Drogenkonsumraum

Grazer ÖVP will kein Pilotprojekt

4. Februar 2010, 18:26
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    foto: vancouver coastal health

    Ein "Injection Room" in Vancouver wirkt für europäische Verhältnisse luxuriös.

Langzeitstudien beweisen Rückgang der Todesfälle durch Konsumräume in vier deutschen Städten

Graz - Die Grazer VP erteilt ihrem Koalitionspartner, den Grünen, eine deutliche Absage in Sachen Drogenkonsumationsraum. Nach einer Enquete mit internationalen Experten, welche der Gemeinderatsklub der Grünen Anfang der Woche in Graz veranstaltete - der Standard berichtete - sieht VP-Gesundheitssprecherin Verena Ennemoser "keine neuen Fakten, die nicht schon vorher da waren".

Dass die Schaffung einer sogenannten drogentherapeutischen Anlaufstelle mit Konsumationsraum von der Grünen-Vizebürgermeisterin, Lisa Rücker, vor zwei Jahren in den Koalitionsvertrag verhandelt wurde, beeindruckt die VP wenig. "Wir machen sicher kein Pilotprojekt in Graz", betont Ennemoser, "so lange nicht für ganz Österreich die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen wurden."

Auch in Deutschland musste man 2000 das Betäubungsmittel-Gesetz novellieren, damit der Betrieb dortiger "Kontakt- und Anlaufstellen" legal wurde. Das Argument, Drogenkonsumenten aus dem öffentlichen Raum, etwa aus Parks, wegzubekommen, zählt für die VP nicht: "Wir haben Drogentote ja fast nur im privaten Bereich", meint Ennemoser, "der Druck von kollabierenden Menschen auf der Straße besteht ja bei uns nicht."

Die Zahl von Drogentoten ist laut eines Berichts des "European Monitoring Center for Drugs and Drug Addiction" in den Städten Hamburg, Hannover, Saarbrücken und Frankfurt durch Konsumräume von 1990 bis 2001 signifikant zurückgegangen.

Viele Todesfälle verhindert 

Die dabei angewandten Zeitreihen-Analysen, so Peter Gasser-Steiner, Soziologe und Therapeut der Drogenberatung Steiermark, seien "sehr aufwändig und seriös". Gasser-Steiner untersuchte auch Zahlen aus Vancouver und Sydney: "In Sydney hat man sich angeschaut, welche der Überdosierungen tödlich ausgegangen wären, wenn die Leute allein zu Hause gewesen wären." Da habe man viele Todesfälle verhindern können. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD - Printausgabe, 5. Februar 2010)

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Posting 1 bis 25 von 36
1 2
Dein schönster Traum
00
Schwarze eben...

...Menschlichkeit und Hirn darf man von Konservativen eben nicht erwarten.

Pfui Teufel.

KL
00
28.6.2010, 23:21

Und das mindestens zweite mal das die OEVP etwas ignoriert das vorher ausverhandelt wurde. Ersteres war die Mindestsicherung.

Was wird da von "Handschlagqualitaet" gesprochen wenn nochnichteinmal schriftliches spaeter zur Kenntnis genommen wird?

wurzen sepp
 
02
bitte, liebe bürgermeister

stadt- und gemeinderäte in ganz österreich, laßt euch sagen:

alles, was die övp je will, sind:

parkplätze.

Killa vomBilla
00
15.2.2010, 09:41
un

Und Straßen für ihre Autobusse!!

g'stieß
02
warum überhaupt noch irgendwer, der sich als moralischer mensch einschätzt, mit der övp sympathisieren kann, ist mir ein rätsel.

aber vielleicht lässt es sich mit traditionsgebundener denkfaulheit erklären.

Shadowhunter
03
Ist ja wieder typisch ÖVP...

..., dass ein Koalitionsvertrag für die ÖVP nur dann gilt, wenn es in ihrem Interesse ist. Auf Bundesebene pocht man auf den Koaltionsvertrag mit Punkt und Komma, im Land ist er plötzlich nichts wert.

Freund der Sanktionen
03
Die warten lieber, bis die Leichen im Stadtpark herumliegen.


Ich frag' mich jetzt nur, ist das der christliche oder der soziale Aspekt bei dieser christlich-sozialen Partei?

Ernst von Lutenbach
121
Graz ist doch keine deutsche Großstadt!

Die bestehenden Eonrichtungen sind mehr als ausreichend. Mit öffentlichem Geld im Weltkulturerbe Graz eine Giftlerbude errichten zu wollen kann auch nur den Grünen einfallen.

g'stieß
04
münster ist auch keine deutsche großstadt.

das ist eine universitäts- und verwaltungsstadt mit rund 250.000 einwohnern - aber halt, kommt mir da was bekannt vor?

wolfgang flieher
 
00

jede stadt mit mehr als 100 000 einwohnern erhält die bezeichnung großstadt...
;)
der sinn des postings kam an...sry für die idipferlreiterei

gruß flieher

weitwegweiser
01
Nein, Graz ist eine teutschtümmelnte Grossstadt!

LG, Winter!

suboptimal
 
012
In Frankfurt ist das der Polizei eingefallen,

die Frankfurter Drogenfahndung hat OSSIP begründet.

