37.000 Menschen in Österreich obdachlos

5. Februar 2010, 08:34
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    foto: newald

    Dieser Mann schläft in einer öffentlichen WC-Anlage. Er ist einer von 37.000, die als obdachlos gezählt wurden.

Es werde zu wenig für Betroffene getan, kritisieren Hilfsorganisationen - Sie fordern bundesweit geregelte Wohnungslosenhilfe

In Österreich werde für Menschen, die ihre Wohnung verloren haben, zu wenig getan, das kritisiert der Dachverband der Wohnungslosen-Hilfsorganisationen im Ö1-Morgenjournal.

Nicht jeder arme Mensch ist automatisch gefährdet, den eigenen Wohnraum zu verlieren. Armut ist aber eine Konstante, die neben anderen Faktoren zu Wohnungslosigkeit führt, sagt Heinz Schoibl von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfen (Bawo): "Armut, Arbeitslosigkeit, soziale Isolation oder psychische und Suchterkrankungen. Diese Menschen tragen ein ganzes Bündel mit sich herum."

Daten rar

Daten über wohnungslose Menschen sind rar. Die jüngsten Fakten hat die Bawo selbst, im Auftrag des Sozialministeriums, erhoben. Vollständig erfasst wurde damit die Situation im Jahr 2006: Mehr als 37.000 Menschen haben in diesen 12 Monaten Angebote der Hilfseinrichtungen in Anspruch genommen. Diese Zahl beinhaltet zum einen alle Personen, die im Laufe des Jahres 2006 von ambulanten und (teil-) stationären Einrichtungen betreut wurden (wie Beratungsstellen oder Tagesstellen). Zum anderen wurden auch alle Menschen, die Angebote der Delogierungsprävention annahmen (das heißt die Unterstützung für die Sicherung ihrer Wohnung benötigten) hinzugezählt. Ferner geht aus der Studie hervor, dass jede dritte ambulant beratene Person mindestens einmal in diesem Jahr eine Notschlafstelle in Anspruch nahm.

Dennoch sind die Daten mit Vorsicht zu genießen, da Mehrfachzählungen nicht berücksichtigt werden. Wechselte zum Beispiel eine Person im Laufe des Jahres von der ambulanten zur stationären Betreuung, so wurde sie bei der Erhebung doppelt gezählt. Verlässlichere Zahlen liefert die Stichtagerhebung der Bawo, die Ende 2007 durchgeführt wurde. Aus dieser geht hervor, dass zum Zeitpunkt der Erhebung fast 10 000 Menschen von der Wohnungslosenhilfe betreut wurden. Schoibl: "Es sollte endlich sichergestellt werden, dass systematisch gezählt wird wie viele Wohnungslose es gibt, was löst Wohnungslosigkeit aus und wie greift und wirkt die Hilfsstruktur."

Wohnungslosenhilfe ist Ländersache

Wohnungslosenhilfe ist Angelegenheit der Länder. Die Bawo fordert ein österreichweites Gesetz. Die Mindestsicherung, die die Sozialhilfe bundesweit vereinheitlicht, hilft Wohnungslosen zu wenig, sagt Heinz Schoibl: "Sie schafft keine Harmonisierung der rechtlichen und ökonomischen Grundlagen und damit bleibt dieses Instrument ein Rückschritt."

Mit einem Viertel, also 168 Euro, ist aus Sicht der Bawo der Wohnbeitrag der Mindestsicherung zu gering. Jedes Bundesland kann darüber hinaus Zuschüsse bezahlen, muss es aber nicht. Damit sei nicht garantiert, dass sich für die Betroffenen nichts verschlechtert, obwohl das im Beschluss so vorgesehen ist, kritisieren die Wohnungshilfseinrichtungen. (red, derStandard.at, 5. Feber 2010)

 

Kommentar posten
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I. O.
11
Nicht nur die Arbeitslosen gefährdet sind....

sondern auch die Niedrigverdienenden... unddie in die Prekäre -Beschäftigungen gedrängten. ZB. EPU-S (Ich -AG-s) Die ZB. im Falle eine Krankheit (Kundenwegfall) sind extrem gefährdet sind.

