Flüssige Arbeit

05. Februar 2010 16:53

Sie fließt Technologie-unterstützt in das gesamte Leben

Arbeit verliert zunehmend ihre feste Form und Struktur. Weil für die Verbliebenen nach "Downsizing" -Programmen Menge und Intensität ebenso zunehmen wie die allgemeine Unvorhersagbarkeit. "Arbeit wird flüssig" , sagt Vinzeno Perrone, Professor an der Mailänder Bocconi-Universität. Sie fließt Technologie-unterstützt in das gesamte Leben.

Das bringt einerseits persönliche Flexibilität und Ortsungebundenheit. Andererseits, warnt der Professor, unterschätzen wir den Preis, den wir zahlen: Permanenter Mischmasch aus Privat und Job, permanentes Tastendrücken auf allen neuesten Devices mache uns anfällig für eine Seuche - das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom. Keine Sache hat zu keinem Zeitpunkt mehr all unsere Energien. Wir laufen Gefahr, sagt Perrone, unser Gefühl für Zwischentöne zu verlieren. Für Zuhörenkönnen und für Geduld. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 6./7.2.2010)

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