Korporationsball

Grüne wollen sich bei Verfassungsgerichtshof beschweren

03. Februar 2010 15:10
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    apa-Foto: herbert p. oczeret

    Insgesamt wurden rund 700 Anzeigen erstattet. 15 Exekutivbeamte und eine Demonstrantin erlitten bei den Protesten leichte Verletzungen. 14 Personen wurden laut Angaben der Exekutive wegen strafrechtlicher sowie verwaltungsrechtlicher Tatbestände festgenommen.

  • Parlamentarische Anfrage der Grünen an die Innenministerin.

Demonstration wurde am Freitag untersagt - Polizei soll wegen Freiheitsentzugs angezeigt werden

Wien - Die Grünen haben nach dem Ball des Wiener Korporationsrings am vergangenen Freitag Konsequenzen angekündigt. So sei etwa geplant, eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof wegen Untersagung der Demonstration einzubringen. Auch soll die Polizei wegen Körperverletzung, Freiheitsentzugs und Anstiftung zum Freiheitsentzug angezeigt werden, erklärte die Verfassungssprecherin Daniela Musiol am Mittwoch. Eine parlamentarische Anfrage ergeht an Innenministerin Maria Fekter (ÖVP).

Die Durchführung der Veranstaltung in der Wiener Hofburg sowie die Untersagung von Demonstrationen hatte bereits im Vorfeld für Unmut gesorgt. Die Grünen kritisierten am Mittwoch, dass die Untersagung der geplanten Aktion in der Nähe des Westbahnhofs erst zwei Stunden vor der Durchführung bekanntgegeben wurde. "Das ist ein Anschlag auf die Versammlungs- und Meinungsfreiheit", erklärte Musiol. Es sei ein schwarzer Tag für die Demokratie gewesen, so Musiol. "Die Polizei hat grundsätzlich versagt. Das wird Konsequenzen haben", so Sozialsprecher Karl Öllinger zu der Vorgangsweise der Polizei an Ort und Stelle vor.

Von Polizei "festgehalten"

So seien Personen, die sich von der Kundgebung entfernen wollten und in ein Cafe "flüchteten", von der Exekutive dort in einem kleinen Raum "festgehalten" worden. Zwischen 20 und 30 Leute hätten dort auf engstem Raum ohne Sanitäranlagen Stunden verbringen müssen, schilderten zwei Betroffene bei der Pressekonferenz.

Auch draußen, eingekesselt von der Polizei, sei die Situation verwirrend gewesen, die Lautsprecherdurchsagen zum Teil zynisch. Die Teilnehmer hätten den Platz nicht verlassen können, ohne dass ihre Personalien aufgenommen wurden und mit Anzeigen gedroht wurde, kritisierte Öllinger. Er betonte, nur als "Beobachter" dabei gewesen zu sein, zumal der von Grünen-Abgeordneten angemeldete Protest untersagt worden war. In Gesprächen mit der Polizei habe sich jedoch gezeigt, dass der Ensatzleitern keinen Spielraum hatte.

"Wer hat diese Eskalationsstrategie angeordnet?"

Justizsprecher Albert Steinhauser hat den Eindruck, antifaschistische Demonstrationen nicht ermöglichen zu wollen. "Der wichtigste Punkt der Anfrage ist die Frage: Wer hat diese Eskalationsstrategie angeordnet?", so Steinhauser. Auch soll Fekter beantworten, ob es politische Interventionen gegeben habe. In 35 Punkten (siehe Dokument rechts) soll sich die Ministerin zu den Vorgängen am Freitag äußern.

Grüne fordern "Machtwort" von Fischer

Während der Ball eine "Ansammlung der creme de la creme des europäischen Rechtsextremismus" sei, sollte die antifaschistische Demonstration nicht stattfinden, kritisierte Öllinger.  Steinhauser erwartet sich deshalb ein "Machtwort" von Bundespräsident Heinz Fischer - anderenfalls könnte man diesen nicht wählen. Öllinger kündigte zudem eine zivilrechtliche Klage des FPÖ-Abgeordneten Werner Herbert an, da ihm dieser in einer Aussendung Gewalttätigkeit vorgeworfen habe.

