Google gegen alte Browser: Kein IE6-Support mehr

31. Jänner 2010, 12:11
  • Artikelbild
    grafik: google

    Google will nur mehr einigermaßen neue Browser unterstützen.

Der Suchmaschinenkaiser will ab 1. März Unterstützung für ältere Browser schrittweise einstellen

Google will in Zukunft nur mehr halbwegs aktuelle Browser unterstützen. Das hat Rajen Sheth, Google Apps Senior Product Manager, in einem Blog-Eintrag angekündigt. Den Anfang sollen Google Docs und Google Sites machen. Ab 1. März soll der Support älterer Browser für diese Anwendungen eingestellt werden.

Auch kein Support für Opera mehr?

Nutzer mit älteren Browsern wie Internet Explorer 6 werden die aktuellen Google Anwendungen zwar noch aufrufen können. Zukünftige Features werden aber möglicherweise nicht mehr nutzbar sein. Sheth empfiehlt die Browser Internet Explorer ab Version 7.0, Firefox ab Version 3.0, Safari 3.0 und höher sowie natürlich Googles eigenen Browser Chrome 4.0 und höher. Opera wird nicht erwähnt. Ob das nun heißt, dass Google Opera in Zukunft überhaupt nicht mehr unterstützt, geht aus dem Posting nicht hervor. (red)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 136
1 2 3 4
Herr Franz Strobel
00
12.2.2010, 23:33
leider betrifft das nicht die google-suche

IanG
02
ie7

der ie7 ist nicht viel besser als der ie6. google sollte seine suchmaschine nur noch für die aktuelle browsergeneration freischalten, also ie8, chrome, firefox, safari.
dann wäre das leben für viele web entwickler leichter

bionickid
 
02

der einzig richtige weg ist keine IE6 workarounds mehr zu basteln.

xray -
00

ich denke der mittelweg ist der richtige: so programmieren, dass es überall funktioniert, ohne ab er kopfstände für alte Browser zu machen.
sprich: grundfunktionalität ist gegeben, wer's schöner/schneller/besser will, braucht einen richtigen browser.
das ist relativ einfach machbar.

Andreas83
03
das Problem ist einfach

dass der allgemeine IE 6 Nutzer sich dessen nicht bewusst ist, dass sein Browser Mist ist. Für ihn ist einfach die von dir erstellte Webanswenung Mist, weils nicht richtig funktioniert!

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
24
eine trauerminute an dieser stelle

für den genialen opera und alle seine 247 user...

M. P.1
00

4 x grün und (bis gerade zuvor) 0 x rot für ein Troll-Posting ... jetzt geht's schon ziemlich bergab mit dem Niveau hier.

Zur Sache: Bin zwar selber kein Opera-Benutzer (mehr), aber das wäre schon eine ziemlich fiese Aktion von Google, wenn sie das nicht noch überdenken (hoffe spätestens wenn Opera 10.50 erscheint). Noch gehört Opera zu den bedeutenden Browsern und ihn als solches (zumal es dafür kaum technische Gründe gibt) nicht zu unterstützen wäre eine Ausnutzung der Marktstellung, den Browsermarkt zu beeinflussen.

Und Google will ja hoffentlich nicht Microsoft werden.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
00
weißt was ich am forum hier liebe?

leute, die einen ganzen thread ignorieren und unterhalb vom ersten posting wieder bei null beginnen wollen.

J.J
00

Na ja, absolut betrachtet nutzen etwa 20 Millionen Opera.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
20

mag sein, aber jetzt nimm mal an du hast eine web app, die von 100.000 usern verwendet wird (das ist schon sehr viel, wenn man nicht google heißt!)

das macht dann 1500 opera user, für die du nochmal alles durchtesten und ggf. anpassen darfst. standards sind schön für statische websites, aber ajax ist noch nicht so weit dass man 1x testet und dann funktionierts auf 5 browsern.

da lob ich mir doch google, wenn die vorher schon ein paar opera user zum umsteigen gebracht haben.

mehr browserauswahl? gerne. aber layout- und js-engines gibt es genug. presto ist eine gute engine, aber opera mit webkit wär auch nicht schlechter.

Mode Biller
00
Mit Opera...

