China kritisiert Aufnahme von Uiguren aus Guantanamo

04. Februar 2010 10:40

Außenamtssprecher: Entscheidung wird Beziehungen zwischen Peking und Bern "sicherlich" schaden

Peking - China hat die geplante Aufnahme von zwei Uiguren mit chinesischer Staatsbürgerschaft aus dem umstrittenen US-Gefangenenlager Guantanamo in der Schweiz scharf kritisiert. Die Entscheidung werde den Beziehungen zwischen Peking und Bern "sicherlich" schaden, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Ma Zhaoxu, am Donnerstag. Die chinesische Regierung hatte gefordert, die beiden Muslime in ihre Heimat zu überstellen.

Die Schweizer Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf begründete die Aufnahme mit humanitären Erwägungen. Peking betrachtet die Uiguren als islamistische Aufständische, weshalb ihnen in China Folter drohen könnte. Die beiden Brüder hatten vier Jahre ohne Anklage in Guantanamo verbracht. Im Jänner nahm die Schweiz bereits einen aus Usbekistan stammenden Gefangenen auf.

Die US-Regierung unter Präsident Barack Obama hat Drittstaaten um die Aufnahme von Gefangenen aus Guantanamo gebeten, die nicht in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden können, weil ihnen dort keine fairen Prozesse garantiert werden können. Ursprünglich wollte Obama das Lager bereits im Jänner 2010 schließen, er konnte den Zeitplan aber nicht einhalten. (APA)

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12 Postings
binGeladen
05.02.2010 15:33
solange sie sich nicht in innere angelegenheiten einmischen, können doch die chinesen auch meckern, solange sie wollen.

Raptor Jesus
05.02.2010 09:22
Peking scheint ja mit jedem Land irgendwie diplomatische Unstimmigkeiten zu haben

Gäbe es nicht Wal-Mart, wären die armen, wählerischen Chinesen ganz isoliert und traurig wie Norkorea-Kim.

beowulf2
 
04.02.2010 14:31

Bravo - Die Schweiz ist hiermit in guter Gesellschaft mit der Taliban. Auch diese haben Terroristen Zuflucht gewährt. Dafür wurden sie auch von den USA bombardiert. Hat China jetzt auch das gleiche Recht?
Besonders brisant ist, dass es sich hier um Terroristen handelt welche sogar aus den gleichen Ausbildungslagern stammen.

Was kann man daraus schliessen? Das Ermorden von Weißen=Böse. Das Ermorden von Chinesen = Gut?

Fast könnte man in Versuchung zu geraten, dass Terrorismus gegenüber China im Westen schon als Menschenrecht gilt.

Diese unglaubliche Verlogenheit und Doppelmoral ist wirklich zum Lachen.

diamant
 
04.02.2010 18:34
Wo ist der Beweis das diese Uiguren gegen China

gekaempft haben?

Sie fantasieren, mehr nicht......

beowulf2
 
04.02.2010 22:18

Sie haben (noch) nicht gekämpft. Sie waren in einem Ausbildungslager wo sie darauf vorbereitet wurden. Und das geben sie sogar selber offen zu.

Hier (natürlich geschönt) aus der Neuen Züricher Zeitung: Der jüngere Bruder, der in einem uigurischen Trainingscamp in den afghanischen Bergen lebte, machte in den Verhören und Berufungsverfahren kein Hehl daraus, dass er den bewaffneten Kampf gegen die Hanchinesen in seiner Heimat befürwortete.

diamant
 
05.02.2010 12:26
Dann ist die Entscheidung der Schweiz eindeutig richtig!

Wir wissen ja, was jemandem blueht der in China gegen die 'Hanchinesen' ist......

beowulf2
 
05.02.2010 17:22

Ehrlich gesagt finde die Nichtauslieferung von Terroristen an China prinzipiell richtig. Genauso wie ich die Nichtauslieferung von Terroristen an die USA unterstütze. In beiden Ländern kann ihnen Folter u. Misshandlungen drohen. Alleine schon für Informationsbeschaffung. Das ist eine schwierige Situation für einen Staat, sowohl rechtlich als auch moralisch.

Wo bei mir aber der Spass eindeutig aufhört ist, wenn Terroristen frei gesprochen werden, weil sie ja nicht die eigenen Landsleute umbringen wollten, sondern die eines anderen Staates und dann im nachhinein für die Propaganda gegen diesen Staat instrumentalisiert werden und als unschuldige Lämmer und vielleicht noch als
Menschenrechtsaktivisten präsentiert werden.

goldener_drache_spielt_mit_phoenix
06.02.2010 20:00
ich bin dafür

dass wir alle t e r r o r isten in europa aufnehmen, weil den armen ja in c hina und den u s a verfolgung, f0lter und t0desstrafe droht. weiters bin ich auch dafür, allen mördern aus china und den usa a s y l zu gewähren, weil die armen dort auch vom tod bedroht sind!

tarte tatin
04.02.2010 13:32
bravo schweiz!

hier ist der mut zu außenpolitisch unpopulären entscheidungen ausnahmsweise wirklich einmal gerechtfertigt!

die SVP, die sonst gegen jede einmischung von außen ist, hat als erste davor gewarnt, man könnte sich ja die chinesen zum feind machen.

österreich hat sich da ja, wie so oft wenn es darum geht verantwortung zu zeigen, sauber herausgehalten...

NONE
04.02.2010 11:43

Sanktionen her gegen China.

Punkt.

Das Argument des Ausverkaufs gegenüber Diktaturen ist so peinlich - man kann sich wirklich ALLE Institutionen sparen die sich um "Menschenrechte" kümmern sollen, da diese einen Doppelstandard verbreiten.

Wirtschaft > Menschenrechte

h 90
04.02.2010 11:15

Die Schweizer werden sich auch freuen, wenns noch mehr Moslems bekommen.
Das die Schweizer Regierung nichts aus dem Minarett Volksbegehren gelernt hat.
Die Schweizer wollen die Moslems einfach nicht.

masaru tak
07.02.2010 13:08

so einen wie sie will man nicht

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