"Lottelo" im Visier von Konsumentenschützern und Finanz

1. Februar 2010, 14:46
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    "Lottelo"-Homepage

VKI bringt heute Verbandsklage ein, " fast wie ein Schneeballsystem" - Ministerium prüft

Vor erst gut einer Woche an den Start gegangen, muss sich der neue Gewinnspielanbieter Lottelo schon mit Konsumentenschutz und Finanz herumschlagen. Das Besondere an Lottelo: Die Teilnehmer können selbst nicht gewinnen. Man schickt die Handynummer eines Freundes an eine Mehrwertnummer (70 Cent pro SMS). Wenn dessen Nummer gezogen wird, winkt ihm 1 Mio. Euro. Die Gewinnchance ist mit 1:12 Mio. noch geringer als bei Lotto "6 aus 45". Peter Kolba, Chefjurist des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), findet die Geschäftsidee von Lottelo ebenso "grandios" wie "gefährlich" und bringt heute eine Verbandsklage auf Unterlassung ein. Das Finanzministerium hat schon vor rund zwei Wochen eine offizielle Prüfung eingeleitet, um festzustellen, ob Lottelo unter das Glücksspielgesetz fällt.

"Grundidee des Spiels"

In der Klage wegen unlauteren Wettbewerbs (UWG) wendet sich der VKI "gegen die Grundidee des Spiels". Vorallem bei Jugendlichen, laut Kolba die Hauptzielgruppe von Lottelo, entstünde ein "psychologischer Druck" und ein "Kaufzwang", auch für ihre Freunde zu spielen. "Das wirkt fast wie ein Schneeballsystem. Weil je mehr ich spiele, desto mehr spielen die für mich", so der Verbraucherschützer am Montag im Gespräch mit der APA.

Lottelo-Gründer Daniel Goldscheider sieht das freilich anders. Lottelo sei "ganz klar kein Pyramidenspiel". Der Teilnehmer könne ja selbst überhaupt nicht gewinnen, außerdem gebe es keinen Zwang, zurückzuspielen. Den Einwand, es entstehe eine moralische Verpflichtung, lässt er nicht gelten. "Wenn man dieses Argument ernst nimmt, sind Geschenke per se unmoralisch." Auch, dass sich Jugendliche wegen Lottelo in Schulden stürzen, glaubt Goldscheider nicht. Dass man sich verschulde, um sich selbst zum Millionär zu machen, sei "viel wahrscheinlicher" als wegen eines Freundes Hab und Gut zu verspielen.

"Offensichtlich auf Umgehung" des Glücksspielgesetzes angelegt

Das Finanzministerium hat Lottelo schon vor seinem Start am 22. Jänner ins Visier genommen und eine Prüfung eingeleitet. Eine entsprechende Stellungnahme sei "gerade in Arbeit", sagte Iris Brüggler, Sprecherin des für Glücksspiel zuständigen Finanzstaatssekretärs Reinhold Lopatka. Für Kolba ist Lottelo "offensichtlich auf Umgehung" des Glücksspielgesetzes angelegt. Goldscheider wiederum verwies auf ein Rechtsgutachten eines renommierten Experten, "das klar zum Ergebnis kommt, dass Lottelo kein Glücksspiel ist".

Die Konsumentenschützer sehen Lottelo auch in puncto Datenschutz als bedenklich an. Bis dato wurden nämlich die gezogenen Handynummern veröffentlicht, wobei nur die letzten zwei Stellen der Vorwahl anonymisiert wurden. "Wenn ich nicht mitgespielt habe, will ich nicht, dass meine Nummer in der Zeitung steht", so Kolba. Auch Gewinner hätten wahrscheinlich keine Freude damit. Die Betroffenen könnten "sicherlich auf Unterlassung klagen", meinte der Jurist.

Nachdem der VKI dies bereits Ende vergangener Woche im ORF-Magazin "Konkret" kritisiert hatte, hat Lottelo die Veröffentlichung der Nummern vorerst eingestellt - obwohl "wir von unseren Anwälten das OK bekommen haben", sagte Goldscheider. Zudem habe Lottelo in seinen ersten Tagen "noch nie von jemandem gehört, der sich belästigt gefühlt hat". Goldscheider hat laut Eigenangaben vergebens versucht, vom VKI zu erfahren, welche konkreten Probleme es gebe.