...gibt es praktisch keine JS Probleme. Woher hast denn das? Wenn man antürlich auf irgendwelche schwindligen JS Libraries setzt, die dem Browser Sniffing frönen, kann es schon zu "Inkompatibilitäten" kommen. "AJAX" (oder um es zu präzisieren XHR) ist sehr wohl soweit, dass es cross-browser funktionieren kann.

Mit JS macht der IE6 grausig viele, der IE7 erschreckend viele und der IE8 einige Probleme. Alle anderen Browser mit einem tangiblen Marktanteil machen praktisch keine Probleme.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
00

ich hab auch schon probleme mit chrome erlebt, nachdem es auf FF bereits probiert hat. natürlich funktioniert XHR, aber der teufel liegt im detail, und wenn du noch nie probleme erlebt hast, dann hast du vielleicht noch nie hinreichend komplexe dinge gebaut.
das ist kein qualitätsurteil über opera.

Mode Biller
00
Gebaut?

Nachdem ich meine eigenen JS Bibliotheken und Widgets schreibe und diese auch auf Webseiten mit großer Last zum Einsatz kommen, weiss ich schon wovon ich spreche.
Ich entwickle in erster Linie am FF; mit Opera und WebKit/Chrome gibt es - wie geschrieben - praktisch nie Probleme (mal etwa von der krass unterschiedlichen Tastaturbehandlung abgesehen). XHR-Probleme? Nada. Die nachfolgenden Anpassungen an die verschiedenen IE-Varianten kosten (mitunter viel) Zeit.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
00

war wohl ein eingebildetes problem, wenn du dich so gut auskennst. und die serverlast macht ja bekanntlich bei der komplexität des javascript-codes einen großen unterschied.

wenn du dich traust ein neues release einzuspielen, ohne alle relevanten tests auf allen relevanten browsern ausgeführt zu haben, bitte. mut kann man nicht kaufen.

für alle anderen sind das kosten. und die sind u.U. sogar bei opera pro user höher als die viel höheren aufwände für den IE. drum hat sich der IE6 auch so lange halten können.

Mode Biller
00

Man kann natürlich Probleme haben - man muss aber nicht. Serverlast? Kann man so interpretieren. Aber es geht um starke clientseitige Last, also viele XHRs, viele interaktive Elemente, komplexe Strukturen.

Mut brauche ich keinen. Wo schrieb ich auch was von "nicht testen"? Natürlich wird getestet, aber von den IE-Teilen abgesehen, machen die Browser allenfalls sehr kleine Probleme. Ein Beispiel habe ich geliefert. Opera Kompatibilität hat jedenfalls keine Mehrkosten verursacht. (Wobei nur auf aktuelle Opera-Versionen 9.x und 10.x Bezug genommen wird; aber du sprichst ja ohnedies von "relevanten" Browsern).

Aber vielleicht willst du "dein" Problem ja konkreter schildern, und nicht nur nebulös schwadronieren?

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
00

wenn die kompatibilität so reibungslos wäre, dann wäre es doch eh egal ob google offiziell supportet, oder?

problem schildern will will ich nicht. war eine sehr komplexe wechselwirkung von XHR und ein paar serverseitigen komponenten, und wir haben es auch noch nicht analysiert (war nur mal ein smoke test mit chrome).

mein takeaway ist, dass man trotzdem alles testen muss, und bei komplexen apps ist der testaufwand alleine mitunter schon ein grund, sich offiziellen support zu ersparen.

man kann das ding aber auf gutwill unterstützen, d.h. wenn jemand einen guten bug report bringt wird er gefixt, aber keine garantie. das kostet vermutlich nicht viel.

und bitte, webseiten mit großer last = client-last, komplexe strukturen...?

juergen83
01

Oft besser wenn ein Browser weniger User hat und bei 3 bis 5 Prozent Marktanteil rumkrebst. Dann konzentrieren sich die Entwickler anscheinend etwas mehr auf Stabilität und Innovation. Seit FF nämlich massiv User gewinnt ist ein monatliches Update und eine möglichst große Addon-Anzahl anscheinend wichtiger als Stabilität. Und jetzt nicht sagen "na des stimmt net". Bin kein FF-Gegner, ist ja ein guter Browser, aber die Absturzmeldungen von eingefleischten FF-Usern mehren sich und meiner Meinung nach sind zwar oft die Addons die Übeltäter aber Mozilla lässt diese ja praktisch ungeprüft zu.

