Global 2000

Warnung vor "Superunkraut"

03. Februar 2010 14:28

Erneute Kritik von der Umweltorganisation Global 2000 über die Aussaat von gentechnisch veränderter Baumwolle und Soja

Wien - Global 2000 kritisierte erneut die Aussaat von gentechnisch veränderter Baumwolle und Soja durch den Gentech-Konzern Monsanto in den USA. "Es werden immer mehr und stärkere Pestizide eingesetzt, um die Gentechpflanzen gegen mittlerweile resistent gewordene Unkräuter zu schützen", sagte Umweltschützer Jens Karg.

Besonders schädlich sei das "Superunkraut" Amaranthus Palmeri, das gegen das Monsanto-Spritzmittel Roundup - das "Flaggschiff" der Produktpalette - resistent sei und sich schnell ausbreite. Es produziere mehr als doppelt so viele Samen wie andere Unkräuter und verursache erhebliche Ernteschäden.

Pestizideinsatz um 145.000 Tonnen gestiegen

"Noch vor wenigen Jahren konnte Amaranthus Palmeri mit nur einer Spritzung bekämpft werden. Heute müssen die Äcker sechs bis acht Giftduschen ausgesetzt werden", berichtete Karg.

Im Gegensatz zu den Versprechungen der Gentechindustrie sei seit dem Anbau von Gentech-Pflanzen in den USA der Pestizideinsatz um 145.000 Tonnen gestiegen. Es würden sogar die Uralt-Gifte Paraquat und 2,4 D wieder eingesetzt, ein Stoff, der im Vietnamkrieg als "Agent Orange" verwendet worden sei.

In einem Bericht des US-Wissenschaftsjournal "Proceedings of the National Academy of Science" (PNAS) habe ein Monsanto-Mitarbeiter die Resistenz des Unkrauts Amaranthus Palmeri beschrieben. Den Bauern hingegen würde "weiterhin das Märchen von den mit Gentechnik erzeugten Wunderpflanzen erzählt". Österreich müsse seinen Gentech-kritischen Kurs halten, forderten die Umweltschützer. (APA, red)

 

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jodaflo
 
12.02.2010 21:44
zum thema selbstmord indischer bauern

wurde ich hier auf studien der IFPRI verwiesen die feststellen, das der ertrag aufs doppelte angewachsen ist und der verbrauch von pestiziden um 40 % abgenommen hat

http://www.ifpri.org/publicati... ides-india

die furzen und der guardian druckts ab

http://www.guardian.co.uk/environme... rops-india

das war 2008...wie schauts heute aus

die IFPRI ein institut der CGIAR, seinerseits wiederum gegruendet von der weltbank, die ja die industrienationen vertritt, dh global players wie monsanto die ja durch vergabe von mikrokrediten, allerdings ausschliesslich um damit monsanto saatgut zu erwerben, nicht nur gutes tun

stimmt das so

http://www.greens.org/s-r/17/17-15.html

hier steht was anderes

Alexander Schubert
05.02.2010 09:05
The Heckler
05.02.2010 08:44
global2k furzt

und der standard druckt es ab

NaOida!
08.02.2010 20:53
lol

anscheinend haben Sie sich nicht über das thema informiert um die tragweite einzuschätzen.

schämen Sie sich!

The Heckler
09.02.2010 11:02

manchmal trügt der schein

aber wenn sie die panikmache brauchen um sich gut zu fühlen, viel spass damit. spenden sie und freuen sich auf die nächste global2k-presseaussendung, und hoffen sie darauf, dass der standard sie wieder mittels copy-paste übernimmt. ist ja viel einfacher als zu recherchieren und sich eine eigene meinung zu bilden. formulieren muss man dann ja auch noch. traurig, dass die zeitung so niedrige standards hat.

undisputed truth
06.02.2010 08:32

sie furzen und schon stehts da

alehopp
04.02.2010 13:11
Gentechnik -> mehr Pestizide nötig .. siehe Mais

Wenn die Wurzel der genetisch unbehandelten Maispflanze von den Larven eines bestimmten Käfers befallen wird, "holt sie Hilfe" durch ein freigesetztes Pheromon, das Fadenwürmer den Weg zu der Pflanze anzeigt. Diese Würmer befallen dann ihrerseits die Larven und töten sie.
Die meisten gentechnisch veränderten Maispflanzen haben diesen "Hilferuf" jedoch verlernt und können sich alleine und ohne Pestizide gegen diesen Schädling wehren...
Spitze, diese Dokumentationen auf arte ;)

yes2bertl
05.02.2010 10:54
Diese Doku's haben mich auch begeistert.

