
errechnet sich auch eine pimperl-rendite im 2-stelligen %satz...
- deshalb auch keine antwort auf ihre frage, schätz ich mal.

seine "kunst"...
ist auf dem niveau eines buchhalters,
welch ein blender !

johannes mayer1
01
Alle Menschen sind käuflich ... d.h.

auch Herr Zehetner ist käuflich!!!!!!

Mehr Licht ins Dunkel
01
Sinnergreifend lesen....

... ist wohl nicht deine Stärke.

Er GIBT JA ZU - allerdings nicht ausdrücklich (daher: nochmals lesen!!!) - dass er selbst gewissermaßen auf der falschen Seite war, aber rechtzeitig die Kurve gekriegt hat.

johannes mayer1
01
sehr glaubwürdig

nachdem er 100 Millionen € verdient hat in seinem bisherigen Leben der Herr Eduard Zehetner, kommt er drauf, dass er auf der falschen Seite war ... ich lache mich gleich tot!!

Helmut Graser
43
Danke für Ihren Einsatz

Eduard Zehetner ist mit Sicherheit einer der besten Manager des Landes.

Er ist authentisch, ehrlich, direkt und spricht Dinge an, die anderen Top-Managern so niemals über die Lippen kommen würden.

Wir bräuchten viel mehr Leute von diesem Schlag, damit es unseren Unternehmen und damit auch den ArbeitnehmerInnen in diesen Unternehmen besser gehen würde.

Beachtlich finde ich vor allem seine Energie, sich diesen Herausforderungen und operativen Mühen tagtäglich zu stellen.

Erschreckend finde ich hier in diesem Forum die inhaltsleeren und letzten Endes leeren Phrasen, die einige Poster hier offensichtlich nur aus Frust abladen.

Moj Kneb
11
Kapitalismus ist nicht nur ein Wirtschaftssystem, Kapitalismus ist ein Kapitalverbrechen

Mehr Licht ins Dunkel
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Seit wann gibt's in Nordkorea Zugang zum Standardforum? ;-)

Andreas Prucha
01
Kapitalismus ist meiner Ansicht nach die überzogene systematisierung von Verhaltensweisen einer Gruppe von Menschen - genauso wie es der Kommunismus ist:

Der Kommunismus baut darauf auf, dass Menschen gerecht sind und für das Gemeinwohl ihr Bestes tun. So altruistisch sind allerdings nur wenige Menschen - deswegen funktioniert auch nicht wirklich

Der Kapitalismus wiederum baut auf die Gier nach Macht und Reichtum der Menschen. Dass den meisten Menschen auch andere Dinge wichtig sind, wird ignoriert. Daran scheitert der Kapitalismus.

Ich denke die meisten Menschen liegen irgendwo dazwischen: Sie sind nicht gierig genug um einzig und alleine Geld und Macht in den Vordergrund zu stellen, aber auch nicht altrusitisch genug um für ein schwer definierbares Gemeinwohl ihr Bestes zu geben.

Moj Kneb
00

Dieses Posting kann ich voll und ganz unterschreiben!

Der Weg zur Knechtschaft
00

... ja fein freunde, gehen wir jetzt nach kuba oder in die usa?

Zala Manda
01
um es erst recht mit Lennon/McCartney zu sagen:

Can't buy me love

PS: und damit ist nicht das gemeint, was man(n) sich am Gürtel und sonstwo von aus Osteuropa und Afrika verschleppten jungen Frauen besorgen lassen kann

Der Weg zur Knechtschaft
00

sie wollten wohl im entwicklungshilfe-forum posten, und haben sich einfach hier verirrt, oder?

WAKU
32
Zehetners Inhalt:




ICH

über mich

mit wertfreiem Geld als Maßstab




wenig.