Jim Kirk
01

Die Addons kommen aber nicht von den ff entwicklern, daher kannst denen nicht die schuld geben. man muss ja nicht jede käse installieren.

juergen83
01

"...meiner Meinung nach sind zwar oft die Addons die Übeltäter aber Mozilla lässt diese ja praktisch ungeprüft zu."

Damit sollte eigentlich klar sein, dass mir bewusst ist, dass nicht Mozilla die Addons entwickelt. Trotzdem sollten von Mozilla gewissen Spielregeln vorgegeben und kontrolliert werden. Apple schaffts ja auch, dass das iPhone nicht bei jedem 5. App abschwirrt.

Andreas Prucha
00

Also ich möchte nicht, dass irgendein Plattform-Entwickler entscheidet, welche Plugins erlaubt sind und welche nicht. Für mich ist dies beispielsweise mit ein Grund von Apple die Finger zu lassen.

Was ich mir allerdings gut vorstellen könnte wäre ein Art "Reviewed"-Flag für Plugins, das nur jene erhalten, die gewisse Qualitätsansprüche erfüllen. Der Benutzer könnte bei der Installation eine Warnung bekommen, dass das Plugin noch nicht überprüft wurde.

juergen83
00

Die Reviewed-Flag ist durchaus eine gute Idee. Ich hab aber auch nicht gesagt, dass Mozilla aussortieren soll, sondern strenge Richtlinien für Addon-Entwickler festlegen muss.

Bisher war es ja möglich, in praktisch jedem FF-Ordner seine Dateien abzulegen was meines Wissens nach eines der Hauptprobleme war das angeblich nun abgeschafft wurde. Zumindest die wichtigsten Ordner wurden für Addons gesperrt.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
10

ich breche hier keine lanze für den FF, ich finde es nur verständlich wenn sich bei komplexen ajax-apps keiner mehr die mühe macht alles für browser mit ~1% marktanteil zu testen und ggf. zu adaptieren.

wenn opera langfristig noch was reißen will, sollten sie sich überlegen ihren browser rund um eine bestehende layout engine + javascript engine drumherumzubauen. presto mag eine feine engine sein, aber wen kümmert das wenn keiner sie verwendet und daher auch keine web app die vorteile nutzen kann?

ich bin so schon kein fan zu vieler unabhängiger implementierungen (trotz exploits durch monokultur - der testaufwand ist trotz standards enorm), aber mit den marktanteilen bringt das wirklich gar nix mehr.

juergen83
11
An alle etwas langsameren:

Hier geht es um den Support der Google-Applikationen wie Docs, AdWords etc - NICHT um die Suchmaschine! Die Applikationen setzen nämlich die AJAX-Technik massiv ein womit ältere Browser (und auch Opera) Probleme haben.

IE6 wird also auch in Zukunft verwendet werden. Erst wenn große Seiten damit aufhören HTML und CSS-Hacks für den IE6 zu verwenden hätten diese User einen Grund um auf einen anderen Browser (und wenns nur der IE8 ist) umzusteigen.

M. P.1
00

"Erst wenn große Seiten damit aufhören HTML und CSS-Hacks für den IE6 zu verwenden hätten diese User einen Grund um auf einen anderen Browser (und wenns nur der IE8 ist) umzusteigen."

Dafür ist Google's Entscheidung aber enorm wichtig, weil wenn sich Google dazu entscheidet, dass IE6-Support nicht mehr angemessen ist, wird das in einigen Firmen Nachdenkprozesse anregen, ob es für die eigene Site noch erforderlich ist.

Und für die Webentwickler in so Firmen, die schon lange IE6-Support loswerden wollen und bislang mit ihren Argumenten gescheitert sind, ist das ein starkes neues Argument.

juergen83
11
Opera

hat leider schwere Probleme mit AJAX Anwendungen. Deshalb wahrscheinlich nicht erwähnt. Ich selbst muss für AdWords und Co immer in den Safari wechseln.

Allerdings ist dies auch schon der einzige aktuelle und wirklich schwere Fehler der in den nächsten Versionen ja hoffentlich beseitigt sein wird. Schließlich kommt AJAX immer mehr und mehr.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 136
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.