"Nein zum Hunde-Rassismus!"

2. Februar 2010, 21:34

Tierschützer gegen verpflichtenden Hundeführschein

Wien - Tierschützer wehren sich gegen den aus ihrer Sicht "diskriminierenden" verpflichtenden Führschein für Kampfhundehalter, über den bei der Wiener Volksbefragung abgestimmt wird. Wenn es einen Pflicht-Hundeführschein gebe, dann für alle, sagt Alexander Willer, Pressesprecher des Wiener Tierschutzhauses in Vösendorf.

Mehr als ein Drittel der rund 360 Hunde im Tierschutzhaus gehört einer der Rassen an, die sich auf der von Umweltstadträtin Ulli Sima (SP) erstellten Indexliste für die verpflichtende Prüfung finden. Derzeit kämen laut Willer jede Woche ein bis zwei Hunde mehr als sonst ins Heim - da die Politik das zu Unrecht schlechte Image dieser Hunde verstärke.

Durch das Wiener Konzept und das am 1. Jänner in Kraft getretene niederösterreichische Gesetz steige in kleineren Tierheimen die Gefahr, dass derartige Rassen eher getötet würden, da man davon ausgehe, sie nicht vermitteln zu können - wogegen sich das Tierschutzhaus dezidiert wende. Man merke bereits, dass sich potenzielle Interessenten zurückhielten.

Auch die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) ist gegen den "Kampfhunde-Führschein" und lehnt ein "Festmachen der Gefährlichkeit von Hunden an Rassemerkmalen oder ihrem optischen Erscheinungsbild" ab. Der Hundeführschein ersetze zudem nicht die fundierte Ausbildung bei einem Hundesportverein oder -trainer. Insofern sei die Fragenerläuterung bei der Volksbefragung - "der Hundeführschein ist eine fundierte Ausbildung für Hundehalter" - irreführend.

Wuff gegen Diskriminierung

Das Hundemagazin Wuff hat jetzt eine Flugblattkampagne unter dem Motto "Nein zum Hunde-Rassismus!" gestartet. Das Treiben der schwarzen Schafe unter den Hundehaltern werde durch einen Führschein noch legitimiert, sagt Wuff-Verleger Gerald Pötz. "Ein soziologisches Problem psychopathischer Hundehalter lässt sich so nicht lösen." Man solle vielmehr die Maulkorb-, Leinen-, und Chippflicht kontrollieren, um Vergehen in einer Datenbank zu speichern. Schließlich seien tausende Hunde in Wien nicht gemeldet.

Im Büro Sima beschwichtigt man: "Wir wollen sicher keine Hunde diskriminieren. Es geht darum, ein besseres Miteinander zu schaffen" , sagte Sprecherin Anita Voraberger. Oft hätten Menschen heute Angst vor Hunden, die auf der Indexliste stünden. Durch bessere Ausbildung der Tiere und ihrer Besitzer könne sich das nur verbessern. (APA, spri, DER STANDARD, Printausgabe, 3.2.2010)

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Dein schönster Traum
00
27.7.2010, 08:27
Völlig richtig!

Nein zur Unterscheidung zwischen den Hunderassen - alle Köter haben Zähne und Darmausgang.

Nikos S.
01
19.2.2010, 20:08

auch wenn ich "hunde-rassismus" für die dümmste wortschöpfung seit langem halte, bin ich doch dafür, dass hunde-gesetze allgemeine gültigkeit haben sollten. diese differenzierung ist doch unnötig, jeder hund kann gefährlich sein! es wäre wichtig, dass sich die menschen bewusst werden, dass tiere nun mal tiere sind und nicht irgendein spielzeug das man sich zum geburtstag schenkt und dann wieder wegwirft! überhaupt, der umgang mit haustier und nutztier in der modernen kapitalistischen welt ist widerwertig! so, das musste gesagt werden..

Waldrausch
00
19.2.2010, 18:56

ich glaube jedem hund ist es so was von egal ob er diskrimminiert wird oder nicht.

Laocoonte
11
Blindenhund...

Wer muss da jetzt eigentlich einen Führerschein machen ?
Der Hund, der seinen Kampfblinden führt, oder der Blinde der auf seinen Kampfhund auf Gedeih und Verderb angewiesen ist ?
Hundehasser und Hundefreunde, bitte gebt mir eine Antwort ...

paradiselost
14
you made my day!!!

„Komisch, nur dass sich die Hundehalter nach wie vor asozial verhalten. Zumindest laufen immer noch genug ohne Leine und Beißkorb herum.“ (Ein paranoider paradoxer poster in diesem thread)

ich fordere einen psychologischen test – vorab – sowie maulkorb- und leinenpflicht für leute, die sich in öffentlichen foren ausschleimen! muss gleich mal im rathaus anrufen. *lol*

das 7te geislein
16
ich zitiere aus einem anderen posting (danke!!):

Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund....

