Zankapfel ÖBB-Nebengebühren­pauschale

Luise Ungerboeck, 01. Februar 2010 17:51

Staatssekretär Lopatka stellt ÖBB-Management Ultimatum bis Mitte Februar

Wien - Die Aufforderung von Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP), das ÖBB-Management möge bis Mitte Februar endlich Vorschläge zur Abschaffung der so genannten "Allgemeine Nebengebührenbezugspauschale" (ANP) machen und damit ÖBB-Pensionsprivilegien abschaffen (und bis 2045 bis zu 1,2 Milliarden Euro an Mehrkosten sparen), ist keine einfache Übung. Denn wohl war die im Gehaltsabkommen 2002 von ÖBB-General Rüdiger vorm Walde eingeführte ANP per Unterschrift in mehr als 32.000 ÖBB-Dienstverträge eingepflanzt, streichen lässt sie sich laut Rechtsexperten aber nicht pauschal, sondern nur per Einzelvertrag. Ob der Aufwand lohnt, ist fraglich. Denn die ANP ersetzte dutzende, zum Teil exotische Nebengebühren, die die ÖBB-Gehaltsabrechnung zu einer Geheimwissenschaft gemacht hatten. Wer nicht im Schichtbetrieb arbeitet, also 60 Prozent der ÖBBler, bekommt seither keine Zulagen mehr. Daran will die ÖBB-Führung nicht kratzen, zumal aktive und pensionierte ÖBBler deutlich höhere Pensionssicherungsbeiträge zahlen, als nach ASVG Versicherte (siehe Tabelle).

Bei nach 1995 angestellten ÖBBlern sind die brutto rund 100 Euro Pauschale überhaupt Gehaltsbestandteil laut KV, also per Gesetz kaum auszuhebeln. Eine Änderung der Bemessungsgrundlage wiederum wäre verfassungsrechtlich problematisch. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 02.02.2010)

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jopc
 
02.02.2010 19:51
dem hr. nichtschweiger sei gesagt

bis zum jahr 1998/99 haben die bundeszuschüsse des bundes an die ÖBB in etwa das gleiche ausgemacht als die zuschüsse zu den ASVG pensionen (zahlen lt. hauptverband). weil es eben diese hohen PV beiträge gab sowie auch für pensionisten die sicherungsbeiträge.
erst danach begannen diese zahlen aus dem ruder zu laufen. seit anfang 1996 kommen nämlich keine neuen beutragszahler mehr ins system ÖBB. die zahlen alle ins ASVG. kein wunder also das das system kippt. jetzt in der zwischenzeit, in der umbruchphase herzugehen und auf das system das die ÖVP damals gewollt hat einzudreschen-jeder möge sich sein bild drüber machen. natürlich leisten die medien an der privilegienhetze ihren maßgeblichen anteil.

jacques05
02.02.2010 15:49
es ist schon interessant, wie uns ein lopatka...

erklären will, wie, wo man einsparen kann.
wo man privilegien abstellen kann.
sein vorgänger in diesem amt, auch von der wirtschaftspartei, hat dem steuerzahler vorgeführt, wie man mit "reformen", die öbb am teuersten für den steuerzahler und am lukrativsten für kriminelle aus dem dunstkreis von vp und fp.
ein blinder erzählt uns von den farben.
ein mitglied einer partei, die uns jahrzehnte weismachte, weniger staat, mehr privat, private pensionsvorsorge, freie marktwirtschaft.
und in zeiten der größten wirtschaftskrise der geschichte, maßgeblich von leuten dieses schlages verursacht, will uns diese kreatur erklären, wo man einsparen könnte.
er hält die menschen für dümmer, als er selber ist.
das ist infamie in reinkultur, övp eben.

ego n
09.02.2010 18:54

ja so sind halt die wirtschaftsprofis in der volkspartei!

aber auf ihr klientel schauns, denn den lehrern und bauern und auf die"reichen" da passens schon auf!

maj jong
02.02.2010 13:55
höchste Zeit....

die Privilegien der Eisenbahner an die des verflossenen ÖVP- Kanzler und dessen Klientel -

z.B. an die Bauer anpassen, die mit 50 und darunter krankheitshalber in Pension gehen, kaum eingezahlt aber mit Ersatzzeiten zu einer stattlichen Pension kommen, der Gattin den Hof verpachten um dieser, mit Ersatzzeiten garniert, ebenfalls eine gute Pension zukommen zu lassen!

