Conficker-Wurm legt britisches Polizeinetz lahm

3. Februar 2010, 13:58

Sicherheitspanne unterstreicht immer noch bestehende Gefahr

Der bekannte Wurm Conficker hat erneut bei einem prominenten Opfer zugeschlagen. Der Schädling hat Computer der Greater Manchester Police (GMP) befallen. Diese wurden daraufhin vom Zentralrechner der britischen Behörden, dem Police National Computer (PNC), getrennt, um einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen, berichtet die BBC. Damit zeigt sich, dass Conficker immer noch eine Gefahr bleibt.

"Ich bin überrascht, dass eine so wichtige und noch dazu sensible Organisation Conficker zum Opfer gefallen ist. Ich will doch hoffen, dass bei deren Rechnern die Schwachstelle gepatcht wurde, durch die sich der Wurm letztes Jahr im Internet so stark verbreiten konnte", meint Rik Ferguson, Solutions Architect bei Trend Micro, gegenüber pressetext. Denkbar ist, dass der Schädling über einen externen Datenträger ins GMP-Netz gelangt ist.

Verwunderliche Infektion

Wie genau Conficker am Freitag den Weg auf die Polizeirechner gefunden hat, ist bisher noch unklar. Für die zur Verbreitung via Internet genutzte Windows-Lücke gibt es seit Oktober 2008 einen Patch, dessen Dringlichkeit schon Anfang 2009 durch große Infektionen etwa bei der französischen Luftwaffe deutlich wurde. Die Schwachstelle sollte also gerade bei Behörden, die Zugang zu vertraulichen Daten haben, längst geschlossen sein.

"Wenn die Malware aber beispielsweise über einen infizierten USB-Stick in ein Netzwerk gelangt, kann sie sich dort je nach Variante dank Netzwerkfreigaben oder Brute-Force-Attacken leicht ausbreiten", meint Ferguson. Dieser realen Gefahr ist offenbar die GMP zum Opfer gefallen. "Ich verstehe allerdings nicht, warum die AV-Lösung, welche die Polizei doch sicherlich nutzt, die Bedrohung nicht beim Versuch der Erstinfektion erkannt und neutralisiert hat", so der Sicherheitsexperte.

Conficker-Vormarsch gestoppt?

Zwar dürfte Conficker nach wie vor auf Mio. PCs zu finden sein, doch die schnelle Ausbreitung des Wurms scheint mittlerweile gestoppt. Die Statistiken der Conficker Working Group  deuten darauf hin, dass die Zahl der infizierten PCs seit dem letzten Quartal 2009 annähernd stabil bleibt. Das könnte mit dem Start von Windows 7 zusammenhängen. "Es verbessert definitiv, wie die Autorun-Funktion bei austauschbaren Medien funktiniert", meint Ferguson. Diese wird unter anderem von Conficker ausgenutzt, um PCs zu befallen. Allerdings kenne er noch keine Statistiken, ob Windows 7 damit wirklich die Infektionsraten senkt.

Der britischen Polizei als jüngstem prominenten Conficker-Opfer stehen jetzt jedenfalls die Aufräumarbeiten bevor. Die GMP bleibt dabei vom zentralen Kriminalcomputer abgeschnitten bis Experten die Systeme in Manchester gesäubert haben und sich sicher sind, dass keine weitere Ausbreitungsgefahr mehr besteht.(pte)

 

Link

BBC

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Posting 1 bis 25 von 29
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Contra gegen alles
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Con- was -Wurm?

so go
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conficker ist nur eine waffe im zeitalter der "INFORMATIONSKRIEGE"

drei monatelang hat man die autoren gesucht und dann hat man sie vermutlich gefunden.

denn von jänner bis märz 2009 wurde der conficker -beängstigend schnell- angepasst und hatte er anfangs noch 250 domains ausprobiert, waren es danach schon 50.000. bis märz wollte man soviel wie möglich, seither will man aber so unsichbar wie möglich sein...
es gibt sogar eine p2p-variante des confickers, die sich nach einem jahr selbst entfernt!

fazit: cyberwar ist kein "kriegszustand" sondern "normalzustand"

iohui
00
tja, über usb kommt nicht nur unerwünschtes rein sondern vor allem vertrauliches raus.

begehrlichkeiten und nützliche verwendbarkeit ist ja im übermaß gegeben und wenns gar so einfach geht - wozu sonst hat man denn beziehungen.

werwolfi
02

SSKM.

das am einfachsten zu infizierende OS verwenden *und* zu blöd sein, zeitgerecht längst (!) verfügbare patches einzuspielen ist eine schlechte kombination...

marksu
03
wie wärs mit umstieg auf linux???

auch die gemeinde ist ja wieder zurück zu windows und zahlt dafür sicher auch immer wieder den preis, wenn jede sekretärin und sekretär in irgendeinem amt jedes attachment und jeden mail gag öffnet.

linux bietet alles was man im 08/15 job der verwaltung brauchen kann.

