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Das Ranking der häufigsten Krebsleiden ist gleich geblieben: Prostata, Lungen und Darmkrebs besetzen beim Mann die ersten drei Plätze.
Wien - 36.000 Österreicher Neuerkrankungen pro Jahr und 20.000 Patienten jährlich sterben an einem Karzinom. Bösartige Tumore sind damit für etwa ein Viertel aller Todesfälle verantwortlich, teilte die Statistik Austria am Dienstag in einer Aussendung mit. Die weibliche Bevölkerung leidet und stirbt mit Abstand am häufigsten an Brustkrebs: Im Jahr 2007 wurde bei 4.611 Frauen eine entsprechende Diagnose gestellt, 1.531 Patientinnen überlebten nicht. Bei Männern trat Prostatakrebs mit 4.986 Fällen am häufigsten auf, Lungenkrebs-Erkrankungen (2.246 im Jahr 2007) endeten beim starken Geschlecht aber öfter tödlich.
Während jährlich rund 19.000 Männer erkranken und 11.000 sterben, gibt es bei Frauen 17.000 Krebsdiagnosen und 9.000 Todesopfer. Bei beiden sei das Erkrankungsrisiko in den vergangenen Jahren um rund 15 Prozent gesunken, die Veränderung der Altersstruktur miteingerechnet, so die Analyse von Statistik Austria. In absoluten Zahlen nahm Krebs bei Männern seit 1997 um vier Prozent zu, bei Frauen um acht Prozent ab. Von 1983 bis 2007 traten insgesamt 889.581 Neuerkrankungen bei 741.278 Personen auf.
Früherkennung durch Screening
Dank besserer Früherkennungs- und Behandlungsmethoden ging die Sterblichkeit bei Männern laut Statistik Austria um 13 Prozent und bei Frauen um zehn Prozent zurück. Dank der guten Heilbarkeit von Brustkarzinomen überleben Frauen generell länger als Männer. Zwischen 1997 und 2007 gingen das Brustkrebsrisiko um 14 Prozent und die dadurch verursachten Todesfälle um ein Sechstel zurück.
Bessere Screeningmethoden haben auch die Sterblichkeitsrate bei Prostatakrebs innerhalb von zehn Jahren um 22 Prozent reduziert. Bei Darmtumoren hat sich die Situation seit 1997 ebenfalls verbessert: Bei Männern ging das Erkrankungsrisiko um 25 Prozent zurück, bei Frauen um 16 Prozent; die Sterblichkeit sank bei beiden um 23 Prozent bzw. ein Drittel. Bei Lungentumoren stieg die Erkrankungsrate bei Frauen hingegen um 23 Prozent an, die Todesfälle nahmen um ein Fünftel zu. Schuld daran ist laut Statistik Austria vermehrter Nikotinkonsum. Männer erkranken - trotz einer Abnahme der Betroffenen und deren Sterblichkeit um 20 Prozent - nach wie vor 1,9-mal so oft.
Am Ranking der häufigsten Krebsleiden hat sich nichts geändert: Ein Viertel der betroffenen Männer erkrankte 2007 an Prostatakrebs, danach folgten Lungen- (2.576 Diagnosen) und Darmkarzinome (2.478). Gut ein Fünftel aller Todesfälle waren auf Lungentumore zurückzuführen. Knapp zwölf Prozent der Verstorbenen (1.178) litten an Darmkrebs, jeder zehnte hatte ein Prostatakarzinom (1.066 Tote).
Bei Frauen war Brustkrebs 2007 mit einem Anteil von 28 Prozent wie in den vergangenen Jahren die häufigste Erkrankungsform. Auch die meisten Todesfälle - 16 Prozent - wurden von Brusttumoren verursacht. Am zweithäufigsten diagnostizierten die Ärzte bei zwölf Prozent Darm- (1.984 Fälle), gefolgt von Lungenkarzinomen (1.377). Letzterer führte öfter zum Tod als Darmkrebs (Anteil: 13 und elf Prozent).
Mit dem Stichtag 31. Dezember 2007 gab es in Österreich 300.134 Personen mit einer Krebsdiagnose, darunter vor allem Patienten mit Brust- ,Prostata- sowie Darmkrebs. 58 Prozent hatten die Krankheit bereits mehr als fünf Jahre überlebt. Am höchsten war dieser Anteil bei Gebärmutterhals-Patientinnen (72 Prozent), Frauen mit Brustkrebs (61 Prozent), Darmkrebs-Kranken (57 Prozent) und Männern mit einem Prostatakarzinom (47 Prozent). (APA)
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Das Screening bewirkt, dass viele harmlose Krebsfälle entdeckt werden. So ein Mensch stirbt dann letztendlich an Altersschwäche oder an sonstwas.
Gäbe es kein Screening, wäre der Krebs nie entdeckt worden, und der Mensch hätte unbelastet weitergelebt.
Mit Screening jedoch, muß er eine belastende Therapie überstehen.
Und das alles, damit man zum Schluss verkünden kann, "Sinkende Mortalität dank Screening".
Und am Ende ist gar es nicht wahr.
"Bei beiden sei das Erkrankungsrisiko in den vergangenen Jahren um rund 15 Prozent gesunken" - na gut, möglicherweise kein Screening - da ist das ja möglich. Aber weiter unten:
"Bei Darmtumoren hat sich die Situation seit 1997 ebenfalls verbessert: Bei Männern ging das Erkrankungsrisiko um 25 Prozent zurück" - beim Darmkrebs gibt es aber eine Screeningaktion. Offensichtlich ist sie für den Hugo.
Meine 5 Cent Meinung: Ob Tumore durch Screening erwischt werden ist zweifelhaft. Die Gründe für den Rückgang sind wohl andere. Eines ist sicher: Die Kassa der Screeningärzte hat geklingelt!
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