Reportage: Alles lecker beim Schlecker?

2. Februar 2010, 10:00

Minilöhne, Video-Überwachung und Toiletten-Verbot? derStandard.at hat sich als Kassiererin die "dunkle Ecke" des Job-Markts angesehen

Begonnen hat es mit der naiven Idee, eine Schlecker-Mitarbeiterin zu interviewen. Die Kassiererin kniet vor einem Regal und schlichtet am Sortiment. Zwei Kunden sind im hinteren Teil des Ladens. Ich grüße, knie mich neben die Angestellte und frage mit gedämpfter Stimme: "Kann ich Ihnen kurz ein paar Fragen stellen?" Was folgt, lässt mich zusammenzucken. Die Dame fährt mich schreiend an: "Kommt darauf an, welche."

Ich bleibe ruhig und erkläre ihr, ich würde Sie gerne interviewen. Anonym natürlich. "Nein", bellt sie lautstark zurück, während sie direkt in die Videokamera über ihrem Kopf schaut. Die beiden Kunden starren jetzt reglos in unsere Richtung, die Hände fest an ihren Einkaufswägen. Ich fühle mich wie ein Ladendieb. "Danke", sage ich noch und frage mich in der gleichen Sekunde, wofür. Sie hat Angst, geht es mir durch den Kopf, während die Tür hinter mir ins Schloss fällt. Und: Wenn die Angestellte nicht nach außen gehen will, muss ich eben rein.

***

"Keine Erfahrung im Verkauf?" "Keine", antworte ich wahrheitsgemäß. "Haben Sie einen Lebenslauf mit?" Michaela Römer* fragt forsch, aber freundlich. Sie ist Bezirksleiterin und "Herrin" über 22 Schlecker-Filialen. Mit meiner Karriere ist es laut Papier nicht weit her. Hauptschulabschluss, ein Jahr Polytechnikum, keine weitere Ausbildung. Nach Zeugnissen fragt R. nicht. Nur eine Meldebestätigung, zwei Passbilder und ein polizeiliches Leumundszeugnis soll ich nachbringen.

Mein Gehalt? 492 Euro brutto für 16 Wochenstunden, macht 412 Euro netto. Klingt nicht viel, liegt aber laut Gewerkschaftsangaben sogar ein klein wenig über dem gesetzlichen Kollektivvertrag für Handelsangestellte.

Noch bevor ich als Kassiererin beginne, habe ich eine Vorstellung von den Arbeitsbedingungen bei Schlecker: Die kleinen, oft etwas schmuddelig wirkenden Drogerie-Läden sind meist nur mit einer Teilzeit-Mitarbeiterin besetzt, die dem Alltag ausgeliefert ist, ohne Telefon, aber mit umfassender Verantwortung ausgestattet und stets mit dem Risiko vor Augen, dass ein Testkäufer oder Kontrolleur hereinkommen und die Lage inspizieren könnte.

Kassieren, putzen, räumen

Meine Filiale ist noch kleiner, als ich es mir vorgestellt habe. Die Nacht über hat es geschneit, Straßenbahnen und Busse weggeweht und ich bin an meinem ersten Arbeitstag um einige Minuten zu spät. Nicht der beste Einstieg, das ist mir klar. Die Filialleiterin, Erna Wedenig*, nimmt meine Entschuldigung zur Kenntnis und stellt mich meiner Kollegin vor. Es überrascht mich nicht, dass sie das Thema dann doch noch aufnimmt: "Pünktlichkeit, Sauberkeit und Freundlichkeit sind das Wichtigste." Das gibt es auch schriftlich - an der Innenseite der Bürotür klebt ein vergilbtes Plakat: Freundlichkeit gegenüber den Kunden ist unser oberstes Gebot. An der Wand hängt ein gerahmtes Bild, das ein freundlich-harmlos wirkendes Ehepaar Schlecker zeigt. Er, Anton, im Countryhemd und schwarzen Jackett, Christa im adretten Kostüm mit weißer Bluse, beide lächeln, beide blicken starr. Vergleicht man Archivbilder, dürften die zwei in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr gealtert sein.

