Wie aus normalen Filmen 3D-Movies werden

31. Jänner 2010, 15:24
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    foto: disney

    Tim Burton's Alice in Wonderland wird erst in der Post-Produktion zum 3D-Streifen.

Tim Burton's Alice in Wonderland wurde normal gedreht und später digital für 3D nachbearbeitet

Nach dem Erfolg von James Camerons Avatar, der nun auch offiziell der erfolgreichste Film bisher ist, trauen sich nun mehrere Filmestudios auf den 3D-Zug aufzuspringen. Doch 3D-Aufnahmen sind teuer, außerdem sollen auch ältere Filme für die dritte Dimension aufgemotzt werden. In der Post-Produktion kann ein 2D-Film so nachbearbeitet werden, dass er auch dreidimensional gesehen werden kann.

Alice in Wonderland und Harry Potter in "Fake-3D"

Bei richtigen 3D-Aufnahmen wird jede Szene mit zwei leicht versetzen Kameras aufgenommen, die je ein Bild für das linke und das rechte Auge aufnehmen. So wurden Avatar oder auch Coraline gedreht. Bei anderen Filmen, wie den nächsten Harry Potter-Streifen oder Tim Burton's Alice in Wonderland, hat man sich laut Gizmodo dafür entschieden, den 3D-Effekt in der digitalen Nachbearbeitung entstehen zu lassen.

Software simuliert zweite Kamera

Die zweite Kamera muss dabei mit einer Software simuliert werden. Dafür wird jede Aufnahme in mehrere Layer für die verschiedenen Tiefenebenen getrennt - z.B. ein Mensch in Vordergrund, ein Haus im Hindergrund und der Himmel. Je nach Komplexität der Aufnahme werden zwischen zwei und acht Layer erstellt. Danach wird mithilfe dieser Layer eine Art topografische Karte jeder Szene erstellt. So kann die Software ein Bild berechnen, das die Aufnahme einer zweiten Kamera simuliert. Die Objekte im obersten Layer - also im Vordergrund - werden dabei am stärksten "versetzt". Dadurch erscheint es später, als ob sie aus der Leinwand heraustreten. Der simulierte 3D-Effekt hinkt der echten 3D-Aufnahme natürlich etwas nach. Für den Zuseher dürfte das aber kaum bemerkbar sein. Wer bereits die Vorschau zu Alice in Wonderland im Kino in 3D gesehen hat, weiß, dass die 3D-Effekte ebenso überwältigend sind, wie in Avatar. (red)

 

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Lionel Mandrake
00

das wird so wie vor 20 jahren, 15 jahren, 10 jahren. 3d ist und war immer kurz total "hipp". und plötzlich interessierts niemanden mehr...

unfrieden
00

Ich hätt mir "Alice im Wunderland" auch so angeschaut. Der Film ist perfekt für Tim Burton.

In 3D schau ich ihn mir natürlich noch lieber an, ich bekomm kein Kopfweh davon und kenn auch niemanden, der es nach "Avatar" oder "Oben" hatte.
Bei "Monsters vs Aliens" war's für die Augen ein wenig anstrengend, aber ich hatte das Gefühl, der war absichtlich total 3D-übertrieben.

powerpack
02

dieses "pseudo-3d" schaut für mich verdammt wie die schon seit einiger zeit populären 3d-animationsstreifen aus, die ja auch nur am computer nachgerechnet wurden. deren 3d-effekt ist ein witz, weil dann einfach irgendwelche personen oder gegenstände in den vordergrund gehoben werden - sowas ist kein wirklich ansprechender 3d-effekt.

avatar ist ohnehin wegen seiner genialen computereffekte so erfolgreich, aber auch weil er erstmals wirklich realistisches 3d bietet, nicht so ein lächerliches hervorheben von gewissen elementen. war eh klar, dass hollywood hier wieder versucht billig groß abzukassieren.

Andreas Schmidt
40
Der Wappler sucht eine 3D-Nina

Herr der Ringe in 3D oder Star Wars in 3 D? Kann ich verzichten.

Leech
11
8 Layer? allein fürs Gesicht?

Also 8 Layer braucht man schon allein fürs Gesicht vom Darsteller damit das in 3D was gleichschaut und nicht ausschaut wie ne aufgeklebte Southpark figur.

