Amazon arbeitet an "Super-Kindle"

04. Februar 2010 11:18
  • Artikelbild
    Foto: archiv

    Farb- und Touch-Kindle bald denkbar.

Online-Retailer übernimmt Multi-Touch-Spezialisten Touchco - iPad und Co. setzen Unternehmen zunehmend unter Druck

Dem E-Reader Kindle von Amazon wird offenbar bald ein Neuanstrich verpasst. So hat sich der Online-Einzelhändler das New Yorker Start-up Touchco einverleibt, das auf Touchscreens spezialisiert ist. Mithilfe der Technologien und Mitarbeiter des Unternehmens soll der Kindle als unmittelbare Antwort auf das Apple iPad weiterentwickelt werden, berichten US-Medien unter Berufung auf informierte Kreise. Damit würde Amazon nicht nur bei der Preisgestaltung seines E-Readers auf die jüngste Apple-Neuheit reagieren, wie in den vergangenen Tagen der Fall.

Technologievorsprung

Der Angriff könnte auch auf technologischer Ebene erfolgen. Durch die Touchco-Technologie hat sich Amazon gegenüber der Konkurrenz offenbar einen Preisvorteil in Form niedrigerer Herstellungskosten gesichert. Den Angaben zufolge werden die druckempfindlichen und komplett transparenten Touchscreen-Folien zu vergleichsweise günstigeren Kosten erzeugt als jene, die etwa in Apple-Produkten wie dem iPad oder dem iPhone verarbeitet sind. Neben einer neuen Generation des E-Readers könnte Amazon zudem bald mit einer Reihe weiterer Touch-Produkte aufwarten.

Trend zu Tablet

Touchcos Technologie unterstützt Farb-LCDs und Multitouch, womit bald ein Kindle mit Farb-Touchscreen denkbar wäre. Gleichzeitig könnte das Gerät mit weiteren Funktionen und Applikationen ausgestattet werden. Das Amazon-Produkt wäre wieder "up to date", meinen Branchenkenner. Weitere Entwicklungen könnten zudem den jüngsten Trend zu Tablet-PCs nutzen.

Keine näheren Details

Wie viel sich Amazon die Touchco-Übernahme kosten ließ ist vorerst nicht bekannt. Das Unternehmen beschäftigte vor der Akquisition weniger als ein Dutzend Mitarbeiter und hatte seine Technologie noch nicht in ein marktfähiges Produkt verwandelt. Die Beschäftigten sollen nun in die Kindle-Hardware-Abteilung bei Amazon, Lab126, eingegliedert werden. Touchco startete als Projekt-Spin-Off des Media Research Lab an der New York University als eigenständiger Betrieb. Auf der Firmen-Website wird der Besucher lediglich darüber informiert, dass das Unternehmen seit Januar 2010 nicht länger im Geschäft ist.(pte)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
1 2
Überwachungskamera1
07.02.2010 11:35
ist es bei dem ding

sinnvoll den finger anzufeuchten - beim blättern ?

hagane
08.02.2010 00:54

wenns dir schmeckt, klar!

Überwachungskamera1
07.02.2010 11:34
wenn ich mit diesem ding

das buch zuende gelesen habe - wo schmeiß ich das hin ??? papierkontainer oder doch lieber restmüll.

rapidfans.at
05.02.2010 14:54
kinde ist schirch und kann (was mal liest) nix, ausser ebooks.

denke mal, das war eine randerscheinung. bräuchte sicher noch 2 jahre um sich zu etablieren. bis dahin wird der kasten aber von anderen 'ahnlichen' produkten mit besserer funktionalität und design überrollt.

Tony S
09.02.2010 12:35
Auf Dauer sind 3 Dinge für einen ebook reader wichtig:

1.Akkulaufzeit
2.Akkulaufzeit
3.Akkulaufzeit

hagane
08.02.2010 00:56

was solls denn noch können?
kann ein herkömmliches buch kochen?
ein ebookreader ist kein tablet.

