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Bernhard Ludvik leitet die Stoffwechsel- und Diabetesambulanz der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel am Wiener AKH und ist Leiter der Arbeitsgruppe Adipositas und Stoffwechsel.
derStandard.at: Adipositas und Übergewicht nehmen europaweit zu. In Österreich ist der nationale Aktionsplan Ernährung in aller Munde. Schlankmacher mit dem Wirkstoff Sibutramin werden indessen EU-weit vom Markt genommen. Lässt sich der Kampf gegen Fettleibigkeit auch ohne Medikamente gewinnen?
Ludvik: Für die Adipositas-Therapie ist es ein schwerer Rückschlag, dass Reductil (Sibutramin) vom Markt genommen wird. Es gibt zwar immer wieder Leute, die behaupten Medikamente haben in der Therapie einer Fettleibigkeit nichts verloren. Tatsache ist aber, dass es krankhafte Formen des Übergewichts gibt, die mittelfristig ohne den Einsatz von Medikamenten nicht in den Griff zu bekommen sind.
derStandard.at: Wann genau ist der Einsatz von Abnehmpillen gerechtfertigt?
Ludvik: Er ist dann gerechtfertigt und auch sinnvoll, wenn die Patienten eine Gewichtsabnahme mit einer Lebensstilumstellung nicht erreichen und auf Grund des Übergewichts ihre Gesundheit gefährdet ist.
derStandard.at: Angeblich hat Sibutramin keine nennenswerten Erfolge beim Abnehmen von Gewicht gezeigt.
Ludvik: Das ist nicht korrekt. Sibutramin hat in vielen Studien bewiesen, dass es das Körpergewicht, genauso gut wie alle anderen Substanzen, die bisher untersucht wurden, reduziert. Aber natürlich gibt es, wie bei jedem dieser Medikamente, auch bei Sibutramin Responder und Non-Responder. Das heißt es gibt Menschen die verlieren damit sehr viel an Gewicht, andere wiederum nehmen überhaupt nicht ab.
derStandard.at: Wie viel darf man sich als Responder von einem Abnehmmedikament generell erwarten?
Ludvik: Im Schnitt verliert man maximal fünf bis zehn Prozent des Körpergewichts.
derStandard.at: Wie nachhaltig ist der Erfolg?
Ludvik: Selbstverständlich ist es so, dass nach Absetzen dieser Medikamente das Körpergewicht in der Regel wieder ansteigt. Deshalb haben wir uns eine Strategie überlegt, wie man Reductil zyklisch einsetzen kann. Ganz einfach deshalb, weil auch die Körpergewichtsentwicklung bei vielen Menschen einem Zyklus unterliegt. Beispielsweise ist im Winter bei Lichtmangel der Appetit auf Kohlenhydrate besonders hoch. In solchen Phasen ist den Betroffenen mit dieser medikamentösen Unterstützung sehr geholfen. Sibutramin hat dabei gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Denn neben der appetitzügelnden besitzt es auch eine gewisse antidepressive Wirkung.
derStandard.at: Darf man eine Gewichtsreduktion denn auch bei der Einnahme anderer Antidepressiva erwarten?
Ludvik: Sibutramin kommt ursprünglich aus der Depressionsforschungsbehandlung. Es handelt sich dabei um einen dualen Wiederaufnahmehemmer. Wir wissen heute, dass auch andere Antidepressiva dieser Wirkungsklasse eine Gewichtsreduktion bewirken. Die Frage, die sich für mich stellt: Wie sieht es mit der Sicherheit dieser Antidepressiva aus? Man muss hier ganz ehrlich sagen, dass ein effektives Antidepressivum einen hohen Nutzen besitzt. Ob dieser allerdings größer ist, als der mögliche Anstieg einer kardiovaskulären Gefährdung, müsste man sich genauer ansehen.
derStandard.at: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Empfehlung für den Wirkstoff genau aus diesem Grund zurückgenommen. Eine Langzeitstudie ergeben hat, dass der Schlankmacher das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöht.
Ludvik: Natürlich birgt eine medikamentöse Therapie ein gewisses Risiko, aber ein adipöser Mensch, der beispielsweise unter Diabetes oder einer Fettstoffwechselstörung leidet, besitzt per se ein hohes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Studie die hier in Auftrag gegeben wurde, hat ergeben, dass Menschen, die aufgrund ihres Körpergewichts bereits gesundheitsgefährdet sind, von der Einnahme dieses Medikaments nicht profitieren, sprich ihr Herz-Kreislauf-Risiko wird damit nicht kleiner. Damit hat die Untersuchung kein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis gezeigt.
derStandard.at: Sibutramin ist nicht der einzige Wirkstoff der einer Gewichtsabnahme möglicherweise zweckdienlich ist. Sind andere Schlankmacher denn keine nennenswerte Alternative?
Ludvik: Sibutramin setzt direkt im Gehirn an und bewirkt dabei, dass das Sättigungsgefühl früher eintritt und sich der Appetit reduziert. Im Moment steht uns nur noch der Fettblocker Orlistat als Adipositas-Medikament zur Verfügung. Das Problem bei Orlistat ist jedoch: Der Patient muss wesentlich besser mitarbeiten, denn das Medikament wirkt nicht zentral im Gehirn. Dazu kommt, Orlistat erzeugt Fettstühle. Das hält viele Patienten von einer Fortsetzung einer Einnahme ab.
derStandard.at: Was ist mit Kohlenhydratblockern, Quellstoffen und anderen Schlankheitsmitteln, die im Internet angeboten werden? Darf man sich von diesen Produkten eine Wirkung erwarten?