Mein erstes Einsatzgebiet: Sortiment sichten. Die Filiale ist tipptopp geputzt, die Artikel stehen stramm gereiht an ihren Plätzen. Etikett nach vorne." Alles muss schön gespiegelt sein", erklärt mir W. das strenge Regiment in den Regalen. "Wenn gerade kein Kunde da ist, wische ich schnell die Shampooflaschen mit Glasreiniger ab oder Staub weg."

Auf Reinigungsfirmen verzichtet Schlecker gänzlich. Fürs Toiletten-Putzen, Bodenwischen und Schaufensterwaschen sind die Mitarbeiter zuständig. Punkt eins im Dienstvertrag hält fest: "Der Arbeitnehmer wird mit allen in der Verkaufsstelle anfallenden Arbeiten, einschließlich Inventur- und Reinigungsarbeiten, nach näherer Anweisung der Firma bzw. des Vorgesetzten beschäftigt."

Zweites Wohnzimmer

Neun Jahre arbeitet W. bereits hier, die Arbeit hat sie zur Chefsache erklärt. "In meinem Wohnzimmer ist es ja auch sauber, warum soll es hier nicht so sein?" Demonstrativ schnappt sie sich ein Stück Küchenrolle und wischt Schmutz vom Boden auf. "Wenn kein Kunde da ist, gehst du schnell mit dem Besen durch." Dass sie mich plötzlich duzt, irritiert mich, weil es eine pseudo vertraute Situation schafft, die mir unangemessen erscheint. Um Distanz zu bewahren, bleibe ich konsequent beim "Sie".

Über manche Preisschilder sind transparente Schildchen gelegt. "Grün heißt, dass wir davon noch Ware im Lager haben, gelb heißt, dass die Haltbarkeit bald abläuft", klärt mich W. auf, während sie einige Tafeln Schokolade nach ihrem Ablaufdatum schlichtet. Die frischesten kommen nach hinten.

Eine Pause gibt es erst nach sechs Stunden, sagen die Vorschriften. Für mich gibt es demnach keine, denn länger als sechs Stunden dauert meine Arbeit nie. Noch schmerzlicher als das Magenknurren trifft mich das strenge Rauchverbot selbst vor der Filiale. Zeitweise fühle ich mich wie auf einem Langstreckenflug. "Da machen wir keine Ausnahme, nimm dir halt ein Zuckerl mit", versucht mir W. beizustehen. "Ich sag dir, wenn eine Kontrolle kommt... die haben Nasen, die riechen alles."

Ganz nebenbei werde ich angewiesen, mein Handy stets bei mir zu tragen. Ob es denn kein Telefon in der Filiale gebe, frage ich nach. "Doch, aber das funktioniert nur für leitstelleninterne Nummern." Und - so erfahre ich später - bei Notrufen wie Polizei oder Rettung. Ansonsten gilt: Wird jemand krank oder soll für einen anderen einspringen, verständigt man sich übers private Mobiltelefon . "Ich bin rund um die Uhr erreichbar, fügt W. hinzu. "Du kannst mich immer anrufen."

"Holen Sie sich den Kassaschlüssel", begrüßt mich W. am nächsten Tag. Sie blickt mich kaum an, siezt mich wieder und ist kurz angebunden, während sie sich mit der anderen Teilzeit-Mitarbeiterin angeregt unterhält. Einen Moment fürchte ich, sie hat mich enttarnt. "Von wo?" frage ich. Kurzes Schweigen. "Am Schreibtisch, wo sonst." Ein Kunde betritt das Geschäft, W. 'spiegelt' Artikel im Gang mit den Kosmetika und Rasierklingen oder tut zumindest so. "Diesen Gang darf man nie aus den Augen lassen, hier stehen die teuersten Waren", bläut sie mir mehrmals ein. In der Filiale gibt es weder Videokameras, noch Spiegel, noch Sicherheitseinrichtungen an der Tür.