-e!-
06.02.2010 15:03

Ich denke das ist erst der Beginn - Kindle ist weitaus besser zum lesen längerer Texte geeignet als herkömmliche LCD Bilschirme, wie es beim iPad zum Einsatz kommt.

In Farbe wäre das dann - neben Büchern - auch für Magazine oder auch Comics interessant...

Irgendwer im Irgendwo
06.02.2010 11:17

Es ist eben ein Nischenprodukt für Bücher. Für das wurde es gemacht, und das kann es gut.
Tablet-Alleskönner haben zwangsläufig den Nachteil eines für diesen Einsatzzweck nicht idealen Displays und eines höheren Stromverbrauches.
Zum Design:
Zum einen ist das Geschmacksache und zum anderen ist praktisch oft wichtiger als schön.

derunbestechliche
 
05.02.2010 12:59
Inwieweit setzt das iPad von Apple das Kindle von Amazon unter Druck?

Wäre es vielleicht möglich, diesen Apple-Guru-Marktgeschrei herauszufiltern und nur die Argumente sprechen zu lassen. Inwieweit setzt nun das iPad von Apple das Kindle von Amazon unter Druck? Ich gebe entity13 Recht, der weiter unten fragt: Ein noch nicht am Markt erhältliches Produkt setzt Unternehmen unter Druck?

NotDarkYet
05.02.2010 14:22
Natürlich kann ein noch nicht erhältliches Produkt andere schon erhältiche Produkte unter Druck setzten.

Wenn ich mir überlege ein Kindle zu kaufen und in allen Zeitungen vom iPad lese, dann werde ich mir überlegen ob ich das eine oder andere lieber hätte und - wenn mir das iPad lieber wäre - ob ich die Wartezeit dafür in Kauf nehme.

Das ist doch ganz normal und passiert bei jedem Produkt. Muss man das wirklich erklären?

derunbestechliche
 
05.02.2010 21:07

So wie du es geschrieben hast, natürlich nicht. Dass die Zeitungen vom iPad schreiben, ist das Eine, das Andere aber ist, das dieser Tablet-PC nicht im Entferntesten einem eBook nahe kommt. Nicht alles was Zeitungen in ihrem Nacheifern vom Apple-Hype-Guru-Wahn schreiben, muss auch richtig sein.

Anyuser
 
06.02.2010 00:19

Das iPad ist kein eBook, richtig. Für die Meisten ist das jedoch egal, da Videoschauen, flottes Surfen, bunte Bilder und Multitouch ebenso ihren Reiz haben. Batterielaufzeit und ein scharfes aber träges SW-Display lässen sich werblich eher schwer kommunizieren. Wer wirklich nur lesen will, der wird vermutlich eher zu einem eInk-Gerät greifen, aber der große Rest… Dazu ist anzumerken, dass es das ideale eBook noch nicht gibt!

derunbestechliche
 
06.02.2010 14:54

Nun, gerade ich aber denke, dass die meisten Leute lesen wollen und gerade deshalb zu einem eInk-Gerät greifen. Sorry, mir ist das Konzept eines Tablet-PCs (für die breite Masse) nicht ganz klar. Soll es jetzt ein Netbook ersetzen, das ja lt. Apple Chef nicht zukunftstauglich ist? Soll es ein eBook ersetzen? Soll es den Markt zw. Smartphone und dem Notebook erschließen?

LeganFuh
 
05.02.2010 10:44
eine frage

die ebook dinger sind ja nur schwarz-weiß, versprechen aber gleichzeitig eine PDF-unterstützung. was macht der dann mit einem färbigen PDF? sowas soll ja vorkommen.