Man lässt kein 4-jähriges Kind mit einem Hund alleine, völlig unabhängig von der Rasse ! Kinder sind im Entdeckungsalter, puhlen dem Hund evtl im Ohr oder im Auge, ziehen woran auch immer... und können dann nicht mit den Signalen des Hundes umgehen bzw entsprechend darauf reagieren.
ein Hund wird versuchen sich zu entziehen, er wird Signale geben, dass er seine Ruhe haben will, und irgendwann wird er das Signal geben "stop jetzt will ich nicht mehr". Nur ein Kind kann all das noch nicht lesen und wird die ganze Signalkette ignorieren, was dazu führt dass der Hund sich wehrt...
Weder Kind noch Hund ist ein Vorwurf zu machen, beide re/agieren völlig natürlich.
Der Fehler liegt wie so oft beim Erwac

eowyn eowyn
00
danke

besser ausdrücken kann man es nicht

Karottensammler
02

Vermutlich gehört das mit dem Hunde-Rassismus zu den absurdesten Aussagen, die ich seit langem gehört habe.

Aber eins stimmt, der Führerschein ersetzt keinen gute Ausbildung im Umgang mit dem Hund, und wirkt bestenfalls irreführend

Buzz Lightyear
76
Wozu Hunde überhaupt?

Michael Wagner8
54
und vorallem da wir jetzt wissen,

dass ein durchschnittlicher Hund einen ökoligischen fussabdruck von zwei Geländewägen hinterlässt ist die frage mehr als berechtigt!

Aber klar, der Mensch gestattet sich alles was er eben will. Reine Ego sache.

the falling man
43
was wir nicht alles wissen..

ist das nicht diese gack-geschichte von zwei selbsternannten neuseeländischen "wissenschaflern"?

Michael Wagner8
24
scherzkecks

ein durchschnittlicher hund frisst in seinem leben einige kühe, ganze schweine- und hühnerstähler leer, welche enormen umweltressoucen das darstellt ist nachvollziehbar ausrechenbar.
Aber klar, das essen kommt aus der Dose und diese wachsen in den Supermarktregalen ganz natürlich nach.
Unglaublich, welche realitätsverweigerung manche Menschen ganz selbstverständlich tagtäglich leben.
Hauptsach gegen die SUV's schimpfen, und selber hat man einen tollen fuhrpark in der garage und hält trotz zwei jährlichen fernreisen zwei hunde. Diese leut sind mir die liebsten!!

Maria Lacina
04
Wozu Geländewagen?

ad vocem
13
Als Prater-Anrainer ...

... kann ich ihnen versichern, dass die Kombination ...

SUV PLUS riesiger Hund

... auch sehr häufig zu beobachten ist. Nämlich wenn sie in der Früh die Tiere mit dem Auto zum schnellen Abgacken bringen.

Maria Lacina
00
Das..

beantwortet meine Frage nicht. Wozu Panzer für Arme, äh - ich meinte SUVs, wenn man nicht Bergbauer ist.

ad vocem
00
Tja ...

Das gehört zwar an sich hier her: http://derstandard.at/r633/Verkehr

Aber ganz verstehen kann ich es auch nicht! Wird wohl doch was mit dem Ego zu tun haben und mit dem postmodernen „Anything goes“ - auch wenn die Karren dann ausschließlich zum Einkaufen in der Stadt herumrollen oder -stehen. Aber es kööööönnte ja sein, dass irgendwann mal ...

Maria Lacina
13
weil..

sie lieb sind.

Buzz Lightyear
11
D'accord.....

Ich bin ein absoluter Tierfreund. Tiere (und Pflanzen) sind super - aber bitte in der Natur!

Wenn Hunde so lieb sind, wieso muss man sie dann besitzen? Oder reißen Sie auch jede Blume aus der Erde, weil sie so schön ist.

Und wenn das ganze Gevieh daheim wirklich unbedingt sein muss, dann SORGT DAFÜR, DASS DIE VIECHER NICHT ALLES VOLLKACKEN, UND HÄNGT DEN BESTIEN EINEN BEISSKORB UM!

Maria Lacina
10
reg..

dich net so auf buzzy, das tut der Gesundheit nicht gut.

Maria Lacina
00
nein..

Blumen reiss ich nicht aus der Erde, denn da wären sie nicht länger schön, sondern würden welken und sterben.

Norbert Müller
 
12
das ist das egoistischte argument was es überhaupt gibt.

kühe und schweine sind auch lieb, löwenbabies auch!

ich persönlich finde mäuse und blattläuse auch ganz niedlich.

Maria Lacina
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Ich..

BIN egoistisch, immer schon gewesen, und ich stehe auch dazu! Wenn ich einen Hund haben koennte (geht momentan nicht, da zu wenig Zeit und Moeglichkeit, ihn artgerecht zu halten) hätte ich einen (Hundeschulbesuch selbstverständlich inklusive) und es wär mir _vollkommen_ egal, ob das irgendjemanden mehr oder weniger passt.
Die von Dir angeführten Tiere finde ich übrigens auch alle nett.

amPunkt
10
da bin ich auch ihrer Meinung

Fragezeichen XY
10

da bin ich auch ihrer Meinung

Michael Wagner8
04
Bitte! jetzt wurde das in den Medien in den letzten Wochen schon so oft klar gestellt

und noch immer wird der Begriff "Kampfhunde" falsch verwendet!

Per definition ist eine bestimmte Rasse nicht mit dem Begriff "Kampfhund" gleichzusetzten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kampfhund

Bitte liebe standard Redaktion, macht euch nicht lächerlich und verwendet in diesen zusammenhang den Begriff "Kampfhund" nicht!! Es ist schlicht weg falsch ein billiges mittel um auf politischer ebene menschen zu mobilisieren. Da wollt ihr ja nicht mitmachen, oder?

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