Die Polizei zog am Dienstag Bilanz über den Einsatz am Freitag: Insgesamt wurden dabei rund 700 Anzeigen erstattet. 15 Exekutivbeamte und eine Demonstrantin erlitten bei den Protesten leichte Verletzungen. 14 Personen wurden laut Angaben der Exekutive wegen strafrechtlicher sowie verwaltungsrechtlicher Tatbestände festgenommen. (APA/red))

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Posting 1 bis 25 von 197
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füti
05.02.2010 23:50
satire

/in total betrunkener einsatzleiter hat beim koordinieren der Polizeikräfte auf den Ausgang vergessen. die demostranten werden von den Polizisten immer weiter imm kreis herum geschickt. schließlich kriegens ein paar von denen(Demostranten) überhaupt nicht mehr auf die reihe und kriegen panik, werden vielleicht verbal ausfällig und manche auch tätlich. die Poliziei hat ihrerseits die legitimitation zum Eingreifen. Diesen, von der genialen Mitzi Fekter natürlich sofort erfassten Zusammenhang zwischen Einkesselung und eskalation nützt die kommende rechtskonsrvative REgierung um ihre Gegner mundtot zu machen. (restriktive Maßnahmen =eskalation=restriktivere Maßnahmen. Österreich fällt zurück in died demokratiepolitische Steinzeit. /i

L. Punk
05.02.2010 18:07
Keine guten Nachrichten....

...aus Deutschland:

http://www.n-tv.de/politik/G... 14760.html

KHG - die reine Unschuldsvermutung
04.02.2010 15:21
ich war nicht bei der demo und habe gewusst bzw gehört, dass sie verboten ist

komisch, dass personen die vor ort waren, vom demoverbot nichts gewusst haben sollten

ob es ok war, dass man die demo verboten hat steht auf einem anderen blatt

rosa parks
05.02.2010 12:59
verzeih, aber...

Sie können das nicht gewusst haben: die demonstration war nicht verboten. es kommt dabei auf rechtliche details an. jedenfalls hat die polizei vor ort per lautsprecher laut und deutlich festgestellt, dass eine versammlung nach dem versammlungsgesetz vorliegt. kurz: es war nichts verboten.

die grünen haben eine demonstration angemeldet und so um etwa 15 uhr (zwei stunden vor beginn) erfahren, dass ihre anmeldung nicht akzeptiert wird. via medien war die angemeldete demonstration bekanntgemacht worden. vor ort anerkennt die polizei die versammlung.

VI SHU
05.02.2010 07:44
naja, zuerst wurde ja

die demo vor ort verboten. ich glaube, dass ist es, was und beiden tage vor dem fragwürdigen event bekannt war. und dass eine ausweich-kundgebung als alternative vorgesehen wurde. dass diese auch verboten wurde, konnte NICHT tage vorher bekannt sein, da diese erst in der letzten minute den behörden angezeigt wurde.

also: das nächste mal äpfel äpfel und birnen birnen bleiben lassen ;)

Festnetzwiederanmelder
04.02.2010 16:38
aber du willst sicher, dass im Iran die

grüne Revolution trotz Verbot durch die Regierung weitergeht. Dort büßen Menschen mit dem Leben dafür, dass sie sich gegen falsche Verbote einsetzen. Wo lebst du eigentlich? Wofür stehst du?

Felix Schoitl
04.02.2010 14:25
Eine Beschwerde scheint mir angebracht,

schon wegen der offenbar unzureichenden Kundmachung des Versammlungsverbots.

Zweitens scheint die Ausdehnung des Versammlungsverbots unverhältnismäßig, in räumlicher (bis hinunter in die Stumpergasse) und auch persönlicher Hinsicht (Kaffeehausgeher).

Unverhältnismäßig bzw willkürliche scheint es auch unter inhaltlichen Aspekten, eine Gegenversammlung zu einer rechtslastigen Versammlung zu untersagen und nur die rechtslastige Versammlung zu schützen.

Wünsche der Beschwerde Erfolg!


Fwd Pol
 
04.02.2010 13:49
boot camp

für diese menschen gibt es nur eines... boot camp

am besten gleich die eagle academy!

die polizei macht ihre arbeit. Schaut doch mal in andere länder...
das war doch alles harmlos...
ich würde die mal nach russland in den knast stecken. das passiert nämlich wenn man sich dort so aufführt...

Herr und Frau Österreicher
 
08.02.2010 13:14

Und sie bestätigen hiermit, wie wichtig es ist, seine demokratischen Rechte wie z.B. Demonstrationsfreiheit in Anspruch zu nehmen. Würden alle denken wie sie, würde ich nicht mehr leben...DANKE, sie Ar####!!!

el Hefe
 
04.02.2010 13:00
was hat der HeiFi damit zu tun?

François Marie Arouet
04.02.2010 10:08
Steinewerfer und Vandalen....

...und die wollen auch noch Anzeige erstatten?

Herzig.

Jedes Gefühl für Recht und Unrecht ist bei den Grünen verloren gegangen.
Ein ähnlicher Effekt wie bei den Nazis: Im Vollgefühl des eigenen Sendungsbewustseins erlaubt man sich jedes Vergehen!