Schlecker im Fernsehen

Nach wenigen Stunden Berufserfahrung bin ich bereits großteils auf mich gestellt, versuche Gänge und Kunden zu beobachten, zu kassieren, Waren auf ihr Ablaufdatum zu prüfen und an ihren Platz zu stellen. "Gestern war der Anton Schlecker im Fernsehen", flüstert mir eine Kundin über das Kassa-Fließband zu. Sie wirkt, als ob sie ein Geheimnis loswerden will. "Und?" frage ich, bekomme aber keine Antwort. Die Frau verdreht nur die Augen, zahlt und geht.

W. legt mir meinen Dienstplan für die kommende Woche vor. Die Arbeitstage ändern sich wöchentlich, stehen aber schon zwei bis drei Monate im Voraus fest, Überstunden werden mit Zeitausgleich abgegolten. W. als Vollzeitkraft darf keine Überstunden machen.

"Am Samstag arbeitest du allein." W. hat wieder zu ihrem "du" zurückgefunden. "Das geht schon. Das Anmelden in der Früh und den Kassaschluss üben wir bis dahin drei Mal, andere Filialen machen das nur zwei Mal." Ich muss schlucken, was sie missinterpretiert. "Wenn du aufs Klo musst, sperrst du ab und hängst das Schild an die Tür." Hinter der Kassa kramt sie ein Stück Papier in Klarsichtfolie hervor. Komme gleich, lese ich. "Rennst halt schnell nach hinten, beeilst dich aber."

Misstrauen

Der Einkauf für den Eigenbedarf im Laden erfordert einen beachtlichen logistischen Aufwand. Als W. mit einer Mineralwasserflasche bei der Kassa auftaucht und zahlt, unterschreibe ich den Kassabon, notiere darauf verschiedene Vermerke, kritzle meine Unterschrift gemeinsam mit dem Nummerncode des Kassabons auch auf die Flasche, und klebe die Rechnung abschließend noch auf ihr fest. Viel Vertrauen dürfte Schlecker in seine Mitarbeiter nicht haben.

Nach der Abrechnung am Abend trage ich den Geschäfts-Umsatz in ein Heft ein, addiere die Zahl der Kunden mit der gestrigen, rechne die Höhe des durchschnittlichen Einkaufs aus. Alles in allem nicht ganz einfach mit einem Taschenrechner, auf dem einige Tasten so abgegriffen sind, dass man die Zahlen nicht mehr sieht. Im Büro dürfen ausschließlich schwarze Kugelschreiber verwendet werden. Warum das so ist, weiß W. nicht. "Das ist halt so."

Draußen ist es dunkel. Wir gehen noch ein Stück gemeinsam.

Am nächsten Tag kündige ich, gleichzeitig unterschreibe ich meinen Dienstvertrag. Zum ersten Mal sehe ich die Vereinbarungen, die darin festgehalten sind: Unter anderem ist Schlecker berechtigt, den Arbeitnehmer in einer anderen Verkaufsstelle einzusetzen, eventuelle Gehaltsüberzahlungen sind der Firma unaufgefordert zurückzuerstatten und der Arbeitnehmer ist mit dem Urlaubsverbrauch während der Kündigungsfrist ausdrücklich einverstanden.

In Internet-Foren, wo sich Schlecker-Mitarbeiter austauschen, ist immer wieder von "Willkür" seitens des Unternehmens, "Schikanen" und "Sklaverei" die Rede. Derlei Missstände musste ich nicht erleben; wenn es sie gibt, so offenbar nicht flächendeckend. Praktiken, die aus dem Arsenal finsterer Mächte stammen, konnte ich in beschriebener Filiale jedenfalls nicht beobachten, triste Arbeitsbedingungen samt einer gehörigen Portion Verantwortung schon.

* Namen von der Redaktion geändert. (Sigrid Schamall, derStandard.at, 2.2.2010)

Kommentar posten
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Josef Weinheber
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Geiz ist geil

Vor 40 Jahren erklärte uns in der Hauptschule der Lehrer: "Alles was in den USA in Mode ist, kommt zehn Jahre später nach Europa".

Vor 30 Jahren sahen wir amerikanische Filme und staunten über Leute die drei Jobs brauchten um einmal überleben zu können.