4311503
00
@ Herr Zehetner

Ich habe eine Frage bez. ihrer Bilanz. Vor kurzem sagten sie in einer Zeitung (ich glaube Börse-Express oder WB) auf die Frage wieso von ihnen verkaufte Immbilien innerhalb kurzer Zeit um substanziell höherer Werte weiter verkauft wurden, dass seit Jänner 09 die Preise so stark gestiegen wären. Wieso kam es dann zu keinen ebenso starken Aufwertungen in der Bilanz? Und wieso gibt es (obwohl ich im Vorwort des GB viel von Transparenz lesen durfte) keine Angaben zu den Renditen auf denen die Bewertungen basieren keine Angaben mehr (die es in den Vorjahren teilw schon gab)? Wieso haben sie (trotz angeblicher Transparenz) ihr Incentive Programm nicht im GB (oder im darauffolgenden QB) erwähnt? War das der Grund für die Bilanzänderung?

Eduard Zehetner
01
Bilanz /2

Das Update zum Q1 war eine Ergebnisverbesserung(!) wegen zu vorsichtiger(!) Bilanzierung der Anleihenrückkäufe.
Das Incentive-Programm wurde im letzten Quartalsbericht dargestellt.

Eduard Zehetner
00
Bilanz /1

1) Im Winter 2008/09, als wir diese Objekte verkauften, war der Markt am Tiefpunkt. Wir haben die Liquidität gebraucht und die Zahl der potentiellen Erwerber war aufgrund der Insolvenzgefahr überschaubar. Trotzdem haben wir die Schätzwerte realisiert.
In alle Liegenschaften wurden vom Erwerber substantielle Beträge investiert. Die von ihm darüberhinaus nach durchschnittlich sechs Monaten erzielten Rendite liegen zwischen 3 und 30% und spiegeln die investiven Wertsteigerungen und den Preisanstieg wieder.
Auch wir haben einzelne Immobilien zwischenzeitlich aufgewertet und bei einzelnen Verkäufen ähnliche Wertsteigerungen ggü. Oktoberwerten 2008 erzielt.

4311503
00

Wieso beantworten sie meine Frage nach der nunmehr schlechteren Transparenz der Bewertung nicht?

Wenn solche Wertsteigerungen erzielt wurden, wieso wurden sie nicht kommuniziert? Oder resultieren sie nur aus einer vorherigen Abwertung?

Wieso wurde das Incentive-Programm erst im 2.Quartal 2009 bekannt gegeben (nachdem es durch ein Leck schon bekannt wurde)? Es hätte je nach Ansicht entweder in den GB gehört (Nach ihren Aussagen wurde es im Februar im AR beschlossen, Also gab es eine gültige Kreditlinie die zumindest unter 3rd Party Transactions hätte auftauchen müssen) oder spätestens im 1. QB (im Mai wurde es ja effektiv durchgeführt). Wieder eine Frage der Transparenz, die sich mMn nicht verbessert, wenn nicht sogar verschlechtert h

*esofan*
10

intellektuelle leichtgewichte wie zehetner können die zinstheorien gesells sicher nicht widerlegen! wie soll man auch etwas widerlegen was man nicht (genau) kennt! *lach*

*esofan*
01

ich krieg dauernd mails über konstruktive antworten auf mein posting hier. leider werden sie nicht veröffentlicht. stattdessen nur zehetners rotes stricherl :(

Universeller Kommunikator
00
Das muss man fairerweise zugeben ...


wie soll man auch etwas widerlegen was man nicht (genau) kennt! *lach*

Ich kann leider nicht genau sagen inwieweit Eduard Zehetner eine auf Grundlage dieser Theorien postulierte destruktive systemimmanente Mechanik in unseren Finanzsystem bekannt ist.

Er schreibt weiter unten, dass der Zinskapitalismus zu 100% rechtlich abgesichert ist, was ja stimmt. Darin liegt ja die "Tragödie unserer Zeit", wie man es zu nennen versucht ist.

Universeller Kommunikator
00
Muss man fairerweise zugeben ...


wie soll man auch etwas widerlegen was man nicht (genau) kennt! *lach*

quasi eine intellektuelle Unredlichkeit meinerseits *lach*

Universeller Kommunikator
00
Das muss man fairerweise natürlich auch sagen ...


wie soll man auch etwas widerlegen was man nicht (genau) kennt! *lach*

quasi eine intellektuelle Unredlichkeit meinerseits ...

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