Der Mensch steht erst am Anfang die Zusammenhänge und das Zusammenwirken zu verstehen.
Ob er schneller verstehen und danach handeln wird, oder schneller die eigenen Grundlagen restlos zerstört?

Btw. Die symbiotische Lebensform die ich an der Doku am Meisten genossen habe, war jene der Ameisen mit der Akazie. Einfach schön:-)

just my two cent
04.02.2010 12:32
UNREAL 3000 warnt vor den Superkakerlaken

Achtung die neuen Rieseninsekten fressen ihre Spendengelder auf, also überweisen sie noch heute!

Trevor Goodchild
04.02.2010 12:18
Und wieder einmal...

...ist es ein grosser Konzern, der aus Gewinnsucht und Gewinnmaximierungssucht Probleme für die ganze Menschheit produziert, nur damit sich ein paar Leute masslos bereichern können.

Greyarea
 
04.02.2010 12:04
eine frage!

wenn "unkräuter" sozusagen sich genetisch einkreuzen, also resistent gegen die pestizide werden, kann man monsanto nicht irgendwie dazu zwingen, diese pflanzen, die ihnen ja gehören, da die gene patentrechtlich geschützt sind, aus meinem vorgarten zu entfernen?
da ihre pflanzen sozusagen besitzstörung betreiben?
da muss doch irgenwas in der art zu machen sein. man muss die argumente dieser Schweine gegen sie benutzen!

jodaflo
 
05.02.2010 12:15
david gegen goliath

er hats probiert

http://www.trueten.de/archives/... ingen.html

h 90
04.02.2010 16:32

Nein aber Monsanto kann Sie dazu verklagen, Schadenersatz fuer die illegale Verwendung ihrer Patente in Ihrem Vorgarten zu bezahlen.

Glod
04.02.2010 13:26
Wahrscheinlich, aber da die Unkräuter ihre Resistenzen nicht haben,

weil sie die manipulierten Gene anderer Pflanzenspezies übernehmen (Wie soll das auch gehen?), sondern weil der exzessive Einsatz von Pestiziden die Resistenz des Unkrauts in alt-ehrwürdig evolutionärer Manier steigert, kann man den Hersteller der Nutzpflanzen nicht belangen.
Die wenig resistenten Unkräuter sterben und die resistenten überleben und pflanzen sich fort.
Gegen die etwas resistenteren Unkräuter muss Bauer natürlich mehr Pestizid verwenden, so dass wieder nur die 'besten' überleben.

Also entweder man entwickelt immer neue Pestizide und passende resistente Genpflanzen, oder man muss sich was besseres überlegen... Gentechnik ist eine nützliche Technologie aber die allzu beliebte Giftresistenz-Variante ist mMn eine Sackgasse.

ravenna
04.02.2010 11:52
Unseriöse Panikmache

Was bitte hat die Resistenz eines Unkrauts gegen ein Pestizid mit gentechnisch modifiertem Soja zu tun?

Hier werden ohne konkret nachvollziehbaren Fakten Gentechnikängste geschürt. Unseriös ist da noch ein nettes Wort.

Es mag Beweise oder zumindest Indizien geben. In dem Artikel ist davon aber nichts zu sehen.

Ich bin auch lieber auf der "sicheren Seite" und daher gegen gentechnikmodifizierte Lebensmittel. Trotzdem würde ich mir eine sachliche Diskussion wünschen und keine peinliche Panikmache. Global 2000 kann man so nicht ernst nehmen.

lässt
07.02.2010 11:27
richtig

ja es ist unseriöse panikmache und ja global 2k macht vieles falsch.

die resistenz hat jedoch soweit etwas mit gm-soja zu tun, dass man roundup so exzessiv nur bei roundupready-pflanzen (gm) einsetzen kann. bei konventionellen geht das nur 1-2 mal (vor Sprießen/nach Ernte). und eine resistenzbildung findet naturgemäß umso schneller statt, je öfter sich der organismus anpassen muss.

das phänomen beschränkt sich nat nicht nur auf felder mit gmos, sonder findet immer und überall statt (zb antibiotika oder auch bei mechanischer unkrautbekämpfung: pfl. mit stärkeren wurzeln/größerer toleranz gegenüber trockenheit... werden nicht abgetötet und können sich weitervermehren. darum ist es wichtig nicht nur chemisch, sonder kombiniert zu bekämpfen.

jodaflo
 
05.02.2010 12:22
falsch

es werden keine gentechnikaengste fabriziert sondern lediglich darauf aufmerksam gemacht das eine technik in den haenden weniger grosskonzerne eventuell zu einer bedrohung werden koennte, die von keiner demokratischen instanz kontrollierbar ist.

gentechnik ist letzendlich auch nur ein werkzeug das wie geld, kernkraft, internet, medikamente und und und...mit moral und ethik zu verwenden ist. punktum

Regis 1
05.02.2010 06:18
Was bitte hat die Resistenz eines Unkrauts gegen ein Pestizid mit gentechnisch modifiertem Soja zu tun?

sinnverstehendes lesen nie gelernt?

ravenna
05.02.2010 09:03
Wenn Sie...

