"Wir verlieren an Wettbewerbsfähigkeit"

2. Februar 2010, 16:35
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    foto: der standard/corn

    "Grundlagenforschung systematisch weniger zu fördern würde die tragenden Fundamente der Innovation insgesamt zerstören, und das bedeutete enorme langfristige Schäden", warnt Rudolf Grimm.

Der Physiker Rudolf Grimm ist Österreichs Wissenschafter des Jahres - Klaus Taschwer sprach mit ihm über den Nutzen der Grundlagenforschung, die Lage der Unis und das "Wunder" Innsbruck

STANDARD: Waren Sie sehr überrascht, dass Sie von den Mitgliedern des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zum österreichischen Wissenschafter des Jahres gewählt wurden?

Rudolf Grimm: Ja, ich war total überrascht. Ich hab mir dann angeschaut, an wen diese Auszeichnung verliehen wird - nämlich an Forscherinnen und Forscher, die sich "besonders um die leicht verständliche Vermittlung ihrer Arbeit verdient gemacht und damit auch das Image der österreichischen Forschung in der breiten Öffentlichkeit gehoben haben". Da musste ich schon überlegen, warum ausgerechnet ich diesen Preis gekriegt habe und was der Grund für die Auszeichnung gewesen sein könnte.

STANDARD: Sie hatten 2009 immerhin einige spektakuläre internationale Erfolge, zuletzt die Erzeugung des weltweit ersten Bose-Einstein-Kondensats aus Strontium...

Rudolf Grimm: ...was für uns insofern besonders spannend war, weil es da einen richtigen Wettlauf mit einem US-amerikanischen Team gab. Wir wussten, dass die ziemlich genau so weit waren wie wir. Am Ende kamen wird dann doch 10 Tage schneller ans Ziel. Aber es gab 2009 noch eine andere wichtige Sache: die Beobachtungen von sogenannten Efimov-Zuständen, was für mich eine ganz besondere Geschichte war.

STANDARD: Inwiefern?

Rudolf Grimm: Diese quantenmechanischen Zustände wurden bereits vor 40 Jahren vom russischen Physiker Vitaly Efimov vorhergesagt, der zwischenzeitlich beinahe für verrückt erklärt worden wäre. Uns gelang dann 2006, diese von ihm vorhergesagten Zustände erstmals zu beobachten. 2009 kam dann dieses Gebiet so richtig in Schwung - nicht zuletzt auch mit neuen Beobachtungen von uns, die wir auch breiter zu kommunizieren versuchten.

STANDARD: Was Sie und Ihre Kollegen in Innsbruck machen, ist reine Grundlagenforschung. Besteht da je eine Hoffung auf Anwendung?

Rudolf Grimm: Ein Wesensmerkmal der Grundlagenforschung ist, dass man nicht genau sagen kann, welche Auswirkungen sie einmal haben wird. Zugleich weiß man aber auch, dass fast alle tiefgreifenden technologischen Neuerungen aus der Grundlagenforschung stammen. Beispiele dafür sehe ich bei uns insbesondere in der Quantenoptik. Da haben meine Kollegen Peter Zoller und Hans Briegel konzeptionell wirklich Bahnbrechendes geleistet und das Team um Rainer Blatt ist experimentell weltweit an vorderster Front mit dabei.

STANDARD: Und was könnte dabei rauskommen?

Rudolf Grimm: Der Quantencomputer, der in ferner Zukunft tatsächlich so eine radikale technologische Innovation darstellen könnte. Zu dessen Realisierung sind in Innsbruck in den vergangenen Jahren einige wesentliche Schritte gelungen. Und es kann gut sein, dass man sich in vielen Jahrzehnten darüber lustig machen wird, mit welchen archaischen Instrumentarien man am Beginn des 21. Jahrhundert in Innsbruck die Grundsteine für den Quantencomputer legte.

STANDARD: Haben Sie eine Erklärung dafür, wie ausgerechnet Innsbruck zu einem solchen Zentrum der Quantenphysik werden konnte?

Rudolf Grimm: Da haben viele Dinge eine Rolle gespielt. Im Grunde ging es vor ziemlich genau 20 Jahren los, als Anton Zeilinger nach Innsbruck berufen wurde. Danach kam Peter Zoller aus den USA nach Innsbruck zurück, Rainer Blatt erhielt eine Professur, weitere sinnvolle Ergänzungen folgten und so konnte sich das alles kontinuierlich entwickeln - mit exzellenten Forschern, die miteinander können. Das ist sehr wichtig. Wichtig war auch die Finanzierung eines FWF-Spezialforschungsbereichs, worauf wieder mehr Unterstützung seitens der Universität erfolgte und es zur Gründung eines Instituts der ÖAW kam. Im Grund ist das ein sehr schönes Beispiel, wie eine erfolgreiche Sache sinnvolles Wachstum erfährt und nicht aus dem Boden gestampft wird. Im Moment sind wir allerdings in einer etwas schwierigen Situation.

