Brasilien

Drittgrößter Stausee der Welt wird gebaut

02. Februar 2010 06:24

Projekt soll 11.000 Megawatt Strom produzieren

Brasilia - Im brasilianischen Amazonas-Becken soll der drittgrößte Stausee der Welt entstehen. Das Umweltministerium in Brasilia genehmigte am Montag (Ortszeit) den Baubeginn für den Stausee Belo Monte am Xingu, einem Zufluss des Amazonas im Teilstaat Para. Die Baukosten des Staudamms, der auf eine Stromleistung von 11.000 Megawatt ausgelegt ist, sind auf elf Milliarden Dollar (knapp acht Milliarden Euro) veranschlagt. Noch höhere Leistungen erbringen bisher lediglich der ebenfalls brasilianische Itaipu-Stausee mit 14.000 Megawatt und der Drei-Schluchten-Stausee in China mit 18.000 Megawatt.

Das Staudamm-Projekt wird von Umweltschützern und wegen seiner Auswirkungen auf die Ureinwohner kritisiert. Für die Entschädigung der Ureinwohner sind umgerechnet rund 570 Millionen Euro veranschlagt. Der Stausee wird rund 500 Quadratkilometer Land überfluten. Nach Angaben der Bewegung Xingu Vivo dürften rund 20.000 Einwohner ihren bisherigen Lebensraum verlieren.

Die Ausschreibung der Arbeiten soll im April beginnen, die Stromproduktion im Jahr 2015. Bei der Fertigstellung soll der Stausee Belo Monte elf Prozent des brasilianischen Strombedarfs decken. Die Wasserkraft hat bereits jetzt einen Anteil von 80 Prozent am brasilianischen Strombedarf. (APA/AFP)

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15 Postings
Ich bin klug
09.02.2010 22:40
Der Text hat schwere stilistiche Mängel!

Hier die Alternative:
Superriesenmegagroßer Gigastaudamm geplant!
Die Leistung soll so stark sein wie die von 15000 Kleinwägen! Die Kosten sind fast höher als die gesamte Bilanzsumme der Voest! (In Euro umgerechnet fast ein bisserl mehr!) Die Indianer, halb so viele wie in Hietzing wohnen, bekommen mehr Entschädigung wie die Nordautobahn gekostet hat! Die Fläche soll etwa 1.916.688,453025416055624982270632 Tennisfelder groß sein, das sind ungefähr 1.190.476,190476190476190 Basketballfelder!

A ndreas Bogeschdorfer
11.02.2010 19:17
Wieviele Indianer wohnen in Hietzing?

Florian Pressler
16.02.2010 12:36
Mehr als du vielleicht glaubst!

siehe: http://www.youtube.com/watch?v=Ys0t1a7_JCs

der Zacharias
07.02.2010 10:25
Also liebe Umweltschützer, was wollt ihr jetzt? Klimaschutz oder Ureinwohnerschutz?

Ich persönlich stehe aus weltklimatechnischen Gründen dem Bau eines neuen großen Wasserkraftwerks sehr positiv gegenüber. Ein paar tausend Leute umsiedeln zu lassen ist hier ein kleines Opfer, und Brasilien ein Vorreiter in der Nutzung von Wasserkraft.

Oder wär euch ein Atomkraftwerk lieber?

Ich bin klug
09.02.2010 22:10
11 Atomkraftwerke, nicht eines!

greenling
08.02.2010 12:24
troll?

aus klimatechnischen gründen...trollen sie hier absichtlich rum um maßnahmen gegen den klimawandel in verruf zu bringen?
der bau eines so großen wasserkraftwerkes ist eine ökologisch höchst bedenkliche und schwachsinnige idee!
dem regenwald wird dadurch enorm geschadet und er wird so noch schneller zusammenbrechen.
erst abholzen, dann unter hitzestress durch die hohen temperaturen und weniger niederschläge und jetzt noch ein wasserkraftwerk! einfach krank!