...unter "sinnvestehndem Lesen" verstehen, dass man etwas liest und das versteht, was man verstehen will, dann haben Sie Recht. Das habe ich nie gelernt.

Ich habe gelernt - auch beruflich bedingt - zu lesen, was geschrieben steht und dabei darauf zu achten, was konkrete Aussagen/Fakten sind und was einem der Autor vielleicht nur suggieriern will.

Als jemand der "sinnverstehend liest", sind Sie nicht nur leicht manipulierbar, sondern sind offensichtlich auch noch Stolz darauf. Bravo!

Strongbow real Ale
06.02.2010 21:33
Fakten sind unter anderem im Link des Artikels zu "sinnverstehen"

The herbicide glyphosate became widely used in the United States
and other parts of the world after the commercialization of glyphosate-
resistant crops. These crops have constitutive overexpression
of a glyphosate-insensitive form of the herbicide target site gene,
5-enolpyruvylshikimate-3-phosphate synthase (EPSPS). Increaseduse
of glyphosate overmultiple years imposes selective genetic pressure
on weed populations. We investigated recently discovered glyphosate-
resistantAmaranthuspalmeripopulations fromGeorgia, in comparison
with normally sensitive populations....usw

Thomas_Thomas
05.02.2010 00:07
Stimmt der Artikel gibt wenig her!

Nur im Zusammenhang mit der kürzlich ausgestrahlten Doku auf arte erschließt sich der Zusammenhang, der in obigem Aufsatz völlig fehlt:
Monsantos "Supergift" roundup ist so aggressiv, dass die Nutzpflanzen gentechnisch verändert werden mussten, um die Spritzungen zu überleben.
Nur dass mittlerweile eine Kehrtwende erkennbar ist: die Unkräuter entwickeln Resistenzen, die genmanipilierten Nutzpflanzen werden gegen früher harmlose Krankheiten anfällig.

Die Warnung von Global 2000 ist also durchaus berechtigt und seriös, wenn man die Hintergründe kennt die nicht im Artikel stehen.

Erinnert ein wenig an den uneingeschränkten Fortschrittsglauben der 60er, mit "kalkulierten" Risiken, die sich dann doch als unberechenbar herausgestellt haben

Gendo
04.02.2010 12:46

Nun ja nicht nur bei Monsanto gehts ums Geld auch Glabal 2000 macht auf Marktwitschaft um so sensationeller das Thema (und Gentechnik ist ja einer der Top Panikmacher) desto mehr spühlt es Spendengeldern in ihre Taschen!

ad vocem
04.02.2010 11:30
*staun*

"Es werden immer mehr und stärkere Pestizide eingesetzt, um die Gentechpflanzen gegen mittlerweile resistent gewordene Unkräuter zu schützen"

Und ich Naivling dacht immer, es wäre GENAU DAS Argument FÜR Gentechnik, dass man dann WENIGER Chenie einsetzen muss.

Hat sich dieses Versprechen der Gentechnik also scheinbar auch ad absurdum geführt ...

yomellamo
04.02.2010 11:50

... interessant ist auch, dass die Gentechnik-veränderten pflanzen (zb. bei monsanto Baumwolle passiert) auf einmal unter neuen krankheiten leiden die von den bauern zuvor noch nie gesehen wurden.

Glod
04.02.2010 13:50
Wenn es wahr ist schon.

Habens einen Link zu einer entsprechenden Studie?

Gentechgegner behaupten zwar immer wieder gerne alles mögliche von negativen Nebenwirkungen der Gentechnik, sparen sich aber so gut wie immer die entspechenden Nachweise.

Es würde mir auf alle Fälle leichter fallen euch ernst zu nehmen wenn nicht so viele eurer Kritikpunkte auf Gerüchten, einem groben Missverständnis von Gentechnik(/Genetik/Biologie) oder dem 'Gentechnik ist Schuld'-Axiom* beruhen würden.

*dass ihr Gentechnik für alles die Schuld gebt, sobald Gentechnik und ein Problem in räumlichem Zusammenhang stehen.
Bauernselbstmorde in Indien und das Bienensterben sind da sehr populär, obwohl der Zusammenhang bei ersterem widerlegt und bei zweiterem nicht nachgewiesen ist.

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