Heute sind viele Menschen bei uns so weit. Was äfft unsere Wirtschaft als nächstes nach?

eze eze
 
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Drago+
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Wer geht bei Schlecker überhaupt einkaufen?

Einmal sauteuer, wohl der teuerste Laden überhaupt, ausgenommen vielleicht die Tankstellen-Shops, aber zur BP fährst du ja auch zum Tanken; dann immer leer, so was von leer dass sich auch die (zumeist einzige Mitarbeiterin im Laden) Verkäuferin selten sehen lässt (hab einmal sehr, sehr lage warten müssen, bin dann zum Schluss gegangen - ja, und hätte ich die Ware einfach so mitgenommen, wäre auch nichts passiert)... Mich wundert es, dass es den Laden immer noch gibt. Und wenn ich von den dortigen Arbeitsbedingungen höre, bin ich der Meinung, den sollte es auch nicht mehr geben.

SPÖ - Am Abgrund
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Sehr Euch die peinliche, obrigkeitshörige Figur Roter Baron an

Der ungebildete und parteiabhängige Vogel wurde von einem poster entzaubert. Was macht der Parteiaffe ? Peinlichst versucht er eine Antwort zu finden, vergebens. Wir haben einen ROTEN Kanzler ! Es ist also völlig egal wer regiert, die schlechten Arbeitsbedingungen bleiben IMMER. Eine Pein für alle ARGE Parteiapparatschikposter

Always Look on the Bright Side of Life
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Schwarz-Blau haben wir z.B. die "neuen Selbständigen" zu verdanken. Und den Ausverkauf des Familiensilbers auch - Stichwort Grasser (der ist lt. seinem Anwalt nicht in jedes Skandal verwickelt). Es ist also nicht ganz egal welche Koalition herrscht.
Ein neoliberaler Kurs ist unter schwarz-blau einfach brutaler und wahrscheinlicher. Die ÖVP sträubt(e) sich ja auch gegen das Grundeinkommen.

eze eze
 
01

"neue Selbständige", "freie" DienstnehmerInnen ...

Always Look on the Bright Side of Life
01

"Werkvertrag"

Peter W1
 
01

Ganz ungewohnt hier ordentlich recherchierten investigativen Journalismus zu erleben. Gratulation.

Aber habts ja nach der Pleite im IT-Bereich (nur rumours statt Fakten) einiges gut zu machen.

Helmut-S
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@eze eze

Auf die Frage nach meines Postings von gestern zum Thema "Glück" (Seite 5):

"Das Ganze klingt, als ob es schon eine Weile her ist. Wann genau waren diese 5 Jahre, nach denen du draufkamst? Es ist ein Unterschied, ob das MItte der 80er war oder 2002-2007 z.B. (In erstem Fall wäre es ein Klacks gewesen im Vergleich zu heute.)"

Es war 2001. Es ist also auch heute noch möglich, nach 5 Jahren HTL radikal den Kurs zu wechseln und trotzdem einen vernünftigen Job zu bekommen.

Es ist aber halt nicht unbedingt möglich, mit lediglich Pflichtschulabschluss einen Job mit Selbstverwirklichungsgarantie zu haben.

eze eze
 
10

Ja, mit erst Anfang bis Mitte 20 + männlich + absolviertem Präsenz/Zivildienst wohl schon (noch). Jedenfalls danke für deine Antwort.

Denk Nach
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Hallo!!; Gewerkschaft !!; aufwachen !!;

wo bleibt der Aktionismus. Erhebt euch von euren Bürosesseln und geht raus; Aktionen setzen.
Das würde endlich auch der Gewerkschaft wieder Sympathien und vielleicht mehr Mitglieder verschaffen. >>Aktionismus<<
Hat jemand schon mal in letzter Zeit eine von der Gewerkschaft organisierte Demonstration vor so einem Laden gesehen? - Zeit des Erwachens wäre angesagt

some guy
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jaaaa! entstaubt die pflastersteine und ab zum schlecker! - in den arbeitsverträgen der mitarbeiter steht sie müssen klo's putzen! unwürdige skalverei!

AttHerInn
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19.1.2011, 14:00
hm

vielleicht müssens die Gummihandschuhe dafür selber bezahlen, oder ziehen keine an - Mahlzeit ?