Frankensteins Fekternich
08.02.2010 23:10
Lorelei Sonnenschein
08.02.2010 16:35
@François Marie Arouet

...falls Sie Grüne durch Polizei ersetzen, würde Ihr statement Sinn machen...

Schlapsi
04.02.2010 09:58
Staatlich gechützer Volkswille

In Ermangelung einer Unterstützung durch das Volk und die Wähler, versuchen es die Grünen mit dem Straßenterror. Das Volk wird wählen und die Exekutive wird den Wählerwillen schützen, wenn nötig auch mit staatlicher Gewalt. So ist es einmal in der Demokratie, im Gegensatz zur "Volksdemokratie ostdeutscher und nordkoreanischer Prägiung"

Lorelei Sonnenschein
08.02.2010 16:43
@Schlapsi

...rechts-rechte Veranstaltungen/Bälle sind der Wählerwille und im Ausgleich dafür keine erlaubte Gegenveranstaltung?...das bezweifle ich sehr! Sie unterschätzen viele ÖVP/SPÖ-wähler, da bin ich mir sicher!

...Sie dürften das Wort Demokratie falsch verstanden haben...freie Meinungsäusserung und so...und da BZÖ/FPÖ nicht die stimmenstärksten Parteien sind...verliert Ihr Ansatz jegliche Basis..denn lt Ihrem Ansatz...wären Demos (erlaubt oder nicht) gegen so einen Ball somit Pflicht!!

Frankensteins Fekternich
04.02.2010 11:54

Ohne (verbotene) Demonstrationen würde es die DDR noch heute geben.

Heitere Hyperinflation, gepflegter Staatsbankrott
 
04.02.2010 09:16
Weshalb wollen sich die Grünen beschweren?

Bei dieser Demonstration waren Gewalttäter anwensend, die Polizisten attackiert und ein Auto angezündet haben.
Es liegt auf der Hand, dass man solche verhetzten Radikalisten keinesfalls in die Nähe des besagten Balls lassen darf, sonst rasten sie völlig aus.
Genau das hat die Polizei durchgesetzt. Es ist die Schuld der Demonstranten, durch Nichtbeachtung der behördlichen Anweisungen und fortgesetzte Gewaltanwendung die Polizei zu einer härteren Gangart gezwungen zu haben.

legdi NIEDER
04.02.2010 08:44
die grünen

wollen das und jenes und, und, und.....
die grünen können schei**en gehen !

haben die irgendein sinnvolles thema ???

debug the bug
04.02.2010 09:56
ohne...

ohne ein gruenwaehler zu sein: anhand der inneren und aeusseren form Ihres postings zu beurteilen sind die gruenen im gegensatz zu Ihnen ein wertvoller beitrag zur geistigen kultur dieses landes.

dbs
04.02.2010 09:54

die grünen haben immer wieder sehr sinnvolle themen, nur schreien sie nicht so laut.
angesichts ihres postings hege ich allerdings ohnehin zweifel daran, dass diese themen innerhalb ihres geistigen horizonts liegen.
und was bitteschön kritisieren sie überhaupt an der reaktion der grünen auf diese veranstaltung? halten sie es nicht für zumindest sehr seltsam, dass ein haufen rechter und rechtsextremer in der hofburg sekt schlürfen darf, während eine gegendemo untersagt und leute - z.t. unbeteiligte - ohne grund stundenlang festgehalten werden?

Schlapsi
04.02.2010 09:44

Oh ja, der Pilz kann hervorragend Leute mit Dreck bewerfen.

Jimmy Moon, angehender Pastor.
04.02.2010 13:11

und was machst du gerade? mit blumen auf pilz werfen?

Lichtfreak
04.02.2010 08:51
Frage: was ist Politik?

Für sie wohl leichter: was ist Faschismus?

mr.mente
04.02.2010 07:10
Kein WC im Cafe!!!!!!

"So seien Personen, die sich von der Kundgebung entfernen wollten und in ein Cafe "flüchteten", von der Exekutive dort in einem kleinen Raum "festgehalten" worden. Zwischen 20 und 30 Leute hätten dort auf engstem Raum ohne Sanitäranlagen Stunden verbringen müssen ...."

ja wo ist denn da der Magistrat der Stadt Wien.
So ein Lokal gehört ja geschlossen.
Nicht mal ein WC für die Gäste.
Eine Schweinerei ist das.

chaostherapy
04.02.2010 13:46

Der Teil, in dem sich geflüchtet wurde, war nur der Vorraum zum Köö, in dem sich 2 Spielautomaten und eine Kamera befanden. Sonst nix. Vor der Glastür standen die Polizisten samt Schilden und ließen keinen hinaus.

Möchtens noch ein bißl ironisieren? Oder hammas dann?

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