Neuer Star in der Kommission

3. Februar 2010, 17:37

Bulgarin Kristalina Georgieva absolvierte die Anhörung fulminant

Mit der Anhörung der Bulgarin Kristalina Georgieva ging am Mittwoch das Anhörungsverfahren für die neue EU-Kommission im Europäischen Parlament zu Ende. Der Auftritt der Direktorin in der Weltbank war mit Spannung erwartet worden, nachdem die erste Kandidatin für den Posten einer Kommissarin für humanitäre Hilfe, Rumiana Jeleva, vom zuständigen Ausschuss zum Rückzug gezwungen worden war. Die Wahl der EU-Kommission hat sich dadurch um Wochen verzögert, soll nun nächste Woche in Straßburg stattfinden.

Dass es dabei keine Probleme mehr geben wird, daran besteht nach dem Auftritt Georgievas nicht der geringste Zweifel. Sie lieferte den EU-Abgeordneten einen fulminanten Auftritt, zeigte sich absolut kompetent in der Sache, sowohl was ihr Wissen über Entwicklungspolitik wie über Katastrophenhilfe und humanitäre Intervention betrifft. Als Hauptaufgabe nannte sie die Haiti-Hilfe. Durch die Bank spendeten ihr EU-Abgeordnete aus allen Lagern bereits während der Befragung oft und starken Applaus.

"Sie haben wirklich Stil und Klasse", sagte eine, sie sei "brillant, beispielhaft in inhaltlicher Kohärenz" ein anderer. Als Georgieva zum Schluss ihrer Mutter, "die immer an Europa geglaubt hat", an deren 89. Geburtstag via Fernsehen versprach, jetzt (neben perfektem Englisch und Russisch) auch Französisch zu lernen, zeigte sich am Applaus: Die EU-Kommission hat einen neuen Star. (Thomas Mayer aus Brüssel/DER STANDARD, Printausgabe, 4.2.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
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woidviadla
00
Lebenszeichen des EU-Parlaments!

Die harten, aber fairen Anhörungen, der Applaus für Kompetenz, aus den meisten Fraktionen, ein lebendiges entscheidungsfreudiges und progressives Diskussionsforum - so stellt man sich ein Parlament vor, nachdem man in der Schule gelernt hat, was das überhaupt ist.

Als ich nach wenigen Jahren draufgekommen bin, dass das in Ö bei weitem nicht so läuft, war ich schon frustriert.

Umso toller finde ich, dass unsere wichtigeren VolkvertreterInnen im europäischen Parlament das frischer, jünger, interessanter machen.

Nick Tameer
00
14.2.2010, 11:34

Vielleicht sollte man die konstitutionelle Monarchie mit königlicher Prärogative und Regierung, aber parlamentarischer Kontrolle wieder einführen. Der reine Parlamentarlismus, bei dem einfach die Parlamentsmehrheit die Regierung stellt, scheint jedenfalls das Parlament als eigenständigen politischen Faktor seltsamerweise weitgehend auszuschalten bzw. auf die weitgehend ohnmächtige Opposition zu reduzieren. De facto kontrolliert dann eher die Regierung das Parlament als umgekehrt.

Sukram's Panopticum
 
00
11.4.2010, 09:14

Die Kontrollinstanzen sind es, die einen Druck ausüben würden. Starke Bürgerrechte in der Partizipation sind ebenfalls ein Faktor, der dem Parlamentarismus auf die Finger klopfen würde.

Allerdings ist auch hier wieder die Partizipation erst einmal zu lehren und das geht nur, wenn es eine Identifikation mit der Demokratie gibt. Die ist eben nicht nur kognitiv, sondern auch emotional zu fördern. Erst wenn es den Bürgern ein Anliegen ist, die Demokratie zu leben, hat sie auch eine Chance ihre Ideale tatsächlich umsetzen zu können.

derpradler
01
Früher wurden Menschen

im Verkauf, nach ihrem Mundwerk bewertet!

Petra Ohr
13

Ein Dr.Gusenbauer wäre ein hervorragender EU- Außenminister gewesen ich verstehe nicht warum das nicht geklappt hat. SCHADE .

ceterum censeo faymanem esse d...
33
11.2.2010, 13:42
Es wird nicht wahrer, wenn Sie Ihren Blödsinn 100 mal wiederholen!


Gusenbauer taugt nur für zwei Aufgaben: Marionette und Sündenbock!

Ein EU-Aussenbeauftragter benötigt

- Rückgrat
- Durchsetzungsvermögen
- eine visionäre Einstellung
- und gutes Auftreten.

Gusi verfügt erwiesenermaßen nicht einmal ansatzweise auch nur über eine einzige dieser Eigenschaften.

Er ist nichts als ein unintelligenter Möchtegern, der sich nur im geschützen Umfeld bewegen kann.

Wir hatten diese Disskussion bereits. Geben Sie es auf!

steve low
00
28.3.2010, 18:30
Sie scheinen hingegen die "Erkentnisse" über Gusenbauer

aus der Kronenzeitung oder aus "heute" bezogen zu haben, auch der intellektuelle Anstrich, den sie sich mit dem Nick in Form des verballhornten Cato Zitates zu geben versuchen, kann nicht darüber hinwegtäuschen. Aber vielleicht reicht es für Belangsendungen in Ö-Reginal? Eine Bewerbung bei der ÖVP als "Kampfposter" ginge auch noch an, falls sie es nicht ohnehin schon sind.

ceterum censeo faymanem esse d...
00
29.3.2010, 20:47
Tja, dann wollen wir einmal ganz bescheiden anfragen...