Überhaupt kann man das Fake 3D gut mit southpark vergleichen. Man stelle sich vor man nimmt eine Szene aus southpark anstatt das die figuren, häuser, gegenstände direkt aufs papiergeklebt werden, bekommen die alle abstandshalter mit ein paar zentimeter und schon hat man genau das 3D was rauskommt wenn mans nachträglich reinrechnet ^^

werwolfi
00

da die layer verschiedene bildebenen darstellen, die sich gegeneinander bewegen (parallaxe!), hättest du mit noch so vielen layers innerhalb eines gesichts keine freude...

diese info muss man anders bekommen, entweder rausrechnen (etwa möglich bei gesichtern, die im laufe des films irgendwann von allen seiten zu sehen sind, kann aber aufwendig werden) oder im nachhinein, etwa durch vermessen von realen objekten oder modellen, hinzufügen.
wenn die schauspieler alle noch leben, dann ist das ja keine sache ;o)

Elef
10
Einen Film so zu verunstalten...

... hat ungefähr das Niveau eines Pink Floyd Dancefloor Remixes...

numu
 
66

meiner meinung sollte die filmindustrie da ein wenig leiser treten, avatar hat auch nur solche verkaufszahlen, weil er der ERSTE 3D film ist.. ich (und andere auch) finde die technik ist noch viel zu unausgereift.. da kann ich mir eher noch eine fake variante vorstellen, vielleicht kriegt ma da weniger augen/schädelweh

haarspalter
00

äh, der erste 3D-film?

Ringweltler
00

sehe ich auch so. aber es muss der blu-ray-verkauf angekurbelt werden ...

Early
01

Wenn die Industrie leiser tritt, wird der 3D-Film dann aber nur mal sehr schwer ausgereift sein.

ricko
00

das problem sind nicht die CGI szenen sondern die realaufnahmen:

normalerweise fokkusierst DU die dinge je nach entfernung an, in diesem fall macht das die kamera, da es noch keine stereoskopische kameras mit 'tiefenscan' gibt. dh du siehst dir zB andere objekte an, die aber nicht scharf werden. daher das kopfweh.

tiefenunschaerfe bei CGI kann man einfach weglassen bzw eigentlich ABSICHTLICH aktivieren

Gerwin Winter
11
Wenn Du das sagst

muss es ja stimmen ...

numu
 
10

oh,.. tschuldigung,.. wollte ihnen nicht zu nahe treten

Vorpotsky
05
Das klingt ja super

nur leider schaut das dann immer so ähnlich aus wie diese Papppolizisten am Straßenrand

RevX
00

Stimmt! Aber das kann durchaus auch seinen Reiz haben...

the thing that should not be
10

avatar war mein erster 3d film und ich fand, dass es die zusätzlichen 3 euro für die brille auf jeden fall wert war !
freue mich schon auf alice im wunderland :)

www.lucidlab.cc
 
00
Ich kann mir kaum vorstellen, dass das an richtiges 3D ran kommt!

Aber ich werd mir den Film auf jeden Fall ansehen und bin schon gespannt was dieses Fake 3D kann.

charley franchini
03

ich kann mir kaum vorstellen, dass das an theater rankommt.

Marius Meng1802
00
na wenns so einfach ist ...

... dann her mit herr der ringe in 3D :)

--: SID :--
010
So ein Quatsch !

Was ist mit Gesichtern ? In diesem Pseudo- 3D hat man dann flache Gesichter mit scheinbar räumlichen Hintergrund.
Das wirkt so dreidimensional wie die guten alten Märchenbilderbücher, aus denen die Figuren herausklappen.
Um einen guten Effekt zu erzielen, müßte man allen Objekten im Computer nachträglich eine 3D-Form geben. Das kann dann aber unmöglich billiger sein als eine zweite Kamera mitlaufen zu lassen.

haarspalter
20

ui, wenn experten fliegen könnten wär das forum ein flughafen ...

awsd
00

ich bild´ mir auch ein, bei avatar teilweise "flache" menschen gesehen zu haben. also schätzungsweise eine cg-szene (wo 3d ja nix kostet ausser doppelte renderzeit) und darin ein sprite einer real-aufnahme, die zwar innerhalb der szene räumlich wirkt, in sich aber flach ist. leider kann ich jetzt nicht mehr sagen, welche szene(n). aber ich muss mir den eh nochmal ansehen...

Vorpotsky
03
Das liegt u.A. daran,

dass die 3D-Kameras bei großem Zoom immer unhandlicher werden - je stärker der Zoom, desto weiter müssten sie ja auseinander sein. Wird irgendwann unpraktikabel. Also werden auch in "echten" 3D-Filmen die Szenen nachbearbeitet.

Hab ich schon vor Jahren im IMAX bemerkt - ich hab mir "Space Station 3D" und irgendso einen Unterwasserfilm mit Haien in 3D angesehen. In der ISS kommt das 3D natürlich voll raus, hingegen beim Filmen von Haien (mit starkem Zoom ;-)) ist das Ganze weit weniger beeindruckend.

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