Forschungsgelder für die Komplementärmedizin

4. Februar 2010, 13:42
59 Postings

16 Forschungszentren beschäftigen sich die nächsten drei Jahre mit Fragen komplementärmedizinscher Behandlungsmethoden

Mehr als 100 Millionen Europäer nutzen regelmäßig komplementärmedizinische Präventiv- oder Behandlungsmethoden. Dieser breiten Nutzung von CAM (Complementary and Alternative Medicine) steht ein eklatanter Mangel an wissenschaftlich gesichertem Wissen gegenüber. Verglichen mit der konventionellen Medizin gehen praktisch keine öffentlichen Gelder in die Erforschung der ganzheitlichen Medizin.

Erstes finanziertes Forschungsprojekt 

Die EU finanziert nun das erste Forschungsprojekt zur Komplementärmedizin mit 1,5 Millionen Euro. 16 Zentren für komplementärmedizinische Forschung aus zwölf europäischen Ländern werden in den nächsten drei Jahren die grundlegenden Fragen des Gebietes der Komplementärmedizin im europäischen Kontext aufzeigen.

„Unser Ziel ist es, ein stabiles und nachhaltiges Netzwerk der Forschungseinrichtungen in Europa zu bilden, das sich mit allen relevanten Fragen befassen wird: von den rechtlichen Rahmenbedingungen für CAM über die ganz unterschiedlichen Rollen, die CAM in den Gesundheitssystemen der Mitgliedsländer der EU einnimmt bis zu methodologischen Fragen, die sich bei der wissenschaftlichen Erforschung komplexer Fragestellungen ergeben", sagt Bettina Reiter von der Akademie für Ganzheitsmedizin. (red)

Share if you care.