Ein weiterer Kritikpunkt des VKI bezieht sich auf die Alterskontrolle bei Lottelo, an dem man offiziell erst ab 16 Jahren teilnehmen darf. "Mir ist schleierhaft, wie er das kontrollieren möchte", sagte Kolba. Wenn ein 14-Jähriger mitgemacht hat und gewinnt? "Pech gehabt!", so Goldscheider. Wird eine Nummer gezogen, müssten sowohl der Spieler als auch dessen Freund eine Kopie des Handyvertrages vorlegen. Bei Wertkartenhandys verlange Lottelo Einzelgesprächsnachweise.

Web 2.0

Die "Uridee" hinter Lottelo sei die Frage, ob sich das Prinzip Web 2.0 ("Mitmach-Internet") auch auf Gewinnspiele übertragen lasse, betonte Goldscheider im Gespräch mit der APA. Im Gegensatz um klassischen Lotto ist die Gewinnsumme bei dem SMS-Spiel immer gleich hoch, nämlich (theoretisch) täglich 1 Mio. Euro. Für das erste Jahr ist dieser Betrag (insgesamt 365 Mio. Euro) über den texanische Broker SCA Promotions versichert.

Jene Handynummern, die gespielt werden, kommen in den Pool, der insgesamt 12 Mio. wahrscheinliche Nummern umfasst. "Das entspricht in etwa der Gesamtzahl der existierenden Mobilnummern", erläuterte Goldscheider. Theoretisch kann auch eine Nummer gezogen werden, die gar nicht existiert.

70 Cent

An den 70 Cent, die eine SMS kostet, verdienen auch die Mobilfunkbetreiber einen "guten Prozentsatz" mit - dem Vernehmen nach etwas mehr als die Hälfte. Financier von Lottelo ist die Wiener Investmentgesellschaft I4G, die laut Goldscheider einen "einstelligen Millionenbetrag" in das SMS-Projekt gesteckt hat. Umsatzziele nannte der in der Schweiz lebende Jungunternehmer keine. In den ersten Tagen hätten pro Tag "ein paar hundert Leute" mitgespielt, nun liege die Teilnehmerzahl schon im vierstelligen Bereich. (APA)

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Lottelo

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Posting 1 bis 25 von 166
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Daniel Macak
00
15.2.2010, 09:51
Geniale Bedingungen in den AGBs

*Interessant finde ich es, dass frühestens nach 8 Wochen der Gewinn ausbezahlt wird. Warum so lange warten? Sehr gut für die eigene SIcherheit.

* Cool ist es natürlich, dass die meinsten Handynummern ja Scheinnummern sind (12 Mio am Anfang)

* Genial finde ich es auch, dass die dann im Fall eines Gewinnen (sehr unwahrscheinlich) Einzelgesprächsnachweise von Wertkarten verlangen wollen)

* und wenn man under 16 Jahren ist und man sendet, hat man einfach pech. Was mir nicht klar ist, wer jetzt rechtlich der Teilnehmer ist. Der der bezahl oder der der Nominiert wird. oder müssen eh beide über 16 sein? Je mehr unsicherheit desto besser, weil im Zeifelsfall bleibt das geld beim Betreiber.

Viel Spaß beim Spielen :-)))

wilko0070
 
00
15.2.2010, 10:26
Das ist ja alles noch harmlos!

Die beste Meldung zu den Methoden von "Lottelo" findet sich in der "Kleinen Zeitung":
http://www.kleinezeitung.at/nachricht... -sms.story

"Die Nummern werden laut Betreiber von einem Computerprogramm gezogen – eine öffentliche Überprüfung gibt es nicht."

Also noch "transparenter" als "9Live" - Ebenfalls viel Spaß beim Spielen :-)))

Überwachungskamera1
00
9live

ist u bleibt mein liebling
mir gefällt besonders wie deppert die leut sind u. trotzdem anrufen.

wilko0070
 
01
Warum soll ich anderen Leuten Geld schenken?

Da geh ich doch lieber rubbeln und verdien' mir mein Geld selbst in der Gelddusche!