A ndreas Bogeschdorfer
07.02.2010 15:05
Viele kleine Wasserkraftwerke können genau so viel, vielleicht sogar mehr als ein Riesenstaudamm

Riesenstaudämme, insbesondere in erzreichen Ländern kommen zumeist nur der energieintensiven (und arbeitsplatzarmen) Industrie entgegen und nur minimal dem Bedarf der ansässigen Bevölkerung.

Alleine der Bedarf an Verteilungsinfrastruktur ist so hoch, dass eine Breitenversorgung in stark zersiedelten und hoch verschuldeten Ländern schon an diesem Umstand meist scheitert.

Das aus der Stromproduktion abgeschöpfte Kapital kommt nur wenigen zu gute, die Masse schaut durch die Finger. Bei Kleinkraftwerken gibts viele potentielle Produzenten, breite Kapitalstreung ist möglich.

Für Erneuerbare zu sein, bedeutet nicht, dass nicht auch hier bestimmte Projekte (siehe auch DESERTEC) kritisch betrachtet werden sollen.

Quaritsch
 
08.02.2010 12:07

Prinzipiell bin ich Ihrer Meinung, aber gerade gegenüber Desertec kann man auch positiver eingestellt sein (Kleinräumige Stromerzeugung + Desertec + Nordseestrom könnte tatsächlich die Energiewende bringen, nur kleinräumig wenn überhaupt nur viel langsamer), und auch bei so einem Riesenstaudamm ist glaube ich Vorsicht mit sofortiger Verurteilug geboten.

Was Umwelt und Lebensqualität der Anwohner betrifft können die Entwicklungen genauso positive wie negative Folgen haben.

Heute hätten sich wohl manche Umweltschützer auch für die Erhaltung der italienischen Sümpfe eingesetzt...
http://de.wikipedia.org/wiki/Pont... sche_Ebene

Gewinnverteilung ist wesentlich, aber die kann sich auch noch mit der Zeit (zum Positiven) ändern..

Heavyweather
12.02.2010 09:27

"DIE Energiewende" wird es nicht geben.
Man kann nur kleine Schritte unternehmen und z.B. Großkraftwerke durch lokale Kleinunternehmungen ersetzen.
Idealerweise natürlich kommunale Projekte. Strom für die Menschen von den Menschen. Wo die Wertschöpfung auch bei uns bleibt.

Diese kleinen Unternehmungen müssen zusammenwachsen und so auch große Abnehmer (Industrie/Städte) bedienen.
Industrie sollte verpflichtend für nachhaltige Energie sorgen müssen.
Idealerweise geht das ganze mit einem gesellschaftliche Umbruch einher...z.B. BedingungslosesGrundeinkommen.

Ich arbeite gerade an mehrer Kraftwerken.
Ein Gravitationsvortex KW und ein Kitekraftwerk das noch in der Projektierungsphase steckt.


Das ZENSURIERTE Böse
03.02.2010 08:50
komisch

aber irgendwie muss ich an avatar denken mmhh

nix fir unguad
02.02.2010 11:17
Das mit den Kosten von €8Mrd kann nicht stimmen

Das wären nur spezifische Kosten von €727 pro installierter kW.
Das ist zu gut um wahr zu sein.

sed s/./_242_/g
02.02.2010 10:04

Ist das die Gegend, wo Bischof Erwin Kräutler sein Werk verrichtet?

living reef
02.02.2010 09:09
und w3ieviel km² regenwald verschwienden in den fluten?

ad vocem
04.02.2010 17:24
Naja, wie sie lesen können ...

... offensichtlich max. 500km².

Also ein BRUCHTEIL dessen, was durch Landwirtschaft oder (legalen und illegalen) Holzeinschläg jährlich in Brasilien verloren geht.

2007 waren das z.B. allein in den ersten fünf Monaten 3.235 km²

http://news.bbc.co.uk/2/hi/amer... 206165.stm

gr.ado
 
02.02.2010 07:37

... 570 Mio für 20.000 Einwohner klingt irgendwie naja ...

... die Erfahrungf zeigt aber: die Chinesen habe 1,2 Mio Einwohner umgesiedelt, die Entschädigung dafür ist aber hauptsächlich bei den örtlichen Parteibonzen hängen geblieben ...

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