Vorratsdatenspeicherung = Verfassungswidrig!
01
lol - pwned

maruh
00

warum win und kein linux?

Robert Dunkelwand
 
02

Weil öffentliche Aufträge nach dem Prinzip "Mein Cousine, der Franzl, der macht uns das" vergeben werden. Anders kann ich mir das alles nicht erklären.

freezingbreath
00

glaub eher weils vielleicht spezielle anwendungen gibt oder linux keiner checkt... was weiß ich... gibt genug Gründe selbst linux nicht zu verwenden

Bastian Balthasar Bux
00
16.2.2010, 08:44
*spezielle anwendungen*

Zum Beispiel browserbasierte Kindergartensoftware?

Kein Scherz, auch wenn es danach klingt! ;)

werwolfi
01

ausreden...

freezingbreath
01

lassens mich halt xD

amber103
02
Nicht jeder ist Sicherheitsexperte

Es ist arrogant zu behaupten GMP hätte schlechte Sicherheitsstandards. Die aktuellen Versionen von Conficker greifen gezielt große Firmennetzwerke an. Conficker kennt die Strukturen der AV Programme, und nutzt deren "Infrastruktur" um sich zu verstecken, zu tarnen und sich zu verbreiten.

Die Confickerentwickler verfügen über enormes Knowhow. Dies kann nur durch aktive Unterstützung staatlicher Geheimdienste dort hin gelangt sein.

Dass Windows 7 gegen Conficker schützen könnte, ist ein von M$ verbreitetes Gerücht, das der Realität nicht stand hält, solange diese Malware sich selbstständig Systemverwaltungsrechte besorgen kann, die weit über übliche Adminrechte hinausgehen.

stj911.org physics911.net
00
22.2.2010, 15:17

"Systemverwaltungsrechte besorgen kann, die weit über übliche Adminrechte hinausgehen" ... äh, ich kenn mich da ja nicht so gut aus, aber bestehen Adminrechte nicht meistens bereits aus einem Maximum an Freigaben ?

so go
00
vollkommen richtig

artikel werden aber nicht nur geschrieben um etwas zu berichten, sondern um etwas zu erreichen. deswegen sind die medien -die meinungsbildende macht- das perfekte medium für propaganda.

hier gehts nicht darum, dass die polizei einen fehler gemacht hat sondern darum, dass jeder mindestens 5 virenscanner "braucht".

keinen interessiert, dass die polizei bespitzelt und überwacht wird, denn wir sollen uns vor dem bösen virus fürchten!

"wo darf ich die nächste ladung menschenrechte abgeben und kann ich gleich unterschreiben?"

stj911.org physics911.net
00
22.2.2010, 15:18
"keinen interessiert, dass die polizei bespitzelt und überwacht wird, denn wir sollen uns vor dem bösen virus fürchten!"

von wem ?

Pongu
01
Videokameras und Nacktscanner betreiben

aber von Sicherheit keine Ahnung.

Darkwing Duck
00
HA

HA

posaunist
00
ubuntu senkt infektionsraten

so schaufs aus!

streunerx
00

schaufs ????
firus

posaunist
00
schauts...

...grml

Bastian Balthasar Bux
00
16.2.2010, 08:47

schauFS ;)
Der Nachfolger von BTRFS. ;)

Hamad Leomic
01
Intelligente Update Strategie

senkt die Infektionsrate auch merklich.

Beides dürfte wohl nicht zutreffen...

Überwachungskamera1
00
da Hat Dann ein

beamter sicher Irgendwo geklickt Wo er nicht Clicken solTTE

Meine Wenigkeit mit viel Senf
01
Das braucht man gar nicht.

Ich habe vor einigen Monaten einen Win-2003-Server aufgesetzt (Kundenersatzgerät, daher idente Konfiguration).

Was soll ich sagen... Als ich die Updates gefahren habe und das Microsoft-Schadsoftware-Entfernen-Tool sich installiert hat, hat es sofort den Conficker.B entfernt. Das Gerät war gerade mal eine halbe Stunde am Firmen-LAN, also nicht mal im Internet (Anmerkung: Firewall, die meisten Ports gesperrt, und Proxy)!

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