Berliner Staatsoper

Flimm plant zeitgenössischen Schwerpunkt

1. Februar 2010, 12:38
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    foto: apa/techt

    Bereits in den ersten Planungen für Berlin: Jürgen Flimm.

Schlingensief solle die erste Spielzeit der Berliner Staatsoper im Ausweichquartier eröffnen

Berlin - Der scheidende Intendant der Salzburger Festspiele Jürgen Flimm will als Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden einen Schwerpunkt auf zeitgenössische Stücke legen. "Wir müssen raus aus der traditionellen Ecke, wir müssen mit Geduld und auch mit der nötigen Mühe ein ganz neues Repertoireverständnis aufbauen an der Lindenoper, weg von diesen ewigen "Toscas"", sagte Flimm der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Als erste Amtshandlung habe er Luigi Nonos "Al gran sole" aus Salzburg für Berlin koproduziert.

Flimm kündigte an, Christoph Schlingensief werde im kommenden Herbst die erste Spielzeit der Staatsoper in ihrem Ausweichquartier im Schiller-Theater eröffnen. Schlingensief werde Regie bei der Uraufführung eines neuen Werkes von Jens Joneleit mit dem Text von Réné Pollesch führen. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Daniel Barenboim.

Das Schiller-Theater bezeichnete Flimm, der seit Ende 2009 die Lindenoper leitet, als große Chance. "Wir können im Schiller-Theater eine ganz andere Beschäftigung ausprobieren mit neuen Stoffen, dieses Haus ist doch selbst exterritorial." Jetzt küsse "der Osten den Westen wach". Flimm will im Schiller-Theater, das im früheren West- Berliner Bezirk Charlottenburg liegt, auch ein Opernlabor einrichten und die Kinderoper stärken. Mitte 2010 wird das Ensemble der Lindenoper für drei Jahre, in denen das Haus renoviert wird, in das Schiller-Theater umziehen. (APA)

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