Ludvik: Nein. Im Moment gibt es nur noch eine Substanz, die wirklich ausreichend untersucht wurde. Das ist Xenical (Orlistat).
derStandard.at: Xenical ist seit Mai 2009 in halber Dosierung in Österreich als Alli auch rezeptfrei erhältlich. Angenommen ein normalgewichtiger Mensch schluckt Alli. Kann er sich damit schaden?
Ludvik: Er kann sich damit nicht schaden, darum ist es ja auch rezeptfrei geworden. Selbst die jahrelange Einnahme der vollen Dosierung wird keine Mangelerscheinungen auslösen. Was passiert: Es bilden sich Fettstühle. Insofern ist der Missbrauch von Alli der reinste Masochismus. Sinnvollerweise sollte Alli genauso eingesetzt werden wie Xenical, sprich bei einem BMI über 30, beziehungsweise bei einem Diabetiker bereits bei einem BMI von 27. (derStandard.at, 2.2.2010)
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Man muss sich schon an die Regeln halten wenn man Alli nimmt habe damit heute angefangen man darf den fett anteil nicht überschreiten ich wurde in der Apotheke darüber aufgeklärt wenn man sich an das programm hält klappt dass schon.
Und man meldet sich im Internet an und dann bekommt Fett und Kalorien zu geteilt und dran muss man sich halten. Wenn es mehr fett wird bekommt man erst durchfall sonst nicht es geht umd einfache spielregeln. Wer von euch hatt alli schon mal getestet????????
Nehmen sie ein Xenical oder wahlweise zwei Alli und essen sie danach Gebackenen Emmentaler. Dann kennen sie den Fettstuhl.
Tipp: Essen sie lieber gleich auf der Toilette, sie werdens nämlich sonst nicht mehr dorthin schaffen. Und verkneifen sie sich jegliche Darmwinde. Es sei denn, sie haben Wäsche zum Wechseln dabei.
Wer zuwenig ist wird so dick!
Das ist ernst gemeint und kein Spaß.
Wir verhungern bei vollen Tellern!!!!!!
Was wir brauchen, dass essen die meisten nicht, weil es in der Nahrung gar nicht mehr drinnen steckt. Nur mehr toter Zellgatsch der lediglich dick macht. Und der Hunger bleibt, weil der Körper nach Nährstoffen schreit. Damit sind Vitalstoffe höchster Qualität gemeint. Eben Lebensmittel und nicht Industrienahrung der untesten Kategorie.
Außerdem passen sich gelenke relativ schnell der belastung an - es ist also sicher besser für den körper als herumzusitzen.
Man muss das systematisch sehen, selbst erfahrungen machen und nicht immer nur doof auf irgendwelche meinungen hören. Crosstraining: Laufen, Radfahren und kraftraining bei ernährungsumstellung ist das geheimrezept. Will man als mann im fortgeschrittenen alter immer schön schlank und fit sein, muss man auch seinen testosteronspiegel im auge halten bzw, abchecken.
Außer, die Schilddrüse wird nicht geprüft und die Fehlfunktion nicht erkannt.
(Bevor jemand schreit, dass das konstruiert sei: meiner Mutter ist es so gegangen und sie hat sich aufgrund der Nichtdiagnose mit allerhand Diäten auch noch den Grundumsatz ruiniert. Klar, denn das Zunehmen war nicht essensbedingt ...)
Mir selbst habe ich es ersparen können, weil ich bei den ersten Symptomen - u.a. unerklärliche Gewichtszunahme bei sonst über Jahre hinweg stabilen Gewicht - den Arzt direkt darauf angesprochen habe. Dieser wollte erst gar nicht die Hormone prüfen, da er glaubte, dass ich, trotz Zunahme noch immer schlank, wirklich etwas haben könnte ...
Kurz: je nach Arzt kann man schon einige Kilos zunehmen, bis eine UFunktion erkannt wird
niemand schreien. Eine leichte Unterfunktion merkt man nicht. Wenn man immer mit dem Gewicht kämpft ist das eh normal. Wenn man leicht zunimmt, hätte man's in der Steinzeit besser gehabt, etc.
Wäre das in der Schwangerschaft nicht automatisch gecheckt worden, ich wüsste es heute noch nicht.
Üblicherweise legt man das dem Patienten vor und er, nicht eine Behörde entscheidet, ob er das Zeug nehmen will oder nicht. Bei einer Fettabsaugung, die in der Praxis auch mal tödlich enden kann, ist das so. Mit einem Medikament abzunehmen, ein weit schonenderer Eingriff im Vergleich zu einer Fettabsaugung, ist dagegen nicht mehr möglich, weil irgendeine Behörde das so sagt?
Wenn konsequente Bewegung und Ernährungsumstellung nichts bringen, dann ist eine medikamentöse Behandlung für den Patienten sicher sinnvoll. Und das Risiko - da abnehmen, dort vermutlich Herz-Kreislauf-Probleme ist abzuwägen. Mit Übergewicht hätte man auch Kreislaufprobleme. Klar besteht die Gefahr, statt Bewegung Medikament, nur diesen "Mißbrauch" hat man überall. http://mediview.wordpress.com/
als jede pille: 10in2!
siehe: www.10in2.at
Nehmen sie ein Xenical oder wahlweise zwei Alli und essen sie danach Gebackenen Emmentaler. Dann kennen sie den Fettstuhl.
Tipp: Essen sie lieber gleich auf der Toilette, sie werdens nämlich sonst nicht mehr dorthin schaffen. Und verkneifen sie sich jegliche Darmwinde. Es sei denn, sie haben Wäsche zum Wechseln dabei.
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