Überwachungskamera1
30
ein övp wähler sagt

der ist selber schuld, was geht mich das an....
ich hab ja auch meine großmutter 2x verkauft damit ich leben kann - ich bin övpler ich bin wer
der rest ist dreck

M. W.
21

Wer ist das da oben auf dem Bild ? Strache nach einer Disco-Tour ?

Herzerzog Johann
32
Es liegt nicht immer am Geld.

Nicht wenige fliegen auch sonst überall raus, egal ob sie Geld haben oder nicht. Irgendwann gibt man dann frustriert die dauernden Versuche auf, die Leute wieder und wieder unterzubringen.

alexanderletten
 
11

Nicht wenige von wieviel?
Woher kommt eigentlich der Wohnraum, der für diejenigen da sein soll, die sich ihre, zB. durch AL oder Krankheit verlorene Jobs, Whg nicht mehr leisten können und mit billigen Wohngelegenheiten Vorlieb nehmen müssen?
Ist denn eine Whg nicht das Mindestmaß, um zumindest halbwegs gesellschaftsfähig zu bleiben?
Was Sie beschreiben ist doch nur das Produkt aus chronischer Mittellosigkeit.

Joseph III. - Von eigenen Gnaden etc. etc.
 
124
Wär mal was für echte Gender-Lösungen ...

... man darf annehmen, dass von den 37.000 Obdachlosen die meisten männlich sind!

Ist auch klar. Eine Frau spreitzt 2 - 3 mal die Beine und mit den div. Sozialleistungen für die Kinderschar kann sie dann schon ein halbwegs gesichertes Leben führen.

Kompetenz, Können, Wissen ist dafür nicht notwendig ... ein einfacher "Aufklapp-Reflex" reicht vollkommen.

Die Männer haben es da schon schwieriger. - Da nützen auch Ausbildung, Wissen und Erfahrung oft nix.

Ein Lösungsansatz wäre, nicht die biologische sondern die soziale "Mutter" für die Erziehung der Kinder heranzuziehen.

Dann hätte zumindest ein Teil dieser Männer die Möglichkeit auch ihr Leben abzusichern. - Allerdings wären dann mehr Frauen obdachlos.

Schwierige Situation ...

philippe glatz1
00
Unnötig

weil man nicht 2 rote Beurteilungen abgeben kann.

Wichtel
00
Danke für die Lacher - der Aufklappreflex bei einer vresoffenen 50 jährigem macht mir gedanken.

Kinder obendrein. Ich finde, es wird viel zu wenig bedacht, wie leicht man seine Wohnung im Zuge einer Scheidung verliert.

Hier gibt es keine Gleichberechtigung, denn jeder nimmt an, die Schutzbedürftigkeit der schwachen Frau ist höher.

Wie oft das geplant ist, können nur die ausgenommenen Männer beurteilen.

left
11

Was sind denn Sie für ein frustrierter Komplexler? Nur weil Sie offenbar als Kind zu heiß gebadet wurden, brauchen Sie sich nicht so wichtig nehmen. "Kompetenz, Können, Wissen" ist bei Ihnen leider nicht vorhanden. Aber das wissen Sie sicher - So blöd können nicht mal Sie sein... (hoffentlich)

Schrumpfschlauch
10
Hab' keinen Fehler gefunden

rhaino
00

Troll galore!

Joseph III. - Von eigenen Gnaden etc. etc.
 
41
Ups ...

... also ehrlich gesagt, ich hätt´s zensuriert! ;-)

P.S.: Aber eigentlich ganz gut, dass es nicht zensuriert wurde. Denn meine Formulierung war zwar deftig gewählt, aber ein Quentchen Wahrheit steckt schon drinnen ...

P.S.S.: Entschuldige mich bei allen Frauen für den "Spreitz-Reflex" und "Aufklapp-Mechanismus", insbesondere bei denen, die eine schmerzhafte Geburt erleben mussten.