STANDARD: Inwiefern?

Rudolf Grimm: Es ist zu beobachten, dass wir in Sachen Grundlagenforschung in Österreich ganz allgemein an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Konkret merken wir hier in Innsbruck, dass wir in der direkten Konkurrenz um die sehr guten Post-Docs und Dissertanten international nicht mehr so gut dastehen wie noch vor einem Jahr.

STANDARD: Woran liegt das?

Rudolf Grimm: In vielen Ländern hat man auf die Krise damit reagiert, dass man Forschung noch stärker förderte. In Deutschland zum Beispiel gibt es die Exzelleninitiative, bei der Spitzenforschung an Universitäten Zusatzförderungen erhalten. Es ist dümmlich, dass wir hier in Österreich nach diesem gewaltigen Aufholprozess der letzten zehn Jahre diese Wettbewerbsfähigkeit so leichtfertig wieder verspielen. Das ist tatsächlich eine Sorge.

STANDARD: Was würden Sie also der neuen Wissenschaftsministerin raten?

Rudolf Grimm: Vor allem sollte sie für eine gute Balance zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung sorgen, die im Moment in Gefahr ist. Man darf Grundlagenforschung nicht gegen angewandte Forschung ausspielen und umgekehrt. Wir brauchen die gesamte Palette. Grundlagenforschung systematisch weniger zu fördern, würde die tragenden Fundamente der Innovation insgesamt zerstören, und das hätte enorme langfristige Schäden. Es wäre sehr wichtig, auch in Krisenzeiten die Mittel offensiv einzusetzen- die paar Hundert Millionen, die dafür nötig wären, sind im Vergleich mit Hypo Alpe Adria ja fast lächerliche Beträge.

STANDARD: Und haben Sie auch Ratschläge im Hinblick auf die Universitäten?

Rudolf Grimm: Da hielte ich es für wichtig, dass sich der Leistungsgedanke noch stärker durchsetzt. Wir müssen uns einfach international messen. Die internationale Dynamik ist gewaltig. Ich war vor einigen Wochen in China, und was da im Moment an den Unis passiert, ist gigantisch. Wir laufen wirklich Gefahr, im nächsten Jahrzehnte überholt zu werden und dann völlig den Anschluss zu verlieren.

STANDARD: Wie frei soll der Hochschulzugang Ihrer Meinung nach bleiben?

Rudolf Grimm: Wenn man viel im Ausland unterwegs ist, weiß man, dass an den meisten guten Unis die Studien sehr viel teurer sind. Dafür bin ich nicht. Ich bin ein Anhänger eines weitgehend freien Hochschulzugangs. Aber die Studenten sollten auch zu spüren bekommen, dass das Studium etwas wert ist und man einen gewissen Selbstbehalt leisten sollte - aber sozial abgefedert.

STANDARD: Und Studienbeschränkungen?

Rudolf Grimm: Es sollte jedenfalls verhindert werden, dass sich in bestimmten Massenstudien allzu krasse Missverhältnisse zwischen der Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarkts und der Zahl Studierenden ergeben, auch durch die Numerus-clausus-Flüchtlinge aus anderen Ländern. Das muss abgestellt werden. Durch die Probleme übersieht man leicht, dass viel gut funktioniert.

STANDARD: Tut es das?

Rudolf Grimm: Die Forschung an den Unis funktioniert - zumindest bis jetzt - überraschend gut und ist in vielen Bereichen international kompetitiv. Und das hat wiederum positive Rückwirkungen auf die Universitäten insgesamt. Grundsätzlich sehe ich das Problem, dass die negativen Dinge, die man über die Unis hört, in gewisser Weise auf den Zustand der Grundlagenforschung übertragen werden. Das halte ich für völlig ungerechtfertigt. Da jetzt zu sparen - also etwa die geplanten Overheads bei FWF-Projekten wieder zu streichen - halte ich für kontraproduktiv.

STANDARD: Warum sind diese Aufschläge bei eingeworbenen Projekten, der direkt an die Unis geht, so wichtig?

