Obama kritisiert Verfolgung von Homosexuellen

04. Februar 2010, 16:50

Präsident bezeichnet geplantes Gesetz als "abscheulich"

Washington - US-Präsident Barack Obama hat den ostafrikanischen Staat Uganda öffentlich für die Diskriminierung von Homosexuellen angeprangert. Bei einem Auftritt vor christlichen Gruppen am Donnerstag in Washington bezeichnete Obama einen ugandischen Gesetzentwurf, der schwere Strafen für Homosexuelle vorsieht, als "abscheulich" und "extrem". Es sei "nicht zumutbar, dass Schwule und Lesben verfolgt werden für das, was sie sind", sagte Obama.

Es war das erste Mal, dass sich Obama persönlich zu dem umstrittenen Gesetzentwurf in Uganda äußert. Das US-Außenministerium hatte das Land bereits zur Aufgabe des Entwurfs aufgefordert. Das ugandische Gesetzesvorhaben, der in Kürze dem Parlament vorgelegt werden soll, sieht langjährige Haftstrafen für homosexuelle Handlungen und die Todesstrafe für HIV-infizierte aktive Homosexuelle vor. Protest dagegen kam bereits von der UNO und der EU. (APA)

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captain future
08.02.2010 12:23

Paradoxerweise waren es ja amerikanische Missionare, die die ugandischen Politiker soweit gebracht haben.

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