Bumble25
 
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Die Lektüre dieses "Berichts" bringt mir 2 Erkenntnisse:

1.) Schlecker ist nich viel anders als jede andere Einzelhandelskette.

2.) Unsere 2 Tages-Spionin raucht.

knievel
412
prädikat wertlos

das ist wohl einer der schlechtesten artikel die je im online-standard veröffentlicht wurden.
erst schaut die verkäuferin in die kamera an der decke, einen absatz später wird erklärt dass es keine kameras gibt.
das geschäft wirkt angeblich schmuddelig, weiter unten steht es ist alles blitzplank geputzt.
wenn sich die gute dame dann auch noch überfordert sieht wenn sie ein regal einordnen muss oder auf einem taschenrechner eine(!) division durchführen soll kann man sich eigentlich nur noch wundern.
sich darüber hinaus anzumassen nach zwei tagen beurteilen zu können ob es schikanen seitens der geschäftführung gibt ist dann noch das i-tüpfelchen.

ich empfehle frau schamall dringend einen jobwechsel, irgendwas ohne rechnen und schreiben...

natoll
02

wo steht was von überfordert? sie schreibt einfach, was gelaufen ist und was in foren steht. ohne bewertung.

Pullover aus Milch
03

>>erst schaut die verkäuferin in die kamera an der decke, einen absatz später wird erklärt dass es keine kameras gibt.<<

Filiale A: Filiale mit Kamera(s)
Filiale B: Filiale ohne Kamera

Journalistin scheiterte bei Interviewversuch mit Angestellter aus Filiale A und arbeitete schließlich selbst in Filiale B.

Walter Tiefenthaler
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guter artikel...

...aber was macht so eine kleine journalistische perle im standard?

abseitsfalle
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bin ich jetzt auch journalist?

Waldschrat
 
111
Es ist ja löblich, wenn sich die Gewerkschaft

bei Schlecker und Co aufpudelt.

Noch löblicher wäre es, wenn Gewerkschaft und AK einmal vor der eigenen Tür kehren würden. In deren genial konstruierten offshore-Paradiesen ( die Oberschlauen brauchen keinen Cayman Islands, die machen einen gemeinnützigen Verein ) würde auch noch der Schlecker lernen, wo der Bartl den Most holt.

Die echten Spezialisten für prekäre Arbeitsverhältnisse sind die werten Arbeitnehmervertreter nämlich als Arbeitgeber selber.

Dabei wäre die Investigation dort so leicht, die müssten am Dallingerplatz nur von einem Türl ins andere gehen, tun sie aber nicht, da ihnen wie dem Schlecker das Hemd näher ist als der Rock.

Roter Baron
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was wird eigentlich bezahlt
für so ein posting ?


roter baron

Waldschrat
 
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Nix!

Das mach ich gratis, wenn auch wahrscheinlich umsonst.

Und tuns nicht so indigniert und stehens zu ihrer
(roten) Abzockerpartie Herr Baron!

Knochenmann
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"Damals, vor zwanzig Jahren, also... 2010 muss das gewesen sein... da habe ich investigativen Jounalismus gemacht! Ja, wirklich! Fast Zwei Tage lang bei Schlecker. Es war die Hölle!"

Christiane Godehardt
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sprechende Hunde....

Oha!Schlecker scheint tatsächlich einen un-glaublichen Spar und Schikanierkurs zu "fahren",wenn hinter den Regalen wo doch ,ansonsten bei Aschlecker ,Hunde vor der Tür warten müssen,...anstatt als -als Angestellte verkleidete Hunde ! auf Fragen zurückbellen.

watzlilaus "walmoerder" wondratschek
 
21
Wo ist die Sensation?

Keine gefaehrliche Abeit, Puenktlichkeit wird gefordert und ein Rauchverbot durchgesetzt, nicht der Arbeitnehmer und seine Befindlichkeit, sondern der Kunde zaehlt.

Was erwartet sich die Autorin etwa von der Arbeit im Supermarkt - fuer Selbstverwirklichung bezahlt zu bekommen?

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