Der Herr Landwirt werkt in der Krankenpension weiter wie bisher!

In Zeiten der Eisenbahnerverfolgung wurden zig Staatsanwälte auf frühpensionierte ÖBB-ler und Postler angesetzt,

Für den HAA- Skandal hat man einen Staatsanwalt eingesetzt,

man kann daher erahnen wie viele schwarze Gauner und ÖVP Würdenträger involviert sind!

ÖBB = Lowpatka Ablenkungsmanöver!

ego n
04.02.2010 11:02

super!
und vergiss die leherer nicht! die "arbeiten" ja auch mind. 40 stunden in der woche und vor allem so gut, dass sie dann den dummen schülern in ihrer kargen freizeit nachhilfe (natürlich gegen bezahlung) geben müssen!
da hört man nichts von hr. lopatka!

der falke1
28.02.2010 17:02

hoffendlich bezahlen die lehrer für die nachhilfestunden auch brav ihre steuern?

aber das ist eine andere geschichte und deshalb den lopatka, der övp und den finanzministerium völlig egal!

momodeluxe
02.02.2010 13:54

die 60%, die die Allgemeine Nebengebührenbezugspauschale nicht erhalten, bekommen hoffentlich die Allgemeine Nebengebührenentfallsentschädigungspauschale.

naihoit
02.02.2010 10:56
Entweder Lopatka weiß,

daß das nur per Gesetz geändert werden kann, dann belügt er uns, wenn er uns glauben macht, das könne per Verordnung geregelt werden.
Oder er weiß es nicht, dann sollte er sich einmal fragen, ob er als Staatssekretär noch tragbar ist.

Dilbert
02.02.2010 09:42
So eine Frechheit aber auch.

Die Eisenbahner wollen doch glatt für Gehaltsbestandteile für die sie Pensionsbeiträge zahlen auch eine Pension haben.

Black Adder
02.02.2010 10:40

Man geht im Schnitt mit 53 Jahren bei der ÖBB in Pension. Ohne Abschläge.

Wenn sie da von erworbenen Rechten sprechen für die man einbezahlt hat, dreht sich mir der Magen um.

lokführer
28.02.2010 17:04

super-danke!

dann könnte ich ja praktisch bald in pension gehen und sie bezahlen meine abschläge? find ich nett von ihnen - danke!

ottoli
 
03.02.2010 10:22

Seit wann ohne Abschläge. Nur die bis 1954 geborenen haben keine Abschläge (so wie im ASVG) alle andern schon. Außerdem möchte ich sagen das ich vor über 30 Jahren einen Vertrag abgeschlossen habe der nicht mehr gilt. Ich zahle höhere Beiträge (von 1996 bis 2004 15% seither 13,5% für die PV. In der Pension darf ich dann einen Pensionsicherungsbeitrag in der Höhe von 4,8% bezahlen. Für mich war mein Pensionsrecht damals ein Gehaltsbestandsteil der mein geringes Gehalt zur damaligen Zeit ausgeglichen hat. Jetzt kann ich genau so lange Arbeiten wie dar ASVG`ler bekomme aber weniger Pension und schon gar keine Abfertigung.

mir wird schlecht
04.02.2010 11:16
Pensionssicherungsbeiträge...

