Terry Pratchett fordert Recht auf Sterbehilfe

1. Februar 2010, 14:18

Der selbst an Alzheimer erkrankte Bestseller-Autor löst in Großbritannien hitzige Debatten aus

London - Der britische Bestseller-Autor Terry Pratchett fordert ein Recht auf Sterbehilfe. Der an Alzheimer erkrankte 61-Jährige tritt für die Einrichtung einer Kommission ein, die Anträge lebensmüder Briten auf Sterbehilfe prüfen soll. Pratchett wolle sich selbst als Testfall zur Verfügung stellen. Der Autor wollte seinen Vorschlag am Montagabend in einer öffentlichen Ansprache erörtern, der vom Fernsehsender BBC organisierten Richard Dimbleby Lecture.

Die Debatte über die Sterbehilfe ist in Großbritannien nach zwei aufsehenerregenden Gerichtsurteilen hoch aktuell. Erst kürzlich war eine Frau, die ihrem schwer hirngeschädigten Sohn eine Überdosis Heroin verabreicht hatte, wegen Mordes zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Eine andere Mutter, die ihrer gelähmten Tochter half, ihr Leben zu beenden, wurde dagegen freigesprochen.

Auszug aus dem Redemanuskript

Pratchett werbe für das Recht auf Entscheidungsfreiheit. In einem von der britischen Nachrichtenagentur veröffentlichten Auszug aus dem Redemanuskript des Fantasy-Autors hieß es: "Wenn ich wüsste, dass ich sterben könnte, wann immer ich will, dann wäre plötzlich jeder Tag so kostbar wie eine Million Pfund. Wenn ich wüsste, dass ich sterben könnte, würde ich leben."

Der Vorstoß stieß in der britischen Öffentlichkeit auf große Resonanz. In einer Umfrage im Auftrag des "Daily Telegraph" erklärten 75 Prozent der 2.500 Befragten, die Sterbehilfe sollte legalisiert werden. In einer BBC-Erhebung sagten 73 Prozent der Befragten, Freunde und Verwandte sterbenskranker Menschen sollten für Beihilfe zum Selbstmord nicht bestraft werden. (APA)

Schlitzohr2
01
Eine SelbstErlösung, dürfte man eigentlich niemandem verwehren.

Es gibt Menschen die werden von Ihren „Mitmenschen“ ein Leben lang (nur ein Fallbeispiel stellvertretend für viele) gequält. Auf die näheren Umstände WESHALB u WARUM soll hier ich nicht eingegangen werden. Der Arzt versperrt mit fadenscheinigen Argumenten den erlösenden Fortgang. Der/Die Betroffene bettelt seine/ihre Todessehnsüchte ohne Widerhall in die absolute Stille. Zermürbend-unleidliches Weiterleben, immer am Rande einer vom Gesetzgeber aufoktroyierten schmerzlichen Rubikon Überschreitung, ist die diesseitige Barriere sein Leben gewollt-vorsätzlich Aushauchen zu dürfen. Oft ist aber dann der Strick oder andere frei herumliegende Selbsttötungs Instrumente die über den/die Suizidanten „frohlocken“.

Offler
01

Thank you for that, Hag o'Hags.

zhang sanfeng
04
"Sich selbst umzubringen verstößt gegen das Gesetz.

Das wundert einen doch, oder? Das heißt doch im wesentlichen dass, wenn es schief geht, das Gas ausgeht oder das Seil reißt, man dich im Gefängnis einsperrt, um dir zu zeigen, wie fröhlich und lebenswert das Leben doch eigentlich ist."
-- Terry Pratchett - "Johnny and the Dead"

Raphael Hythlodeus
04
pratchett weiß doch eh, dass er nur den rite of AshkEnte ausführen muss, damit der tod kommt.

zhang sanfeng
01

THANK YOU, said the grateful Death.

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