NotDarkYet
05.02.2010 12:48

Was macht ein SW-Kopierer, wenn Sie ein Farbfoto kopieren?

slacker
05.02.2010 12:21
dann macht er

Runntime Error 423

Keyser
05.02.2010 08:05

Entweder ein Ebook-Reader oder ein Tablet, aber doch nicht beides. "Eier Milch gebende Wollmilchsau" Geräte bietet der Markt zur genüge. Gerade bei elektronischem Buch / Magazinersatz muss es doch nicht sein, zusätzlich auch gleich noch Videos ansehen zu können etc. Für mich wäre das eine nette Spielerei, genauso wie Handys, die mit tausend Funktionen aufwarten. Aber unnötig.

Amazon soll bei den Wurzeln bleiben, und einen konkurrenzfähigen Ebook Reader herausbringen, mit gutem Farbdisplay. Vor allem letzeres wird, wenn sich die Zeitschriften darauf erst einmal vermehrt einschießen, wichtig. Grau auf grau, mit laschen, farblosen Bildern, mag in einer Zeitung seinen Platz haben, aber die Digitale Zukunft sollte mehr bieten als das. :)

NotDarkYet
05.02.2010 12:51

Und wenn Sie dann eine Zeitung lesen, dann wollen Sie keine Videos sehen - so wie sie hier der Standard-Online (oder jeder andere Online-Auftritt einer Zeitung) auch zunehmend einstreut?

Und wenn dann die Zeitung einen weiterführenden Link veröffentlicht, dann wollen Sie den nicht gleich ansurfen können?

Keyser
06.02.2010 10:59

Um ehrlich zu sein, kann ich auf Videos gut verzichten, und auch auf weiterführende Weblinks, die ich direkt anklicken kann.

Wer ein rundum Sorglos Paket will, kann auch das App im Apple Store kaufen - und die Amazon Bücher oder Zeitschriften auf dem Smartphone lesen.

Der Ebook Reader muss diese ganzen Dinge nicht unbedingt können, die ein Notebook / Netbook / PC / Smartphone oder iPad kann. Auch wenn ein elektronisches Gerät, welches im Jahr 2010 erhältlich ist, antiquiert wirken mag - wenn es nicht tausend Spielereien mit im Gepäck trägt. Oder gar nur einem Zweck dient: Es zu ermöglichen zuhause, oder unterwegs, Bücher und Zeitschriften ohne mutlimediale Inhalte zu genießen, und ohne ständig mit dem Netz verbunden zu sein. ;)

geek!
 
05.02.2010 02:00

ipad unter druck? naja das wird sich eh keiner kaufen außer paar lifestyle verlierer ^^

Daruma-San
05.02.2010 23:21

Was genau verstehst Du unter "Lifestyle Verlierer"?

geek!
 
05.02.2010 23:26

na weißt schon.. leute die meinen, dass apple produkte so toll designed sind..

die zu cool für windows aber nicht cool genug für linux sind..

leute die meinen sie sind cool weil sie hardware verwenden die "ganz speziell" aber dann doch irgendwie monoton sind..

die sich über die windows klick-bunts aufregen dabei selbst ein OS verwenden, dass blinkt und glitzert wie eine bordelltür

lifestyle verlierer halt :)

Chris Lance
05.02.2010 08:21

das hat man beim iphone auch gesagt. tsja... weltweit ist jetzt apple drittgrößter hersteller von handys nach nokia und rim.
ich bin sicher kein fan vom ipad, da ich mir echt mehr erwartet habe, dennoch könnte es zu einem erfolg ähnlich des iphones werden

dajonny
04.02.2010 21:32

und das wars mit E-ink, für mich schon seit Jahren etwas unverständlich - lese seit ca. 7 Jahren auf dem Ipaq (etwas mit I was nicht Apple gehört) bzw. jetzt auf dem N800 meine Books und meinen Augen ist es ziemlich egal, gibt ja - relativ zeigleich zur Ipad Vorstellung hier beim Standard einen Artikel, dass Monitore, oder Fernseher Augen nicht schädigen - also was jetzt? Doch alles nur Fake?

-e!-
06.02.2010 15:06

Glückwunsch! Ich lese am iPhone oder am Monitor nicht so gerne Bücher -eInk wäre wohl eine Alternative...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.