Ein Drogenkonsumationsraum war zentraler Mittelpunkt im Konzept. Damit hat die Polizei nicht nur die offene Drogenszene zerschlagen, sondern gleichzeitig die Kontrolle zurückerobert. OSSIP = "Offensive Sozialarbeit, Sicherheit, Intervention und Prävention". Hinter der Abkürzung "Ossip" verbirgt sich das Konzept, die Drogenszene mit einer Mischung aus Repression und Prävention aufzulösen. Der Heroinhandel auf der Straße habe als Folge dieser Kontrollen deutlich abgenommen, heißt es im Polizeipräsidium.

Nix verstanden, wa?

moejoe187
01
Da regiert wohl die Dummheit in Graz....

Wie kann man einfach die Realität ausblenden? Warten bis die rechtliche Situation passt? Hat sich da Jörg mit seine Ortstaferln an die rechtliche Situation gehalten? Ist ihm was passiert(außer dem im Suff, selbst verschuldeten Unfall)?

Fivel
04

Dass die Schaffung einer sogenannten drogentherapeutischen Anlaufstelle mit Konsumationsraum von der Grünen-Vizebürgermeisterin, Lisa Rücker, vor zwei Jahren in den Koalitionsvertrag verhandelt wurde, beeindruckt die VP wenig.

Wie hat W Schüssel so schön gesagt: "Pacta sunt servanda" - aber wohl nur wenns um VP Interessen geht...

herr_rechtsausleger
00
"Pacta sunt servanda"

du glaubst aber nicht, dass der nagl das versteht oder?

sturmy
00
auch bei den Rußigen (ÖVP) gibts Fixer...

Satthaber
03
is halt so

konservative partei:

prostitution, drogenproblem werden verschwiegen....

stellt euch einen erz-konservativen einfamilienhaushalt.
probleme in diesem mikrokosmos lassen leicht auf övp-gesellschaftsvorstellungen und äusserungen dieser partei ableiten

verschweigen, leugnen, nicht angreifen, sittenbild wahren...

reform? veränderung? niemals, vielen dank an die rückständigkeit der tradition

herr_rechtsausleger
00

danke, genau meine rede!

Zurück in die Zukunft
112
Kein Wunder,

dass die braunschwarze Suppe nicht einmal über ihren Krügerlrand hinauszuschauen vermag (Alkohol, so durften wir lernen, schränkt das Sichtfeld ein!) denn die haben ja jede Menge Konsumräume für "ihre" Krankheit.

Gratuliere ÖVP: Menschenverachtung als Programm!

Bin im Gegenzug übrigens dafür, dass alle Alkis sich nur mehr zuhause vollkübeln dürfen, dann fahren sie weder andere Verkehrsteilnehmer tot, noch noch verkotzen sie den öffentlichen Raum - man wird mir schlecht, wenn ich so was lesen muß.

sotho talker
 
02
was denn nun?

harte fakten sagen also "es gibt kein großes drogenproblem mit harten drogen" in Ö, und wenn dann ist es örtlich begrenzt auf bestimmte gegenden.

das mag schon stimmen. österreich ist so eine art insel der seeligen. die leute kiffen ein bissl, schwemmen sich mit alk um, saufen 10 kaffee und energiedrinks, rauchen wie die schlote, aber die anzahl derjenigen die hartes zeug nehmen ist in absolutzahlen noch immer sehr klein. (bei kleinen absolutzahlen sind halt auch ein paar leute ein großes "wachstum")

aber dann auch bitte liebe F und V: nicht wieder wenn irgendwas passiert ist es als "das größte problem aller zeiten hinstellen" und von zero toleranz plappern.

die chance was zu ändern hattet ihr.

Henry Flower
01
"Wir machen sicher kein Pilotprojekt in Graz", betont Ennemoser, "so lange nicht für ganz Österreich die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen wurden."

das würde ich als bejaher des projekts aber auch so sehen, dass vorher die rechtslage eindeutig geklärt wird.

weil wenn das aufgrund fehlender rechtsgrundlagen schiefgeht, ist es toter als tot, dann kommt es nie wieder.

g'stieß
00
richtig -

dann könnte man als verantwortliche/r politiker/in aber auch konstruktiv äußern und zb sagen: das problem ist da, es gibt erprobte modelle und jetzt lobbyieren wir die bundespolitik, damit wir ein pilotprojekt in graz starten dürfen.

leugnen und abwehren hilft niemandem.

AltFreak
119

Ich hab mal mit einem von diesen VPlern diskutiert (gut, das war ein ganz Eingeschworener, als Gymnasiast schon beim CV usw...).
Der gab von sich, daß jeder Drogentote im Sinne einer gesunden Selektion eh nichts schlimmes und ganz eindeutig selber schuld wäre. (Das Wort "Volkskörper" benutzte er, glaube ich, dann doch nicht).
Würde mich nicht wundern, wenn diese Einstellung bei den "Christlich-Sozialen" weit verbreitet ist...
Daß praktisch jeder Drogentod auf die Prohibitionspolitik zurückzuführen ist, soweit will man in diesen Kreisen gar nicht denken. Die Welt ist schöner in schwarzweiß.

Galgenvogel
01

widerwärtig

cwebb1977
20

"Als Gymnasiast schon beim CV": das geht irgendwie nicht. Haben sie sich den Rest auch zusammengedichtet?

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