Rudolf Grimm: Jetzt herrscht das Problem, dass man als Drittmitteleinwerber an den Universitäten im extremen Fall zu einer Art Störenfried wird, weil die Universität selbst noch etwas für die Grundausstattung, also etwa die Laborinfrastruktur dazulegen muss, damit das Projekt überhaupt durchgeführt werden kann. Deshalb wäre die Einführung der Overheads enorm wichtig. Damit hätten such die Universitäten etwas davon, wenn sich gute Forscher um streng nach Qualität vergebenen Drittmittel bewerben. (DER STANDARD, Printausgabe, 03.02.2010)


Zur Person
Rudolf Grimm (49) hat vor seiner Wahl zum Wissenschafter des Jahres so ziemlich alles erreicht, was man als Forscher erreichen kann - und mehr. Der Experimentalphysiker, der heute einer der Direktoren des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformatik (IQOQI) der ÖAW ist, wirkte zu Beginn der 80er-Jahre als Gitarrist der deutschen New-Wave-Band Bärchen und die Milchbubis, die einige Hits hatten.

Danach konzentrierte sich der gebürtige Mannheimer aber doch auf die Physik, promovierte an der ETH Zürich, war Post-Doc am Max-Planck-Institut für Kernphysik, ehe er 2000 einem Ruf als Professor an die Universität Innsbruck folgte. Seit 2003 ist Grimm zusätzlich Wissenschaftlicher Direktor des IQOQI, seit 2006 wirkliches Mitglied der ÖAW.

Für seine Forschungen wurde Grimm unter anderem 2005 mit dem Wittgenstein-Preis ausgezeichnet, Österreichs wichtigstem Wissenschaftspreis. (tasch)

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Threonin
10

Schade ist, dass es überhaupt Drittmittel braucht und die Unis nicht komplett finanziert werden.

Wenn die Forschung unabhängig sein soll, dann muss eine Finanzierung in Forschungsangelegenheiten garantiert sein. Das betrifft vor Allem Gerätschaften, die Eigentum der Universität oder des Instituts sind.

velvet80
01

das kann und sollte man ja auch über
kompetitive Förderung (z.B.FWF) machen .

nur wenn der FWF wie z.B. vor einem Jahr in der Luft
hängt ist das eine wahre Katastrophe.

Threonin
10
Das Problem ist, dass FWF einzelne Projekte finanziert und somit von außen bestimmt wird, was sich zu erforschen lohnt.

Wie es mit der Haltung unserer Politik zur Grundlagenforschung aussieht sieht man auch beispielsweise daran, dass ernsthaft angedacht wurde aus dem CERN auszusteigen.

Auch Geld etwa für Ausrüstung im Grundlagenbereich war noch nie in großem Ausmaß vorhanden wenn man es etwa mit der angewandten Forschung im Pharmabereich vergleicht.

Das Wort
31
Aus gegebenen Anlass erlaube ich mir auf den Informationsaustausch zwischen den atomaren Teilchen zu verweisen.

Ein Elektron wird ohne der Information vom Proton für dessen Bahn einfach keinen Abstand einhalten und wir bestünden aus buchstäblich dem Nichts. Wie informieren sich Elektromagnetische Kräfte - Abstoßung oder Anziehung über Distanz muß ja übertragen werden.

Information ist beliebig verdichtbar, wie ein Boson. Wenn sich das herumspricht, ist die Forschung für bessere Ausnutzung von Magnetschichten eher bedeutungslos.

Ich rede nicht nur so daher, aber Forschung und Wissenschafter sind sehr oft total engstirnig wie Einäugige und sehr von sich eingenommen.


Pro Freistaat Kärnten!
 
00
Vergiss nicht die Fermionen

die müssen sich benachteiligt vorkommen, wenn du nur die Bosonen beliebig zusammenquetscht.....


ChesneyB
00
11.2.2010, 14:54

Das bringt dann sicher die Ferministinnen auf die Palme...

Pro Freistaat Kärnten!
 
01
Wo kann man dieses Programm kaufen,

das zusammenhangloses Geschwafel auf völlig belanglose Art zu einem Posting zusammenfügt?

Einseifer
00
Wird nur an IQ-Träger über 100 ausgeliefert.

Die Materie besteht aus der Information wie sich die Atome und deren Teile zueinander verhalten.

Die Teilchen selber sind im Verhältnis wie ein Fußball in Stadionmitte und ein Kügelchen am äußersten Rand der Tribüne vorzustellen.

Dazwischen gibt es nur Information. Fehlt diese, gibt es ein Nichts.

Ich stelle mir schwarze Löcher so vor, daß die Info zusammenbricht und alle Teilchen dicht an dicht die Masse bilden.

Es wird als einzige Information die Gravitation nach Außen getragen.

Macht nichts, wenn Sie dem Gedanken nicht folgen wollen.

Pro Freistaat Kärnten!
 
