Muslim wird wegen Burka-Zwang nicht eingebürgert

3. Februar 2010, 11:08

Premierminister Fillon stellt sich hinter Einbürgerungsminister Fillon

Paris - Frankreich macht im Kampf gegen die Vollverschleierung muslimischer Frauen Ernst. Der Minister für Einwanderung und Nationale Identität, Eric Besson, lehnte die Einbürgerung eines Marokkaners ab, dessen französische Frau Gesicht und Körper aus religiösen Gründen voll verschleiert. Premierminister Francois Fillon stellte sich am Mittwoch hinter Besson.

"Es geht um einen radikalen Religiösen, der in seinem eigenen Haus die Trennung von Männern und Frauen erzwingt und sich weigert, einer Frau die Hand zu geben", sagte Fillon im Rundfunk. "Wenn er seine Haltung nicht ändern will, dann hat er keinen Platz in diesem Land." Frankreich hat 2009 gut 108.000 Ausländer eingebürgert. Der Präsident des Französischen Rates des muslimischen Glaubens (CFCM), Mohammed Moussaoui, nannte es "unannehmbar, eine Frau zu zwingen, den Vollschleier zu tragen". Solches Verhalten solle "über die einfache Ablehnung der Staatsbürgerschaft hinaus verfolgt" werden.

Das Ehepaar gehört der Tabligh-Bewegung an, die eine Rückkehr zum "reinen" Islam predigt. Die Frau bleibt im Haus und verschleiert sich vollständig, wenn sie die Wohnung einmal erlassen muss. Die Frau könne Französin bleiben, sagte Fillon. Sie könne bis zu einer Gesetzesänderung auch weiter ihren Schleier tragen.

Verhalten als Grund angegeben

Besson hatte seine Entscheidung zuvor vom Verfassungsrat billigen lassen. Nach Informationen der Zeitung "Le Figaro" erwähnte der Verfassungsrat die umstrittene Schleierfrage in seiner Entscheidung aber nicht. Die Ablehnung der Staatsbürgerschaft wurde vielmehr mit dem Verhalten des Mannes begründet, das "mit den Werten der Republik nicht vereinbar" sei. Dazu gehören die Geschlechtertrennung von Kindesbeinen an und die Weigerung, Frauen die Hand zu reichen. Das Einbürgerungsrecht sieht in einem "Mangel an kultureller Assimilierung" einen Hindernisgrund für die Vergabe der Staatsbürgerschaft.

Ein französischer Parlamentsausschuss hat vorgeschlagen, das Tragen der Vollschleier Burka und Nikab im öffentlichen Raum bis hin zu Bussen und Behörden vollständig zu verbieten. Der Plan ist heftig umstritten und spaltet vor allem die linke Opposition. Dabei wird auch die Burka mit dem Kopftuch vermengt, wenn linken Kleinparteien vorgeworfen wird, Kandidatinnen mit Kopftuch aufzustellen. (APA)

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22 Postings
--: SID :--
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VIVA LA RESISTANCE!!

Mon Gole
02
Seit Oktober 2009 dürfen das Lehrpersonal

und die rund 500.000 Mädchen der Al-Azhar-Universität und der ihr angeschlossenen Bildungsinstitutionen in Kairo keinen Nikab mehr tragen. Das Verbot des Gesichtsschleiers, der nur einen Sehschlitz frei lässt, initiierte kein geringerer als Mohammed Sayed al-Tantawi, Großscheich der Kairoer Universität und Imam der Al-Azhar-Moschee. Er hatte den Nikab als religiös nicht zulässig erklärt. "Das ist eine Tradition und hat mit Religion nichts zu tun". Ein Urteil, das in Zukunft auch in der europäischen Debatte um das Recht der muslimischen Frau auf Verschleierung eine wichtige Rolle spielen kann. Alle Gegner der Verhüllung des weiblichen Gesichts können sich nun auf einen der höchsten Rechtsgelehrten des sunnitischen Islam berufen.

Sheriff Jack Mauer
03
alexanderletten
 
00

Premierminister Fillon ist aber nicht gleichzeitig Einbürgerungsminister, sondern der ehemalige Sozialist Besson hat dieses Amt.