Wünsche allen Frauen einen lustvollen Zeugungsvorgang, problemlose Schwangerschaften, gesunde, glückliche Babies und Männer die im entscheidenden Moment nicht "zusammenklappen" ;-)

Gesetzgeber
02
Tut uns leid, für arme Menschen haben wir kein Geld

Wir müssen unsere "Leistungsträger" mit Dienstauto, Dienstjet und Dienstwohnung durchfüttern damit sie weiterhin das Bankengeld, sprich Steuergeld verzocken können.

Sonst wird denen nämlich beim Chefspielen den halben Tag, den sie im Büro zubringen, wenn sie denn mal da sind, langweilig und das wäre schlecht für den "Wirtschaftsstandort".

che_guevara
07
Ein warmes Zimmer sollte jedem zur Verfügung stehen, auch wenn er mittellos ist!

Baron Homo urbanus
 
00
In Vancouver wurde dies getan, leider nur fuer die Dauer der Spiele, in diesem angeblich 4. Land der Allerbesten Lebensbedingungen.

Wohl nur damit die Besucher der Olympischen Spiele dort nicht ueber diese Leute stolpern?

Und dies dann Zuhause berichten koennten?

left
84

Die Obdachlosen sollten mal bei Frau Zogaj nachfragen, wie man es schafft kostenlos in einem Schloss zu wohnen.

re123
01

Hey, gebt ihnen ein beheiztes Zimmer.

purzl
 
011

zwei tage zensur zu diesem thema:danke für die freie meinungsäusserung im "sogenannten" unaghängigen standard:darf man den usern die wahrheit in unserem schcheißsystem nicht zur kenntnis bringen?.

eze eze
 
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Wow, mein Drahdiwaberl-Posting schaffte damals nur ca. 1 Tag Verzögerung.

myschkin
05

die User sollen nicht zusammenfinden.
Denke hier aber eher, dass sie wieder einmal ein technisches Problem haben. Es funktioniert fast gar nichts. Dabei laufen so viele gute IT Kräfte herum und warten auf eine gute Anstellung.

purzl
 
01

Hm,dieses vergnügen am öffentlichen Rettich zu schlafen hatte ich schon mit 9.Jahren,warum: die Flucht vor der Willkür von Nazi Erziehern im Erziehungsheim,in das ich nach meiner nicht erwünschten Geburt[Vergewaltigung]eingewiesen wurde.[ KÜST, Jänner 1945] Ich kenne also die Situation so zu leben aus eigener Erfahrung.

Erwin Wolfram
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offensichtlicher Staatsterror

Wie gesagt finde ich, dass die Menschen die das Gesetz exekutieren, geschrieben haben und einhalten in das Gefaengnis sollen. Im uebrigen ist es bedeutungslos wie die Richtsaetze sind, denn die Zahlungen werden nicht geleistet, da der Papierkrieg dazu dient die Statistiken zu manipulieren. Ich extrapoliere das aus der Tatsache, dass schon normale Beihilfen absurde Zettelorgien und gesetzwidrige Bestimmungen enthalten. Da dies noch nie publiziert wurde und den Schranken nur Reiche ueberwinden koennten gehen sich ca. 5 Jahre pro Person locker aus. Angemerkt sei noch, dass diese offensichtliche Korruption, wenn man Jus studiert hat kriegt man immer den Maximalsatz, dazu fuehrt, dass Staatsbuerger sich ebenso verhalten.

Baron Homo urbanus
 
00
Leider ist es ueberall so...

Chris Quast
01

willst was saufen beim wirten, must zahlen.

willst a geld für arbeit, musst, genau arbeiten.

und wenn du geld geschenkt bekommen willst von staat, dass andere durch steuerleistung erwirtschaften, musst halt ein paar zetteln ausfüllen.

gott lob hat die maria theresia schon für schulpflicht gesorgt, so können auch die meisten leute lesen und sollten potentiell in der lage sein so zetteln auszufüllen.
sonst wäre das ja wirklich eine frotzelei. oder wenn man sie in farsi ausstellen würde dieses beihilfsformulare, ja das wäre dann wahrer staatsterror, oder besser staatsverarsche.

Baron Homo urbanus
 
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Klar haben kranke Leute da oft Schwierigkeiten, die werden oft auch nicht mehr von ihrer Familie unterstuetzt, ohne Goeld halt ka Musi mehr...

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