Jeder hat das Recht auf meine Meinung
02
Lotto 6 aus 45 (bis 54000)

Der Spieler wählt 6 Zahlen aus 45, und die lotterie zieht aus 54000.

Das ist mal ne Idee. So schön verpackt kann Sch****e aussehen.

RaunzNichtKauf!
 
01
Stirnlappenbasilisk?

wilko0070
 
00
"Stirnlappenbasilisk?"

Das war ja noch ziemlich simpel.
Hier gibt es noch einmal die wahren Herausforderungen:
http://www.youtube.com/watch?v=MAJaKs_2E4k

wilko0070
 
00

80 Schornsteine plus 5 Schornsteine plus 8 Schornsteine minus 7 Schornsteine. Was kommt heraus?

Club-der-dichten-Toten
00

Rauch.

wilko0070
 
00
Du hast ja geschummelt! (= gegooglet)

Deine echte 9Live-Tauglichkeit kannst du aber unter Beweis stellen, wenn du 7 Wörter mit Pferd- nennst!

wilko0070
 
00
@Club-der-dichten-Toten

Ich habe es gewusst! Du hättest bei 9Live nie eine Chance. Hier sind die 7 zu erratenen Begriffe:
Pferdeleute
Pferdemenschen
Pferdeunkundige
Pferdeheunetz
Pferdebeschreibungen
Pferdetandem
Pferdeanspannung

wilko0070
 
00

Der Vater von Monika hat 5 Töchter: Lele, Lala, Lolo und Lulu. Wie heißt die fünfte?

kernel_panic
00
Erika.

wilko0070
 
00

Na, dann schau' einmal hier:
http://www.youtube.com/watch?v=dwhK-zShF80

Dunkelgrau
00

Bei 12 Millionen Handynummern von denen vielleicht 10.000 mitspielen, ist die Wahrscheinlichkeit Runde für Runde also 83,33% dass der Hauptgewinn nicht ausgezahlt werden muss.

Stahl_____666
04
.

Goldscheider - sagt eh schon alles.

es kennts mi!
31

stahl_666 sagt auch alles.

gustav gans42
02

solte einmal jemand meine Nummer dorthin schicken, hetz ich dem die Vorwerk- und Kirbyterroristen auf den Hals ;-)

nebenerwerbsposter
02
kreative strizzis am werk!

LeganFuh
03
Gewinn nur mit Handyvertrag?

das bedeutet doch, wenn jemand meine nummer hinschickt, und ich wirklich gewinne, dass ich dann den vertrag hole und erkenne, dass ich ein diensthandy habe. mein chef wird sich freuen =)

Hanuman Petrol
01
!!!

Fall eins wird Ihre Telefonnummer weitergegeben ohne Ihr zustimmen!
Fall zwei werden wahrscheinlich Ihre Daten missbraucht werden, wieder eine Werbebroschüre mehr in Ihrem Postkastl bzw für Ihre Emailadresse!
Fall drei Sie werden nie gewinnen!

Viel Spass beim spielen ähhh sms versenden!

spitzenkandidat.2.0.
01
eigentlich wäre die idee nicht schlecht...

...allerdings treten - wie auch schon oben im Artikel genannt - zahlreiche Probleme auf.

Was ich aber so mitbekommen habe, dürfte die Zielgruppe für Lottelo wohl eher so zwischen 16-35 liegen, nachdem ich bereits Werbung davon u.a. auf Szene1 gesehen habe (und dort machen bestimmt auch U16 mit ...).

wilko0070
 
00
Ja, da will man als Mäzen allen Österreichern mit Mobiltelefon

eine Freude machen und ihnen auch mal etwas Gutes gönnen; schon tauchen die ersten Verbraucherschützer auf und vermiesen jeglichen Spaß:
http://www.youtube.com/watch?v=UoniIUGRAMc

Leute, so klappt es nie mit dem Wirtschaftsaufschwung!

Michael Aires
05
Trottelo

Idiotto, Deppingo, also Ideen gabats gnua!

Petzi Bär
00
vergiß die Dubbelkarten nicht!

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