Teenager wollen nicht mehr bloggen

04. Februar 2010 11:28

Knappe mobile Kommunikationsformen bevorzugt

Jugendliche haben keine große Lust mehr zu bloggen. Langsam verlieren Teenager offenbar das Interesse am Verfassen regelmäßiger, längerer Onlinebeiträge und wechseln immer mehr zu kurzen, knappen Kommunikationsformen im mobilen Web. Das geht aus einer aktuellen US-Studie des Pew Research Center hervor, wonach die Zahl der Zwölf- bis 17-Jährigen, die bloggen, sich seit 2006 auf 14 Prozent halbiert hat.

Social Network statt Blog

Kurze Postings auf Social-Networking- oder Microblogging-Seiten , die zumeist mobil verfasst werden, seien der aktuellen Trend, so die Studie. Die Blogging-Lust hat hingegen seit der letzten Erhebung 2006 kontinuierlich nachgelassen. Statt ausführlichen Beiträgen beschränken sich Teenies heute oft auf eine Statusmeldung. Auch in der heimischen Bloggingszene beschäftigt man sich seit längerem mit den Auswirkungen von Twitter auf das Blogging-Verhalten. Dabei zeigt sich ein Zwiespalt. Denn einerseits können Twitter und Co dabei helfen, mehr Leser für den eigenen Blog anzulocken, gleichzeitig bestätigen die Blogger aber auch, dass die Zahl der Beiträge etwas zurückgegangen ist. Vor allem kürzere Posts verschwinden und finden ein neues Zuhause bei Social-Media-Plattformen.

Hoffnung für Blogging

Ganz dramatisch ist es um die Blogs jedoch nicht bestellt. Immerhin zeigt die Studie auch, dass es in der Altersgruppe ab 30 Jahren leichte Zuwächse von sieben (2006) auf elf Prozent (2009) gegeben hat. Die mobile Internetnutzung hat sowohl bei ganz jungen als auch etwas älteren Usern kräftig zugenommen - plus 55 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen und plus 27 Prozent bei den Zwölf- bis 17-Jährigen. "Twitter löst das Bloggen keinesfalls ab, weltweit ist weiterhin ein Wachstum zu sehen. Was sich jedoch zeigt, ist, dass viele Nutzer seltener Beiträge schreiben", meint auch Branchenkenner Klaus Eck, Inhaber von Eck Kommunikation.

Kein großer Hit

Qualität werde sich in Zukunft noch stärker durchsetzen. Mancher Blogger habe in einer ersten Euphorie wohl auch den Zeitaufwand, den das Betreuen eines Weblogs mit sich bringt, schlichtweg unterschätzt, glaubt Eck. Obwohl Teenager immer mehr auf Social Networks und Microblogs ausweichen, ist Twitter selbst kein großer Hit in dieser jungen Zielgruppe. Wie schon andere Erhebungen zeigten, bestätigte sich auch bei der Pew-Research-Studie, dass nahezu alle anderen sozialen Onlineplattformen und -applikationen stark genutzt werden, Twitter aber eine weniger beliebte Ausnahme bildet.(pte)

Mulla Nasrudin
06.02.2010 23:48

Ts, ts, ts... die heitige Jugend. Des hätt's zu unserer Zeit net gebm. Jetzt wolln de netamol mehr bloggn!

Mathias
 
05.02.2010 10:50
Bloggen

.. war doch nur einer von vielen kurzfristigen Trends..

Kennt jemand noch Wap bzw. Wap-Handies? :-)

Die Volksfront von Judäa
08.02.2010 16:19

das war doch damals nur was für wappler

;p

General Ignorance
05.02.2010 01:00
microblogging!

lang lebe soup.io!

Vorratsdatenspeicherung = Verfassungswidrig!
04.02.2010 12:04
blogging war schon immer ein sinnloses unterfangen

zu viele spammer (in den kommentaren).
zu ineffiziente software.
zu aufwändig.
zu limitiert.

imho ist das bloggen ein zwischenschritt von nichts und website.
beim bloggen lernt man teilweise html und designen.
dann wirds einem zu limitierend und man hört auf oder baut sich seine eigene website.

soziale netze sind ja auch im prinzip nur microblogs.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.