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Die Taliban haben in unseren Breiten definitiv keine gute Nachred‘ und rangieren in der öffentlichen Wertschätzung irgendwo in der Gegend von Nazis, Faschisten und Sexualverbrechern. Dieses üble Taliban-Renommee macht sich der Wiener "Raucheranwalt" Manfred Ainedter zu Nutzen, wenn er, im Profil (2/2010), wettert, ein flächendeckendes Rauchverbot in den österreichischen Gastlokalen wollten "nur die Nikotin-Taliban". Gut, ein Hauch von Übertreibung schwingt in dieser Wortschöpfung mit, weil nicht einmal die hartgesottensten Nikotin-Gegner fordern würden, uneinsichtige Tschick-Brüder und Tschick-Schwestern mit dem Knüttel zu traktieren oder zu steinigen.
Aber man versteht, was gemeint ist. Selbstverständlich ließen sich nicht nur militante Nichtrauch-Befürworter als Talibane bezeichnen, sondern auch sonstige Aktivisten aller Art, welche massiv gegen von ihren als störend empfundene Phänomene vorgehen, also zum Beispiel Kampfhund-Taliban, Alkohol-am-Steuer-Taliban und so weiter und so fort. Womöglich findet sich ja auch unter den p.t. Lesern der eine oder andere Hobby-Taliban.
Wenn dem so sein sollte, bitte ich freundlich um Mitteilung.
Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
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Herr Winder vergißt eines: die antiraucher-taliban sind keineswegs "nikotin-Taliban: sie verkaufen ihr patentiertes nikotin tonnewiese : und das ist der einzige grund zu diesen übelen pharmakampagnen.
Nicorette, als prures nikotin ist noch harmlos. hingegen TÖTEN Champix und Zyban am laufenden Band.
An dieser Stelle möchte ich stellvertretend Hrn. Ainedter mal mitteilen, dass er bitte die beiden Themen "Nikotin" und "Rauchen" in seiner Wahrnehmung von Nichtrauchern trennen möge. Als Nichtraucher habe ich nichts gegen Nikotin. Von mir aus sollen sich Nikotin-Süchtige das Zeug in Großhandelsmengen in die Venen quetschen o. ä.
Wogegen ich etwas habe, ist der ätzende Qualm (Teer, Ruß, etc.), welcher mir beim Lokalbesuch die Kontaktlinsen verpickt (von der Lunge gar nicht zu reden).
In diesem Sinne, Hr. Ainedter: schieben Sie sich Ihr Nikotin in Pulverform meinetwegen mit der Darmsonde rein, aber bitte lassen Sie und Ihre Suchtgenossen das Zündeln in der Öffentlichkeit!
Haben die Nazis ausgedient? Also ich kann mich mit den talibanisierten Konstruktionen nicht anfreunden ... klingt einfach zu verschleiert.
Ich finde die nazifizierten Versionen näherliegender, egal ob es sich um den Rauchnazi oder den, in diesen Kreisen wahrscheinlich eher verbreiteten, Grammatiknazi handelt.
Vielleicht haben die Vergangenheitsbewältigungsnazis die Hand im Spiel ...
Bei den tasliban werde rauchern 2 finger abgeschnetten
bei uns werden mesnchenversuche mit chmpüaix und zyban getätigt.
abgesehen davon das sdie gesamte raucherhaertz vond er von Hitler abgeschaut wurde: also bei uns mehr Nazis als Taliban.
was den puritanismus betriffft, ja: da mehr taliban.
pharma /puritanier : Nazis/ taliban.
es ist kein konstrukt, es ist absolut real.
Ich meine auch, dass nicht feststeht, ob ein [...]-Taliban fanatisch für oder gegen etwas sein muss.
Mir fielen dazu noch die Binnen-I-Taliban (TalIban?) ein, obwohl der Begriff Taliban sich für die wohl in der Mehrzahl weiblichen Proselyten schlecht eignet.
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