... wo Sie denn die Belege dafür haben, dass Gusenbauer jemals

- Rückgrat gezeigt hat?
- Durchsetzungsvermögen bewies?
- eine visionäre Einstellung hatte?
- durch gutes Auftreten auffiel?

Sie haben keine? So was aber auch!
Ich habe jede Menge Belege, wo Gusi genau das Gegenteil der o. g. Charaktereingenschaften an den Tag legte.

Da Sie keine Argumente haben, sind offenbar nur ein kleiner SPÖ-Parteischurli, der statt nachzudenken die gängigen dämlichen Phrasen daherblökt. Einer der ein paar lateinische Wörter bereits mit Intellekt assoziiert und dabei nicht einmal weiß, was sie bedeuten und wofür sie stehen. Wie erbärmlich!

Das Pöbelblatt steht wahrlich Ihnen zu, nicht mir!

wrkskrfz
01
und in Österreich???

Wenn eine Kommissarin bei einem Hearing Kompetenz für ihr Ressort unter Beweis stellen muss - und das offensichtlich perfekt getan hat - frage ich mich, ob das nicht eine passende Vorgangsweise für Ministerbesetzungen in Ö sein könnte.
Es wäre wohl interessant, welche Minister mangels Ressortkompetenz da durchgefallen wären. Andererseits sieht man aber, dass zB ein Zivildiener ein ausgezeichneter Verteidigungsminister sein kann oder ein Dr. Haupt Frauenminister..... DAS gibt es wohl nur in Österreich. chchchch

kdalaryd
11

Herr Mayer, lassen'S doch bitte den "Star" auf der SHOWbühne.

Christoph ************
09

Na da sage noch einmal wer, dass es sich nicht ausgezahlt hat, dass die vorherige Kandidatin abgeschossen wurde. Plötzlich nahm der bulgarische Premier den Posten ernst und nominierte wirklich die bestmögliche Kandidatin.

Sukram's Panopticum
 
00
11.4.2010, 09:17

Hätte man beim Hahn auch machen sollen, das abschießen... *seufz*

Erika Rothen
14
Es tut so gut

ab und zu einmal etwas vorbehaltlos Positives über Politiker zu lesen.

Kommt derlei in Österreich doch so gut wie gar nicht mehr vor.

Alles Gute an Frau Georgieva.

The Man With the Plan
00

Ja, nur ist die Frau bislang keine Politikerin gewesen.

Graf Bobby
11

Ja, wir wissen schon

Europa=Quell allen Guten
Österreich=Hort Unfähiger

Henry Flower
02
Österreich ist nicht mehr Hort Unfähiger

als sonstwo.

Viel schlimmer: es ist ein Land, das seine besten Talente versteckt und zum (inneren oder äusseren) Emigrieren einlädt.

Dass wir zum Beipiel keine europapolitische Verwendung für Alfred Gusenbauer gefunden haben, ist beschämend.

Dass ein Franz Fischler nie Bundeskanzler werden konnte, und es angesichts diverser Umstände wahrscheinlich gar nicht wollte, ebenfalls.

Von den gebildetsten Leutes des Landes wählen viele Grün; aber es fällt gleichzeitig auf, dass sie sich kaum in Scharen anbieten, für Grün zu arbeiten - bei einer ziemlich dünnen und alternden Personaldecke.

Warum tun sich die besten Leute die Politik nicht an - DAS ist die brennende Frage. Offenbar aber nicht für sehr viele.

Kurt Falk
00
12.2.2010, 07:56
GUSI????

Gusenbauer taugt nur für zwei Aufgaben: Marionette und Sündenbock, nicht einmal als Sommelier bleibt er bei einer Meinung!!!

Ein EU-Aussenbeauftragter benötigt

- Rückgrat
- Durchsetzungsvermögen
- eine visionäre Einstellung
- und gutes Auftreten.

Gusi verfügt erwiesenermaßen nicht einmal ansatzweise auch nur über eine einzige dieser Eigenschaften.

Er ist nichts als ein unintelligenter Möchtegern, der sich nur im geschützen Umfeld bewegen kann.

Wir hatten diese Disskussion bereits. Geben Sie es auf!

ceterum censeo faymanem esse d...
00
14.2.2010, 11:17
Meine Worte



:)

Bescheidenheit ist meine Stärke.
00

Also immer, wenn ich in diversen Foren bei der Presse lese, was sich in Ö so herumtreibt, kann ich gut verstehen, warum sich niemand diesem Wind aussetzen möchte. Von Krone rede ich gar nicht, da schau ich auch nicht rein (kann aber auch nicht wirklich schlimmer sein).

linx
00
naj, von ...

... wegen quell.
aber das mitnm hort hat schon was :-)

Erika Rothen
22
Danke.

Auf den Punkt gebracht.

fischer heimo
63
ach ja

... und Obama hatte ungefaehr die selben Vorschusslorbeeren ... und was ist aus ihm geworden ...

asdf 1234
00
Er ist immer noch

Mr. Barak Obama, president of the untined staates:-)))


....sollten Sie das zwischenzeitlich vergessen haben;-)))

kaycee
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Falsches Forum erwischt?

Eine solche Meldung passte besser in das bekannte Kleinformat. Obama hat im 1. Jahr schon mehr geschafft als Bush in 8 Jahren. Ausserdem: Schon mal selber die Nr.1 gewesen in einer Organisation nennenswerter Größe und Bedeutung?

p c2
10
Obama hat im 1. Jahr schon mehr geschafft als Bush in 8 Jahren.

also eines hat er sicher geschafft.

er hat in einem jahr mehr geld (das er nicht hat) ausgegeben als bush in seinen letzten vier jahren zusammen.

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