...werden seit 1994 eingehoben. hat damals mit 0,5% angefangen. (lt. hums - ehem. vors. der GDE, später sozialminister) wäre mit der övp (damals schüssel) ausverhandelt, dass mit diesem beitrag, die disk. um die öbb pensionen ein für allemal erledigt seien.
blöd nur, dass sich 1997, 2000, 2001 & 2004 niemand mehr daran erinnern konnte.
der pensionssicherungsbeitrag ab 04 ist altersabhängig. je "jünger" desto niedriger.
diesen beitrag zahlt außer den "echten beamten" niemand. wohin die beiträge verschwinden, wurde nie geklärt. hinzu kommt noch:
arbeitslosenvers. - trotz defacto unkündbarkeit
höhere krankenvers. - trotz selbstbehalt
und, und, und.

ego n
04.02.2010 11:03

na vielleicht setzt das der lopatka durch!

Dilbert
02.02.2010 12:39

Sie sollten sich mehr um ihr Hirn als um ihren Magen sorgen.

maj jong
02.02.2010 13:08
Gott sei dank.....

bin ich nicht einer der ÖVP Kampfposter und kann ihnen daher aber auch nur einen grünen Balken spendieren!

Sie haben recht,
statt dem schwarzen Adler kreist wohl der schwarze Provisions,- Immobilien,- Banken,- Korruptions,- Freunderlwirtschafts,- Privilegien,- Postenschacher und Verluderungsgeier über Österreich und bei dem kleinen Hirn wird dieser wohl von Fäkalgestank gelotst!

Dilbert
02.02.2010 14:09

Mich ärgert vor allem, dass hier so schamlos gelogen wird.

Petebull
02.02.2010 08:21

Herr Lopatka , warum reden Sie nie über die Pensionsprivilegien der Beamten oder noch besser der Politiker?

Warum halten Sie bezügl. den Machenschaften des schwarzen Huber den Mund (Verspekulationen, Turm in Linz, Immobiliendeals)? Kann es sein, dass diesbez. Gelder in die ÖVP-Parteikasse zurückfloßen? Aber das werden wir nie erfahren, denn betreffend Parteienfinanzierung wollen Sie ja ebenfalls nicht reden (Offenlegung sämtlicher Zuwendungen ohne Betragsgrenze)?

Stattdessen hauen Sie (= Null Ahnung, aber viele Privilegien) pauschal auf Personen mit wenigen Privilegien hin, blöd reden halt, wie immer. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und schaffen Sie Ihre eigenen Privilegien ab, dann reden wir über andere Privilegien.

Rauscher der Hundefreund
01.02.2010 19:18
Also vom Lopatka lass ich mir gern ein Ultimatum stellen

Der weiß ja Morgen schon gar nicht mehr, was er Heute gesagt hat. Ein Traum von Politiker!

Kell-Conerem
01.02.2010 18:22

der lopatka soll seine klappe halten und die öbb in ruhe lassen. Eh klar nur bei den kleinen Sparen und pro jahr ein paar millionen sparen. Aber hauptsache die Arbeiter werden noch mehr verarscht. Wie währs wenn dieser herr von der ÖVP mal bei sich selbst zu sparen anfängt.

Entropix
02.02.2010 09:40
das bezahlt

nicht "der Staat", sondern wir alle und das sind nun einmal hauptsächlich "die Kleinen"!

Nichtschweiger
 
01.02.2010 19:22
Die ÖBB sind keine Kleinen - die kosten uns im Jahr 7 Milliarden Euro!

Da kann man schon schauen wo etwas einzusparen ist - am ehesten eben bei den Pensionsprivilegien der Bediensteten!

ego n
28.02.2010 17:09

man könnte bei den wahnsinnigen tunnel (koralm, semmering und lainz genug sparen) - aber die wollen ja die politiker!

mir wird schlecht
04.02.2010 11:18
...Pensionsprivilegien der Bediensteten...

die sie uns sicher alle sofort aufzählen können!
her damit, halten sie uns ihr wissen nicht vor!

Nichtschweiger
 
04.02.2010 11:23
Naja, das Haupt-Privileg ist das frühe Pensions-Antrittsalter!

Mit 50 - 52 in Pension gehen zu können - bei der heutigen Lebenserwartung - toppt eigentlich so ziemlich alles. (Ausgenommen nur die Privilegien der ÖNB!)

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