00
Und stell dir vor,

es ist tatsächlich nichts zwischen Atomkern und Elektronen......

Die "Information" die du meinst, müsste ja raumfüllend sein......

oder nicht?

Somebody Someone
01

Oh, ein Troll!

velvet80
04

das ist nunmal eine echte Erfolgsgeschichte,
und wieder sieht man wie sehr man z.B. den FWF
braucht um so etwas zu realisieren, weil ohne ihn der Nachwuchs überhaupt keine Chance hätte.

Ausserdem glaube ich dass es deswegen auch sehr schwierig ist gute PostDocs und Dissertanten zu finden weil wir selbst fast keinen Nachwuchs haben.
Das beginnt schon bei den Diplomanden, die man mit der Lupe suchen muss.

NONE
00

Da braucht man sich aber auch nicht wundern bei all den Hürden die einen reingelegt werden.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
00

die attraktivität der angebote ist einfach unterirdisch. verstehe jeden der sich da trotz wissenschaftlichem potential doch für einen nichtakademischen job entscheidet.

Nevim
00
"so ziemlich alles erreicht, was man als Forscher erreichen kann - und mehr"

Na, mir fallen da spontan noch ein paar andere Sachen ein, die man als Forscher erreichen koennte.

velvet80
00

in Madame Tussauds aufgenommen werden oder wie?

Hermine Berg
 
00
in oesterreich meinen sie wahrscheinlich :-)

Erwin Wolfram
00

Uebersetzung

Um nicht darueber zu sprechen, dass die Menschen mit Hirn und Eigeninitiative auswandern haben wir irgendjemand praemiert, der in Raetseln spricht, denn das ist die erfolgreiche Strategie um seine Vorstellungen umzusetzen, denn wenn es jemand nicht versteht kann man es weder versteuern noch aus Spass unterdruecken.

Belacqua
133

"Da hielte ich es für wichtig, dass sich der Leistungsgedanke noch stärker durchsetzt."

"Aber die Studenten sollten auch zu spüren bekommen, dass das Studium etwas wert ist."

Pfui!

Martin Sohm
00

Bitte sagen Sie mir, was genau finden Sie daran so "pfui"?

Belacqua
83

Man studiert nicht nur, um einen Output zu generieren (Gewinn, usw.), sondern Studieren hat zum Beispiel auch mit Persönlichkeitsbildung usw. zu tun. Es sollen ja nicht alle bloße Funktionäre sein, auch neue Ideen sind gefragt, usw.

orso minore
01

und ist das nichts wert?

Jojo07
36
Na dann machen wir doch am besten gleich statt irgendwelcher blöder Seminare, Vorlesungen, Übungen usw. kuschelige Selbsterfahrungsseminare - und jeder, der dann einmal geweint hat, bekommt einen akademischen Abschlußtitel geschenkt.

Man darf sich dann auch noch aussuchen, welchen Titel man gerne möchte.

Ich hoffe, diese "Uni Neu" ist dann endlich ganz nach Ihrem Sinne!

Irgendwie ist ja wirklich komisch, dass an den Unis auch nur irgendetwas gefordert wird, dass Studenten lernen und Prüfungen absolvieren sollen - also tatsächlich etwas leisten sollen. Einfach ein ganz fürchterliches "pfui"! Nicht die Studenten sollen was leisten, die Uni - und die Gesellschaft - soll es sich gefälligst leisten, ganz liebe Freizeitgestaltung zu machen: Schließlich ist es ja wohl Leistung genug, wenn Studenten körperlich anwesend sind und sich selbst erfahren!

In Ihrem Fall bleibt nur zu sagen, was ich sonst nicht tu: Gengans hackeln - Studis wie Sie braucht die Uni nicht!

Dritter von Links
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Sie haben eine Uni jemals von innen gesehen?

Jojo07
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Ich bleibe ganz bescheiden und sage:

Ja, denn ich arbeite an/in einer :-)))

Und ja: leider haben auch wir immer wieder mit Studis zu tun, die glauben, alleine ihre Existenz sei schon eine Offenbarung Gottes - und das ist schon Leistung genug. Auch die lernen sehr schnell die Realität kennen - und lernen zu leisten oder verlassen die Uni. So what!

Leider hat der "freie" Studienzugang die Knebelung von Wissenschaft und Forschung zur Folge, denn leistungsunfähige der -unwillige gibts unter den Studis leider zu viele - und genau diese verschleißen an unseren Massenunis viel zu viel Energie und Zeit des wissenschaftlichen Personals!

Die sogenannte Selbsterfahrung der Studis hat die Selbstauflösung der Uni-Leute zur Folge!

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