"Premierminister Fillon stellt sich hinter Einbürgerungsminister Fillon"

Ava Tar
121
Außerdem raucht er.

Eingebürgert werden nur noch Sitzpinkler. Was glaubt der Bub - nicht brav die Hand geben ist ja total assi

Timagoras
 
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zu Ihren vielen feindbildern gehören also auch nichtraucher (war eh schon lange bekannt) und sitzpinkler? ;o)

Legio
 
011
Die Begründung geht bei weitem weiter

Der franz; Verfassungs Gerichtshof hat in dieser Causa befunden das die Einbürgerung abzulehnen ist. Er bezieht sich dabei auf die offensichtliche und vom Betrofenen zugestandene Diskriminierung der Frauen. Der Mann verlangt eine strikte Trennung von Mann und Frau von kleinster Kindheit an, dies sogar im eigenen Haus. Des weiteren verweigert er es einer Frau die Hand zu schütteln. Ein derartiges Verhalten ist mit der Verfassung der Republik nicht in Einklang zu bringen (Gleichsetzung der Geschlechter). Der Mann ist Marokkaner und gehört der Tabligh Bewegung an.

cipf
 
00

Wenn er seiner Frau schon nicht die Hand schütteln will, wie erfolgt dann der Beischlaf *ziemlichneugierigsei*

t-bonesteak
121
aber seit wann gibt es einen zwang jemandem die hand geben zu müssen?

nur mal salopp gefragt.

Chien de Pique
011

Den gibt es nicht. Es gibt aber, zum Glück, offenbar auch keinen Zwang, dem sich so outenden Extremisten die Staatsbürgerschaft hinterherzuwerfen.

binGeladen
00
vor allem, wenn man nicht weisst, wem die hand gehört ;P

Legio
 
08

Es gibt keinen Zwang jemanden die Hand zu reichen, wenn man es aber auf Grund des Geschlechts verweigert ist das Diskriminierung.

t-bonesteak
121
warum ich jemandem die hand nicht gebe

ist aber bitteschön mein bier. in einer freien gesellschaft.

Mormoloc
02
10.2.2010, 12:17
Tja, und wenn sich jemand weigert, Juden die Hand zu geben, weil ein Jude für ihn pfuibah ist?

Oder einem Muslim, weil ein Muslim ja angeblich pfuibah ist?

Chien de Pique
012

Die Subkultur der Burkha-Fans ist das Gegenteil einer freien Gesellschaft.

normanne
 
04
Individuelle Freiheiten sind dem Gemeinwohl unterstellt.

Übrigens gibt es genug Bescheuerte in Frankreich. Wir brauchen nicht, anderen die Tür aufzumachen.

t-bonesteak
100
welches gesetz verpflichtet mich dazu irgendwem die hand zu geben?

ich halte das für eine legitime persönliche entscheidung jedes einzelnen. und daher hat das thema bei der beurteilung ob er staatsbürger werden kann oder nicht nichts verloren. ob er damit glücklich wird, ist natürlich eine andere frage.

wesentlicher scheint mir an der geschichte schon die burka und dieses ganze zeugs von wegen trennung von mannund frau

jo eh
00


menschen aufgrund der hautfarbe, der herkunft oder eben des geschlechts die hand zu verweigern, kann man als r.ssismus bezeichnen.

Chien de Pique
014

Lesen Sei doch oben: Es zwingt Sie keiner, jemandem die Hand zu geben, aber die Gegenleistung für eine Staatsbürgerschaft ist eben laut Einbürgerungsrecht eine gewisse kulturelle Assimilierung, die sich unter anderem darin zeigt, dass man auch Frauen auf ortsübliche Weise zu begrüßen bereit ist. Zu dieser Assimilierung sind Sie verpflichtet, wenn Sie die Staatsbürgerschaft erwerben wollen, sonst nicht.

binGeladen
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in bayern dürfen so verschleierte zumindest nicht in der verwaltung arbeiten

wenn ich das richtig verstanden habe. ;P

nAK
31
Bayern geht sogar noch weiter:

Ohne CSU-Mitgliedsausweis, keine Chance.

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