Das Rizzi-Plaza und die PVA

01. Februar 2010 17:48

Salzburger Pensionsversicherung: Fragen zum Umzug

Wien - Immobiliendeals mit Behörden oder deren Einmietung bei "Freunden" (allenfalls von Lobbyisten unterstützt, wie es beim Linzer Terminal Tower von Porr/Raiffeisen mit Walter Meischberger und Peter Hochegger im Raum steht) gab es auch bei der Fusion der Pensionsversicherung der Arbeiter mit jener der Angestellten zur "PVA".

Die fand 2002 (Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Sozialminister Herbert Haupt) statt und verursachte zwecks Dienststellenzusammenlegung diverse Übersiedlungen. So auch in Salzburg, wo die PVA als Mieter in einem neuen Porr-Gebäude landete. Auch mit Sanktus des Finanzministeriums, das um rund 23.000 Euro ein Gutachten eingeholt hatte - von Immo-Experten Ernst Karl Plech (Ex-Aufsichtsratsvorsitzender der Bundesimmobiliengesellschaft; Grasser wurde sein Kompagnon). Einmieten sei rentabler als Eigentumsobjekte zu erwerben, sei sinngemäß darin gestanden, bestätigt der Ex-Chef der PVA (ab Fusion, bis 2009), Ewald Wetscherek. "Wir haben überall versucht, auf Mietbasis zu kommen und immer mit der Porr AG kontrahiert."

Zunächst hatten die Pläne ganz anders ausgesehen, schreibt auch der Rechnungshof (RH) 2007. Der "Überleitungsausschuss" trat im März 2002 für die Übersiedlung ins Haus der "PVArb" ein, die Sanierungskosten setzte man mit 3,9 Mio. Euro an. Der Baumeister der "PVAng" warnte vor diesem "generalsanierungsbedürftigen" Ort - der Überleitungsauschuss blieb jedoch bei seinem "Zielobjekt".

Am 15. Mai 2003 kam alles anders. Die PVA unter Wetscherek beschloss die Einmietung ins Projekt "Rizzi Plaza" in Salzburg-Schallmoos um 9,55 Euro je m2 (plus 435.000 Euro für Adaptierung). Was inzwischen geschehen war: Porr hatte ein Grundstück in Salzburg-Schallmoos erworben und die Rizzi Plaza Errichtungs- und VerwertungGmbH gegründet.

Finanz- undSozialministerium beeinspruchten die PVA-Entscheidung. Nach Kosten-Nutzen-Prüfung anderer Varianten und eines Gutachtens, wonach 9,80 Euro Miete doch angemessen seien, gaben sie aber grünes Licht für den Mietvertrag mit15 Jahren Kündigungsverzicht. Ende 2004 wurde übersiedelt; dem RH erschien die Miete dennoch "zu hoch" . Heute gehört das Rizzi Plaza zum Uniqa-Reich; Wetscherek ist Aufsichtsrat der Uniqa-Versicherungen AG. Eine Tätigkeit, die vor seiner Bestellung zum PV-Chef "nicht gemeldet hatte, weswegen die erforderliche Zustimmung des Überleitungsausschusses nicht vorlag" , wird das Sozialministerium im RH-Bericht zitiert.

Die ÖBB-Immo betont, das Linzer Tower-Grundstück sei nicht billig verkauft worden, sondern an Bestbieter Porr/Raiffeisen. (gra, ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 02.02.2010)

fischer heimo
02.02.2010 12:14

- Grasser und die parteipolitisch Vorgaben an die FMA bei der BAWAG - SPÖ eindunken als FM
- Selbstmordversuch der Verlobten Staatskommissaerin fuer eine bestimmte BANK (!!!) im Leih-Porsche
- die Causa Landesgericht Wien 1 und KHG und Plechs Rolle bei der vermeitung (und die Provisionen???)

fischer heimo
02.02.2010 12:14

- Grassers "Sozialfonds", (Jänner 2004 gegründet) fuer "Kinder mit seelischen Schäden" zu helfen. Einzahler: Raiffeisen, Verein zur Förderung der New Economy (letztlich Zahler der Website), Ernst Karl Plech (Ex-Financier vom seligen Jörg H und Grasser selbst, kennen wir auch als BUWOG-Aufsichtsrat) Bis heute wurde kein Euro ausbezahlt.
- Grassers St.-Moritz-Besuch vom März 2004. Knapp drei Monate vor dem Buwog-Zuschlag nahm KHG an einer Konferenz im noblen Kempinski Hotel teil. Grassers Hotelrechnung übernahm damals Karl Petrikovics.
- Karl Heinz Plech (Vergabekommision BUWOG): Grasser uebernimmt von Plech das Penthouse; in den 90-igern hat es Haider bewohnt (von Plech gratis zur Verfuegung gestellt)

fischer heimo
02.02.2010 12:13
Noch Fragen ...???

- Lüge um das Nulldefizit (inkl. Aufhebung und Abmahnung durch die EU)
- Umwidmung das Kitzbühler Bauernhofes
- FP-interne Gehaltsobergrenze missachtet
- illegale Auslaenderbeschaeftigung im Autohaus (waehrend er FP LH-Stv war)
- früherer Uni-Professor, der auch sein Doktorvater werden sollte, wird Chef der internen Steuerreformkommission
- Gratiseinkleidung für eine Filialeröffnung des Modelabels Tommy Hilfiger
- Road Show als BM für 2,4 Mio Steuergeld (von Hochegger ausgerichtet …)
- 7 Mio Auftrag an Rumpold just am Tag als Grasser den Eurofightern zustinmmt
- Kurzzeit-Investment während des Verkausprozesses der maroden Hypo Alpe Adria, letztlich via Meinl Bank EUR 500.000 investiert und wenige Wochen spaeter plus 250.000.

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