Umsatz im vierten Quartal plus 17 Prozent
London - Eine starke Nachfrage nach Grippe-Impfstoffen und gute Geschäfte in den Schwellenländern haben dem britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) zum Jahresende einen kräftigen Gewinn in die Kasse gespült. Das Vorsteuerplus im vierten Quartal belief sich auf 2,48 Mrd. Pfund (2,84 Mrd. Euro) nach 1,92 Mrd. Pfund im Vorjahreszeitraum, teilte der europäische Branchenprimus am Donnerstag mit.
Die Geschäfte mit Schweinegrippe-Impfstoff sowie mit dem Influenza-Mittel Relenza liefen besonders rund. GSK ist Lieferant für den Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix in Deutschland.
Aktie legt zu
Die hinter dem US-Konzern Pfizer weltweite Nummer zwei meldete vor Restrukturierungskosten einen Quartalsgewinn von 35,4 Pence je Aktie, ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 32,7 Pence Gewinn je Aktie gerechnet. Der Konzern setzte im Zeitraum Oktober bis Dezember 8,09 Mrd. Pfund um - das sind 17 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Auch hier schnitt Glaxo besser ab als erwartet. An der Londoner Börse legte die GSK-Aktie gut ein Prozent zu.
Der Konzern sei 2009 zu einem Umsatzwachstum zurückgekehrt, erklärte Konzernchef Andrew Witty. "Und ich bin zuversichtlich, was unsere Aussichten 2010 betrifft." Bei der operativen Gewinnmarge werde der Konzern dieses Jahr insgesamt ähnlich abschneiden wie 2009.
Glaxo kündigte zudem weitere Sparmaßnahmen an. Bis 2012 sollen zusätzlich 500 Mio. Pfund eingespart werden. Außerdem will sich GSK aus verschiedenen Forschungsbereichen zurückziehen. Die großen Hersteller leiden zunehmend an der harten Konkurrenz durch billigere Nachahmerprodukte und müssen daher Kosten sparen.
GlaxoSmithKline wird, wie diese Woche vermeldet, in Österreich bei Apeiron Biologics, einem Unternehmen des Wiener Biotechnologieforschers Josef Penninger einsteigen. (APA/Reuters)